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Qualitätsverbesserung beim Internetradio (Hardware)

Dieses Thema im Forum "Internetradio- und Heimstudio-Hardware" wurde erstellt von Devil2k, 14. April 2009.

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  1. Devil2k

    Devil2k Benutzer

    Servus,

    lange bin ich jetzt schon hier am Lesen aber irgendwie blicke ich noch immer nicht durch hier...

    Ich suche derzeit Hardware um meine Live Sets im Internetradio qualitative zu verbessern, sprich, ich arbeite nicht mit Software sondern normalen DJ Equipment und muss nun herraus finden was den Hörern mehr bringt.

    Entweder ein DBX 266 XL Kompressor / Limiter mit Expander / Gate oder ein Maximizer wie der Bbe Sonic Maximizer 482 i ..... Im groben kenne ich mich mit den Funktionen beider Geräte aus, dennoch stellt sich mir die Frage was dem "Hörer" am meisten bringt.

    Was meint ihr ? Gerne könnt ihr mir noch andere Hardware Angebote unterbreiten :) ... Preis bis ca 200 € .

    Vielen Dank im Voraus..
     
  2. Studio Rebstock

    Studio Rebstock Benutzer

    AW: Qualitätsverbesserung beim Internetradio (Hardware)

    Das ist aber schade, Du warst nämlich schon mal anderer Ansicht:
    Na gut, ist ja auch schon 2 Jahre her... :rolleyes:

    Zur Sache:
    Ob die von Dir angestrebte Soundaufbereitung - so interpretiere ich das nämlich - wirklich eine qualitative Verbesserung darstellt, daran hege ich so meine Zweifel. Diverse Experimente haben mir gezeigt: So wenig wie möglich, so viel wie gerade nötig.

    Das können Dir nur die Hörer sagen, und die sagen Dir entweder sehr unterschiedliches oder, im Internetradio nicht selten, ziemlichen Mist, der mit der Wahrheit nicht viel am Hut hat.

    Hoppala.
    Also von dbx habe ich den 166XL und den nutze ich auf den Mikrofonkanälen, allerdings recht dezent. Ein Kollege von mir empfiehlt das Gerät in der Summe, dann im "Stereo Couple"-Modus, aber mit dem Gedanken will ich mich noch nicht so recht anfreunden.

    Den BBE Sonic Maximizer 482i kenne ich nicht, aber Musik Produktiv beschreibt ihn wie folgt:
    Nun ja. Ob der dbx auch zu diesem Zweck konzipiert wurde?
    Auf der Seite von Musik Produktiv ist auch eine Kundenbewertung zu finden:
    (sollte wohl "Im Studio" heißen)

    Frischer und fetter, nun ja. Meinst Du das mit der qualitativen Verbesserung?
    Ein Internetradio-Stream ist nun mal keine PA, deshalb zweifle ich etwas, und ob der dbx da auf eine Stufe mit zu stellen ist...

    Was Deinen fehlenden Durchblick angeht: Du findest in diesem Forum hilfreiche Tipps in Sachen dbx 266 vs. 166 - und die meisten raten zum 166er. Die paar Euro mehr ist er auf jeden Fall wert.
    Ob er für Deinen Einsatzzweck das richtige Gerät ist, wage ich jedoch zu bezweifeln. Und ob der BBE Sonic auf dem Stream richtig gut kommt, zweifle ich ebenfalls an.

    Schreib' doch mal etwas mehr über die angestrebte qualitative Verbesserung.
     
  3. Devil2k

    Devil2k Benutzer

    AW: Qualitätsverbesserung beim Internetradio (Hardware)

    Werd ich direkt mal auf die Schippe genommen ;) .... Erstmal Danke für die sehr ausführliche Antwort.

    Qualitative heißt für mich einfach das beim Zuhörer besserer klang durchdringt Zuhause, wir haben DJs mit eigenen TonStudio die auch Hardware nutzen und die unterschiede sind gewaltig! Der Sound ist klarer, Höhen und Tiefen kommen viel intensiver rüber... Ein Fortschritt war bei mir schon das ich von Onboard Realtek zu Soundblaster Creative X-Fi Gamer umgestiegen bin... hörbar besser...

    Also was würde am meisten sinn machen ? Was jetzt hier zur Hause an der PA rauskommt ist egal.. nur der Hörer zählt für mich :)
     
  4. dea

    dea Benutzer

    AW: Qualitätsverbesserung beim Internetradio (Hardware)

    Das könntest du einfach mit einem parametrischen EQ erreichen, indem du den Mittenbereich absenkst. Schon dominieren die Bandenden und fertig wäre es. Von einem entscheidenden Schritt in Richtung "Radiosound" (was auch immer darunter verstanden werden mag) bis du damit aber Welten entfernt. Dort wird - nicht selten mehrfach - mittels mehrbandiger Kompression das gesamte Audiospektrum in einzelne Bereiche zerlegt und diese jeweils getrennt in der Dynamik bearbeitet.
    Darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen. Bei gemäßigter Anwendung ist für dein Hobby die Möglichkeit der breitbandigen Kompression durchaus ein wirksames Hilfsmittel.

    Auf die Diskrepanzen beim Einsatz eines einzelnen Kompressors ist Studio Rebstock bereits ansatzweise eingegangen. Hier möchte ich nocheinmal ansetzen:

    Grundsätzlich ist es durchaus sinnvoll, den Mikrofonkanal zu komprimieren. Der Grund: Das "trockene" Sprachsignal ist bei gleichem Spitzenpegel (z. B. dBfs) runde 6 dB(vu) leiser als Musik. Außerdem können je nach Mikrofon Änderungen im Sprechabstand sowie des Besprechungswinkels deutlich hörbar werden. Ein Kompressor im Mikrofonkanal kann hier helfen, diese Effekte etwas zu lindern. Außerdem muss man die Musik nicht so weit untersteuert fahren, um die Moderation nicht unhörbar zu machen. Diese Methode hat aber mindestens einen entscheidenden Nachteil. Die Moderation über der Musik wird recht "aufgesetzt" klingen und man muss seine Titel sehr wachsam zusammenfahren, um dem Hörer Lautstärkedifferenzen zwischen den Titeln sowie seiner Sprache zu ersparen. Für einen Selbstfahrer, der ernsthaft und sinnvoll moderieren will, sich also während der Titellaufzeit auch noch um alles andere kümmern muss, wird das Spiel zur erschöpfenden Last.

    Schnitt.

    Schaltet man - und das halte ich für sinnvoller - den Kompressor in die Summe, so bleibt zwar der Zwang, die Musik immer ca. 6 dB gegenüber dem Sprachsignal zu untersteuern, allerdings erhält das Gesamtklangbild schon eher den Eindruck, es wäre "aus einem Guß" und Lautstärkeunterschiede werden allgemein besser toleriert.
    Besser wären natürlich 3 Geräte, die dann je nach Einsatzstelle auch in der Arbeitsweise bezüglich ihrer Parameter optimiert werden könnten. Änderungen in der tonalen Balance der Signale können dann immernoch mit einem EQ (im Kanalzug des Mixers) vorgenommen werden, wobei das Verhalten der Kompressoren in diese Betrachtung einbezogen werden muss. Deutliche Änderungen auf der einen Seite ziehen immer auch Änderungen woanders nach sich.

    Man könnte das jetzt nocht weiter ausbauen, ich möchte es aber zunächst dabei belassen, denn ich denke aufgezeigt zu haben, dass es sich bei der Problematik um alles andere als ein Kinderspiel handelt und der Weg zum "Radiosound" ein steiniger ist (was auch an dem Kies liegt, den er kostet).
    Im übrigen ist selbst ein teurer Multiband-Kompressor nicht das Allheilmittel (glauben immernoch viele), wenn er nicht sorgfältig angefahren wird. Außerdem ist seine Bedienung und Einstellung noch viel schwieriger, erfordert sehr viel Erfahrung und ist im grunde ohne ehrliche Abhörmöglichkeit nicht möglich, ohne mit einem solchen Gerät mehr Unsinn als Nutzen zu fabrizieren. Einige - zumeist private - Rundfunksender, bei denen Technik für utopische Summen werkelt, die wiederum von "Profis" bedient wird, sind lebendige Beispiele dafür.
     
  5. Devil2k

    Devil2k Benutzer

    AW: Qualitätsverbesserung beim Internetradio (Hardware)

    Dankeschön, wow... Also wenns hier keine kompetenz gibt, wo dann ? :p ... Wieso wird denn jetzt aber auf das Mic eingegangen ? Ich denke moderien ist eher Sache des Internet Radio Typs. Bei uns zählt eher der Pure Mix als die Moderation. Ich stelle mich vor, lese eventuell ein paar Grüße und Moderiere wieder ab. Der Lautstärkeausgleich erfolgt über das Pult, und ist eigentlich auch sehr gut geregelt.

    Deshalb nochmal ganz kurz gefasst, lohnt es sich eins der Geräte zukaufen oder ist es eher sinnlos weil eh keine hörbare Veränderung zum Zuhörer gelangt ?
     
  6. dea

    dea Benutzer

    AW: Qualitätsverbesserung beim Internetradio (Hardware)

    Fragezeichen.

    Grundsätzlich gehört Moderation in jedes Radio - finde ich. Auch während eines Sets kann ein DJ, wenn er denn ein richtiger ist, sehr wohl aktiv Wortbeiträge beisteuern. Davon ging ich einfach aus und da mir Sprache und Stimmen am Herzen liegen... Aber gut, das war nicht das Thema.

    Es ist nichts gegen den Erwerb und Einsatz des erwähnten dbx 166 einzuwenden und ich würde ihn - das sagte ich bereits - zur Dynamikbearbeitung des Summensignals einsetzen. Mit längeren Attack- sowie Release-Timings und einem moderaten Kompressionsverhältnis ( < 5:1 ) erhält man zwar keine sogenannte "unhörbare" Kompression und benutzt das Gerät eher als Leveler, defacto jedoch tritt eine gewisse Verdichtung ein und man wird unabhängiger von Regelzwängen. Die Parametereinstellung ist jedoch von Pegelverhältnissen sowie dem Programmmaterial sehr stark abhängig, so dass ich dir den Wind für die Frage nach genauen Settings schon mal aus den Segeln nehmen muss. Es gibt keine Endlösung und niemals DIE Einstellung!

    Zugleich hat man ein gutes Spielzeug zum Üben. Die Funktion eines Kompressors erschließt sich einem erst wirklich, wenn man selbst damit arbeiten und experimentieren kann. Der Erfahrungsprozess wird dich über kurz oder lang ohnehin zu neuen Entscheidungen bewegen, das kann ich dir schon mal versprechen. Ich habe auch mal so begonnen. ;)
     
  7. Devil2k

    Devil2k Benutzer

    AW: Qualitätsverbesserung beim Internetradio (Hardware)

    Danke dir, werde mir den mal käuflich erwerben :p ... Ich hoffe einfach mal das es der Zuhörer auch merken wird, sofern die richtigen Einstellungen getroffen sind.
     

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