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Radio-Events ---> nix los dieses Jahr???

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von MediaManiac, 20. Mai 2003.

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  1. MediaManiac

    MediaManiac Benutzer

    Hallo in die Radiorunde!
    Alle sparen nicht nur an Mitarbeitern, sondern nun sogar an den Events, die von den Sendern direkt ausgerichtet werden. Antenne Bayern streicht das "Sommerfest", wo in den letzten Jahren jedesmal ca. 50.000 (!!!) Hörer waren. Die Lokalen trauen sich schon kaum noch aus dem Funkhaus.
    Ist dieser Schritt wirklich so klug? Das Medium Radio hat schon in den letzten Jahren Hörer verloren und so wird der Trend auch weitergehen, wenn man die hörerbindenden Events streicht. Auch wenn die Künstler viel viel Kohle kosten, sollte ein Sender wie ABY nicht darauf verzichten!
     
  2. basspower

    basspower Benutzer

    Das ist mir letztes Silvester bei Eins Live aufgefallen. Es gab keine Silvesterparty 2002/2003, obwohl ja Eins Live als ÖR Sender wohl genug Geld haben müsste.

    Positiv muss ich da aber sunshine live nennen. Da gibt es ständig irgendwelche Events.
     
  3. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    Das hat angeblich noch einen weiteren Grund. Wenn es wirtschaftlich schlecht geht, dann tu nur das, was dir ganz sicher viel bringt.
    Viele Events, gerade Musikfestivals gehören dazu, werden von vielen Besuchern aber gar nicht als Veranstaltung von Sender X wahrgenommen. Das zeigen entsprechende Tests nach den Events. Da nennen viele den Namen des Senders, den sie dahinter vermuten, weil er das entsprechende Image hat. Dass im Bühnenhintergrund ein RIESIGES Logo + Name des veranstaltenden Senders hing, wird nicht wahrgenommen.
    Deshalb sind gerade kleine lokale Sender vorsichtig geworden, wenn sie fürchten müssen, dass ihr Event als Event z.B. des größeren Landessenders wahrgenommen wird. Das wäre kontraproduktiov und darauf wird jetzt eben verzichtet, obwohl die Finanzierung komplett über Sponsoren durchaus funktioniert.
     
  4. radiohexe

    radiohexe Benutzer

    Das habe ich auch so gehört. Und noch ein weiteres kommt dazu: Die Effektivität wird schon deshalb in Frage gestellt, weil die Verantwortlichen die Wirtschaftskrise fürchten. Soll heißen: möglicherweise kauft keiner die (oft) teuren Karten, weil grad keiner Bock auf Geldausgeben für ein paar Stunden mit DJ Bobo hat. Ich find's auch schade, aber wenn die Sender dieses Geld am Personal sparen würden, wären die Aufschreie noch viel lauter.
     
  5. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    Meine Beobachtung gilt allerdings auch für "Eintritt frei"-Events.

    <small>[ 22-05-2003, 22:49: Beitrag editiert von der beobachter ]</small>
     
  6. Sol Musica

    Sol Musica Benutzer

    Beobachter:
    genau! Z.B. das R.SH-Zelt auf der Kieler Woche: Ersatzlos gestrichen in diesem Jahr. Delta Radio (was ja irgendwie auch R.SH ist) trumpft aber wieder auf: Jeden Tag zur Kieler Woche Topacts for free...
     
  7. axel helbig

    axel helbig Benutzer

    hallo an die runde,

    ich verstehe die stationen nicht, gerade im jeweiligen sendegebiet kennen doch die jeweiligen evenmenschen die lokale szene, es gibt seit jahren feste und veranstaltungen, stadt und gemeinden veranstalten doch jedes jahr ihre kleinen lokalen events. ich rede nicht einmal von 50.000er durchlauf, ich meine kleine va`s, beständige und whk taugliche events. jeder der im radiobereich auch nur ansatzweise durchblick hat, der kennt die regel ! hörer pro h wird generiert durch whk. das argument betreff kostensparung kann ich nicht akzeptieren, viele freie würden für ein schmales fixum und prov. über 300 % geben, um für ein gutes produkt zu arbeiten. was sagt ihr zum va schwund, obwohl das ergebnis für jeden sender ohne kosten definitiv ein erfolg ist ?
     
  8. urknaller

    urknaller Benutzer

    das mit den events ist so eine sache, die meisten sender machen nur noch veranstaltungen die finanziert sind! der neuste gag ist das die va´s sogar zu 110% finanziert werden sollen, der sender will bei seiner eigenen promotion sogar noch verdienen. diese einstellung ist zwar wirtschaftlich vertretbar aber in der heutigen zeit kaum machbar, also werden lieber keine veranstaltungen gemacht. meines erachtens ein großer fehler da die stärke jedes senders die nähe zum hörer ist und die erreiche ich (natürlich durch gute onair-promotion) eben auch (und das halte ich mindestens genauso wichtig) mit offair-aktionen bei denen ich mich von der konkurenz abhebe. den massen vor der bühne begreiflich zu machen bei welchem sender sie sind ist nicht so schwer wie manch einer denkt. lasst "sie" 10x hintereinander den claim oder die frequenz des senders brüllen und sie werden nachts davon träumen und am nächsten morgen beim zähne putzen immer noch die "melodie" singen! :)
     
  9. MediaManiac

    MediaManiac Benutzer

    @ urknaller: bin der gleichen Meinung.

    Gut gemachte Off-Air Aktionen werden niemals durch Eigenwerbung "On Air" ersetzt werden! Große Events bündeln die Massen zu einem Ganzen und darin liegt die Kraft. Mit Songs wie "We are Family" hat z.B. Antenne Bayern ganz geschickt seine Hörer auf den Events zum mitmachen bewogen und mit dem Familiengefühl eine starke Verbundenheit mit dem Sender und seinen Personalities hergestellt. Warum sollte man also solche Events streichen? Nur aus Geldmangel oder Risikofurcht???
     
  10. sweetie195

    sweetie195 Benutzer

    Ich habe gehört, dass es in Main-Rhön im August eine große neue Tour geben soll. Jeden Tag aus einer anderen Stadt. Wisst ihr da was von?
    Ich denke, dass primaton dahinter steckt...
     
  11. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    ''Viele Events, gerade Musikfestivals gehören dazu, werden von vielen Besuchern aber gar nicht als Veranstaltung von Sender X wahrgenommen. ''

    Hört hört!! Diese Tatsache wurde hier schonmal angesprochen und von den Radioprofis als völlig okay hingestellt. Man könnte es aber auch so interpretieren: Wer seinen Hörern eine Rotation bietet, die im Großen und Ganzen nur aus Robbie Williams und Pink besteht, diese Acts aber mit Sicherheit nicht auf seine Lokalbühne bekommt, darf sich nicht wundern, wenn der Bezug verloren geht.

    Wer sich hingegen traut, lokale Bands und Newcomer auch im Programm rotieren zu lassen und diese dann auf die Eventbühne bringt, müsste meiner Meinung nach ganz andere Resultate an Hörerbindung erzielen. Das zumindest bei Sendern wie SWF (F!) 3 viele Jahre so funktioniert.

    Aber ich weiß, die Hörgewohnheiten haben sich verändert, bla bla ... (wodurch nur?!)
     

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