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Radio Osnabrück

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Robi, 15. November 2014.

Status des Themas:
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  1. Robi

    Robi Benutzer

    Hallo liebe Radioverrückten ;)

    Es gab mal ein Foren-Thema zum privaten Stadt-Sender "Radio Osnabrück". Leider wurde dieses Thema geschlossen. Der ein oder andere, sollte sich dort vielleicht etwas belesen, bevor er meinen Text liest.
    Ich wollte auch einmal gern meine Erfahrung mit diesem Sender schildern. Ohne jemanden angreifen oder provozieren zu wollen, wie in dem alten Thema. Falls ich ein Thema übersehen habe, dann entschuldigt mich bitte und verschiebt meinen Beitrag.


    In der Jobbörse der Agentur für Arbeit fand ich eine Stellenausschreibung als "Jahrespraktikum in der Redaktion" bei diesem Sender. Ich informierte mich und las auch die überwiegend negativen Beiträge hier im Forum. Aber man muss ja erst einmal selbst ein Bild von der Lage machen, bevor man urteilt. Eine E-Mail-Bewerbung ging an den Sender raus.

    Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf von Herrn F., der wohl dort auch das Sagen hat. Ich war schon etwas irritiert, als er meinte, dass ich ja keinen Dialekt habe, obwohl ich aus dem Osten komme (Norden Sachsen-Anhalts). Er fragte noch, ob ich denn schon mit einem Mischpult gearbeitet habe. Weiterhin hieß es, ob ich in der Woche darauf Zeit hätte, mal persönlich vorbeizukommen. Und ob ich denn schon nach einer Unterkunft Ausschau gehalten hätte.

    Das machte mich gleich stutzig. Warum sollte ich jetzt schon suchen, ohne eine feste Zusage zu haben? Würden die dort (fast) jeden nehmen, der sich bewirbt? Und warum soll schon jemand für ein Praktikum Erfahrung mit einem Mischpult haben?

    In der darauffolgenden Woche fuhr ich dann nach Osnabrück. In einem modernen Gebäude teilt man sich u.a. mit einer Krankenkasse die einzelnen Etagen. Verabredet waren wir an einem Freitag um 15 Uhr. Wenige Minuten vor dem vereinbarten Termin klingelte ich am Eingang und es öffnete eine sehr junge Dame. Sie ließ mich rein und ich wartete auf der Couch im Eingangsbereich. Die junge Dame informierte mich nach einem Anruf mit Herrn F., dass dieser sich leider etwas verspätet.
    Alles sah modern, aufgeräumt und sauber aus. Im Eingangsbereich stand ein Arbeitsplatz, vermutlich für eine Empfangsdame etc. Aber niemand saß dort. Auch viel "Arbeitslärm" konnte ich nicht feststellen.

    Leise hörte ich von weitem das eigene Radioprogramm. Es war 15 Uhr und die Nachrichten liefen. Eine ganze Woche hörte ich vorab in das Programm rein und meine Vermutung wurde bestätigt, dass die Nachrichten zur vollen Stunde doch zu professionell klingen und nicht aus dem eigenen Studio kommen können. Anschließend wurde das Wetter und der Verkehr durchgesagt. Aber niemand regte sich im Haus bzw. niemand rannte in das Studio an das Mikrofon. Sehr merkwürdig... Aktuelle Verkehrsberichte sollten doch eigentlich etwas zeitnah gesendet werden, statt Minuten vorher aufgezeichnet. Wetter und Verkehr klang - wie erwartet - nicht mehr so professionell und selbstsicher wie die Nachrichten.

    Herr F. kam dann ca. 5 Minuten nach dem vereinbarten Termin. Wir beide gingen dann in einen kleinen sterilen Konfrenzraum mit weißen Wänden. Wie es sich für ein kleines Kennenlerngespräch gehört, erzählten wir, woher ich komme, was ich gemacht habe / mache und warum überhaupt Radio etc. usw.
    Das Praktikum war in der Jobbörse mit einem Jahr beschrieben. Man redete aber nur noch von 3 Monaten. Natürlich ohne Vergütung. Und da meinte ich auch zu Herrn F., dass es daran scheitern könnte, dass ich ohne Einkommen keine Unterkunft bezahle. Aber ich solle erstmal mit dem Jobcenter sprechen. Wenn es Probleme geben sollte, dann meldet er sich dort. Zitat: "Wenn dort ein Radiosender anruft, dann klappt immer alles sehr schnell."
    Auf meinen Hinweis, dass das Jobcenter nur ein Praktikum finanziert, wenn es anschließend eine Feste Arbeitsstelle gibt, hieß es ganz kalt: "Das gibt es!"

    In dem Gespräch durfte auch ich dann Fragen über den Sender stellen. Da ich ein großer Fan von den Ostendorf-Hitmixes bin, fiel mir schon am Wochenende zuvor auf, dass der Hitmix im Programm von Radio Osnabrück doch ziemlich identisch ist, mit dem, was ich von Ostendorf schon vorher woanders gehört habe. Und er bejahte, dass es von Ostendorf kommt. Hier muss Herr F. schon festgestellt haben, dass ich doch zumindest etwas Ahnung in der Radioszene habe. Weiterhin fragte ich über die Reichweite der Frequenz. Warum NDR Info auf der selben Frequenz kurz vor Osnabrück zu hören war (beide Sender haben die gleiche). Und wie es sich mit dieser "Teutoradio GmbH" verhält.

    Dann muss ich etwas gefragt haben, was ihm vielleicht gar nicht gepasst hat. Ich fragte über die Moderatoren. Am Morgen sendet ja die "Verena". Am Nachmittag habe ich aber bisher nie jemanden moderieren gehört. Alles klang nach Aufzeichnungen. Auch die Texte dieser Aufzeichnungen waren so verallgemeinert, dass man jedes Lied zu jeder beliebigen Tageszeit hätte ankündigen können.
    Ich: "Gibt es nur die Verena am Morgen, die moderiert? Nachmittags gibt es keine Moderatoren?"
    Herr F. schaute mich groß an und sagte: "Doch. Der Philipp."
    Ich: "Der Philipp? Ist der gerade hier?"
    ... kleine Pause ...
    Ich: "Ja aber es klingt sehr nach aufgezeichnet. Wäre es nicht etwas auflockernd im Programm so kleine Texte zu sprechen?"
    Herr F.: "Wir haben festgestellt, dass um diese Uhrzeit die Leute von der Arbeit kommen und nicht viel Gelaber hören wollen. Wir konzentrieren uns dann viel mehr auf Musik."

    Okay, dachte ich mir. Es ist ja ihre Entscheidung und ich will daran auch nichts ändern. Ich war einfach nur Neugierig. Wie ein Radiofreak nun einmal sein sollte. ;)

    Ich fragte noch schnell etwas über die Nachrichten. Er teilte mir mit, dass diese aus Hamburg kommen.

    Am Ende hatte er plötzlich nicht mehr viel Zeit. Alles musste schnell gehen. Anscheinend war um 16 Uhr der nächste Bewerber dran. Eine Frage, mir vielleicht schnell noch alles zu zeigen wurde abgewürgt und ich wurde regelrecht vor die Tür gedrängt. Beim Rausgehen konnte ich noch einen kleinen Blick durch die Tür in die Redaktion wagen. Dort saßen zwei junge Damen an Computer. Eine davon war auch die, die mir die Tür zu Beginn geöffnet hat. Beide kamen mir so jung vor, als wären das selbst unschuldige Praktikantinnen gewesen. Es waren die einzigen "Mitarbeiter", die ich dort gesehen habe. In der sogenannten Redaktion war ein großer langer Tisch, an dem (wenn ich mich recht erinnere) 6 Arbeitsplätze mit Computer waren. 2 Arbeitsplätze immer jeweils gegenüber.

    Gegenüber des Redaktionsraumes war das Studio. Durch die große Glaswand konnte man sehen, wie die Lichter am Mischpult geleuchtet haben. Es war ja auch alles dunkel darin. Kein einziges Licht. Das Studio war nicht wirklich in Benutzung.

    Am Ende verblieben wir so, dass ich mich nochmal melde, wie es sich mit einer Wohnungssuche und Unterstützung vom Jobcenter verhält und ich könnte mich auch nochmals melden, wenn ich weitere Fragen habe.

    Ich schrieb Herrn F. vor einigen Wochen eine erste E-Mail mit weiteren Fragen. Eine Antwort habe ich bis heute nie erhalten. Auch zwei Wochen nach der ersten Mail schrieb ich eine kleine Erinnerung. Auch darauf gab es bisher keine Antwort.




    Ich bin ziemlich sauer auf diesen Radiosender. Man versucht großes zu leisten, aber mit wenigen Mitteln. Anscheinend sind dort wohl alles nur Kurzzeit-Praktikanten bis auf die Morgenmoderatorin, die aber auch nicht gerade nach Spaß an der Arbeit klingt. Herr F. kam mir im Übrigen sehr... wie soll ich sagen... "großkotzig" (verzeihung!) vor. Er prahlte über die Akzeptanz der Zuhörer. Man wäre in Osnabrück genauso gut angesehen und gehört wie die Privaten z.B. von Antenne Niedersachsen.
    Achja: Über den lokalen Bürgersender "OSradio" wurde noch herablassend geredet. Denn dort gab es wohl schon mal ein Skandal mit veruntreutem Geld.

    Ich finde es schade, wie man so eine Möglichkeit, ein Stadtsender zu betreiben, einfach ignorant und konsequent gegen die Wand fährt. Meiner Meinung nach gehört denen die Sendelizenz entzogen.

    Verzeihung für den langen Text und eventuellen schwer verständlichen Sätzen. Ich habe mich in Rage geschrieben ;)


    Hat vielleicht auch jemand Ideen, ob man sich beschweren kann? Z.B. bei der NLM?
    Falls noch jemand Fragen o.ä. hat, der kann sie gern stellen.

    Soweit erstmal meine Erfahrungen mit Radio Osnabrück...
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. November 2014
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  2. Anna Lühse

    Anna Lühse Benutzer

    hätte man Dich dort genommen, wäre Dein Post dann freudestrahlend und jubelnd ausgefallen?
     
  3. Robi

    Robi Benutzer

    Nein, wahrscheinlich nicht. Ich bin immer realistisch und versuche mit den Personen zu reden, wenn irgendwas nicht funktioniert. Wäre auch hier die Zeit vorbei gewesen, dann hätte ich auch die Missstände neben positiven geschildert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. November 2014
  4. Rheinenser

    Rheinenser Benutzer

    Wann war das Gespräch? Wenn man sich die entsprechende Seite der NLM anschaut hat es sich ausge-F't.
     
  5. DasRadio

    DasRadio Gesperrter Benutzer

    Die Chefin heisst mittlerweile Verena Brinkmann. Also nochmal anrufen....
     
  6. Redakteur

    Redakteur Benutzer

    Ist sich der Herr F. da wirklich ganz sicher? Die Firma "Radio Service", die die Weltnachrichten meines Wissens auch für Radio Osnabrück produziert, hat ihren Sitz doch in Berlin.
     
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  7. Robi

    Robi Benutzer

    Tatsächlich... na ich bin dennoch
    Er sagte mir eindeutig Hamburg...
     
  8. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    @Robi: Verzeih' mir bitte meine harten Worte aber Deine Ausführungen klingen so, als wolltest Du es den Programmverantwortlichen heimzahlen, dass Du abgelehnt worden bist.

    Deine Kompetenz möchte ich keineswegs in Zweifel ziehen, aber bei einem Vorstellungsgespräch sollte man als "Jungspund" mit dieser nicht prahlen und vor allem nicht so tun, als wüsste man alles besser.

    Als ob sich der Veranstalter die Frequenz selbst ausgesucht hätte!
    Fragen bzgl. der Gesellschafterverhältnisse eines Unternehmens gehören ebenfalls nicht in ein Vorstellungsgespräch. Und so etwas:
    ...erst recht nicht.

    Was spricht dagegen, wenn der Leiter eines Unternehmens hinter seinen Produkten steht?
    Genau das Gleiche würde ich auch von Mitarbeitern und Bewerbern erwarten.

    Kritik kann man erst dann üben, wenn man angestellt ist und die internen Abläufe wirklich kennt.
    Manches, was einem auf den ersten Blick sinnlos oder gar verkehrt erscheint, erfüllt bei einer näheren Betrachtung eben doch einen Zweck.
    Außerdem müssen kritische Einwände zur richtigen Zeit und in der richtigen Form vorgetragen werden. Dazu bedarf es eines gewissen Fingerspitzengefühls. Bei Vorstellungsgesprächen ist dies ein absolutes No-Go.

    Die Zeiten, wo man mit Radio noch richtig Geld scheffeln konnte, sind einfach vorbei. Jeder Sender muss heute mit seinen Einnahmen wirschaften. Eine durchgehende Moderation von morgens bis abends ist schlichtweg zu teuer, erst recht für einen kleinen Lokalsender.
    Selbst die Lokalstationen in NRW, die ganz ohne private Konkurrenz auskommen, senden pro Tag nur max. 6 bis 8 Stunden live, der Rest wird bekanntlich vom Rahmenprogrammanbieter in Oberhausen beigesteuert.
    Dass Nachrichten und Verkehrshinweise hinzugekauft werden, ist ebenfalls nichts Besonderes, sondern je nach Größe des Senders eine ökonomische Notwendigkeit.

    OSradio ist ja auch in der ausgezeichneten Lage, den Sendebetrieb über Zuwendungen aus dem Rundfunkbeitrag zu finanzieren; Radio Osnabrück dagegen muss sich um Werbekunden bemühen, da es sich ausschließlich über Werbung finanziert.

    Meinst Du, die Verantwortlichen von Radio Osnabrück wären doof?
    Die müssen mit ihren begrenzten Mitteln haushalten und wenn nur wenig Geld zur Verfügung steht, kann auch nicht mehr ausgegeben werden. Das läuft halt in der Privatwirtschaft anders als bei den Ländern und Kommunen, die immer neue Schulden machen dürfen, da sie rechtlich nicht pleitegehen können.

    Du drohst ihnen ja jetzt sogar damit, dass Du einen Entzug der Sendelizenz in die Wege leiten willst und das, obwohl Du selbst gar nicht weißt, was es bedeutet, ein Unternehmen zu führen.
    Möchtest Du jemanden in Deiner Firma beschäftigen, bei dem Du schon beim Vorstellungsgespräch erkennen kannst, dass er Dir bei späteren Unstimmigkeiten in den Rücken fällt?
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2014
  9. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Sehr gut!
    Dann schreib Dir Deinen eigenen Satz ganz dick und fest hinter die Ohren und äußer Dich hier nie wieder negativ zu einem Radio, Gesetz oder Projekt, es seidenn Du bist direkt aktiv daran beteiligt.


    Und jetzt komm mir nicht mit nem Spruch von wegen "Du hast mir nichts zu verbieten, Du bist nicht der Betreiber des Forum!", denn mit dem einen Satz hast Du Dir selbst den Mund verboten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2014
  10. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Es kommt auf den Kontext an!

    Natürlich kann man in einem öffentlichen Forum wie diesem anonym Kritik üben; darin liegt ja auch der Wert solcher Foren.
    In einem Vorstellungsgespräch oder während der Probezeit sollte man das in eigenem Interesse unterlassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2014
    radiobino gefällt das.
  11. Robi

    Robi Benutzer

    Dass es so rüberkommen mag, kann ich mir vorstellen. Dem ist aber nicht so bzw. es war nicht meine Absicht. Ich habe ja noch nicht mal eine Absage oder eine Ablehnung erhalten. Demnach wäre das noch frei in der "Schwebe". Mein Post bezieht sich - wie man eigentlich zu Beginn lesen kann - auf die Diskussion in einem geschlossenen Thema. Dort wurde vieles bestritten und spekuliert. Und ich hatte nun die Möglichkeit, diese zu bestätigen oder zu widerlegen.

    Ich weiß gar nichts besser und das habe ich auch niemanden aufgedrückt. Wir haben sogar über die Szene sowohl bei uns im "Osten" als auch bei den Lokalsendern in NRW erzählt. Da kommt man mal in einen Plausch. Und diese Themen hat er auch nicht widerwillig beantwortet und war sehr gesprächsbereit.

    Aber sehe es nicht als stupides "Vorstellungsgespräch"... Er selbst fing ja damit an, dass er oft im Osten bzw. Richtung Berlin unterwegs ist und bei Sender A dies so hört und bei Sender B wieder anders gearbeitet wird...


    Ist ja auch alles schön und gut. Aber deshalb Leute auszubeuten ist auch nicht die richtige Art. Und da rede ich nicht von meiner Vermutung, sondern von anderen Personen, die mich kontaktiert haben. Und wenn ich höre, dass da mal gerade 2 Werbe-Clips abwechselnd in einer Woche gespielt werden, sehe ich da keinen großen Verdienst... Aber bevor du was sagst... Ja, ich habe keinen Einblick in die Einnahmen...

    Doof finde ich jetzt nicht passend... Ich würde da eher "leichtsinnig" bevorzugen.


    Ich drohe? Wo drohe etwas in die Wege zu leiten? Ich habe nur meine Meinung geäußert, was ich für sinnvoll halte. Ob das nun realistisch ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Und wenn ich so etwas in die Wege leiten könnte, dann wäre ich wohl selbst in der richtigen Institution angestellt.

    Ein Unternehmen führen? Danke für den Ratschlag. Das mache ich aber schon... Dank Selbstständigkeit.
    Wo wir hier schon bei Belehrungen durch Fremde sind... Woher nimmst du dir das Recht zu sagen, dass ich keine Ahnung habe? Bzw. du kennst doch noch nicht mal meine Tätigkeiten?


    Was heißt in den Rücken fallen? Wenn ich für sachliche Kritik offen bin, dann wäre ich über solche Mitarbeiter dankbar!
    Aber egal... Ich ärgere mich über nichts und bin im nachhinein froh, nichts mehr von dem Sender bzw. von Herrn F. gehört zu haben
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2014
    Redakteur gefällt das.
  12. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Genau da muss man vorsichtig sein und darf nicht vergessen, dass es sich noch immer um ein Vorstellungsgespräch handelt, auch wenn der Rahmen aufgrund des lockeren Umgangs unkonventionell erscheint: Je entspannter die Atmosphäre, desto mehr kann man über eine Person in Erfahrung bringen und sich ein umso zutreffenderes Urteil bilden. ;)

    Ohne Frage. Wenn Du weißt, dass die Leute ausbeuten, wieso bewirbst Du Dich dann überhaupt bei denen?

    Zumindest hier im Forum, wo Du ja selber schreibst:
    Hast Du jemals einen Radiosender mit mehreren Beschäftigten geleitet?

    Dass Du keine Ahnung hast, habe ich nicht geschrieben, sondern nur, dass Du noch keinen vollständigen Einblick in das Metier hast.
    Ich übrigens auch nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2014
  13. Robi

    Robi Benutzer

    Du hast gut Reden... du warst doch nicht dabei... Also lass lieber solche Aussagen, andere zu beurteilen, wie sie sich in Situationen zu verhalten haben, bei denen du aber nicht dabei warst...

    Du kennst die Zeitformen Vergangenheit und Zukunft? Und du weißt, dass nicht beides zum selben Zeitpunkt stattfinden kann?



    Moment mal, mein Lieber... Jetzt bist du hier aber mächtig am Drehen! Meine Meinung bzgl. der Sendelizenz hat ja wohl nichts mit der Frage nach einem Beschwerde-Kontakt zu tun! Jetzt schmeißt du hier zwei Dinge in einen Topf! Dort steht nicht explizit, dass ich bei einer Beschwerde einen Entzug der Lizenz in Betracht ziehe!








    Ich hatte hier gehofft, dass man vernünftig und ohne Probleme untereinander diskutieren kann. Aber wenn hier fast jeder Satz zerpflückt und angegriffen wird, dann wundert es mich nicht, wenn auch dieser Thread bald geschlossen wird...
     
  14. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Ich habe bereits mehrere Vorstellungsgespräche geführt und auch einigen beigewohnt, bei denen ich nicht selbst der Bewerber war.

    Du schreibst doch ganz eindeutig, dass Du möchtest, dass dem Betreiber die Lizenz entzogen wird:

    Ich greife Dich nicht an; ich widerspreche Dir nur in einigen Punkten.

    Im Übrigen halte ich nichts davon, wenn ständig der Versuch unternommen wird, kleine Programmveranstalter zu diskreditieren.
    Dass dort nicht immer alles rund läuft und auch Fehler gemacht werden, will ich nicht in Abrede stellen.
    Ich habe dennoch große Achtung vor jenen, die es in der komplett verfilzten deutschen Rundfunklandschaft schaffen, sich mit einem Lokalsender gegen die übermächtige Konkurrenz zu behaupten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. November 2014
  15. Robi

    Robi Benutzer

    Mir platzt hier gleich der Kragen mit dir!

    Hör auf, hier jeden Satz zu zitieren und frei nach deinem Gefallen anders darzustellen!!!


    1.) Ich habe schon mal gesagt, dass es bei MEINEM Gespräch nicht so gewesen sein muss, wie du es schon x-beliebig woanders erfahren hast! Also hör auf über Situationen zu urteilen, bei denen du nicht dabei warst!

    2.) Ich schreibe, dass ich das gern so hätte, ja. Aber wo schreibe ich, dass ich das irgendwo BEZWECKEN will? Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Erwähnen meines "Möchten" und der Frage nach der NLM!!!

    Beispiel: >>Meiner Meinung nach gehört Frieden in jedes Land der Welt.<< Und nun?

    3.) Gut zu wissen, dass du mich nicht angreifen möchtest. Außerdem schreibe ich dort, dass Sätze angegriffen werden und nicht ich als Person! (Dabei wären wir wieder bei meinem zweiten Satz in dieser Antwort)

    4.) Warum schreibst du jetzt "ständig [...] diskreditieren"? Ein einziges Mal schildere ich hier meine Erfahrung!

    5.) Ich sehe dich jetzt schon wieder schön zitieren. Lass es einfach! Lass es einfach so stehen!
     
  16. ValeR46

    ValeR46 Benutzer

    Man kann ja hier hin- und herphilosophieren, wie man gern möchte.

    Dass Internetradiofan gern pulsiert, das is ja nix Neues, aber er hat Recht..

    Hingegen Robi, als nüchtern Dastehender will ich mal sagen, dass Du wirklich das Fass zu voll nimmst..
    Ich habe weder mit der Radiobranche zu tun, noch strebe ich das an. Aber was da so zum Vorschein kommt, das is schon eine Krönung.
     
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  17. haasenparty

    haasenparty Benutzer

    Die Vorgehen ist doch gerade bei kleinen, regionalen Radiosendern bekannt.

    Man bewirbt sich - bekommt innerhalb von 24 Stunden einen Anruf zwecks Vorstellungsgespräch und darf dann am nächsten Tag gratis für 3-4 Wochen arbeiten, um zu sehen, ob man zum Team passt. (was merkt man auch schon nach 3 Tagen).

    Dann organisiert der Sender einem (powered bei Arbeitsagentur) eine auf 1 Jahr befristete Stelle. Bezahlt das Amt nicht mehr danach, ist man raus und das ganze Prozedere beginnt von vorne.

    Und Nein, das habe ich nicht so gehört sondern erlebt. Bin allerdings nicht auf die Angebote eingegangen und erlebe jetzt passiv, wie Bekannte ihren kurzzeitigen Traum lebten.
     
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  18. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    @Robi: An Deinem Sprachstil lässt sich erkennen, dass Du überdurchschnittlich intelligent bist.
    Und Du bist, wie ich vermute, noch recht jung.

    Man merkt einfach, dass Dir die Lebenserfahrung fehlt, aber das ist nicht schlimm, weil Du noch genügend Zeit zum Lernen hast.

    Natürlich hätte ich Deinen Ausführungen komplett zustimmen können. Außer, dass Du Dich dann vielleicht geschmeichelt gefühlt hättest, läge der Gewinn für Dich bei null.

    Kritikfähigkeit ist etwas ganz Wichtiges. Nicht jeder, der einen anderen kritisiert, tut dies in einer abwertenden Absicht.

    Ich behaupte nicht, dass ich mit meiner Einschätzung zu hundert Prozent richtig liege.
    Mir ging es nicht zuletzt darum, Dich zum Nachdenken anzuregen: Habe ich vielleicht während des Gesprächs etwas falsch gemacht?
    Das soll Dich nicht zu Zweifeln an Deinen eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen führen, aber manchmal ist es durchaus vorteilhaft, sich selbst zu hinterfragen, besonders dann, wenn man durch andere angestoßen wird. Es kommt auf die richtige Balance zwischen Arroganz und Selbstkritik an.

    Versuche einfach, aus den bisherigen Erfahrungen zu lernen und bei nächsten Vorstellungsgesprächen ein wenig anders aufzutreten.
    Im Übrigen ist es kein Weltuntergang, nicht beim Rundfunk zu arbeiten: Es gibt unzählige andere interessante Berufsfelder. Bei keinem Job ist läuft alles so, wie man es sich erhofft hat, selbst beim Rundfunk nicht.
    Unterhalte Dich mal mit Leuten, die schon seit Jahren in der Branche aktiv sind, die werden Dir das bestätigen.
    Es gab eine geile Zeit; das war in den Jahren, nachdem die ersten Privatsender lizenziert wurden, so in der zweiten Hälfte der Achtziger, bis in die frühen neunziger Jahre hinein. Damals existierten noch keine festgefügten inhaltlichen Konzepte, es wurde einfach noch experimentiert, aber leider ist das längst vorbei und der Rundfunk kämpft heute angesichts einer Vielzahl konkurrierender digitaler Medien um seine Akzeptanz in der Bevölkerung. Am schwersten haben es da kleine Lokalsender.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. November 2014
  19. DerOlli

    DerOlli Benutzer

    Danke Internetradiofan! ich gebe Dir zu hundert Prozent Recht! Und lieber Robi, Du solltest nochmal überdenken was Du schreibst!
     
  20. Anna Lühse

    Anna Lühse Benutzer

    der betreffende Herr von Radio Osnabrück scheint hier nicht mitzulesen. Der wird sich sonst sicherlich an Dich erinnern und Dir in "Echt" mal einen Gruß schicken, damit Du Deine Schilderungen unterläßt.
    Tust Dir selbst keinen Gefallen damit - falls die ganze Story überhaupt wahr ist.
     
  21. waldmeister

    waldmeister Benutzer

    Mal von allem anderen abgesehen finde ich, dass der Threadersteller hier doch in der Disukussion etwas schlecht wegkommt. Er hat einen interessanten Erfahrungsbericht aus erster Hand geschrieben. Ich schreibe solche Berichte nicht und kenne auch keinen der Beteiligten, aber es ist doch interessant.
    Mir unverständlich ist einerseits, dass der gewisse Herr F. also häufig nach dem "Osten" oder Berlin unterwegs ist, wo er doch Programmchef in Osnabrück ist. Passt das zusammen? Und andererseits bekommt ein "Unternehmer", der ein Unternehmen leitet keine Praktikumszuschüsse vom Jobcenter, es sei denn er ist ein sehr wenig erfolgreicher Selbständiger, der in seinem Metier, in dem er doch Unternehmer ist, so wenig Erfahrungen mitbringt, dass er in einem solchen Hause ein Pratkikum machen möchte.
     
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  22. haasenparty

    haasenparty Benutzer

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diverse kleine Radiosender "sehr gut" mit dem Arbeitsamt zusammen arbeiten, das dann (befristet) das Mini Gehalt des Senders aufstockt

    So hat der Sender erst einmal ein Jahr einen günstigen Mitarbeiter und das Arbeitsamt einen offiziellen Kunden weniger.
     
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