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Radio Ton/Christine Rupp/Bundesverdienstkreuz

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von LIVE, 17. Februar 2016.

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  1. LIVE

    LIVE Benutzer

    Hallo,

    habe nicht persönlich mit ihr zu tun gehabt (hätte aber leicht passieren können), ansonsten macht Christine Rupp auf dem Bild einen recht sympathischen. Eindruck. Tja, wenn jemand das Bundesverdienstkreuz bekommt, dann kam erstmal sowieso nichts dagegenhaben, irgendwas muss ja schon dahinterstecken. Trotzdem würde mich interessieren, wofür nun genau sie geehrt werden soll (so mega-toll scheint mir das im Radiobereich aufgebaute auch nicht zu sein - insbesondere Radio Ton ist eher so naja ...). Bezogen auf die Führung von Ton habe ich zumindest in der Vergangenheit von einer flapsig gedagt furchtbaren Frau gehört. So weit ich mich entsinne wurde die im Zusammenhang mit Ludwigshafen/ Gesellschafter Moira genannt. Müsste auch "die Rupp" sein - oder weiß jemand mehr, kommt eine andere weibliche Person infrage. Wie auch immer: Wie ist sie denn so, was macht sie so toll und preiswürdig, diese Christine Rupp :_) ? Viele Grüße LIVE
     
  2. count down

    count down Benutzer

    Quelle
     
  3. LIVE

    LIVE Benutzer

    Naja (wird dann schon stimmen). Tolle Radio-Projekte zu verwirklichen - ja auch für die Gesellschaft - wäre auch preiswürdig.
     
  4. rüdi sunshine

    rüdi sunshine Gesperrter Benutzer

    Mein jüngster Cousin, mütterlicherseits, würde mich jetzt scharf angucken und sagen: "Nein, Rüdiger! - Sag jetzt nicht was du denkst!"

    Ja, wäre es womöglich.

    Bushido hat den Bambi für Integration, Obama den Friedensnobelpreis - und Frau Rupp kriegt jetzt das Bundesverdienstkreuz am Bande der Sympathie. - Heilige Dreifaltigkeit! Hallelujah! würde ich berauscht vor Glück laut ausrufen, wäre ich nicht bereits vor etlichen Jahren vom Glauben abgefallen.

    Als jemand der es im Leben niemals zu mehr gebracht hat als zur Edelweiß-Wandernadel in Gold vom Allgäuer Tourismusverband und zu einer Teilnahmebestätigung in Urkundenform von irgendeiner nordbadischen Leichtathletikveranstaltung im Rahmen des gymnasialen Kinderschulsports vermag ich ebenfalls nicht zu sagen wie gewaltig das Ausmaß an pro-aktivem Einsatz des Einzelnen tatsächlich sein muss, um dann quasi durch die Empfehlung und das Wohlwollen Dritter und Vierter an eine hochkarätige Auszeichnung wie das Bundesverdienstkreuz heranzukommen. Aber ich denke mal, wer eine solche Auszeichnung erhält, wird sich schon nachweislich entsprechend um sein Land verdient gemacht haben. Außerdem ist unser Ministerpräsident ein Netter, und er wirkt auf mich angenehm gewissenhaft, und der macht bestimmt auch nichts Unüberlegtes.

    Selbst für meine Goldene Wandernadel habe ich anno dazumal, stets angetrieben von in dieser Hinsicht befremdlich ehrgeizigen Eltern, schon ganz schön schwitzen und nach unten treten müssen! Und was ist schon eine Wandernadel gegen ein Bundesverdienstkreuz, zumal vom Bundespräsidenten persönlich überreicht! - Hier ist der Allgäuer Tourismusverband definitiv noch ausbaufähig.

    Generell denke ich aber auch, dass, wer in dieser hohen Liga möglicher Auszeichnungen mitspielt, von erheblichen synergetischen Kräften durchdrungen sein muss. Man muss also schon sein um zu haben, so meine Überlegung als unverdienter Laie. "Der Bundespräsident scheißt immer auf die größten Haufen", könnte man es ein wenig rustikaler ausdrücken, wenn man denn wollte. Aber das möchte ich nicht. - Außerdem ist davon auszugehen, dass der Bundespräsident "es" in einem sanft geflöteten Pastell-Nebel aus Rosenblütenduft im Separé in Schloss Bellevue hinfortvaporisiert. Sonst wäre er ja ein Mensch wie wir alle und würde es nicht wagen, sein eigen Volk gottgleich in Hell- und Dunkeldeutsche zu separieren.

    Gegenbeispiel: Meine Mama hat ja (bis vor relativ kurzem) 40 Jahre lang ehrenamtlich gemeinsam mit zwei, drei, anderen, wechselnden, Damen einen wöchentlich in einem kircheneigenen Vielzweck-Versammlungsraum stattfindenden Seniorenkreis betreut. Meine Mutter buk wöchentlich ein bis zwei Kuchen, las den alten Leuten vor, animierte diese aus ihren Jugenderinnerungen zu erzählen, bastelte mit ihnen usw. Die Vorbereitungen zuhause beanspruchten immer einiges an Zeit und Aufwand, aber sie machte es ja gerne. Jedenfalls meistens.

    Dieser Seniorenkreis war bei den Alten in der Umgebung sehr beliebt, finanzierte sich aber selbst. Er wurde also nicht von der Kirche bezuschusst. Wohl darum, so vermutete meine Mutter am Ende, hatte sich in diesen 40 Jahren nicht ein einziges Mal der für die Gemeinde zuständige Pfarrer bzw. Pfarrerin dort blicken lassen - die doch immer mal wieder überall dort anwesend waren, wo Projekte Realisierung erfuhren, die dann permanent vom klerikalen Geldtopf zehrten.

    Meine Mutter war Flüchtling - die hatte keine Ahnung von Dale Carnegie, neurolinguistischer Programmierung, der Kunst ein Egoist zu sein oder zu leben anstatt sich zu sorgen. Machiavelli hielt sie für eine italienische Süßspeise, Synergetik für eine apothekenpflichtige Salbe gegen Besenreiser, und Seilschaften waren für sie wagemutige Männer, die in kleinen Gruppen im Hochgebirge herumkraxelten. Sie war nur eine kleine Frau, die ihr Ding durchzog. Kein Mäzen, keine wohlwollenden mächtigen Strippenzieher im Hintergrund.

    Jemanden, der oder die sie für irgendetwas hätte vorschlagen können, gab es also nicht. In Frage kommende Personen waren dafür entweder zu senil oder zu tot. Folglich erhielt meine Mutter trotz ihrer 40-jährigen ehrenamtlichen und einsatzfreudigen kreativen Tätigkeit zum Wohler alter Mitmenschen von ihrer Kirche am Ende nicht einmal ein Dankeschön ausgesprochen geschweige denn einen Blumenstrauß überreicht! - Den dicken Blumenstrauß bekam sie dann stellvertretend von uns, ihren Kindern.

    Ich vermute, dass es unendlich viele solcher Fälle gibt, in denen sich Menschen um die Allgemeinheit verdient gemacht haben, allerdings in Bereichen, in denen das überhaupt niemandem aufzufallen scheint. - Oder ist Bambi-Bushido etwa ein besserer Mensch als meine Mutter? Ich glaube "Integration" (wie auch immer sich der Rapper um ebendiese verdient gemacht haben mag) ist einfach nur gerade immer noch sehr angesagt. Alte Menschen sind es sicherlich nicht. Die sind in Deutschland mit ihren Rollatoren nur im Weg.

    Und für andere (aber jetzt bei aller sanfter Poesie wirklich nicht speziell auf die Auszuzeichnende gemünzt) mag gelten: Tu Gutes und rede darüber (oder lasse andere darüber reden).

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    Zuletzt bearbeitet: 18. Februar 2016
  5. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Tu Gutes und trag Sorge dafür dass Andere darüber reden. Dann wird's auch was mit dem Bundesverdienstkreuz.
     
  6. Redakteur

    Redakteur Benutzer

    OT:
    Davon dürfen sie sich allerdings nicht unterkriegen lassen. Der folgende Spaß sei mir erlaubt:
     
    WelfLion und rüdi sunshine gefällt das.
  7. Ich

    Ich Benutzer

    rüdi sunshine

    Thema verfehlt !
    Da frag ich mich: " was will uns der Autor eigentlich sagen?"
     
  8. LIVE

    LIVE Benutzer

    Ach woher, ist doch interessant. Und ohne beide persönlich zu kennen: Rüdi Sunshines Mutter ist sicher kein schlechterer Mensch als Bushido. Das erstmal kurz.
     
    rüdi sunshine und Heinzgen gefällt das.
  9. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Als ehemaliger Dresdner Bänker verwahre ich mich in aller Form gegen diese Verballhorung unseres Wahrzeichens!
     
    rüdi sunshine gefällt das.
  10. Dr. Fu Man Chu

    Dr. Fu Man Chu Benutzer

    Mensch Rüdi, du arme Sau, von den Eltern zum Wandern gezwungen. Da macht ein cleverer Anwalt gleich traumatische Kindheits&Jungenderlebnisse drauß. Was denn, kein Seepferdchen, Frei- oder Jugendschwimmer?
    Kleiner Hinweis: Ich finde die Haltung vieler Hamburger, Orden ablehnen, nicht unsympathisch.
     
  11. rüdi sunshine

    rüdi sunshine Gesperrter Benutzer

    Bei Kindern ostpreußischer Kriegsflüchtlinge gilt langes Wandern und Zwang als artgerecht! - Und damit du es auch später mal bloß nicht zu leicht im Leben (und bei den Frauen) hast, taufen sie dich zuallererst und unwiderruflich schon mal `Rüdiger´! - Das härtet ab!

    Hm, zwei Auszeichnungen fürs Rifle- und eine fürs Machine-Gun-Schießen vom amerikanischen Freundschaftsbataillon. Ebenfalls Kreuze aus Metall, zum Anstecken. Aber mit sowas sollte man nicht prahlen. - Rückenschwimmer mit erigiertem Glied habe ich später für mich nachgeholt, daheim in der Badewanne. Und später nochmals getoppt im Baggersee im Badischen, während eines von mir ausgehenden Spannvorgangs. Eigentlich sollte der Bundespräsident mich auszeichnen dafür - immerhin hatte ich da ja auch was für die Allgemeinheit getan: Erregung öffentlichen Ärgernisses!

    Orden ablehnen oder Orden ablehnen und andere darüber reden lassen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2016
  12. rüdi sunshine

    rüdi sunshine Gesperrter Benutzer

    Soll der Autor etwa noch ausführlicher werden? Wenn der erste Post des Threadstellers das Thema vorgibt, dann ist mir vielleicht eine zu weitschweifige und zu detailverliebte Ausdrucksweise vorzuwerfen, aber doch sicher nicht, dass ich das Thema verfehlt hätte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2016
  13. radiogoethe

    radiogoethe Benutzer

    So einfach ist das nicht mit dem Verdienstkreuz. Man wird vorgeschlagen, dann wird das erst einmal von einer Stelle geprueft, dann weitergeleitet an das Bundespraesidentenamt, die den Namen dann ersteinmal an BKA und Verfassungsschutz geben. Bei positiver Rueckmeldung, also nichts auf dem Kaerbholz, geht das wieder ans Bundespraesidenenamt und dort wird der Vorschlag geprueft. Das ganze kann bis zu einem Jahr dauern. Geehrt wird man fuer aussergewoehnliches Engagement, also eben, was ueber das normale "Hobby" oder den normalen Job hinausgeht....
     

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