1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Richtfunkverbindung

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von Bennie, 23. Januar 2009.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Bennie

    Bennie Benutzer

    Moin ich hab mal ein Paar fragen für die Profis unter Euch.

    Thema Richtfunk:

    - Was braucht man für eine Richtfunkverbindung(Sprache! Analog! Nix mit Internet und Digital)

    - Wie groß ist die Reichweite ?

    - Kann man da einfach wie man will, von wo man will senden oder muss man das irgendwo anmelden?

    - was kostet das? Ich nehme mal als man braucht einen Sender und einen Empfänger? sons noch was?

    Ich hab hier im Forum diverse Themen gefunden die das Wort beinhalten aber meine Fragen hab ich nirgendwo beantwortet gefunden.


    Danke!
     
  2. Markus75

    Markus75 Benutzer

    AW: Richtfunkverbindung

    Hallo Bennie,

    hier die Antworten (ja, ich mache selbst analogen Reportagefunk, ich denke mal, daß es Dir darum geht):

    Du benötigst eine Reportagefunkfrequenz (hier Vorsicht im Grenzbereich !), eine Lizenz für die Frequenz, Sender, ein bis mehrere Empfänger und Antennen.

    Je nach Gelände und Frequenz bis zu 40km. Du kannst Reportagefunk im 4m Band bei 77 MHz, im 2m Band bei 160 MHz und in den ehem. analogen Fernsehkanälen zwischen 470 und 790 MHz machen. Die Frequenzbereiche haben jeweils Vor- und Nachteile. Im 2m Band darfst Du nur mit 20W senden, die Fernsehkanäle stehen bald nicht mehr zur Verfügung und im 4m Band sind die Antennen ziemlich groß. Dafür erreichst Du im 4m Band in der Praxis auch die größte Reichweite mit zugelassenen 60W.

    Du brauchst eine Lizenz für eine Frequenz von der Bundesnetzagentur. Diese Lizenz kostet einmalig und jährlich Gebühren, diese sind aber relativ unerheblich, weil gering.

    Eine Sender kostet je nach Fabrikat, Qualität, Kompandersystem (Rauschunterdrückung) und Frequenzbereich zwischen 2.000 und 8.000 EUR. Als Empfänger kann man auch günstige Geräte umrüsten oder Geräte ganz selbst bauen. Antennen baut man in der Praxis wirklich selbst.

    Bei ernsthaftem Interesse schreib' mir mal eine Nachricht, dann könnten wir telefonieren.

    Grüße, Markus
     
  3. thegermanguy

    thegermanguy Benutzer

    AW: Richtfunkverbindung

    Ich interpretiere das mal anders, nämlich wie schaffe ich mit der vorhandenen Sendeleistung eine Verbindung über eine weitere Strecke?
    Nun, das ist im Prinzip fürchterlich einfach, man montiert anstelle des Rundstrahlers Richtantennen, die C't Redaktion hat sich so etwas für WLAN aus einem Klobürstenhalter gebaut.
    Nun kommt jedoch der Gesetzgeber ins Spiel, der limitiert nämlich die abgestrahlte Leistung und wenn du durch die Bündelung nun plötzlich dem Nachbarn mit 100-facher Leistung in die Radioantenne bläst wird jener gar unentzückt sein und möglicherweise nach dem Meßwagen rufen. ( und dann wird es teuer )
    Deshalb ist es nötig die abgestrahlte Leistung in Aussenderichtung auf die zulässige Leistung zu verringern. Erfolgversprechender ist da eine gerichtete Empfangsantenne mit hoher Verstärkung, durch die hohe Richtwirkung wird weniger Störsignal aufgenommen und man kann die Nutzsignale höher verstärken ohne das Rauschen in unerträgliche Dimensionen zu ziehen.
    Ein Parabolspiegel ist ein probates Mittel für diesen Zweck aber auch eine ( etwas unhandliche ) Mehrelementeantenne tut ihren Dienst, letztendlich ist es auch abhängig von der Frequenz was man tut.
     
  4. codo

    codo Benutzer

    AW: Richtfunkverbindung

    Einen Richtfunksender und einen Richtfunkempfänger,
    für eine simplex Richtfunkstrecke Bereich Radio Broadcast.

    Zwei Parabolspiegel, Offset mit Dome. Einen hohen Montageplatz.
    Erfahrung in Montage und Ausrichtung.

    Für Kurzstrecken den Reportagefunk und zur Koodrinierung den Regiefunk
    auf verschiedenen Frequenzen.

    Sichtweite.
    Turmspitze zu Berggipfel mehr als hundert Kilometer.
    Innerhalb bebauter Umgebung ist bei geringer Antennenhöhe
    die Fresnel Zone zwischen den Antennenstandorten entscheidend

    Beim Reportagefunk je nach Bebauung und Topografie.

    Das Richtfunkstreckennetz der Richtfunkstreckenbetreiber, auch von
    Radiostationen, wird von der Bundesnetzagentur reguliert.

    Hier kann man seinen Bedarf anmelden und sich um eine
    Rundfunkübertragungstreckenfrequenz "bewerben".
    So gehts:
    http://www.bundesnetzagentur.de/eni...raege_und_Ausfuellhinweise_/Richtfunk_d5.html

    Einige tausende Euro werden es wohl pro Station wohl werden.
    Die Richtfunkstreckengebühren findest Du hier:
    http://www.bundesnetzagentur.de/eni...,0/Richtfunk/Gebuehren_und_Beitraege_454.html

    Der Richtfunkstrecken-Standort auf Masten oder Türmen ist eigentlich das teuere an Dauerkosten.

    Wohin soll den geroutet werden?
     
  5. Bennie

    Bennie Benutzer

    AW: Richtfunkverbindung

    Naja Grundsätzlich von da, wo was los ist/passiert ins Funkhaus.....
     
  6. thegermanguy

    thegermanguy Benutzer

    AW: Richtfunkverbindung

    Ach doch so flexibel? Dann empfehle ich einen aufblasbaren Fernsehturm oder lieber doch gleich eine Erde-Mond-Erde Verbindung?

    Mal ernsthaft: Funkwellen breiten sich im kurzwelligen Bereich quasi-optisch aus, d.h. eine Richtfunkverbindung erfordert eine Sichtverbindung. Wenn du mal über den Deich nach Sylt kommst wird dir vielleicht auffallen daß dort an einer Stelle eine Windenergieanlage fehlt - Die hätte nämlich mit den Rotorblättern eine bestehende Richtfunkstrecke "zerhackt".
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen