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Schweden beendet DAB+-Unterstützung endgültig

Dieses Thema im Forum "Radioszene Weltweit" wurde erstellt von RDS2, 05. Februar 2016.

  1. RDS2

    RDS2 Benutzer

    Nach 24 Jahren DAB-Versuche entschied das Parlament ohne Gegenstimmen, im Zukunft FM und Online-Radio zu fördern.

    "the proposal for a transition from FM to DAB+ in 2017-2022 was rejected"

    In englisch: http://digitalradioinsider.blogspot.de/2016/01/parliament-confirms-rejection-of-dab.html

    Nach Finnland ist Schweden der zweite skandinavische Staat der DAB nicht unterstützt.
    Dänemarkt geht in die gleiche Richtung. http://digitalradioinsider.blogspot.de/2015/12/danish-report-dab-radio-will-not.html
    Internet-Radio überholt weltweit die Digitalradio Zahlen und wird nach Einführung von 5G kein Thema mehr sein.
    Auch die EU ist nicht mehr einseitig DAB hörig. http://ec.europa.eu/newsroom/dae/document.cfm?doc_id=8219
    Die schrille Töne aus Norwegen kommen nicht von der Regierung, sondern vom DAB-Förderverein. Die privaten Rundfunkveranstalter denken auch dort nicht im Traum daran FM zu verlassen und sich auf DAB zu beschränken.
    BBC verlautete, dass es nicht mehr bereit ist noch mehr Geld in DAB zu stecken. Andere Länder lassen den geplanten Ausbau langsammer angehen, nur Deutschland und der Schweiz scheinen kein Zweifel haben. Allerdings gibt es hier eben Zwangsgebühren oder Staatszuschüssen, was gegenüber Hörerzahlen bekanntlich blind macht.
    Man bekennt sich verbal zur DAB+ aber kämpft gnadenlos um jeden FM Frequenz.
     
  2. ricochet

    ricochet Benutzer

    Wenn mobiles Internet in Deutschland so spottbillig wäre wie in Skandinavien würden die Jogger aus Bequemlichkeitsgründen sogar den Regionaldudler als Stream hören.
     
  3. exhörer

    exhörer Benutzer

    Wie man an den Spotify-Verträgen sehen kann, gäbe es auch bei uns durchaus die Möglichkeit, daß die Anbieter und nicht die Kunden, für die Kosten des mobilen Datenverkehrs aufkommen.

    Für so manchen Anbieter könnte es sich durchaus lohnen, auf teuere Sendeanlagen zu verzichten und stattdessen den mobilen Datenabruf des Streams zu bezahlen.

    Oder man denkt etwas weiter und geht weg vom reinen linearen Streaming. So könnte man beispielsweise alle 24 Stunden, wenn das Handy in einem kostenfreien WLAN eingebucht ist, all die in den nächsten Tagen zu spielenden Titel und Werbung schon quasi auf Vorrat aufs Handy pushen, und man müßte nur noch die Live-Moderation und -Nachrichten dann über das Mobilfunknetz streamen; die Musik und die Werbung käme dann ohne Datenübertragung direkt vom Gerät.
     
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  4. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Wovon Du weißt, dass Du Unfug erzählst:
    299 SEK entsprechen ~ 32 Euro (aktueller Wechselkurs)
    Telia bietet dafür derzeit an:
    Anrufe: kostenfrei
    SMS: kostenfrei
    Internet: 4 GB

    Für 229 SEK (~24 Euro) kannst du mit 0,5 GB Traffic als Tarif beginnen und mit 599 SEK (~64 Euro) und 40 GB Traffic die Obergrenze erreichen.

    Sooo günstig wie Du die Tarife darstellst, sind sie auch im gelobten Schweden, der geheiligten Kuh USA und sonstwo nicht.
     
  5. ricochet

    ricochet Benutzer

    Bei Telia kriegst du 40 Gigabyte für 200 Kronen, da kann man schon eine Weile laden. Für 100 Kronen (gut 10 Euro) kriegt man immerhin noch 6 GB, das langt bereits für mehrstündiges tägliches Mobil-Audiostreaming wenn man es nicht übertreibt (Preisangaben ohne Geräte-Leasing). In Österreich kriegt man für das gleiche Geld sogar 10 GB. Der Hammer ist in Österreich aber die UMTS/LTE-Flat ohne Datenlimit (3 WebCube), mit der man für nur 18 Euro innerhalb der Landesgrenzen mit Computer oder Smartphone online gehen kann ohne auf die Datenmenge zu achten. Ich weiß nicht in welchem Land es etwas Vergleichbares gibt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 06. Februar 2016
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  6. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Fast richtig. Ohne Gerät (mit Vertragslaufzeit über 24 Monate) gibt's die 6 GB für rund 11 Euro und die 40 GB für rund 32 Euro (299 SEK).

    Halten wir mal ein Schweizer Angebot dagegen:
    Salt bietet "Mobiles WLAN" an. Man bekommt einen Router zum "mitnehmen", sieht über die 3/4-G Verbindung per Partner Zattoo fern und bezahlt für alles zusammen gerade mal 35 SFR (~32 Euro).
    Ansonsten wird ein Tarif, wie bei Telia, mit Telefon, SMS und Internetflat für 59 SFR angeboten, was in etwa 53 Euro beträgt. Mit Gerät ca. 9 Euro mehr.

    Deine Argumentation, die also PRO DAB+ und gegen Internet im Bezug auf den Preis zielt, verstehe ich nicht. Gerade in der Schweiz ginge das auch problemlos, dennoch wird durch die Politik digitaler Rundfunk einerseits gefördert, andererseits hält man sich stark zurück und schreibt sogar hin und wieder die Eine oder Andere neue UKW-Frequenz aus.

    Ist auch dort doch niemand so recht vom digitalen Rundfunk überzeugt?
     
  7. DigiAndi

    DigiAndi Benutzer

    Ist ja nett, wenn man viel Datenvolumen hat, aber hat man sich auch schon mal überlegt, was mit den Netzen passiert, wenn plötzlich Millionen Menschen gleichzeitig streamen? Wer wissen möchte, wie das ist, der braucht nur mal mit der Münchner U-Bahn fahren. Super Empfang im gesamten U-Bahn-Netz, aber Daten gehen da bei vollen Zügen öfter mal keine mehr durch. Willkommen in er Zukunft der Hörfunkversorgung!
     
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  8. Digitaliban

    Digitaliban Benutzer

    3 in Irland bietet auf seiner Pre-Pay Variante "all-you-can-eat-data" sobald man 20 Euro auflädt, das hält dann für einen Monat. Im Kleingedruckten steht zwar dass bei 15 GB das Recht zur Drosselung bestünde, ist mir aber bisher noch nicht passiert!
     
  9. Gegenstromanlage

    Gegenstromanlage Benutzer

    Als DAB 2011 hier neu startete, habe ich mal gesagt, braucht kein Mensch, in 5 Jahren gibt es überall mobiles Internetradio zu günstigen Preisen. Jetzt haben wir 2016, und genau genommen hat sich nix im Vergleich zu 2011 eigentlich gar nix geändert. Die Netze sind kaum besser ausgebaut, und es kostet immer noch gleich viel. Schweden hinkt da etwas hinterher. Die sind immer noch der Meinung, daß sich mobiles Internetradio problemlos durchsetzt. Die werden auch noch merken, wann das ganze an die Grenzen stößt. Ich denke also, irgendwann kommt DAB auch dort an. So wie fast überall derzeit in Europa.
     
    Zuletzt bearbeitet: 07. Februar 2016
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  10. Weltradio

    Weltradio Gesperrter Benutzer

    Gut so! Das Projekt ist sowieso dem Scheitern verurteilt.
     
  11. Tweety

    Tweety Benutzer

  12. RDS2

    RDS2 Benutzer

    Natürlich!
    Deswegen baut man die G5 Netze demnächst weltweit aus.
    NAB "PILOT" with Google and Yahoo on the front. http://www.tvnewscheck.com/article/91871/nab-creates-pilot-to-foster-tech-innovation
    IRT IMB5 : https://www.irt.de/en/research/digital-networks/imb5.html

    Zielist jedwede Broadcast durch Internet zu ersetzen. Ein 20 Jahres Projekt aber wohl unvermeidbar.
    Als billige echtzeit-Medium bleibt vielleicht noch UKW übrig. Deren frequenzbereich will kein Internetprovider haben.
     
  13. black2white

    black2white Benutzer

    In Frankreich 4G Internet (50 GB) und unbegrenzte Anrufe für 20 EUR monatlich.
     
  14. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Na Ferbindungen sind in Deutschland eben Neuland!
     
  15. kwegener

    kwegener Benutzer

    Na ja, die Frage ist, ob man sich damit eine Freude macht. Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die Netze dort ziemlich überlastet.
     
  16. radiobino

    radiobino Benutzer

    Sagt wer?
     
  17. ShopRadio

    ShopRadio Benutzer

    Bei uns in AT kein Problem in der Ubahn!
    Wieso so viele Länder kein DAB wollen? Gannz einfach weil es dann mehr konkurenz gibt! Zumindestens hat bei uns der ORF ja schon fast ein Monopol auf Rundfunk.
     
  18. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Was theoretisch ja auch gut wäre, praktisch möchte man aber nicht zu viel Konkurrenz, da die Angst davor, dass einem die "Wurst vom Brot" gestohlen werden könnte, zu groß ist.

    In den vergangenen Tagen veröffentlichte der Pressesprecher von Telefonica (o2 (weltweit)), dass Radio im Mobilfunknetz derzeit den kleinsten Teil des Traffics ausmacht.
     
  19. RDS2

    RDS2 Benutzer

    Finnland, Kanada, Singapore, Schweden, Österreich .... sagten es ganz laut.
    Andere sagen erst garnichts und lassen die Finger davon.
    UK, Deutschland, Dänemark, Benelux und Schweiz haben Geld investiert und nichts in 20 Jahren erreicht. Die Briten haben noch am meisten reingepulwert seit 20 Jahren nur um zuzusehen, wie Internet-Radio in den letzten 8 Jahren die Hörer von DAB wegnimmt.
    In 2 jahren verlässt jedes Fahrzeug mit LTE die Bänder, die Provider freuen sich. Connected Car ist weltstandard.
    Inhouse ist sowieso IP-Radio angesagt, selbst Aldi verkloppt sie massenweise, natürlich ohne DAB. Wäre auch sinnlos.
     
    Zuletzt bearbeitet: 03. April 2016
  20. ricochet

    ricochet Benutzer

    Toll, jetzt hast du weltweit ganze 4 Digitalradio-Verweigerer aufgetrieben. Höchst beeindruckend.

    Bei den Schweden sind die Handflächen schon fast mit dem Smartphone verwachsen und auch in den anderen Ländern suind Netzausbau und WLAN-Versorgung weit fortgeschritten.
     
  21. RDS2

    RDS2 Benutzer

    Mangels deren, die es einführen weltweit ist das schon 50% alle Anwender gewesen. Es sind auch paar mehr, die es gleich eingestampft haben, ohne zuvor viel Klimbim zu machen.
    Klar wird ein Land auf den WorldDAB Seite gleich blau gefärbt wenn ein 10Watt Testsender auf ein Dach gestellt wird, tatsächlich hat selbst der mikrige Norwegen keine 25% Hörerschaft aufzuweisen, und der Big-Block UK mit Milliarden Investitionen in den letzen 20 Jahren kommt kaum über ein Drittel der Hörer.
    Privatwirtschaftlich war DAB schon vor 15 Jahren mause tot, wer noch groß tönt sind die öffentlich finanzierte Politikermodelle in sehr wenigen Ländern, deren Zahl auch noch sinken wird.
    DAB wird noch herumgetragen aber die Entwicklung läuft schon längst andere Bahnen.
    https://www.irt.de/fileadmin/media/downloads/veranstaltungen/2016/IMB5_Programm_14-01-2016.pdf
    https://www.irt.de/no_cache/de/aktu...ekt-imb5-zur-rundfunkuebertragung-in-lte.html
    http://www.nablabs.org/pilot/
    In zwischen hat man ordentliche Überkapazitäten in den Funkzellen. Das will gefüllt werden. Digital radio á la DAB ist damit vom Tisch. Klar, die Rundfunkgebühren müssen verbaut und verprasst werden, aber dann ist es auch hier Ebbe in der Kasse wie bei BBC und der Rest der Welt. Wozu auch noch ein Radio? Ich habe im Smartphone FM und Internet, beide funktionieren ausnahmslos in allen Ländern der Welt. DAB kann ich schon in Frankreich vergessen, geschweige denn in ärmeren Länder.
     
  22. ricochet

    ricochet Benutzer

    Gemessen an der Attraktivität des dortigen UKW-Angebots und am Stellenwert, den das Radiio heutzutage noch hat, sind 26 Millionen DAB-Haushalte (!!) doch ein sehr beeindruckender Erfolgsausweis. Und wer weiß ob die Schätzungen bezüglich der Marktanteile nicht viel zu vorsichtig sind...
     
    Zuletzt bearbeitet: 04. April 2016
  23. RDS2

    RDS2 Benutzer

    Verwechselst "DAB Ownership" mit Hörer. Zudem "digital listening" ist nicht das selbe wie DAB-Hörer. So toll finden auch die Briten DAB nicht. Allerdings wenn man was vorgesetzt kriegt nimmt man es mangels Alternativen. Nur die Alternative ist seit 8 Jahre da. so grob 5 Milliarden Internet Radios (inkl. Smartphones) wurden schon verkauft in nur 8 Jahren. DAB radios weltweit keine 40 Millionen in 20 Jahren, davon das meiste in UK und Dänemark, die nun Problem haben auf DAB+ umzustellen eben wegen diesen "Erfolg".
    http://www.parliament.uk/documents/documents/upload/stevegreen.pdf
    http://www.techradar.com/news/car-tech/why-dab-radio-in-the-uk-is-broken-and-how-to-fix-it-1217586
    Es ist dort halt da, Wachstum findet bei anderen Medien statt, die Sonderkonditionen für DAB-Radios in Autos (man kann sie kaum noch abwählen) wird dafür sorgen dass jedes Jahr einige Millionen DAB E,pfänger in die Statistiken landen. Das Auto gehört ja auch zur Haushalt. Mehr DAB Radio als UKW wird nie geben, da jede DAB Radio und jede Internet Radio auch FM Empfänger hat, aber nicht jeder Internet und UKW Radio hat auch DAB Tuner. Zudem wer nicht auf dem Insel bleibt der muss sich eben ohne DAB zurechtfinden. Weltweit. (Ältere UK-DAB Empfänger können kein DAB+)
     

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