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Sennheiser MD 421

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von aladin112, 04. November 2013.

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  1. aladin112

    aladin112 Benutzer

    Hi all
    Ich habe hier schon einiges über dieses Mikrofon gelesen und wie man in der Masse verlauten kann ist das ein wunderbares Mikrofon um Reportagen zu machen oder Interviews aufzunehmen.
    Wie sieht es denn mit Studio-Sprach-aufnamen aus? Ist dieses Mikrofon als Radio-Sprecher / Moderator Mikrofon geeignet?

    Optisch gefällt mir der Look des Mikrofons und z.Z. kann man in der Bucht recht günstig zugreifen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 04. November 2013
  2. Pianist_Berlin

    Pianist_Berlin Benutzer

    Möchtest Du mal die Betreffzeile in "Sennheiser MD 421" ändern? Dann wissen die Leute wenigstens, was Du meinst. Denn es gibt weder ein "MD classic" noch ein "MD 4210".

    Nun zu Deiner Frage: Natürlich kann man mit einem MD 421 alles machen, was man möchte. Es wird auch immer halbwegs vernünftig klingen, so lange man keinen direkten Vergleich zu einem Kondensatormikrofon hat. Speziell als Moderationsmikrofon im Studio liegen natürlich klangliche Welten zwischen einem MD 421 und einem der dafür sonst üblichen Kondensatormikrofone (Neumann U 87, TLM 103, Gefell M 930 usw).

    Aus einem dynamischen Mikrofon kommt nun mal sehr viel weniger Pegel raus, der dann mühsam verstärkt werden muss. Und Dinge wie "klangliche Auflösung", "Transparenz" und "Impulstreue" sind nun mal bei einem dynamischen Mikrofon sehr viel weniger vorhanden als bei einem Studio-Kondensatormikrofon.

    Matthias
     
  3. aladin112

    aladin112 Benutzer

    Ja die 0 sollte weg, konnte ich aber nicht mehr ändern.
     
  4. Guess who I am

    Guess who I am Moderator Mitarbeiter

    Komisch, jetzt ging es. ;)
     
    Makeitso und aladin112 gefällt das.
  5. Ralle_Köln

    Ralle_Köln Benutzer

    Hallo,

    für ein dynamisches Mikrofon erstaunlich transparent und gut, im Studio deutlich luftiger und angenehmer als das häufig verwendete RE20. Man benötigt natürlich einen gescheiten Vorverstärker - das rauschfrei aufzuholen sollte aber jedes halbwegs amtliche Mischpult oder Audiointerface schaffen.

    Prinzipdedingt klingt ein Kondensatormikrofon üblicherweise deutlich "feiner", wie der Pianist schon schrieb. Pauschalisieren darf man das natürlich nicht, ein MD 421 dürfte so manchem Chinaböller oder Elektretkondensator klanglich überlegen sein.

    Für ein "Low-budget-Studio" sicherlich eine ernsthafte Überlegung wert und klanglich bestimmt besser als das, was mancherorts so auf UKW rausgeht.
     
    Nobier gefällt das.
  6. Pianist_Berlin

    Pianist_Berlin Benutzer

    Früher war das MD 421 übrigens häufig bei ARD-Anstalten als Moderationsmikrofon im Einsatz, meist in Verbindung mit den ersten Selbstfahrer-"Diskotheken". Hier ein Beispiel.

    Matthias
     
  7. divy

    divy Benutzer

    Es kommt wirklich drauf an. Wenn die sonstigen Bedingungen (Geld, Raum) optimal sind, würde ich eher einen Großmembran-Kondensator einsetzen. Ist der Raum schwierig, wäre ein Kleinmembran-Kondensator eine Überlegung wert (was leider kaum noch jemand macht).

    Bei einem Bürgerradio mit entsprechenden Räumlichkeiten und niedrigem Budget, logisch, da greift man oft notgedrungen zu einem dynamischen Mikro, und das hier besprochene ist eines der besten. Reporter nutzen ihre fast immer dynamische Reportage-Niere auch unterwegs für Sprachaufnahmen. Ich habe schon die merkwürdigsten Studios gesehen, entscheidend für meine Meinung über die Sendungen war nie, in welches Mikro da gesprochen wurde. So lange es hier nicht um das Nachrichtenstudio eines ARD-Senders geht, warum nicht?
     
  8. fotoralf

    fotoralf Gesperrter Benutzer

    Nachrichtenstudio? Aber hallo...

    Es sind noch gegen Ende der 80er Jahre beim DLF Versuche mit MD421 im Nachrichtenstudio gelaufen, weil sie die Bude vom Sound her nicht in den Griff bekamen und die üblichen Großkapseln das Problem auch nicht lösen konnten.

    Ralf
     
  9. aladin112

    aladin112 Benutzer

    Danke für eure Ausführungen :)

    Ich spiele mit dem Gedanken (ist bisher wirklich nur eine Idee) mir von der Technik her, ein altes Radio Studio nachzubauen. Vieleicht ist "nachbauen" das falsche Wort, ich dachte an eine komplette analoge Zusammenstellung die optisch auch etwas nostalgisch wirkt. Vieleicht Technik der 70er und 80er Jahre.
    Mein Budget würde das nicht alles auf einmal hergeben und mit irgendetwas muss man anfangen, darum habe ich nach der Quallität und einsetzbarkeit des Mikrofons gefragt. Mal sehen ob ich das wirklich durchziehe....

    Danke nochmal und Gruß
    Alex
     
  10. fotoralf

    fotoralf Gesperrter Benutzer

    Vielleicht Sitral, bevor das auch noch unbezahlbar wird. Wäre dann gleichzeitig eine Kapitalanlage zur Altersversorgung. ;)

    Ralf
     
  11. K 6

    K 6 Benutzer

    Ich dachte immer, das wäre, weil die außem Westen sind und damit per Definition besser als VEB Mikrofontechnik Gefell ...

    ... halt, das war ja Nalepastraße und die Zeitschiene auch schon die 70er Jahre; nach 1980 war der Spuk da weitgehend vorbei. Wie man so hört, soll es dabei schon recht vernehmlich gerauscht haben.

    Was Kölle betrifft, würde ich jetzt auch nicht unbedingt behaupten, daß sie heute den Sound der Bude im Griff haben, auch wenn es vor dem letzten Umbau noch deutlich übler war.
     
  12. divy

    divy Benutzer

    Da hat man am Ende aber auch zu Kleinmembran-Kondensatoren gegriffen, zumindest meines Wissens zufolge.

    Ansonsten, ein nostalgisches Studio zum Hobby nachbauen, na ja, warum nicht, andere geben das Geld ihrer Erben für Modelleisenbahnen aus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08. November 2013

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