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@SPD-Fan

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Radiokult, 17. März 2004.

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  1. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    gehört eigentlich hier nicht rein, aber irgendwie ist das so "komsich", das ich mir den dazugehörigen Zynismus nicht verkneifen kann:

    Zitat aus'm Newsticker auf .musiker-online.de

    "... Nun kann die SPD mit einem anderen Zugpferd aufwarten. Die Rede ist von Roland Kaiser, jenem Mann, der mit amourösen Agitpropliedern wie „Santa Maria", „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben" und „Sieben Fässer Wein" eindrucksvoll belegt hat, dass sich intellektuelle Texte, die neuen Gesellschaftsentwürfen das Wort reden, nicht mit Massenverträglichkeit beißen müssen. Kaiser will im kommenden Jahr bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wieder für die SPD um Unterstützung werben. Ende 2002 war der Schlagersänger demonstrativ in die Partei eingetreten, weil er glaubt, auch und gerade Vertreter aus dem Showgeschäft sollten Flagge zeigen."

    ... so langsam wird's glaube ich wirklich eng für den Verein. :)
    Da wird hier wohl bald eien Namensänderung fällig sein ...
     
  2. alqaszar

    alqaszar Benutzer

    Bin nicht nur SPD-Fan, sogar Mitglied in diesem Verein.

    Erstens hat in einer Demokratie jeder das Recht, seine favorisierte Partei zu unterstützen. Viel Promis aber sind einfach zu ängstlich und gehen das Risiko nicht ein Politisch anzuecken.

    Zweitens ist Roland Kaiser auf seine Art auch nicht schlimmer als Wolf Mahn.

    Drittens wird es nicht für die Partei eng, sondern immer nur für einige aus der Führungsrige. Man betrachte mal Angela Merkel wo sie die CDU damals übernommen hat und wo sie jetzt mit der Partei steht.

    Viertens: Schröder ist in der Tat unfähig, den Menschen das Ziel seiner Politik plastisch vor Augen zu führen. Die Konsequenz sind 30 %. Das aber wird sich ändern, wenn in 2006 oder sogar noch davor Angela "Maggie Thatcher" Merkel Kanzlerin werden sollte. Zusammen mit diesem Wirtschaftsrambo aus Bessarabien, der unser nächster Präsident werden soll, werden die beiden eine Performance liefern und den Menschen ziegen, was die Pharse "unsoziale Reformen" jenseits von Schröder bedeuten kann.

    Fünftens: Nachdem die heutige Gesellschaft nach der Maxime lebt: "Es ist OK ein egoistisches A****loch zu sein" kann es eigentlich nur noch besser werden. Die Partei mit dem Konzept dafür aber wird dann nach einem kurzen CDU-Brutalo-Intermezzo wieder SPD heißen.

    Sechstens: Es war Schröder, der mit seiner konsequenten Politik gegenüber Bush das bisschen Frieden gerettet hat was noch zu retten war. Die Madrilenen haben für die gewalttätige Politik ihres reaktionären und schmierigen Aznars bitter bezahlen müssen. In Italien fürchtet man mit Berlusconi nun dasselbe, ebenso in den Niederlanden mit dem ebenfalls widerlichen und neokonservativen Balkenende an der Spitze.

    Dieses sind durchaus Gründe die einen Menschen verlanlassen können sich für die Sozialdemokratie zu engagieren. Immerhin ist das besser als sich einfach hinzustellen und zu maulen: "Die da oben denken doch sowieso nur an sich!"
     
  3. StabsstelleIV

    StabsstelleIV Benutzer

    @ alqaszar:

    Du sprichst mir zu 100% aus der Seele. Und deshalb mache ich jetzt auch erst recht weiter. Ein paar von uns müssen für die Nach-Schröder-Ära ja erhalten bleiben.

    @ Tom2000: Spar Dir jetzt einfach Deinen Kommentar dazu, es kommt ohnehin nichts verwertbares...
     
  4. machmallaut

    machmallaut Gesperrter Benutzer

    SPD? war das nicht mal eine Partei?
     
  5. Hawk

    Hawk Benutzer

    Joa!
    Früher kämpfte die SPD gegen unterbezahlte Jobs in Fabriken, heute wäre sie froh wenn es so etwas noch gäbe.
     
  6. der beobachter

    der beobachter Benutzer

  7. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    @alquaszar
    Ich wollte nicht falsch verstanden werden. Ich stimme dir in ein paar Punkten durchaus zu. Ich finde es nur ziemlich arm, das die ohnehin gebeutelte SPD jetzt schon halbtote Schlagerfuzzi's wieder ausgräbt um irgendwie wieder anzukommen ...

    Ansonsten gehört das wie gesagt eigentlich nicht hierher :)
     
  8. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    Quizfrage

    Um mal das Thema Radio noch in diese Parteien-Sache zu bringen hier eine kleine Frage:

    Welcher Radiomensch hat das folgende gesagt?

    „Einer der ersten Gäste , die ich am Mikrofon hatte, war Eberhard Diepgen, der regierende Bürgermeister. Endlich konnte ich ihm persönlich sagen, dass ich seinetwegen in die CDU eingetreten bin.“
     
  9. Funker

    Funker Benutzer

    @Ray:

    war das der ehemalige Fröscheboss Georg Gafron??
     
  10. machmallaut

    machmallaut Gesperrter Benutzer

    Ne glaub ich nicht . Ich denk da eher an Dorfmann
     
  11. MatthiasW.

    MatthiasW. Benutzer

    Mit einem Roland Kaiser sind die Marketingstrategen der SPD mit Sicherheit schlecht beraten. Auch so kommt die Partei wohl momentan nicht an die 30 % Marke. Ansonsten ist es zu schön zu lesen, wie hier (Wunsch-)Vorstellungen und tatsächliches Erscheinungsbild einer Partei bei manchen Usern auseinanderklaffen. Schwarz und Rot unterscheiden sich da momentan (nicht nur im Profil - wenn man davon überhaupt bei den beiden Volksparteien sprechen kann) gar nicht mal so sehr, auch wenn hier mancher offensichtlich nur schwarz-weiß denken kann.
    .
     
  12. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    @ Funker
    @ machmallaut

    Tja, beide liegt Ihr leider daneben. Wenn auch vielleicht knapp...
     
  13. der beobachter

    der beobachter Benutzer

  14. radiohexe

    radiohexe Benutzer

    Freunde, ich glaube ja eine ganze Menge. Dass die Erde eine Scheibe ist, beispielsweise. Dass mir der Weihnachtsmann und der Osterhase jeweils einmal im Jahr Geschenke bringen. Dass der Klapperstorch die Babys bringt. Aber dass eine ansatzweise gut gestartete politische Diskussion HIER nicht in Stammtisch-Gesülze abgleitet, kann mir dann doch keiner erzählen. Darum lasst uns doch etwas anderes diskutieren.

    Und der Radiobezug liegt sooo nahe.

    Teilt jeder die hier vertretene Auffassung von "Intellektuellen Texten"? Immerhin spielen wir im Radio ja gelegentlich Musik. Mir drängt sich da die Frage auf, was eigentlich die SPD-Befürworter einer Quote für deutschsprachige Musik im Radio zwecks einer erhöhten Kultivierung unserer Bevölkerung dazu sagen... War es wirklich das, was sie meinten?!
     
  15. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    Wenn Kaisers Roland intellektuelle Texte schreibt oder singt, bin ich Goethes und Beethovens Erbe in einer Person. db
    [size=0]Das ist ein Torfnasendiskussion, auch wenn man einen Radiobezug sucht.[/size]
     
  16. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Ich behaupte mal, das die Formulierung schon in der ursprünglichen Meldung sarkastisch gemeint war ... wie auch sonst ?
    Die angeführten Titel haben ja nun rein gar nichts mit Anspruch zu tun, eher was mit saufen saufen saufen :D
     
  17. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    @ der beobachter

    Nein zu der Antwort auf meine Frage.

    Und Roland Kaiser schreibt doch nicht selbst, oder? Habe schon lange seine Schallplatten nicht mehr gehört und auf den Covers gelesen.

    @ radiohexe

    Du glaubst, dass die Erde eine Scheibe ist? Eine Schallplatte, was? Jetzt weiß ich auch, wie man so auf den Name "hexe" kommen kann. Tja, damals wars.
    Die Auffassung von "Intellektuellen Texten" teile ich nicht! Wahrscheinlich schließen sich die Begriffe "Schlager" und "intellektuell" sowieso aus...

    Damals hatten wir noch einen Kaiser, wie man so sagt.
     
  18. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    @Ray
    Anspruch und Schlager müßen sich keinesfalls ausschließen ! Schau dir mal ohne jedes Vorurteil ein Udo-Jürgens-Konzert an. Du wirst dein blaues Wunder erleben, wieviel Anspruch so ein Schlagerfuzzi haben kann ! Ähnliches soll wohl auch schon bei Howard Carpendale passiert sein. Das Problem dabei ist, das das nun überhaupt nicht mehr zum Schlager-Image paßt und deshalb auch in der Öffentlichkeit gar nicht mehr stattfindet ! Siehe obiges Beispiel Roland Kaiser. Der wird ja in aller Regel auch auf oben genannte Titel aus den 80ern reduziert.
    Juliane Werding ist übrigensd auch ein ziemlich gutes Beispiel für Anspruch im Schlager - zumindest textmäßig.
     
  19. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    @ radiokult

    Okay, stimmt, wenn Du Udo Jürgens nennst, kann ich auch nicht so pauschal sagen, das dies nun gar nichts mit Intellekt zu tun hat. Also, da hast Du Recht. Und bei Howard Carpendale weiß ich nicht so richtig.

    Kenne mich da zu wenig aus.

    Aber ansonsten meinte ich das schon ernst mit Roland Kaiser und seinen Platten, wovon ich noch welche habe...Ich fand den damals in den 80ern gut und ich habe ihn mal vor ca. 1 Jahr im TV gesehen, wo ich ihn zumindest auch sehr ehrlich in Bezug auf seine Vergangenheit (Stichwort Arroganz) fand.
     
  20. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    @Ray
    ich hatte es schon persönlich mit dem Herrn zu tun und kann dir bei letzterem nur schwer widersprechen :)
     
  21. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    *Ray fragt sich, welcher Herr nun gemeint ist*

    Und wer kann meine Quizfrage (s.o.) beantworten?
     
  22. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Roland Kaiser :D
     
  23. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    Okay, das habe ich mir schon gadacht. Vielleicht hat er sich aber wirklich geändert. In der Fernsehsendung damals (bei Kerner) zeigte er sich jedenfalls sehr reumütig. Und ich nehme ihm das auch ab.

    Diese neue erbamungslose Ehrlichkeit passt dann ja vielleicht sogar zu der Partei.
     
  24. alqaszar

    alqaszar Benutzer

    Immer wieder stolpee ich über Radiokults Signatur: "Radio ist eine Strafe Gottes", und dieses Zitat wird Theodor Heuss unterstellt.

    Nun gut, der Mann hat die Goebbels-Schnauze miterlebt und wahrscheinlich auch, wie einem vielleicht unbedacht zweideutig Äußerungen in diesem Medium (zu der Zeit war ja nix mit TV) einen später wieder verfolgen können.

    Zurück zum Thema SPD und Radio: Vielleicht ist die SPD gerade die Pertei, welche mit einer admistrativen Maßnahme (Quote) für einen wünschenswerten gesellschaftlichen Effekt herbeiführen will.

    Diese Politik, welche vielleicht in den 70ern unter Brand, Schmidt und Epigonen ihren Höhepunkt fand, dürfte als vielfach gescheitert angesehen werden. Inzwischen nehme ich an, dass ich innerhalb der SPD wohl keine Mehrheit für eine wie auch immer gartetet Quote deutschsprachiger Musik finden wird.

    Dieses Thema gehört politisch gesehen den Hinterbänklern der CSU, damit diese im Sommerloch auch mal in die BILD kommen. Einer hat vor einigen Jahren mal gefordert, jede Dönerbude müsse auch ein deutsches Gericht, sprich: Currywurst anbieten.

    Die andere Seite wären natürlich die "Künstler", die dann glauben zwangsweise mehr gespielt zu werden. Dass diese Rechnung nicht aufhet und lediglich Bohlen-Schrott gespielt werden würde, liegt angesichts der aktuellen Entwicklung im Muskibusiness ja nahe.

    Der Trend geht hin zu Prolligkeit, Kitsch und Ramsch. Siehe diese unsägliche Storck-Werbung.

    Womit wir wieder beim Schlager und somit Roland Kaiser wären.

    @Radiohexe: Sag niemals nie...
     
  25. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    zu meiner Signatur:
    Das Zitat von Heuss steht im "Lexikon der boshaften Zitate" von Ernst Günter Tange, erschienen im Eichborn-Verlag
    Ob er's wirklich gesagt hat, lasse ich mal dahingestellt, ich könnte es mir aber durchaus vorstellen... :)

    Was die Deutschquote angeht kann ich mich nicht so richtig entscheiden. Auf der einen Seite wäre es gut für unsere eigene Kultur und die daran hängenden deutschsprachigen Künstler. In Frankreich geht es ja schließlich auch. Auf der anderne Seite befürchte ich aber eher, das genau das passiert was du da angeführt hast, das uns dann erst recht der Bohlen-Schrott noch 5 mal mehr pro Stunde um die Ohren fliegt ... ein ziemlich zweischneidiges Schwert.
     

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