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Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Tonband, 16. Mai 2011.

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  1. Tonband

    Tonband Benutzer

    Titel: "Ist die Schonzeit für Machtmissbrauch vorbei?"

    Hallo,

    ich habe das heutige Tagesgespräch in Bayern2 mitgeschnitten. Der o.g. Titel der Sendung ist schon ein starkes Stück. Er suggeriert m.E. die Schuld Strauss-Kahn's.

    Ich dachte ich hör' nicht recht. Glücklicherweise kam von seiten der Anrufer entsprechend Kritik. Eine derartige Entgleisung sollte zumindest in einem öffentlich-rechtlichen Sender mit Profi-Journalisten nicht passieren. Es sei denn ... :rolleyes:

    Wer hat denn diese Vorverurteilung zu verantworten? War das ein Versehen?

    fragt TB.
     
  2. webradioo

    webradioo Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Wahrscheinlich saßen da gerade so ein paar hysterische Emanzen in der Redaktion.
     
  3. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Stell doch den Mitschnitt mal ein, damit man mitreden kann.
     
  4. Tonband

    Tonband Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Hallo Manni, dort ist der MP3-Podcast:

    mfg. TB
     
  5. dea

    dea Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Da klappt einem wirklich das Messer in der Tasche auf! Nach 2:30 war ich so pappesatt... Was mir dabei durch den Kopf geht, formuliere ich besser nicht öffentlich, wohl aber den Wunsch, dass dies für die für den Inhalt Verantwortlichen Konsequenzen hat. Solche Arbeit beschädigt den Ruf und das Ansehen sämtlicher Kollegen, die um sachliche, seriöse Information bemüht sind. Eine solche Präsentation ganz offensichtlich subjektiver Ansichten außerhalb des Rahmens eines Kommentares... Da fehlen mir die Worte.
     
  6. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Ich kann mich den kategorischen Urteilen der Vorredner nicht anschließen. Der Sendungstitel ist zwar reißerisch und tendenziös, aber in der Sendung selbst sind auch sehr viele Hörer und ein Studiogast zu Wort gekommen, die sehr differenziert argumentieren, die auch Kritik an der Grundannahme "schuldig" üben - und auch die Moderatorin ist in den Gesprächen immer wieder bemüht, klar auf die Unschuldsvermutung hinzuweisen und auf das "Aussage gegen Aussage". Sie ist nur bei der Anmoderation ein bisschen einseitig gewesen.
     
  7. dea

    dea Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    halte ich angesichts einer gefühlten !Bloed-Headline für erheblich untertrieben. Dabei handelt es sich eben nicht mal um eine "unglücklich formulierte" Schlagzeile, die man unkompliziert mißdeuten und falsch auslegen kann, sondern um eine ausführlich formulierte Vorverurteilung und nicht nur das: Ich höre daneben auch reichlich Pauschalurteil gegenüber Personen mit gewisser Prominenz.
    Der Gedanke, ob an dieser Story um Strauss-Kahn irgendetwas faul sein könnte, findet nicht die geringste Zulassung. Stattdessen wird eine Diskussionsrunde mit der Feststellung eröffnet, dass bisher alle männlichen Politiker Vergewaltiger gewesen seien.

    Ja ja, ich weiß, SOOO hat sie das ja gar nicht gesagt. Als Journalist muss ich mir aber im Klaren sein, dass, was ich sage, auch einem Umkehrschluss standhalten muss. Wer so einseitig lostobt, wie in diesem Mitschnitt, hat nicht mitgedacht und sich ganz offensichtlich dem falschen Thema gewidmet. Wenn ich als Journalist in irgendeinem Interview je wieder jemandem eine heikle Frage antragen wollte, dann hätte ich den Rest meines Lebens Schiß, diese Globalverleumdung immer wieder vorgehalten zu bekommen.
     
  8. Tweety

    Tweety Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Genau. Julian Assange und Kachelmann lässen aus ihrer Zelle schön grüssen.
     
  9. BlueKO

    BlueKO Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Genau diesen Eingangsmonolog hätte sie ein paar Takte länger überdenken sollen, denn der war einfach zu tendenziös formuliert (aber auch das ist man vom BR eigentlich nicht anders gewohnt). Nach dem ersten Gegenwind der Hörer war sie dann nur noch SEHR bemüht mit Schadensbegrenzung beschäftigt.

    Das Call In zum Thema bei DRadio Kultur trug den Titel "Vorwürfe, Vorverurteilungen und Verschwörungstheorien - wie bewerten sie den Fall Dominique Strauss-Kahn?"


    Edith:
    Habe gerade die Einleitung zum nächsten Tagesgespräch gehört. Die ist genauso journalistisch unsauber. Scheint in der Redaktion wohl zur täglichen Arbeitsweise zu gehören...
     
  10. astranase

    astranase Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Ich dachte immer Bildzeitungsniveau gibt es nur beim MDR ... aber nun auch bei Bayern2? ... das gibt schon zu denken.
    Aus meiner Sicht eine klare Vorverurteilung, Urteilen ver- oder be- sollte man nach dem der Sachverhalt geklärte ist.

    -----------
    Lieber radiosüchtig als radioaktiv
    *astranase*
     
  11. Tonband

    Tonband Benutzer

    Wie seriös ist Tobias Jaecker ?

    Vielen Dank für eure Meinung. Ich dachte schon ich wäre der Einzige den Derartiges nervt.

    Gestern bin ich beim Durchhören meiner Podcasts auf ein weiteres Stück, wie ich meine, unseriösen Journalismus gestossen, der allerdings nicht nur vom BR verbreitet wird, sondern in weiteren Radioseiten der ARD wiederzufinden ist: Tobias Jaecker.

    Seine Botschaft in drei Sätzen:
    Sein Buch:
    Meine Meinung:
    Hier werden Fakten mit Behauptungen gut vermischt, mit Antisemitismus verknüpft und als Gefahr für die Sicherheit der Gesellschaft aufgebauscht. Der offensichtliche Zweck: Alle Zweifler und Kritiker an der sog. "Mainstream"-Berichterstattung pauschal ins gesellschaftliche Abseits zu manövrieren.

    Das macht ihn, (den "Botschafter") so gefährlich. Hatten wir das nicht schon zur Genüge?

    Ist es so unverständlich, daß nach den bereits aufgeflogenen dicken Lügen gewisser offizieller Stellen die Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung nachläßt? Die zunehmende Plumpheit bzw. der Diletantismus einer widersprüchlichen Berichterstattung machen's nicht einfacher.

    Google hat heute exact 7990 hits zu "Tobias Jaecker" ausgespuckt.

    Sein Lebensinhalt scheint allein darin zu bestehen, mit einem 'deutlich Maß' an Bessesenheit vermeintliche "Verschwörungstheoretiker" zu jagen.

    Tickt der noch richtig?

    Gibt es keine kompetenteren Journalisten, die das Thema objektiv erklären können? So wirkt es m.E. eher wie eine plumpe Massenmanipulation, die geeignet ist jeden ehrlichen investigativen Journalismus zu verhindern.

    Sollte sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf ein derartig glattes Parkett begeben und seine noch hohe Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung opfern? :eek:

    Wie ist eure Meinung?

    B2-Podcast: Radiowelt, 6.Mai 2011 - oder dort
    SWR1, 4.5.2011
    WDR, Funkhaus Europa, 5.Mai 2011
     
  12. Svennie

    Svennie Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Eben hat der Korrespondent aus New York auf NDR info Strauss-Khan so gut wie frei gesprochen.
     
  13. Tweety

    Tweety Benutzer

    AW: Strauss-Kahn: Die unglaubliche Suggestion in Bayern2

    Vielleicht ist er im Nebenjob auch noch Richter. ;)
     
  14. AW: Wie seriös ist Tobias Jaecker ?

    Ist ja eigentlich ein neues Thema. Aber ein interessantes. Meine Meinung: Nur weil der "Mainstream"-Journalismus manches Mal irrt, sollte das auf der anderen Seite nicht dazu führen, vermeintlich "kritischen" Verschwörungstheoretikern nachzulaufen. In der Tat blühen in den jetzigen Krisenzeiten die absurdesten Verschwörungstheorien - das Internet gibt halt den größten Wirrköpfen, die früher nur schwerlich einen Verlag für ihre Pamphlete gefunden hätten, die Chance zur Verbreitung ihrer Ideen.
    Aufklärung über die typischen Mechanismen von Verschwörungstheorien und esoterischen Ideologien ist daher grundsätzlich begrüßenswert.
    Ich gebe Dir indes Recht, dass "Besessenheit" hier fehl am Platze ist - in dem Telefoninterview mit Tobias Jaecker habe ich allerdings keine Besessenheit wahrgenommen.
     

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