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SWR lädt AfD nicht zu TV-Runde vor Landtagswahl ein

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von legasthenix, 19. Januar 2016.

  1. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    Der SWR stellt auch gerade seine politische Unabhängigkeit unter Beweis:
    http://www.badische-zeitung.de/sued...tv-runde-vor-landtagswahl-ein--116329439.html

    Aus dem Artikel:
     
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  2. rockon

    rockon Benutzer

    Also ich kann auf diese AfD-Proleten gerne verzichten.
     
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  3. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    Das ist hier nicht die zu stellende Frage.
     
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  4. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Irgenwie stellt sich der SWR "dämlich" an. - Wenn die "Volksparteien" nicht wollen, dann findet eben kein "Spitzenkandidatentreffen" statt - eigentlich ganz einfach. Statt ignorieren sollten sich die sich "Spitzenpolitiker" irgendwelcher "Volksparteien" (inzwischen ohne Volk, sie haben's nur noch nicht so richtig gemerkt) mit der Thematik auseinandersetzen. - Eventuell haben sie aber auch Angst sprachlich mithalten zu können, kommen doch Mitglieder des Bundestages und der Landtage inzischen so interessant und sprachgewandt daher wie dereinst die Mitglieder der Volkskammer.
     
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  5. ricochet

    ricochet Benutzer

    Die Gesprächsverweigerung wird den Spitzenkandidaten und Schönwetterpolitikern als eklatante Schwäche ausgelegt und unzweifelhaft Folgen haben. Man kann in einer Demokratie weit verbreitete Ängste und Vorbehalte nicht einfach ausblenden oder totschweigen, sondern muss sich ihren politischen Sprachrohren in der offenen Auseinandersetzung stellen, sonst treibt man angesichts der schwelenden Flüchtlingsproblematik immer mehr Wähler in deren Arme. Wer sich dieser Konfrontation nicht gewachsen sieht wird am Ende sogar in den eigenen Reihen als Feigling und Wirklichkeitsverweigerer angesehen.

    Wenn jemand Angstmache betreibt muss man ihn vor laufender Kamera stellen, sonst siegt das Megaphon über den alle Bedenken negierenden Beschwichtiger, der sich argumentativ nicht aus der Deckung wagt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Januar 2016
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  6. MisterKite

    MisterKite Benutzer

    Die Entscheidung des SWR ist mal wieder ein Lehrstück in Sachen Demokratieverständnis!

    Als öffentlich-rechtlicher Bevormunder glaubt man, sich das leisten zu können.
     
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  7. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Ist es wirklich eine Entscheidung des SWR? Es sind schließlich die Spitzenpolitiker der Alt-Parteien, die diese Runde nicht wollten. Bei denen ist die Schuld für die Dilemma zu suchen. Was eklatant falsch läuift, ist lediglich die Kommunikation des SWR, weil es nun wieder so aussieht, als ob dieser das Streitgespräch verhindert hätte. Aber dem ist ja unterm Strich nicht so. DAS sollte der SWR klar und deutlich auch so sagen. Und das sollte man nicht nur beim SWR so handhaben, denn die Dummen sind am Ende die ÖR-Anstalten, obwohl sie gar nicht die eigentlichen Verursacher sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Januar 2016
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  8. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Nein. Es sind die Politiker von SPD und Grünen, die den SWR erpreßt haben. CDU und FDP haben die Auseinandersetzung mit der AfD nicht gescheut.

    Und daß der SWR dieser Erpressung nachgegeben hat, ist ihm allein anzulasten und niemandem sonst.
     
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  9. Redakteur

    Redakteur Benutzer

    Insofern wieder ein Pluspunkt für den baden-württembergischen CDU-Kandidaten Wolf, der im SWR-Streitgespräch letzte Woche deutlich für eine argumentative Auseinandersetzung mit der AfD warb.
    (Gut, auf der anderen Seite sollte Wolf erst mal lernen, nicht mit falschen Statistiken Wahlkampf zu betreiben...)
     
  10. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Ja ok, SPD und Grüne haben es verhindert. Die Grundaussage von mir bleibt aber die gleiche. Der SWR sollte die Kommunikatin nach aussen bei solchen Ereignissen anders handhaben!
     
  11. NurzumSpassda79

    NurzumSpassda79 Benutzer

    Naja, so muss sich die SPD nicht wundern, wenn sie aus ihrem Umfragetief nicht herauskommt (und das sag' ich jetzt als eigentlich überzeugter Roter). Wer politische Debatten mit solchen Parteien scheut, verschafft ihnen nur noch mehr Sympathien - abgesehen davon, dass wenig Argumente geliefert werden, sie nicht zu wählen.
     
  12. sabbelkasten

    sabbelkasten Benutzer

    Werte Runde.
    Wir sind hier doch im Radioszene Forum.

    Oder habe ich das falsch verstanden?

    Beste Grüße
    Dieter
     
  13. Dr. Fu Man Chu

    Dr. Fu Man Chu Benutzer

    Die beiden MPs haben dem SWR einfach mal gezeigt wo Bartels den Most holt. Tja, dann möchte man noch als Intendant, was durchaus ehrenwert ist, wiedergewählt werden ausserdem braucht man ja auch Gebührengelder. Dann werden wohl die Zähne zusammengebissen, im Kühlschrank muss halt das Licht auch brennen können. Professioneller Journalismus sieht leider anders aus. Es hätte zwei Möglichkeiten gegeben:
    • Sendung mit leeren Stühlen
    • Gar keine Sendung stattdessen Beiträge über die einzelnen relevanten Parteien, Pro und Cons
    • Oder noch besser: Protestaktion des ganzen Senders: eine Minute Schwarz
    Spätestens nach der Wahl sitzt die AFD in den Landtagen, es sei denn jeder AFD-Kandidat tötet und verspeist einen Deutschen Schäferhund, dann kann die AFD nicht aussen vor gelassen werden. Bewunderswert wie es die Öffis schaffen ein Eigentor nach dem anderen zu schiessen. Waren es nicht gerade die Grünen, die immer offene herrschaftsfreie Diskurse gefordert haben. In seiner politischen Frühzeit war Kretschmann nicht gerade in einer Gruppierung die für liberale demokratische Ansichten bekannt war.
     
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  14. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    Ist die AfD bald Geschichte?

    Mit einer neuartigen Taktik wollen die Regierungsparteien Grüne und SPD in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dafür sorgen, dass die "Alternative für Deutschland" beim Wähler keine Chance hat.
     
  15. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Nochmal zum Thema SWR und die kneifenden Parteien:

    Malu Dreyer hatte gestern auf Facebook etwas eher banales gegen Julia Klöckner gewettert. Fast alle Kommentare (in großen Teilen von ihrer Anhängerschar) gingen aber in eine andere Richtung: warum man nicht den Mumm habe, sich öffentlich gegen die AfD zu stellen (das Wort "feige" viel sehr oft). Warum man seitens der SPD oder den Grünen den SWR mehr oder weniger erpressen muss, damit die AfD mundtot gemacht wird.

    Damit haben sich Dreyer und Kretschmann keinen Gefallen getan, viele nehmen denen das jetzt übel. Schlecht daran ist zudem, dass Rot-Grün in RLP laut Umfragen eh stark am wackeln ist und Dreyer de facto nicht von den Bürgern gewählt, sondern nur von Beck wegen seinem vorzeitigen Weggang nominert wurde. Damals stimmten auch nur 60% der SPD-Mitglieder für sie.

    Mittlerweile ist es in den Talkshows usus, dass ein AfD-Mitglied meist weniger Redezeit bekommt und dass die restlichen Politiker oder Fachleute gegen diese Person wettern. Das leuchtet ein. Warum sich jetzt mehrere Politiker weigern, vor der SWR-Kamera Stellung gegen die AfD zu beziehen und den Wählern durch Argumente jeweils ihre Partei schmackhaft zu machen, begreife ich nicht! Eine bessere Gelegenheit gibt es nicht, den Wählern sein Wahlprogramm nahe zu bringen und auch Argumente gegen die AfD vorzutragen.

    Mit Verlaub: wer zu feige ist, sich mit anderen Landespolitikern gegen einen AfD-Mann (Uwe Junge) durchzusetzen, dem traue ich auch keine Führung einer Landesregierung zu! Wenn das in Zukunft immer so gehandhabt wird, gibt es keine "Elefenatenrunden" mehr, in denen die Spitzenkandidaten ihre immergleichen Politphrasen dreschen können. Aber dann sollen sich die Sender dann aber im Umkehrschluss auch weigern, Parteiwerbung zu senden. Mal sehen, wie die Parteien dann den Wählern ihre Programme erläutern wollen...

    Frau Klöckner dürfte das alles auch nicht gefallen: Sie will nicht nur MP in RLP werden, sie blinzelt auch mit der Kanzlerschaft bei den übernächsten Wahlen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Januar 2016
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  16. chapri

    chapri Benutzer

    Hach, wie lustug ...
     
  17. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    Ach Jens . . .
     
  18. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Es ist ein Offenbarungseid - aber nicht vom SWR, der versucht sich ja irgendwie rauszuwurschteln und den Schaden klein zu halten (wenngleich er sich dabei dämlich anstellt). Es ist ein Offenbarungseid von SPD und Grünen. Der Vorgang offenbart ein Demokratieverständnis, dass es mir die Hosen auszieht. Wenn ich andere Meinungen nicht aushalte und mich nicht in der Lage sehe, gegen sie zu argumentieren, dann habe ich auf dem Spielfeld des politischen Meinungswettbewerbs nichts zu suchen.
    Denken wir die Konsequenzen mal weiter: Der SWR hat in seiner Not jetzt argumentiert, er lade eben nur die im Parlament bereits vertretenene Parteien ein. Gesetzt den Fall, morgen poltert die SPD aus dem Landtag hinaus (was man in BW bei ihrem derzeitigen Standing nicht einmal ausschließen kann), dann findet sie beim übernächsten Wahlkampf in Podiumsrunden des Fernsehens auch nicht mehr statt. Wie der SWR sich dann herausargumentieren will ist mir ein Rätsel.
    Es gibt so oder so nur Verlierer in dieser Sache.
    Halt, nein! Einen Gewinner gibt es doch: Die AfD. Sie hätte sich eigentlich nichts besseres wünschen können, als auf eine solche Art in eine Märtyrerrolle gedrängt zu werden, die alles zu bestätigen scheint, was die AfD über das Medien- und Politik-Establishment bisher behauptet hat.
     
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  19. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Nur mal so am Rande die Wahltrends Januar 2016 für die Landtagswahlen in BW, RP und SA:

    BW
    CDU 35/SPD 15/Grüne 28/AfD 10/FDP 6/Linke 3

    RP
    CDU 37/SPD 31/Grüne 9/AfD 8/FDP 5/Linke 5

    SA
    CDU 33/SPD 19/Grüne 5/AfD 15/FDP 3/Linke 19

    Obwohl die ausgewählten Wähler gerne die alten Länderchefs gerne wieder hätten, sieht es außer in Sachsen-Anhalt, für die Amtsinhaber bisher noch nicht gut aus.
     
  20. Dr. Fu Man Chu

    Dr. Fu Man Chu Benutzer

    Intendant allein zu Haus? Nicht ungeschickt, die gute Frau Klöckner, aus FAZ online von heute:

    "CDU-Spitzenkandidatin Klöckner sagt SWR ab
    CDU-Landeschefin Julia Klöckner hat ihre Teilnahme an der SWR-Fernsehdebatte der Spitzenkandidaten vor der rheinland-pfälzischen Landtagswahl abgesagt.
    ..."it unserer Teilnahme würden wir die skandalöse Einflussnahme der SPD und die so erzwungene, falsche Reaktion des SWR nur noch belohnen“, erklärte die CDU am Donnerstag in Mainz."

    Das nennt man wohl einen Scherbenhaufen, ob da die Chancen für eine Wiederwahl steigen?
     
  21. chapri

    chapri Benutzer

    Zuletzt bearbeitet: 21. Januar 2016
  22. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Alles Feiglinge! Statt sich der AfD öffentlich mit Argumenten entgegenzustellen, reagieren die hohen Damen und Herren wie beleidigte Kinder, denen man das Spielzeug weggenommen hat!
     
  23. hilde

    hilde Benutzer

    ...was zu befürchten steht. Hannelore Kraft hat angekündigt, auch nicht mit Vertretern der AfD in eine Fernsehrunde zu gehen.
     
  24. Dr. Fu Man Chu

    Dr. Fu Man Chu Benutzer

    Frau Kraft hat wörtlich im DLF gesagt: "Ich habe für mich auch entschieden: Ich gehe nicht in Fernsehsendungen mit Vertretern der AfD.“ Dann schauen wir doch einmal, wie lange sie den Grundsatz durchhält? Einen politischen Gegner durch Boykott zu bekämpen klappt in neun von zehn Fällen nicht. Man kann zur AFD stehen wie man will, das sind Steilvorlagen und über kurz oder lang müssen sich Medien überlegen wie sie darauf reagieren. Denn offensichtliche Politik-Boykotte stellen die Redaktionskompentenz und die -glaubwürdigkeit in Frage.
    Es würde den Medien gut tun, wenn es weniger Laber- und Faselrunden geben würde. Aber wie ich die Öffis kenne, würden noch mehr Schauspieler, Musiker, Schriftsteller, Berufsbetroffene und Labertaschen vom Dienst die Lücken füllen. Weil harte fundierte Recherchearbeit, konsequente Interviews kosten Zeit, Geld und Mann/Frau könnte ja "anecken".
     
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  25. 2Stain

    2Stain Benutzer

    Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass den "Weicheiern" nicht nur die rhetorischen Grundlagen fehlen.
    Das bedeutet gleichzeitig, dass sie den Schwanz einziehen, weil sie glauben, im Rededuell in der Diskussion schlecht abzuschneiden.
    Allgemeinplätze, Worthülsen, Blabla - das ist fest verankert.
    Aber Lösungen oder Lösungsansätze zu den Probleme kommen nicht, und das seit Monaten.

    2Stain

    Edit:
    der alte Chinese hat es etwas diplomatischer ausgedrückt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2016

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