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Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Mischpult, 11. Juli 2008.

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  1. Mischpult

    Mischpult Benutzer

    http://www.dwdl.de/article/story_16689,00.html

    http://www.mdr.de

    Man stelle sich einmal vor, das MDR Fernsehen könnte über 2,5 Tage nur alte VHS-Bänder von "Dabei ab 2", "Hier ab 4" oder den armen Tieren aus dem Leipzscher Zoo senden. Aber Videotext als einziges WWW-Angebot ist ja im "Web-2.0"-Zeitalter vielleicht auch noch eine interessante Medienform. :D
     
  2. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit zwei Tagen offline

    Da kann der MDR ja froh sein, den Synergie-Wahnsinn nicht bis zum Ende getrieben und ein gemeinsames Content-Management-System für Internet und Teletext zu haben.

    Was aber, wenn der Rechtsnachfolger von Amiga-Computer jetzt klagt, die Öffentlich-Rechtlichen würden ihren Funktionsauftrag illegalerweise auf Pixelgrafiken ausweiten?
     
  3. Kaffeemaschine

    Kaffeemaschine Benutzer

  4. Wuffi

    Wuffi Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Das kommt vom Relaunch.

    Wie sagte olle McMurphy: Never touch a running system. :D
     
  5. Frank Fischer

    Frank Fischer Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit zwei Tagen offline

    gibt es für dieses content-dingsbums auch einen deutschen namen? verzeihung... aber wir leben in deutschland und möchten auch bitte ALLE verstehen, was dieses Gefüge dem management ancontented. baaaah.... doofer gehts ja gar nicht mehr. (rege mich über sowas schon länger auf)
     
  6. K 6

    K 6 Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Dachte ich auch erst, weil dabei eine sehr ähnliche Notseite mit Verweisen zum Videotext zu sehen war. Anscheinend wurde da aber eben kein neues Redaktionssystem aufgesetzt.

    Inzwischen haben sie ein notdürftiges Angebot hingezimmert, und zwar wohl wieder mit der alten Software, zumindest sehen die URL danach aus. Unter http://www2.mdr.de steht offensichtlich das, was zum angegebenen Zeitpunkt des Ausfalls (4.30 Uhr) auf dem Liveserver war. Und MDR Info hat Asyl im Redaktionssystem von Jump gefunden: http://www.jumpradio.de/info/index.shtml

    Mal sehen, was sie nun machen werden. Übermäßige Häme fällt für meinen Geschmack jedenfalls auf ihre Verbreiter zurück.
     
  7. DS

    DS Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit zwei Tagen offline

    Nenn es einfach kurz "CMS" - das klingt deutsch. "Content Managment System" ist nunmal einfach die übliche Bezeichnung dafür - Wenn du einen Techniker nach einem "Inhalts-Verwaltungs-System" fragst, wird er dich schief anschauen... :D
     
  8. JAKE

    JAKE Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Wenn es unbedingt ein deutsches Wort sein soll: "Redaktionssystem" kommt CMS wohl recht nahe.
     
  9. Frank Fischer

    Frank Fischer Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    na, geht doch. danke übrigens für die antworten. ich weiss, es ist ein kampf gegen windmühlen.... aber ich würde mir mehr besinnung auf unsere sprache wünschen. vor allem, was berufsbezeichnungen angeht.

    merke ja selbst, wie "drin" das alles ist, wenn ich einem neuen kollegen erkläre, dass er ne RAMP knacken kann, oder nen STINGER nach seinem OPENER setzen soll. jesses. ich schäme mich.
     
  10. DS

    DS Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline


    Was die Rechtschreibung (insb. Groß-/Kleinschreibung) angeht, so gehst du ja schon mit einem wirklich guten Beispiel voran... :rolleyes:

    Ich bin übrigens der Meinung, dass man Entwicklungsprozesse der Sprache nicht bekämpfen sollte. Schau dir die deutsche Sprache vor 100 Jahren, im Gegensatz zur jetztigen Sprache an. Da hat sich viel getan. Genauso viel wird sich auch zukünftig tun, daran kannst du nichts ändern. Die Globalisierung wird weiter auch auf unsere Sprache übergreifen - ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich komme mit dem Englischen sehr gut klar und habe nichts gegen Anglizismen. Manchmal würde ich mir aber schon etwas mehr Einhaltung des Deutschen wünschen, das muss ich auch dazu sagen.
     
  11. ricochet

    ricochet Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Die alten Realstreams haben sie endlich auf MP3 umgestellt, wie mir gerade auffiel...
     
  12. Dude

    Dude Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Nee, genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Website und darunterliegende Server irgendwann an einem Punkt ankommen ist, wo sich niemand mehr traut, grundlegende Wartungen durchzuführen, sollten sämtliche Alarmglocken klingeln und eine Migration auf aktuelle Systeme ist notwendig. Wenn das dann mit einer "warum, läuft doch"-Einstellung herausgeschoben wird kann es schnell zu dem beobachteten GAU kommen.

    Dies steht im Gegensatz zur allgemein vertretenen Meinung, Software könne nicht altern. Wikipedia weiss mehr: Softwarealterung bzw. noch besser erklärt auf englisch: Software rot.

    Achso, und "Murphy" wie er oft angeführt wird ist ein rotes Tuch für mich. Murphys Gesetzte sind eine Aussage über das Auftreten von Fehlerquellen, nicht eine bequeme und plausible Erklärung für Probleme, um sie einfach abzuhaken.

    Gruss, m.
     
  13. mikrofonmann

    mikrofonmann Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    ich vermute viel eher: das derzeitige angebot soll uns zeigen, wie es aussieht wenn die öffentlich-rechtlichen ihre internet-angebote -wie von vielen seiten gewünscht- wieder einschränken müssen und höchstens ein paar wenige, sendungsbegleitenede inhalte einstellen dürfen. ;)

    grüsse
    mikrofonmann
     
  14. rezzler

    rezzler Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Find ich beeindruckend wie sowas noch passieren kann. Wenn die SZ noch Recht hat (Datenbank-Wiederherstellung funktioniert nicht mehr) dann gute Nacht :D
     
  15. McCavity

    McCavity Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Ich finde es beeindruckend, daß man sich so eine lange Pause gönnen kann - beruflich arbeite ich mit Systemen, die "Highly Available", also hochverfügbar, gefahren werden - die Verfügbarkeit wird dabei auf das Jahr ausgewertet und in Prozent angegeben "fünf neun" Verfügbarkeit bezieht sich dabei auf 99,999% Verfügbarkeit - das erlaubt eine (ungeplante) Ausfallzeit von gerade mal 5,26 Minuten pro *Jahr*!

    Daß der Internetauftritt eines öffentlich rechtlichen Senders sicherlich nicht sein Hauptportal und Einnahmequelle ist, ist schon klar - dennoch finde ich es beachtlich, daß man in dieser Zeit gerade mal ein *dermaßen* notdürftiges System zusammenbekommt. Was machen denn die Heerscharen an Redakteuren, Grafiker, und Textern, die sonst das System mit Neuigkeiten füttern? Drehen die Däumchen? Bei allen "Sicherungen", die ich kenne und mache, war und ist es immer möglich, zumindest den Stand von "vor ein paar Tagen" bzw. "von vor ein paar Wochen" wiederherzustellen - inklusive der Betriebssysteme, Anwendungssoftware und Datenbanken. Man verliert dann zwar, was dazwischen ist, kann aber zumindest erst einmal wieder arbeiten.

    Ohne genaueres Wissen, was nun genau vorgefallen ist, sind sowas aber nur Mutmaßungen, die werden beim MDR bestimmt ausreichend kompetente Leute haben und der Fehler trotz größter Sorgfalt passiert sein. Ich habe auch schonmal ein komplettes RZ abrauchen sehen, obwohl es an einer USV hing - aber wenn es für dieses (Test-)RZ nur eine USV gibt und *genau* die halt dicke Backen machen, hat wieder der böse SPOF ("Single Point Of Failure", eine nicht doppelt ausgelegte Komponente, deren Ausfall zum Systemversagen führt) zugeschlagen. ich wäre aber sehr neugierig, zu wissen, was da genau passiert ist - um in Zukunft auch für solche Fälle Vorkehrungen treffen zu können.

    Anhand dieser Symptome würde ich eher unken, daß wir möglicherweise solche Ausfälle in Zukunft öfter (und nicht nur beim Rundfunk) sehen werden. Seit ich mich etwas intensiver mit dem Medium Rundfunk beschäftige, lese ich häufig (sehr nachvollziehbare) Beschwerden über "Berater", die für die ewig gleichklingenden Formatdudeleien verantwortlich gemacht werden. Ich bin kein wirklicher "Radiomensch", sondern nur "interessierter Laie", aber ich kann die Argumentationen durchaus nachvollziehen und die Auswirkungen durchaus am eigenen Leib (Ohr) verspüren. Was ich aber definitv kann, ist, dieses Dilemma auf die Informationstechnik zu übertragen.

    Denn auch hier geht seit Jahren das "Kostengespenst" um, ich habe Firmen erlebt, in denen sich die (IT-)Mitarbeiter mit "Guten Morgen, Kostenfaktor" begrüßten - das Ergebnis sind Heuschreckenschwärme von Beratern, "Outsourcing" (Auslagerung ganzer IT-Infrastrukturen), schrumpfende IT-Budgets und auch hier die "Geiz ist Geil" Mentalität. Widerwillen, auf ein neues System umzusteigen, wie vorher schon beschrieben, wird nicht zuletzt dadurch gefördert.

    Der langen Rede kurzer Sinn: ich denke, bei dem hier vorliegenden Ausfall des MDR manifestiert sich - auch für Laien deutlich sichtbar - daß das ewige Drehen an der Kostenschraube irgendwann zum Abriß des Schraubenkopfes führt - nach fest kommt nunmal ab. Ich würde mir wünschen, daß bei der sicherlich folgenden Analyse nicht wieder blind auf die Techniker eingedroschen wird, sondern man sich mal die Ruhe nimmt und schaut, ob nicht ein Fehler im System vorliegt - und entsprechend handelt.

    LG

    McCavity
     
  16. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Darf man das höchtstgradig peinlich finden, ohne gleich wieder des blindwütigen Öffi-Bashings bezichtigt zu werden?

    Ich denke schon... :wow:
     
  17. Tondose

    Tondose Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    ¡Sí Señor!
     
  18. Wuffi

    Wuffi Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    :wow:
     
  19. K 6

    K 6 Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Die Bezichtigung finde ich dort am Platze, wo diese Katastrophe mal wieder zum willkommenen Anlaß für blindwütiges Bashing genommen wurde. So, als würde meine Wenigkeit hier sofort die Gelegenheit nutzen, die Grundsatzdiskussion um den MDR-Hörfunk neu aufzurollen.

    Höchstgradig? Ja, nach vier Tagen kann man das wohl so sagen. Anscheinend ist da ja wirklich der gesamte Datenbestand im A**** :confused:
     
  20. Mischpult

    Mischpult Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Und das spricht nicht unbedingt für eine ordentliche Backup-Strategie

    BTW: Wo wir schon bei verlorenen Daten sind. Irgendwie spukt in meinem Kopf die Anekdote herum, die ARD habe einst nach Platzproblemen alte Tagesschau-Aufzeichnungen entsorgen lassen. Hinterher sei man klüger gewesen - und die Lücken im Archiv seien ausgerechnet mit Stasi-Aufzeichnungen gefüllt worden. Ist da was dran?!
     
  21. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Aus der täglichen Praxis:

    • Ein weltweit agierendes, traditionsreiches Unternehmen setzt eine Expertengruppe ein, die die Anforderungen hinsichtlich Bürotelefone untersucht und steigt anschließend auf ein bestimmtes Modell VoIP-Telefon um, mitsamt der dazugehörigen Software und neuer Hardware. Die an einigen Standorten erst wenige Monate zuvor installierten Cisco-VoIP-Telefone werden wieder eingesammelt.
      Die neuen Telefone klingeln recht häufig, im Display steht auch brav der Name desjenigen, der da angeblich anruft - es ist derjenige, der an dem Schreibtisch sitzt, auf dem dieses Telefon steht! Nach diesem "Selbstanruf", den es freilich nicht gab, ist das betreffende Telefon bis zum harten Reset durch Rausziehen des Netzwerkkabels (und damit auch des Arbeitplatz-PCs, der da durchgeschleift wird) mehr oder weniger funktionsunfähig. Meinen Kollegen konnte ich nicht anrufen und er konnte nicht raustelefonieren. Ich selbst bemerkte überhaupt nicht, daß ich nicht anrufbar bin, denn abgehende Verbindungen waren an meinem Telefon ok. Das geht jetzt seit Wochen so und ein Ende ist nicht in Sicht.
    • Im alten Telefonsystem gab es eine Namens- und Nummerndatenbank. Die war mit den Cisco-Telefonen zwar nur umständlich zu bedienen, erlaubte aber immerhin das Finden einzelner Teilnehmer. Diese Funktion ist ersatzlos entfallen - die Mühe, die dahinterliegende Datenbank zu pflegen, wolle man sich nicht mehr machen.
    • Nach und nach erfolgt bei diesem Unternehmen der Umstieg auf einen externen IT-Dienstleister. Der "normale" Nutzer bekommt das wie folgt zu spüren: man rückt im Rudel auf der Büroetage an, klemmt an jeden PC eine USB-Festplatte, würgt eine halbe Stunde lang herum und präsentiert dann einen Müllhaufen von Desktop mit unzähligen schwachsinnigen Icons und ein Startmenü, das aussieht wie eine durchschnittliche Studenten-WG: Müll bis zum Horizont. In der obersten Ebene gammeln readme-Dateien und Links auf Uninstall-Funktionen, ein VLC-Mediaplayer und allerlei blödsinniger, zum täglichen Arbeiten nicht nötiger Ballast. Dafür fehlen die notwendigen Programme. Das beste: man kann daran nichts verändern, denn man hat keine Administrator-Rechte mehr. Ich sitze seit Herbst 07 vor einem PC, an dem mir nichts gehört. Es ist, als habe jemand meine Schreibtisch-Schubladen nach seinem Gusto eingeräumt, dann abgeschlossen und den Schlüssel mitgenommen. Ein Kollege nennt das schlichtweg Demütigung. Ich kann mit dem Startmenü nicht mehr arbeiten, alles dauert 5 mal so lange wie vorher. Offizielle Begründung: das Startmenü muß so sein, damit sich der externe IT-Dienstleister darin zurechtfindet. Legendär war die Dienstberatung, inder ich lautstark mit dem Chef darüber stritt, ob die IT, wie von mir ausgesagt, tatsächlich "zum Scheißen zu blöd" ist oder nicht. Ich vermute, er lehnt diese Aussage vor allem aus Gründen der political correctness ab - solche Gründe sind mir weitgehend fremd...
    • Wichtige Programme gibt es seit dem Rollout überhaupt nicht mehr. JPGs soll man mit dem QuicktimeViewer betrachten, BMPs mit der Windows-Faxanzeige. Ich habe täglich mit 10 MByte großen Meßdaten-BMPs zu tun, an denen ich auch mal Kontrast oder Gammapunkt ändern muß...
      Die Installation anderer Software ist nicht möglich, derartige Funktionalität ist gesperrt. Zum Glück kann man IrfanView ausinstalliert von einem Rechner auf den anderen kopieren - genau so hat uns der lokale, nicht zum externen IT-Dienstleister gehörende IT-Mann wenigstens Zugang zu den Essentials verschafft. Beim CD-Brennen versagte auch dies: der von ihm bereitgestellte "DeepBurner" erwartet ein intaktes ASPI-Layer, das mein Laptop freilich nicht hat. Installation von ASPI nicht möglich - würde niemals stattgegeben. Na dann eben anders: ich habe auch privat ein ThinkPad und die CD-Laufwerke kann man wechseln. Also steckt der Dienst-DVD-Brenner nun im Privat-Laptop, ich schiebe die Daten via USB-Stick (nicht erlaubt!) rüber, speichere sie auf der Privat-Festplatte (= größtes anzunehmendes Verbrechen) und brenne mit anständiger Software eben von dort. Wenn sie das nunmal offenbar so wollen...
    • Bereits am Tag des Rollouts war mein Netzwerk-Speicherplatz voll. Ich glaubte kaum, was ich hörte: 150 MByte bekäme jeder Mitarbeiter,der Rest ist (hochpreisig) zuzahlungspflichtig. 150 MByte sind 15 BMPs, von denen ich am Tag manchmal über 50 Stück bekomme. 150 MByte sind 20 Qualitätsdatenauswertungen in Excel - ich speichere also lokal, was nach dereinst unterschriebener Erklärung nicht gestattet ist und auch keinen Sinn macht, wenn man mal in Urlaub ist und die Kollegen nicht an die Daten kommen. Aber was willste machen?
    • Alle 90 Tage verfällt das Windows- und Netzwerkpaßwort, immer dann, wenn man keine Zeit hat, sich ein neues auszudenken. Alte Paßwörter sind dauerhaft gesperrt, man kann also auch nicht wenige Paßwörter rotieren lassen. Und so kleben an vielen Monitoren Zettel mit den Paßwörtern - genau so war das dann ja wohl offenbar beabsichtigt. Da die Datenbank das Paßwort beim Start des Clients von der Windows-Anmeldung übernimmt, funktioniert sie nach Paßwortwechsel nicht mehr. Der IT-Mann sitzt weit weg, also wird ihm das neue Paßwort offen per Telefon zugeflüstert, auf daß er es eintragen möge.
    • Zu meiner täglichen Praxis gehört die Auswertung bestimmter Meßdaten. Das sind kleine Dateien (um die 30-50 KByte), die man seit dem IT-Outsourcing nur mit einer Bedenkzeit von 20-30 Sekunden (!) öffnen kann, wenn sie auf dem Netzwerk liegen. Browsing in größeren Datenbeständen ist so nicht mehr möglich. Kopiert man die winzigen Dateien auf ein lokales Laufwerk, sind sie gewohnt schnell geöffnet. Niemand weiß, warum dem so ist, auch nicht die teure Hotline, die man anrufen muß, wenn ein Furz im System quer liegt. Früher hat man den persönlich bekannten und am gleichen Ort sitzenden IT-Mann angerufen, der kam persönlich vorbei und hat alles gerichtet - am gleichen Tag.
    • Früher[tm] hat die IT ja auch nur etwa die Hälfte von dem gekostet, was sie heute kostet (wenn man dem glaubt, was einem aufm Flur zugeflüstert wird).

    Und ich denke, da könnten viele Betroffene aus vielen Unternehmen ein ähnliches Lied singen.
     
  22. K 6

    K 6 Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Ein Extremfall ist das wohl schon. Saftladen beauftragt anderen Saftladen, könnte man meinen.

    USB-Schnittstellen kann man übrigens auch aus Angst vor Industriespionage ganz abschalten. Ist aber wohl nicht auf Dauer durchzuhalten. Trotzdem las man hier schon von – Radiobezug! – Sendern, in denen man keine Audiodateien von externen Datenträgern übernehmen kann.


    Das mit der Stasi dürfte die übliche Horrorgeschichte sein. M.E. sind das die Aufzeichnungen, die vom bzw. für den Monitoringdienst des DDR-Rundfunks und -Fernsehens gemacht und archiviert wurden.

    Ausgesprochene Wegwerfaktionen bei der Tagesschau wären mir übrigens neu, es geht da eher um einzelne Lücken. Von der Aktuellen Kamera gibt es auch mehr Studioaufzeichnungen, als man vielleicht vermuten würde; Gerüchte, da sei fast alles vernichtet worden, sind offensichtlich völlige Übertreibungen.
     
  23. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Jedenfalls dann nicht, wenn die Netzwerkbedienung und -pflege nicht hundertprozentig funktioniert.

    Da in einem anderen Teil des Unternehmens für mich wichtige Daten anfallen, dort aber der Rechner mit den Daten nach wie vor netztechnisch nicht zu erreichen ist, müssen die Files per USB abgeholt werden. Den USB-Stick gibt es aber nicht mehr, die Kollegen bekommen auch keinen neuen - aus Sicherheitsgründen. Also fährt der Radiowaves mit dem ÖPNV eine dreiviertel Stunde durch die Stadt, holt die Daten und fährt wieder zurück, falls nicht gerade jemand anderes dort zugegen ist, der USB-Sticks benutzen darf. Großartig, so kommt man wenigstens mal an die Luft...


    Daß im Zuge des Rollouts zum externen IT-Dienstleister wochen-, nein, monatelang kein Zugriff auf die wichtigste Datenbank bestand, keine Reports mehr erstellt werden konnten und wir einen makellosen Blindflug hingelegt haben, vergaß ich vorhin noch zu erwähnen. Die Jungs von der alten IT sind mir erst nach ihrer Außerdienstsetzung so richtig ans Herz gewachsen...
     
  24. rezzler

    rezzler Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Mal etwas (!) zurück zum Thema:

    mdr.de immer noch als "Interim"-Lösung, allerding inzwischen mit einer Ausschreibung:
    http://www3.mdr.de/interim/5524828.html

    Einen Zusammhang seh ich da allerdings nicht, allein schon weil Jump & Sputnik mit dabei sind, die ja noch laufen. Oder sollen die auch noch abgeschossen werden? :D
     
  25. 4db

    4db Benutzer

    AW: Systemausfall bei MDR.de: Seit 9.7.08 offline

    Diese Ausschreibung gab es schon vorher. Allerdings hat der mdr seine Titelseite geändert: Wegen einer technischen Störung steht Ihnen MDR.DE zurzeit nur eingeschränkt zur Verfügung. An der Beseitigung dieser Störung wird derzeit gearbeitet.
    Bis vorgestern stand dort noch:
    Wegen einer technischen Störung steht Ihnen MDR.DE zurzeit nur eingeschränkt zur Verfügung. An der Beseitigung dieser Störung wird derzeit fieberhaft gearbeitet.
    (ganz mdr = mit der Ruhe?)

    Übrigens: Die Notseite gefällt mir viel besser als das überladen programmierte "Original" mit seinen langen Ladezeiten. Sollten sich mal andere Sender eine Scheibe davon abschneiden!
     

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