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UKW ist bald Geschichte

Dieses Thema im Forum "Radioszene Schweiz" wurde erstellt von DAB+Autoradiofachm, 02. Dezember 2013.

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  1. antenna

    antenna Benutzer

    Abwarten.

    a.
     
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  2. br-radio

    br-radio Benutzer

    Obwohl: vielleicht wird UKW in der Schweiz bald zu teuer, und man versucht, mit Hilfe eines dichten DAB-Netzes eine größere Auswahl zu besserer Qualität zu generieren...
     
  3. regie 510

    regie 510 Benutzer

    In Deutschland dürfte es UKW schon längst nicht mehr geben, der Abschalttermin wurde immer wieder verlängert - m.W. soll der nächste im Jahr 2025 sein. Ebenfalls abwarten.
     
  4. Lord Helmchen

    Lord Helmchen Benutzer

    Wer weiß was bis 2025 noch alles für digitale Standards entwickelt werden. Vielleicht DAB hoch4? :rolleyes:
     
  5. br-radio

    br-radio Benutzer

    Der digitale Polizeifunk...
     
  6. olliver_55

    olliver_55 Benutzer

    Da Deutschland beim digitalen BOS Funk der lezte ist, warten wir beim Radio ab bis ganz Europa digital Funk.
     
  7. br-radio

    br-radio Benutzer

    Naja, man trennt sich halt so ungern von etwas, was man selber erfunden und ausgebaut hat... Das mit dem digitalen Radio wäre in der Schweiz bei den vielen Tälern und oftmals sehr hochgelegenen Tälern wirklich ein Segen, zumal man sich dann auch in einer guten Qualität die Sender herholen kann... Ich denke da an einige Hochtäler im Wallis...
     
  8. regie 510

    regie 510 Benutzer

    Klar, in der Schweiz war Radioempfang schon immer problematisch. Daher gab es auch lange den Drahtfunk übers Telefonnetz.
     
  9. br-radio

    br-radio Benutzer

    Und über die Echos der Alpen, jaja, ich weiß.

    Übrigens find ichs schön, dass in dem Themenfeld "Radioszene Schweiz" sich überhaupt was rührt, denn das war ned immer so...
     
    Zuletzt bearbeitet: 02. Dezember 2013
  10. regie 510

    regie 510 Benutzer

    Der Schweizer Telefonrundspruch (er lief über Langwelle) wurde 1998 stillgelegt, weil ISDN und ADSL keinen Empfang mehr ermöglichten. Ich hatte 1978 in Zermatt solch einen "Biennophone"-Empfänger im Hotelzimmer. Zuerst dachte ich, was ist denn das für eine komische Kiste?
     
  11. br-radio

    br-radio Benutzer

    Die Schweiz ist ein kleineres Land. Es reicht doch, wenn es erleben muss, wenn es von außen via UKW vollgedudelt wird. Daher find ich den Vorstoß in die Volldigitalisierung nicht schlecht, zumal man auch mit Hilfe der Digitalisierung den vollständigen Empfang auch in den langen Tunneln gewährleisten kann....
     
  12. regie 510

    regie 510 Benutzer

    Sicher - es gab in der Schweiz bis 2001 schon mal digitalen Rundfunk, das "DigitSuperRadio", gleichzusetzen mit dem "DSR" in Deutschland (bis 1999). Im Prinzip war es das beste Digitalradio, welches es je gab, da es ohne jegliche Datenreduzierung arbeitete und nahezu CD-Qualität bot. Empfangbar war DSR mit einer kleinen Satellitenschüssel oder via Breitbandkabel auf 118 MHz.
     
    stefan kramerowski gefällt das.
  13. alqaszar

    alqaszar Benutzer

    Ja, 16 Programme in bester Qualität - - DAS war Digitalradio! Natürlich war es nicht für eine terrestrische Ausstrahlung geeignet und nicht gerade effektiv mit fast 1 MHz Bandbreite pro Programm.
     
    Zuletzt bearbeitet: 03. Dezember 2013
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  14. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Übrigens: In der Schweiz WAR DAB+ schon zeitweilig im Einsatz. Zumindest in einigen Städten. Dort wird gerade nach und nach wieder ausgestiegen und abgeschaltet. Das beste Beispiel hierfür ist Zürich.
    Die einzige, die an DAB+ festhält ist bis auf weiteres, das SRF.
     
    Zuletzt bearbeitet: 06. Dezember 2013
  15. br-radio

    br-radio Benutzer

    Wenn aber das UKW in der Schweiz abgeschaltet werden sollte, verlören die nördlichen Bodensee-Anrainer eine sehr große Radiohöralternative!
     
  16. Raumschiff

    Raumschiff Benutzer

    DAS ist natürlich ein Argument gegen die Abschaltung! :eek:
     
  17. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    @br-radio: Wieso? Kann man DAB nicht jenseits der Grenze empfangen? Zumindest 7D geht tlw. sogar weiter als die UKW-Frequenzen vom Säntis.
     
  18. WalterBar

    WalterBar Benutzer

    Hallo zusammen,

    die Bakom heisst in Deutschland Bundesnetzagentur und beschäftigt das "Pendant" Annette Fröhlich, auch "Expertin" und Leiterin des Pressereferats. Über ihre Herkunft ist bereits viel publiziert und sei an dieser Stelle besser unkommentiert.

    Die technische Seite des Digitalradios ist eigentlich sehr einfach:

    Man nutzt doppelt so hohe Frequenzen als im 3m-Analogband (87,6 - 107,9MHz). Dies bedeutet sofort, dass eine viermal so hohe Freiraumdämpfung vorliegt. Um diese zu kompensieren müssten die Sender ebenfalls grob die vierfache Leistung abstrahlen. Zwar sind die Digitalradiofrequenzen reflexionsfreudiger, aber dafür in puncto "Geländerauigkeit" auch kritischer.

    Die belegte Bandbreite ist mit 1536 kHz beinahe zehnmal grösser als beim analogen Radio, dafür gibt es ein ganzes Bündel an Programmen auf einem Sender (Multiplex).-

    Dennoch subsummiert sich der Systemnachteil auf über 15 dB. Die Behauptung aufzustellen, man käme mit einem Sechstel der Sendestandorte aus, ist einfach nur Unfug.

    Professor Nestel vom NDR Hamburg setzte 1949 bei der Einführung des FM-Rundfunks von Anfang an auf 100kW-Sender.
    !Hörenswert!: http://www.ndr.de/unternehmen/organisation/ndr_geschichten/1962/audio95765.html
    Warum man nun beim Digitalradio angesichts des Systemnachteils auf Funzelleistungen setzt und diese Technologie als "grüne", ökologische bezeichnet, kann die Techniker und Ingenieure unter uns nur verwundern.

    Walter Barteczek, BNetzA Deutschland
     
  19. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Da scheint es noch eine Schweiz zu geben. In der die ich kenne gibt es mit Radio 1 nur einen Aussteiger, ansonsten nur begeisterte Radiomacher, die sogar schon von einem UKW-Ausstieg reden und munter neue Programme starten. Ringier lanciert bis Ende 2014 insgesamt drei exklusive neue Sender über DAB+ - Landliebe Rdaio ist ja schon on Air, es folgen zwei Sender für die Zielgruppe 14 bis 29 und Kinder. Aber so ist das halt, wenn man DAB+ mit allen Mitteln schlechtreden will.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2013
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  20. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Anscheinend steht Schawinsky mit Radio 1 das Wasser bis zum Hals. Aber das ist ein anderes Thema. Ansonsten läuft DAB in der Schweiz mittlerweile sehr gut, dort hat man es auch richtig gemacht und sowohl in Sachen Quantität (der Programme) als auch Qualität (der Netzabdeckung) gleich geklotzt und nicht gekleckert. So wird es dann halt auch was. Wenn man, wie in Deutschland, nur rumfunzelt, was Herr Barteczek ganz zu Recht die Stirn runzeln lässt, und das mit einem Minimalangebot, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die Sache floppt.
     
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  21. Hinztriller

    Hinztriller Benutzer

    Kann die Schweiz als Transitland es sich erlauben, UKW abzuschalten, wenn die Nachbarländer noch nicht so weit sind? Muss jeder italienische LKW Fahrer demnächst durch die EUdSSR verpflichtet werden, ein DAB Radio an Bord zu haben, damit im Notfall in Tunneln die relevanten Sicherheitsinfos durchgegeben werden können?
     
  22. WalterBar

    WalterBar Benutzer

    Eigentlich nicht. Auf der anderen Seite werden schon viele DAB+/FM-Adapter bzw. Converter für das Auto angeboten. In Grossbritannien gibt es viele Gebiete, in denen man ohne so ein Teil auf die Mittelwelle angewiesen ist.

    Noch ein Nachtrag zu den DAB+-Sendern. Es mag der Eindruck entstehen, dass dies eine einfache und kostengünstige Technologie ist. Alleine die Bandpassfilter am Senderausgang sind sehr aufwendig und übersteigen das Volumen des Senders um ein Vielfaches. Die Schränke, in denen Combiner und Filter eingebaut sind, erinnern eher an die Grösse eines Mittelwellensenders mittlerer Leistung. Die Filter sind recht temperaturempfindlich und ein klimatisierter Raum ist von Vorteil. Die Eigenerwärmung durch die Senderverluste spielen auch eine Rolle. Normalerweise ist zur Abstimmung der Filter die Anwesenheit der Filterfachfirma (in DL meistens Firma Spinner) erforderlich, die trotz Computerunterstützung zumeist Stunden herumschrauben muss, bis alles passt. Trotzdem wird dieser Technologie die Zukunft gehören, es sei denn im 3m-Band etabliert sich eines Tages der DRM+ Standart. Hier hätten lokale private Veranstalter eventuell auch wieder - weil platformunabhängig- eine Chance.
    Aber nochmal: alle digitale Systeme in COFDM Technik erfordern eine gute Filterung im Senderausgang ohne Beeinträchtigung der Gruppenlaufzeit im Übertragungskanal.
     
  23. WalterBar

    WalterBar Benutzer

    Heute werden die DAB+ Standorte in Bayern von 26 auf 16 reduziert bei gleichzeitiger Leistungserhöhung. Späte technische Einsicht? Nein, eher die Erkenntnis, dass die Programmveranstalter ansonsten die hohen Kosten nicht refinanziert bekommen.
     
  24. WellenreiterBN

    WellenreiterBN Benutzer

    Ja,auch im hohen Alter liest Mann noch gerne Märchen,auch das von UKW-Abschaltterminen :p
     

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