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Umfrage zum Interesse der Berliner Radiohörer an deutschsprachiger Popmusik

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von NCB, 29. Mai 2012.

Status des Themas:
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  1. NCB

    NCB Benutzer

    Schönen guten Tag/guten Abend alle zusammen!


    Mein Name ist Nicola C. Berger, im Zuge meiner Forschungsarbeit führe ich eine Umfrage zum Interesse der Berliner Radiohörer an deutschsprachiger Popmusik durch.
    In dieser Umfrage gilt es herauszufinden ob und inwiefern die Berliner Radiohörer Interesse an deutschsprachiger Popmusik haben.

    Diese Umfrage richtet sich an alle Berliner Radiohörer. Ich möchte SIE hiermit bitten daran teilzunehmen, da ich zahlreiche Teilnehmer benötige um möglichst repräsentative Ergebnisse heranziehen zu können. Es handelt sich hierbei lediglich um 10 kurze Frage, die in weniger als 10 Minuten beantwortet sind.

    Im Anschluß der Umfrage würde ich mich freuen wenn diesbezüglich einen kleine Diskussionsrund eingeleitet werden könnte.


    Hier der Link zur Umfrage: http://www.surveymonkey.com/s/8DHB78V

    Viel Spaß und vielen Dank im Voraus!
     
  2. ricochet

    ricochet Benutzer

    Pop hui, Schlager pfui...

    88,8 lässt grüßen. Knallharte Abgrenzungsbestrebungen machen ohnehin kaum noch Sinn, weil viele "moderne" "Schlager"-Interpreten heute schon poppig produzieren, fragen sie mal bei den einschlägigen Studios nach (ich spreche nicht von der Fox-Musik). Aber wie öde wär' das Leben ohne Klischees.
     
  3. NCB

    NCB Benutzer

    Ja, daher war es auch schwer dies in der Umfrage sinnvoll und verständlich abzugrenzen. Daher spreche ich dort auch von traditionellem Schlager! Mallorca(Malle)-Schlager zähle ich teilweise auch eher zur Pop Schiene.
     
  4. Pianist_Berlin

    Pianist_Berlin Benutzer

    Eine ganz wichtige Frage hast Du in Deiner Umfrage vergessen: Wie oft sollte sich ein Stück maximal wiederholen? Ich stelle auf 88,8 fest, dass manchmal dieselben Stücke mehrmals an einem Tag laufen. Das ist aus meiner Sicht vollkommen inakzeptabel. Das Musikrepertoire ist so groß, dass man es den Musikredakteuren zur Auflage machen sollte, ein Stück maximal einmal pro Woche zu spielen. Das würde der Abwechslung sehr gut tun. Und ich frage mich noch immer, warum sich dort alles um "Pop" dreht. 88,8 ist das Pflichtprogramm für alle, die sich für Berlin interessieren. Und das sind doch nicht alles Popfans...

    Matthias
     
  5. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Ich finde die Umfrage wenig aussagekräftig. Die Fragen sind viel zu allgemein gestellt und der unbedarfte Mensch dürfte mit manchen offenen Fragen fast überfordert sein. Einen allzu wissenschaftlichen Eindruck macht dieses Display m.E. nicht.
     
    Johny24 und TS2010 gefällt das.
  6. Pianist_Berlin

    Pianist_Berlin Benutzer

    Hast Du jemals eine in Fachforen durch Außenstehende bekanntgemachte Online-Umfrage gesehen, bei der das anders wäre?

    Matthias
     
    Hefeteich gefällt das.
  7. empire1970

    empire1970 Benutzer

    Ich habe mich nicht weiter in den Fragebogen vertieft, da ich kein Berliner bin. Kommt da der Unterschied von Deutschpop, Deutschrock zu Partyschlager und herkömmlichen Schlager deutlich genug zum Ausdruck? Sonst wäre die Fragestellung
    eher für die Katz.

    Wie häufig man welchen Titel hören oder nicht hören möchte, gibt kein Fragebogen der Welt her. Das ist Sache der Programmmacher. Der Einwand ist falsch angedacht.

    Wichtiger wäre eine Frage, auf
    -welchem Sender man
    -auch Deutschpop oder
    -deutschen Schlager
    hören möchte
    und
    -wieviele Titel davon pro Stunde

    Der Durchschnitt sind 13 Titel, also davon nur einer, oder zwei, oder drei?
     
  8. laser558

    laser558 Benutzer

    Im Gegensatz zu dem Kollegen habe ich mich frech in den Fragebogen vertieft. Von grammatikalischen Fehlern auf der vorletzten Seite mal ab:
    DAS ist keine QUALIFIZIERTE Umfrage. Um den deutschen Schlager an sich geht es gar nicht.
    Bei der Pi-Pa-Po-Frage nach dem Anteil deutschsprachiger Musik kann man alles dahinter vermuten.

    Auch die Frage nach Einführung einer solchen Quote ist nicht wirklich hilfreich. Was ist damit gemeint?
    Deutsche Produktionen, die aber auch ein englisch gesungen sein können? So wie in den letzten Jahren der ZDF-Hitparade unter Hübner?

    Oder deutschsprachige Titel wirklich auf ALLEN Wellen, auch da, wo es nicht hinpasst und unsinnig wäre?
    Oder traditionelle Schlager zwangsweise auch auf Jugendwellen?

    Vom Ansatz her begrüssenswert und hätte mich auch interessiert. Bei den Fragestellungen aber nicht verwertbar, da zu ungenau.
     
  9. T.FROST

    T.FROST Benutzer

    In den letzten Jahren hat der Anteil an Deutschpop sogar bei den Privaten rapide zugelegt. Ich rede von Bands wie Silbermond, Unheilig, Frida Gold oder Revolverheld und dadurch hat sich die Forderung nach einer generellen Deutschquote eigentlich erübrigt.

    Die Qualität dieser Musik steht jetzt einmal auf einem anderen Blatt. :D

    In Frankreich gibt es eine Quote für einheimische Musik, die ich widerum als störend empfinde, wenn diese wirklich auf JEDEM Musiksender konsequent durchgezogen werden muss.

    Eher sollte man die öffentlich- rechtlichen Schlager und Oldiewellen dazu anhalten, einen ausgewogeneren Musikmix zu spielen und den Schlager nicht komplett zu ignorieren, aber ich höre die ersten schon jammern und von Wettbewerbsnachteilen sprechen.
     
    radiobino und laser558 gefällt das.
  10. laser558

    laser558 Benutzer

    Erzähl das mal einem User wie ricochet
    :censored:

    Die heutige Situation ist ausgesprochen gut, und dieser Deutschpop-Rock wird klaglos akzeptiert.

    Ich auch. Die Schlagerwellen spielen aber doch genug, wenn ich hr4 so höre?
     
  11. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Schön und gut, aber so viele "Schlagerwellen" (d. h. Wellen deren Schlageranteil > 50 % ist) auf UKW gibt es nicht mehr; von flächendeckend kann schon gar keine Rede sein.
     
  12. T.FROST

    T.FROST Benutzer

    hr 4 und SWR 4 ja, nur schaut es in einigen Bundesländern eben anders aus. Nehmen wir mal als Beispiel den NDR in S-H und MV. Diese Bundesländer sind nahezu Schlagerfrei und eine Welle wie meinetwegen Bayern Plus wird vom NDR auch nicht angeboten.
     
  13. Berry

    Berry Gesperrter Benutzer

    quote="laser558, post: 591321, member: 35926"]Die Schlagerwellen spielen aber doch genug, wenn ich hr4 so höre?[/quote]
    Ja, außerdem auch SWR 4, WDR 4, NDR 90.3 und NDR 1 Niedersachsen.
     
  14. T.FROST

    T.FROST Benutzer

    @ Berry

    Schon mal wieder kürzlich in die NDR Wellen reingehört?
     
  15. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Bayern: BR1
    B-W: SWR1(4)
    HE: hr4
    RLP: SWR1(4)
    NRW: WDR4
    NDS: NDR1
    S-H: NDR1 Welle Nord
    HMBG: -
    BRE: -
    MVP: - (NDR1 Radio MV)
    BER: (außer Konkurrenz, da mehrere)
    S-ANH: MDR1 - S-Anh
    Sachsen: MDR1 - Sachsen
    THÜ: (ließ sich nicht einsehen)
    SLD: SR3 Saarlandwelle

    Bis auf zwei Stadt-Versorgungen sind soweit alle bestens versorgt.
    Wo ist das Problem @Ammerländer?
     
  16. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Ich würde ja vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gerne dagegen klagen, aber ich sehe wenig Erfolgsaussichten.
     
    Johny24, Fall Guy und Hefeteich gefällt das.
  17. Berry

    Berry Gesperrter Benutzer

    Ja, während der Autofahrt von Rügen zum Ruhrgebiet. "NDR 90.3" und "NDR 1 Niedersachsen" spielen weiterhin deutsche Schlager.
     
  18. laser558

    laser558 Benutzer

    Auf Bayern bezogen ist die Schlagerwelle bayern plus auf dab und Mittelwelle. bayern1, da haben wir uns in mehreren Fäden die Finger wundgetippt, ist tagsüber nur noch oldiesbased. Mit einem deutschsprachigen Titel zu jeder Stunde und abends im zweiten Format einer kompletten Stunde nur deutsch. Das ist es ja, was manchem User hier an den Rand des Wahnsinns treibt...
     
    radiobino gefällt das.
  19. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Erkläre das mal den Plattenfirmen, die Unter anderem "Silbermond" als (Alt)-Schlager-Nachfolger herausbringen wollten.
    Wie der damalige Generationenkonflikt zwischen den deutschen Schlagern der 60er und 70ern und der NDW in der Abfolge.
    NDW, hieß es damals ebenso, wäre Affengebrüll, Geschrei, alles andere, aber keine Musik!
    Zuvor auch schon bei den ersten englischsprachigen Songs und den deutschen Titeln bis dahin.

    Weshalb sollte es jetzt anders sein?
     
  20. laser558

    laser558 Benutzer

    Mir sind die rollenden Augen von Dieter Thomas Heck noch in Erinnerung.
    Von der Breite, Fülle und Innovation ist die Situation heute mit der zu NDW-Zeiten vergleichbar.
    Und das ist gut so.
    Mannis Fan kann ja woanders reinhören, wenn er denn möchte.
    Der hr hat eine ausgezeichnete Klassikkulturwelle?
     
  21. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Die Antwort auf die Frage muss ich leider Schuldig bleiben.
     
  22. T.FROST

    T.FROST Benutzer


    Das ist der typische Generationskonflikt zwischen Alt und Jung und den wird es wohl immer geben.;)
     
  23. ricochet

    ricochet Benutzer


    Diese ganze Debatte ist ziemlich verfahren, weil sich hinter den Begriffen "Schlager" und "Pop" keine Genres sondern subjektive Etiketten verbergen, die jeder nach anderen Kriterien vergibt. Der Begriff "Pop" sagt per se gar nichts aus, er ist nichts weiter als ein Schlagwort, das nach Belieben verwendet werden kann und weder eine musikhistorische noch eine stilistische Dimension hat; "Pop" steht lediglich für "populär" und da kann man je nach Standpunkt hineininterpretieren was immer man will. Warum soll Pop-Schlager kein Pop sein? Wo soll die Grenze zwischen Deutsch-Pop, Deutsch-Rock und (Pop-)Schlager verlaufen? Wer beansprucht da die Deutungshoheit?

    In den USA gelten R&B und Contry im Allgemeinen genausowenig als Pop-Musik wie Rock, Alterrnative, Jazz, Blues etc., lediglich Crossovers und Grenzgänger werden behelfsweise mit der Kennung "Pop" versehen. Ansonsten verwendet man den Terminus "Pop" nahezu ausschließlich für Musik, die stilistisch nicht eindeutig einem bestimmten Genre zuzuordnen ist oder den aktuellen Top-40-Mainstream beherrscht.

    Früher vereinte der Schlager viele unterschiedliche Genremerkmale, weshalb für ältere Schlagerproduktionen durchaus der Popbegriff zulässig ist. In späterer Zeit gab es auch beim Schlager immer wieder Anklänge an den jeweiligen Top-40-Mainstream, der im Laufe der Zeit starken Modeschwankungen unterworfen war.

    Die Akzeptanz des zuletzt stark jugendlich geprägten, engrotierenden und damit chartbeherrschenden CHR-Pop- Formats (Top 40) nahm im Laufe der Zeit allerdings erheblich ab. Hatte das amerikanische Top-40-Format, das den weltweiten (!) Pop-Mainstream vorgibt und abbildet, in den 60er-Jahren noch einen Marktanteil von über 60%, fiel er während der 80er-Jahre auf unter 20%. In den 90er-Jahren lag er bei rund 10% und 2010 waren es nur noch knapp 6%, während die großen Genre-Radios deutlich voran liegen. Mittlerweile stabilisiert sich Pop-CHR im erfolgreichen Konkurrenzkampf mit Hip-Hop-affinen Stationen bei rund 7%, aber mehr ist einfach nicht mehr drin.


    Und so hat sich der vorherrschende Top-40-Mainstream während der Jahrzehnte verändert:

    50er-Jahre: Rock'n Roll/Rockabilly,

    60er-Jahre: Rock'n Roll, Folk Rock, der "Beat" als epochenprägende Rockvariante

    70er-Jahre: Soul/Disco, Rock, Glam Rock, Fusion, ab 1977 Elektro-Pop

    80er-Jahre: Rock (New Wave) / Synth-Pop

    90er-Jahre: R&B, Dance Pop, Alternative/Britpop

    Millennium: Dance Pop, Hip Hop, Country Pop

    Heute: Dance Pop, Hip Hop, vereinzelt Alternative


    Oder machen wir es uns einfach und simplifizieren folgendermaßen: "Pop" ist was immer populär ist, und was beliebt ist, gehört ins Radio, in Deutschland zumindest theoretisch.
     
    radiobino und Johny24 gefällt das.
  24. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Mannis Fan schaltet um.
     
  25. stereo

    stereo Benutzer

    Warum schreibt ihr schon wieder soviel über Schlager. Um die geht's doch in der Umfrage gar nicht.:confused:

    Meine Antwort auf die Frage
    lautet eigentlich:"Mir doch egal." Leider steht die nicht zur Auswahl.
     

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