1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Urheberrechtsverletzung! Oder doch nicht?

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Feuertraum, 20. Mai 2014.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Feuertraum

    Feuertraum Benutzer

    Derzeit beschäftigt ein Urheberstreit(?) die Gerichte, bei denen ich ehrlich gesagt nicht sicher bin, ob ich bei dem Argument des Verlages (Greuthof) mit dem Kopf gegen die Schreibtischplatte schlagen oder ihm - wenn auch als Laie - Recht geben soll.
    Zur Geschichte: In den 1970er Jahren erklärte eine amerikanische Psychologin, Jesus habe zu ihr gesprochen, und sie habe seine Worte aufgeschrieben und in Buchform veröffentlicht.
    Irgendwann wurde eine Stiftung gegründet, die die Einnahmen aus dem Buchverkaufserlösen verwaltet, zumal die Psychologin inzwischen verstorben ist.
    Nun druckte erwähnter Kleinverlag das Buch für den deutschen Markt, ohne sich jedoch die Rechte zur Vermarktung zu sichern.
    Prompt wurde er vor den "Kadi" gezerrt und wegen Urheberrechtsverletzung angeklagt und auch deswegen verurteilt.
    Nun wird vielleicht ein jeder sagen: "Zu recht verurteilt!"
    Allerdings wartet der Verlag mit einem Argument auf, der - zumindest mich - an diese Entscheidung zweifeln lässt:"Die Psychologin hat erklärt, dass Jesus zu ihr gesprochen und sie seine Worte nur abgetippt habe. Ergo ist sie nur die Schreibkrft, während der Sohn Gottes der Urheber ist. Weil der Urheber aber seit über 70 Jahren tot ist, gilt alles, was der Urheber zu Lebzeiten gesprochen/geschrieben hat als gemeinfrei. Ergo habe es keine Urheberverletzung gegeben."
    Der Fall geht in die nächste Instanz...
     
  2. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    Kaum scheint die Sonne etwas kräftiger . . . [​IMG]
     
  3. freiwild

    freiwild Benutzer

    hat Nietzsche denn Beweiskraft vor Gericht?
     
  4. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Ähh ja .. Schon ein paar Tage über 70 Jahre.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Mai 2014
  5. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Ist bzw. war Gott eine juristische Person? Das ist doch schon wieder Rührstück aus der Reihe Beschäftigungstherapie für Gerichte... :D
     
  6. ricochet

    ricochet Benutzer

    Verteilt das Geld unter den Lahmen und Aussätzigen, so ist es dem Herrn ein Wohlgefallen.

    [​IMG]
     
  7. Aus meiner Sicht ein juristisch glasklarer Fall: Aufgrund der unter Zeugen erfolgten Auferstehung gilt die "70 Jahre tot - Regelung" natürlich nicht und der Einwand wird abgelehnt. :)
     
    count down gefällt das.
  8. count down

    count down Benutzer

    Da Gottes Sohn Jesus also aufgrund der unter Zeugen erfolgten Auferstehung der einzige Urheber war und ist, bei der die "70 Jahre tot - Regelung" nicht greift, erhebt sich die Frage, wohin die Erlöse, die die Stiftung verwaltet, weiter verrechnet werden. Hat der Auferstandene eine Kontonummer? Hat er eine Inkassogesellschaft beauftragt? Hat er entschieden, wohin Gelder fließen sollen, da er an seinem jetzigen Aufenthaltsort unstrittig kein Geld benötigt? Oder hat er gar Nachfahren benannt, denen die Royaltys zustehen sollen? Das würde den wilden Spekulationen um den Da Vinci Code ungeahnte, neue Nahrung geben.
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen