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Volos als erste Sparmaßnahme?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von ICE, 31. Januar 2002.

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  1. ICE

    ICE Benutzer

    Hallo an die Radiofans!
    In letzter Zeit begegnen einem immer mehr Volontäre, die kurz vor Ablauf Ihrer Probezeit auf die Straße gesetzt wurden. (Teilweise einen Tag vor Ablauf) Geht´s den deutschen Radiosendern (bis auf die ÖR´s, die heben halt die Gebühren, wenn die Kasse nicht stimmt) so dreckig? Ist ein Volo nicht ein günstiger Mitarbeiter, der sich in der Hoffnung auf eine Übernahme den Arsch aufreißt, um möglichst positiv Eindurck zu machen? What´s up in Radiodeutschland?
    Um es klar zu stellen: Ich bin kein Volontär und war auch kein Volontär, der rausgeschmissen wurde. Ich möchte nur wissen, was die Szene darüber denkt.

    ICE
     
  2. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Der GESAMTEN privaten Hörfunkszene gehts so dreckig wie noch nie. Es herrscht allgemeine Werbeflaute, und der Teufelskreis ist bekannt: Ohne Werbeaufkommen kein Geld in der Kasse, und ohne Geld müssen Mitarbeiter eingespart werden. Und das trifft nicht nur die Volos, sondern vor allem auch die Freien (die kann man ja einfach rauskicken, erst recht, wenn's keine vertragliche Vereinbarung gibt). Die Zukunft heißt: Automation! Nur noch ein bis zwei Mods produzieren ein gesamtes 24 Stunden-Programm vor, nur ein Praktikant, der die Verkehrsnews verliest und die News von BLR oder dpa/rufa kommen noch live. Armes Deutschland...
     
  3. Deason

    Deason Benutzer

    Daß es der Branche im Augenblick schlecht geht, ist zum Teil logische Konsequenz der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung -- aber eben nur zum Teil.

    Die meisten Sender haben es sich in den vergangenen Jahren einfach zu leicht gemacht. Überall wurden Marketing-Abteilungen zusammengelegt, die lokalen Verkäufer wurden auf die Straße gesetzt, anstatt sie auf die Straße zu schicken, weil`s ja so leicht war, über die Kombis nationale Werbung zu aquirieren : Hahn aufmachen, die fertigen Blöcke einbuchen und am Ende des Monats auf die Überweisungen warten.

    Was ist nicht passiert ?

    -- Die Sender bemühten sich immer weniger um lokale oder regionale Kunden, die gerade jetzt, in diesen "schweren" Zeiten zum Teil mehr denn je Grund für Werbekampagnen z.B. im Radio haben.
    Keine Kontakte = Keine Umsätze. Logisch.

    -- Zweitens haben sich die Geschäftsführer, Marketing-Leiter ("Wozu, das Zeugs kommt doch von selbst rein, muß nur noch einbuchen") und Programmchefs in den letzten Jahren fast nirgends um neue, kreative und wirklich radiogeeignete Werbe-Ideen gekümmert, aus ebensolchen Gründen.

    -- Auch andere mögliche Formen für Radiosender, Geld zu verdienen, außerhalb des Funksport-Verkaufs, wurden kaum noch gesucht.

    Das Ergebnis : Als plötzlich der nationale Werbekuchen einschrumpfte, brachen den Sendern die Umsätze ein. Und die Fantasielosigkeit geht genauso deutsch-beamtisch weiter : Fehlts am Umsatz, sinkt der Gewinn, streiche ich Kosten. Als wenn die Radiobranche nur aus Wurstfabriken bestehen würde...

    Ein Vergleich : Wieviel Prozent seiner Einnahmen holt sich ein amerikanischer Lokal-Sender am lokalen Werbemarkt, wieviel ein deutscher ?

    Conclusio :
    Der Konjunktur-Einbruch ist ein Problem, ein anderes sind die "Nieten in Nadelstreifen", die unsere Sender flächendeckend leiten. Wie bei der These vom Fisch, der immer vom Kopfe her stinkt, haben die Manager in der in Deutschland so jungen Branche zu schnell zu leicht verdient, aber noch viel zu wenig gelernt.

    Ich wünschte, in den Konzernleitungen von Kirch, Bertelsmann, Holtzbrinck undundund würden die mal gucken, was ihre Radio-Manager eigentlich so treiben...

    Zum zweiten wünschte ich mir, daß öfter kleine, unabhängige Programmanbieter-Gesellschaften lizensiert würden zum Nachteil der meist begünstigten Mediengroßkonzerne (Nur ein Beispiel : Thüringen !), dann würde sich da schon was bewegen.
     
  4. ICE

    ICE Benutzer

    ...wahrscheinlich wurden auch einige Bereiche dermassen "aufgeblasen", dass es nur eine Frage der Zeit war, bis wieder jemand gehen musste.
    So lang der Hörer den Qualitätsverlust durch geringeren personellen Einsatz nicht bemerkt und entsprechend reagiert, werden die Verantwortlichen das Spiel noch weiter treiben - viiiieeel weiter.Ich kann mir nicht Vorstellen, dass die ÖR´s die Massen an Volos und Redakteuren auffangen können, die in nächster Zeit freigesetzt werden.
    Wohin führt die Entwicklung langfristig? Wird jetzt die "No Future"-Eistellung in den Redaktionen grassieren?
    Ich könnte mir nicht vorstellen, motiviert und engagiert zu arbeiten, wenn in der Redaktion ein Medienberater (Rotstiftkünstler)die Runde macht, der nur darüber grübelt, ob ich wichtig oder entbehrlich bin.
    Kann man jemanden noch ermutigen zum Radio zu gehen?
    Dass es in den anderen privaten Medienbereichen (Print, TV) nicht besser aussieht ist kein Geheimnis - geht´s auch wieder aufwärts oder haben alle nur "Ballast" abgeworfen, der eh nicht ersetzt werden soll?

    *sehr nachdenklich*
    ICE
     
  5. Kaan

    Kaan Benutzer

    Ermutigen, ins RadioBUSINESS zu gehen ?

    Besser nicht, vor allem nicht zu Privatsendern, wenn's nicht unbedingt sein muß !!!

    Warum ?

    Zu viel Ignoranz und Halbwissen, flankiert von Ausbeutung und brutalen Umgangsformen...
     
  6. whk

    whk Benutzer

    Guten abend,

    das schlimme an diesen Nadelstreifen-Nieten ist ja, dass die meisten auch noch unfähige Volltrottel mit sich herziehen. Filz pur. Wechselt dort der PD, nimmt er sich den einen oder anderen Schleimspurkollegen mit, frisst mit dem woanders das Gras ab und verschwindet respektive setzt sich dort so fest, das man glaubt ,der sei ein Fossil. Zu dumm, das es sich dabei dann um das Gehirn dieses Menschen handelt. Gott verdammt, warum sind solche Penner eigentlich immer an den Schaltstellen ?
    Direkt zu den Volontären etwas zu sagen fällt mir schwer, der eine hat es verdient den Posten zu bekommen, der andere ist ne Pfeife. Rauswurf ist dann manchmal nur die logische konsequenz, dann aber bitte nur aus fachlichen Gründen. Alles andere ist Mist. Schlimm ist, das unsere Nadelstreifler heute nicht mehr in der Lage sind die Talente zu erkennen. Überlassen diesen Job einem Stellvertreter, weil selbst zu dämlich, und schaukeln sich die... Ihr wisst schon.

    kopfschüttelnd und aufregend hoch 10
    whk

    [Dieser Beitrag wurde von whk am 31.01.2002 editiert.]
     
  7. Handydoctor

    Handydoctor Benutzer

    Hallo in die Runde.Das sieht ja fast wie in der Politik aus,Mittelmas regiert Deutschland und eventuell jetzt auch den privaten"Dudelfunk".Kompetenz ist nicht mehr gefragt nur noch das schnelle Abzocken!
    Gute Nacht Deutschland!!!!!!!
     
  8. Kaan

    Kaan Benutzer

    @ whk:

    Na, bei den Volos ist es klar, wie's läuft:

    die Willfährigen und Unterdurchschnittlichen ( meistens aber gute Intriganten ) bleiben - denn unter Unterdurchschnittlichen glänzt sogar der Stern des mittelmäßigen Entscheiders...

    ...schließe mich im übrigen einem "Vorredner" an und sage ebenfalls:

    Gute Nacht Deutsche Radiolandschaft !!
     
  9. zwicker

    zwicker Benutzer

    radio macht spasssss.....?

    hallo liebe kollegen, im grunde gibt es euren anmerkungen nichts mehr hinzuzufügen...aber ihr glaubt ja wohl nicht ernsthaft dass irgend einer der supertollen verantwortlichen deshalb etwas ändern wird!

    ich bin mittlwerweile redakteur bei einem netten kleinen lokalsender - die arbeit macht auch noch spaß und dennoch beabsichtige ich seit monaten mich einer neuen herausforderung zu stellen!

    obwohl ich eine fundierte ausbildung habe, ein radioverrückter bin, der tag und nacht aus idealismus radio macht -(das einkommen beim lokalfunk ist ja auch eher bescheiden!!)
    habe ich momentan scheinbar keine chance woanders unterzukommen!

    ein klasse aircheck und eine aussagekräftige bewerbungsmappe haben nicht mal für ein vorstellungsgespräch gereicht!

    und immer wieder habe ich dann erfahren dass redakteure gesucht werden und letztendlich wurden dann doch nur praktikanten und volontäre eingestellt

    zwei beispiele gefällig? gerne!!!

    fragt mal nach bei viva radio in köln.....
    mr ulli krapp hat angeblich deutschland weit radioerfahrene leute gesucht - und das über monate! fragt doch mal nach wer nun tatsächlich den laden dort schmeißt - in erster linie volontäre und praktikanten!
    und die glauben tatsächlich später eine chance auf übernahme zu haben...

    ähnlich geht es im übrigen bei megaradio zu....aber was solls!

    ich hoffe halt weiter doch noch meine chance zubekommen!
    es könnte natürlich der eindruck von neid entstehen - ist aber bullshit!
    es ist nur traurig wenn die herren möchtegern - programmleiter keine götter neben sich dulden um selber weiter in ihrem tristen radio da sein fristen zu können....

    ich hätte gut und gerne lust weiter ein bißchen zu mosern und stänkern aber es bringt ja doch nichts! wollte nur mal auf diesem weg dampf ablassen!

    fazit: gute nacht radioszene deutschland
     
  10. Kaan

    Kaan Benutzer

    @ Zwicker

    Ich find's gut, daß Du Dampf ablässt ! Was Du so schilderst - das empfinden viele, artikulieren es aber nicht.

    Deinen Beispielen kann auch ich eines anfügen: von der Programmleitung eines bayerischen Lokalsenders (Radio Kö ) wurde mir mal offen gesagt, es würden lieber Praktikanten eingestellt, weil's einfach billiger ist...den Rest "schaukeln sie irgendwie hin".

    Das sagt im Prinzip alles.

    Und mit Journalismus hat Privatradio fast nichts mehr zu tun. Beispiel: der klassische gebaute Beitrag ist so gut wie tot. Der Reporter spricht nicht mehr und ist auch nicht mehr zu hören. Alles machen die Superlaller-Privatradio-Moderatoren...sie sind ja so hip und cool ( aber eben keine Journalisten !). Jeder Bäcker, Metzger oder Maurer( ohne diese Berufsstände abwerten zu wollen ) kann heutzutage ins Mikro trällern. Reporter sind degradiert zu Oton-Beschaffern, Freie bekommen Hungerlöhne...

    Gut, daß es noch die Öfftl.-Rechtlichen gibt - jedenfalls zahle ich gerne an die GEZ. Gut recherechierte Infos und Beiträge sind es mir wert - vor allem auch als Hörer !

    Zum gebauten Beitrag noch mal:
     
  11. Kaan

    Kaan Benutzer

    Nein, zum gebauten Beitrag sage ich besser nichts mehr...
     
  12. whk

    whk Benutzer

    @kaan,

    Guten Abend,
    stimmt, der gebaute Beitrag ist tot [​IMG]
    Das wäre ja noch verkraftbar, wenn denn wenigstens Telefoninterviews zu entsprechenden aktuellen Themen mit wohlwollen der PD's erlaubt wären, schliesslich kann man nicht überall jemanden hinschicken. Aber so'n hübschesTI , ca. 75 sek oder ein 45 sek. Minifeature in den News mit Reporter und Gesprächspartner, wäre ja schon wieder ein Anfang. Aber wo, höre ich sowas. Nicht bei den grossen Privaten, nicht bei den kleinen, eventuell bei den Lobbyprivatfunkern mit 8 -12tsd Hörern pro Stunde. Doch da sind die Themen meistens dröge. PK anlässlich eines gepflanzten Baumes der Bürgerbewegung mit Genehmigung des örtl. Beirates. NA DANKE SCHÖN!!!

    Ich habe neulich auf SWR 1 RP nur 3 Minuten reingehört, und was lief da gerade: Ein Kurzspecial zu einem SWR(?) Konzert über Christopher Cross, kennt Ihr Ihn noch (Ride Like A Wind...)? Und was erfahre ich: Seine Mutter stammt aus Koblenz. Treffer!
    Infos zum Format: Künstler
    Infos zur "unmittelbaren" Region: Lokalität geschaffen
    Wenn mich nicht alles täuscht wurden sogar noch Freitickets verschenkt: Benefit für den Hörer.
    Das alles interessant mit O-Tönen, tollen Fragen etc. Bin dran geblieben, mitten im Wortspecial.... jaja so geht's auch.
    Nur ein kleines Beispiel. Also her mit informativen Beiträgen im Privatradio. Wir können es doch auch.
    Ach ja zur GEZ: Ich zahle ebenfalls überzeugt (Ok in letzter Zeit mit kleinem Minus, wegen der anfänglich verpennten Berichterstattung zum 11. September i. l .J.). Und ebenfalls schade, dass sich gerade NDR 2 mit den Kurieren seit dem Relaunch so rar gemacht hat.

    gruss whk



    [Dieser Beitrag wurde von whk am 01.02.2002 editiert.]
     
  13. fun

    fun Benutzer

    @ zwicker

    ich stimme Dir voll und ganz zu!
    Radiodeutschland ist derzeit so am Boden, und das weil viel zu viele Semi-Profis am Werk sind.
    Qualitativ gute Mitarbeiter haben in diesen Tagen nicht nur bei den Privaten sondern auch bei den öf-re keinen guten Stand.
    Praktikanten sind halt billiger und auch leichter zu ersetzten, wenn sie doch mal die Meinung sagen.
    Die Folge ist allerdings das schlimme: das Medium verliert an Glaubwürigkeit.

    Aber vielleicht dreht sich ja echt mal der Wind und die Medienkonzerne fangen an ihre Radiomanager zu checken...und vielleicht bekommt ja dann der ein oder andere Profi endlich mal ne richtige Chance!
    Ich hoffe es sehr....
     
  14. Privatradioman

    Privatradioman Benutzer

    Das Problem ist nicht ganz treffend erfasst: Werbeeinnahmen gehen zurück - es muss gespart werden - der größte Kostenfaktor sind Personalkosten (über 50% des Etats, beim TV z.B. unter 10 %) - dort wird gespart - Folge: weniger Mitarbeiter - Folge: weniger Wort im Programm (man könnte auch umdrehen: mehr Musik gewollt - deshlab weniger Personal - positiver Nebeneffekt: Kosten sparen).

    Ich glaube nicht, dass die Hörer das raffen. Im TV haben die Nachrichten mit den besten Bildern und wenigsten Infos (nicht wahr, RTL) super Quoten.

    Kurz ein paar O-Töne, ein netter Spruch vom Moderator dazu - dem Hörer scheint das zu reichen.

    Leider.
     
  15. zwicker

    zwicker Benutzer

    lieber "privatradioman"!!
    du irrst! und zwar gewaltig!

    ok es ist richtig - die werbeeinahmen sind im jahr 2001 brutalst in den keller gesunken....

    aber warum haben sich die sender in den fetten jahren zuvor kein polster geschaffen?!

    weil die raffgierigen gesellschafter zum jahresende eine ausschüttung haben wollten und die lieben geschäftsführer dem gutmütig zugestimmt haben - als chef stelle ich mich ja in erster linie mit den gesellschaftern gut!!

    das heißt: richtig wirtschaften können oder wollen(?) die leider nicht und zusätzlich haben sie leider keine ahnung wie "radio machen" wirklich funtkioniert!!

    und noch etwas....die meisten redakteure im lokalradio verdienen grottenschlecht und reissen sich dafür den arsch auf - was verdienen eigentlich die geschäftsführer?!?!

    der fisch fängt immer am kopf an zu stinken - 90% der gs verdienen ein schweinegeld und im gegensatz zu den redakteuren sieht man sie äußert selten beim "führen" und "präsentieren" des ladens.....

    was das hochgepriesene formatradio angeht!
    wir haben auch unsere claims - bei uns gibt es aber noch den echten bezug hörer - moderator!
    personality radio beschränkt sich bei uns durchaus nicht auf ...."die neue von britney spears auf radio pille palle, ich bin xy und gleich westlife" jingle und weg!!!hahahahahahahhahahahahhahahhahahahah

    das soll radio sein - ich lach mich kaputt!!
    die leute wollen unterhalten und informiert werden - und wir geben ihnen "infotainment" vom feinsten und dafür lieben uns unsere hörer.....wer nur musik hören möchte legt doch sonst ne cd ein!!

    aber wie gesagt es hat keinen sinn die bosse von ihrem thron zu stürzen - denn die glauben leider wirklich sie hätten radio mit dieser art formatierung neu erfunden.....hahahahahahahhahahahahhahahahahhahahahahhahahahahahhahahahahhahahahhahahahahh

    nee, sorry, manchmal ist es echt zum kotzen was wir redakteure alles vorgesetzt bekommen!

    und noch einmal dick unterstrichen....wenn das so weitergeht!

    GUTE NACHT RADIO - DEUTSCHLAND!!!
     
  16. Pirni

    Pirni Benutzer

    Ich kann Zwicker gut verstehen. Ich war bei zig-Privatradios und habe auch festgestellt: Lebensjobs für gute Radioleute gibt es dort kaum. Kaum ist jemand gut eingearbeitet und aus dem Alter heraus, wo er noch bei den Eltern mitnascht und ein "normales" Einkommen und halbwegs normale Arbeitszeit braucht, weil er halt auch einmal eine Familie gründen will, dann kann er gehen.
    Normale Bezahlung und normale Arbeitszeiten gibts einfach nicht. Daher gehen erfahrene Radiomitarbeiter zu den Öffis ( wenn sie genommen werden) oder suchen sich wieder andere Berufe.
    Der Effekt: Die meisten Privatradios in Deutschland klingen nach über einem Jahrzehnt immer noch wie Anfänger - Schülerradio.

    Wenn einer zu gut und damit teurer wird, dann kann er gehen, der nächste billige "Radiot" ( = begeisterter Jugendlicher, der gerne ins Radio möchte), steht ja schon vor der Tür !
     
  17. Pirni

    Pirni Benutzer

    Übrigens, in Frankreich ist es umgekehrt. Dort bildet Radio France den Nachwuchs aus und die guten davon kommen dann in den privaten Stationen unter.
    Bei einem Besuch bei Radio France erfuhr ich, daß es zunehmen ein Problem ist, daß die Privaten die guten Leute mit besserer Bezahlung abwerben.
    Bei uns werden die besseren Leute durch schlechte Bezahlung von den Privaten weg - vergrault.
     
  18. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Tip für Lokalsender!
    RMS raus und sich völlig von lokaler Werbung finanzieren.
    Und jetzt sagt nicht, das sei nciht möglich.
    Probierts erst mal!
     
  19. Andilein

    Andilein Benutzer

    vielleicht sind volos ja auch da, damit frustrierte redakteure mal so richtig dampf ablassen können??! was meint ihr?
     

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