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Vorkommnisse in Köln am 31.12.15: Art und Weise der Berichterstattung

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Tweety, 05. Januar 2016.

  1. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Ich würde mir ernsthafte Sorgen machen, wenn jemand mich für intelligent (lies: seiner Meinung) hielte, dem zur AfD nichts Besseres einfällt als die abgekaute und historisch vollkommen ahnungslose "Die NSDAP ist auch mal demokratisch gewählt worden"-Analogie.

    Mit einer derartigen Verniedlichung des Nationalsozialismus möchte ich nämlich rein gar nichts zu tun haben
     
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  2. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Das mit der Intelligenz nehme ich zurück. Ich darf mich ja auch mal täuschen.
     
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  3. Radiokult

    Radiokult Benutzer

     
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  4. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Wie solltest Du als Nichtbetroffener das auch fundiert beurteilen können...? :p
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. März 2016
  5. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Sag mir, wie ich auf dieses Niveau hinunter komme, und ich diskutiere wieder mit Dir.
     
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  6. StabsstelleIV

    StabsstelleIV Benutzer

    Umd ich möchte mit solch einer Verniedlichung der AFD durch Dich nichts zu tun haben.
     
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  7. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Man "verniedlicht" die AfD, wenn man sie nicht mit der NSDAP gleichsetzt?

    Kann es sein, daß Euch sämtliche Maßstäbe abhanden gekommen sind...?
     
  8. Skywise

    Skywise Benutzer

    Nicht, wenn man zur Abwechslung mal denselben Blickwinkel ansetzt. Es bringt nix, den die AfD durch die Frontscheibe mit der NSDAP im Rückspiegel zu vergleichen. Transferleistung vollbringen und sich überlegen, wem oder was die Wähler vor der "Machtergreifung" Hitlers ihre Kreuzchen geschenkt haben und das vergleichen mit den bisherigen Ideen und Äußerungen der AfD nach dem spürbaren Rechtsruck und dem Abschied von Lucke & Beiwerk.Man wird viele Parallelen finden. Aber auch viele Unterschiede, zugegeben. Im Gegensatz zur Situation der NSDAP damals befindet sich die AfD heute noch im Findungsprozess, und viele ihrer Absichten sind (noch?) nicht offiziell, die Strukturen innerhalb der Partei sind alles Andere als gefestigt, und die Äußerungen der jeweiligen Parteivorsitzenden sind auf unterschiedlichen Ebenen peinlich bis alarmierend ...

    Gruß
    Skywise
     
  9. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Der entscheidende Unterschied ist: Alles Schlimme, das Hitler wollte, war zum Zeitpunkt seiner Wahl in "Mein Kampf" nachzulesen. Alles Schlimme, das die AfD angeblich will, ist in den Köpfen ihrer Gegner imaginiert, Belege dafür gibt es keine.

    Und man komme mir nicht mit vereinzelten Äußerungen irgendwelcher Provinzkasper. Das wäre so, als richtete man schwachsinnige Aussagen einzelner "Radioforen"-Nutzer gegen die gesamte Radiobranche.

    Allerdings kommt der interessierte Beobachter nicht umhin, den Eindruck zu entwickeln, daß nicht wenige der hart an der Fanatismusgrenze entlangmäandernden verspäteten Widerstandskämpfer sich eine NSDAP-artige AfD geradezu herbeisehnen...
     
  10. doglife

    doglife Benutzer

    Nennen wir sie doch NSAfD, dann sparen wir uns die "imaginierten Belege".
     
  11. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Quod erat demonstrandum.
     
  12. Skywise

    Skywise Benutzer

    Schon, aber - das ist kein "entscheidender Unterschied".
    Erstens - wie viele Leute haben "Mein Kampf" gelesen, bevor Hitler ins Amt des Reichskanzlers gewuchtet wurde? Das ist ein beschissen geschriebenes, hochgradig langweiliges und selbstglorifizierendes Buch mit Nach-fuffzehn-Seiten-zur-Seite-leg-Garantie, ähnlich spannend und sprachlich geschliffen wie der mindestens ebenso verteufelte, mittelalterliche "Hexenhammer". Hätte der Verfasser nicht später a) solchen Stunk angesetzt und b) das Ding zum Quasi-Zwangsbestand in jedem deutschen Haushalt gemacht, würde sich darüber kein Mensch mehr Gedanken machen.
    Zweitens - wird gerne vergessen, deshalb: Hitler war nicht die NSDAP. Die NSDAP hatte ein 25-Punkte-Wahlprogramm, an dem sich hoffentlich auch einige Bürger orientiert haben beim Kreuzchen-Setzen, aber mit den Ideen des Herrn Hitler hatte dieses Programm recht wenig zu tun. Mit den weiteren Folgen nach der Wahl ohnehin nicht.
    Ich hab' übrigens bei meiner Wahl auch nur die Wahlprogramme der einzelnen Parteien durchgelesen und nicht sämtliche Pamphlete, die die Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzen im Laufe ihres Lebens zuvor abgesondert haben.

    Jo, nur - alles Gute, das die AfD angeblich will, ist ungefähr genau so günstig zu belegen. Umso schlimmer, daß der Laden als echte "Alternative" verkauft wird.
    Es gibt ein paar Punkte, an denen sich so ziemlich alle Teile der AfD relativ einig sind, wie etwa die Kritik am Euro oder die Kritik am weiteren Umgang mit der Flüchtlingsproblematik. Lösungsansätze oder Argumente haben sie durch die Bank insbesondere seit dem Austritt von Lucke & Schatten allesamt nicht zu bieten (und selbst bei Herrn Lucke selbst fielen die Ansätze eher theoretisch, ich will nicht "realitätsfern" sagen, aus), aber dafür ein paar schöne Schlagworte negativer Couleur und ein paar schwammige Aussagen unklarer Farbgebung, wie zuletzt auch Tim Sebastian feststellen mußte. Umso schlimmer, daß das offenkundig bereits genug ist, um Wählerstimmen zu bündeln.

    Das ganz bestimmt nicht. Ein Feindbild nach alt-ehrwürdiger Art wäre vielleicht gar nicht mal so verkehrt, nachdem die NPD dazu kaum noch taugt, aber nicht so.
    Was fehlt, wäre vor allem eine *echte* Alternative, insbesondere eine weniger radikal eingestellte (Verweis auf die Einigkeit vieler Interviewpartner in Sachen Euro- und Flüchtlingspolitik). Einige der "Widerstandskämpfer" sind auch Leute, die durchaus den Ideen der AfD zu Beginn mal zugetan waren, insbesondere solche, die sich im Laufe der Zeit immer mehr von der FDP abgewandt hatten und gerne eine neue "Partei der Besserverdienenden" hätten, was sich schon unter Herrn Lucke zunehmend abzeichnete, sich aber mittlerweile nicht mehr damit identifizieren können.

    Gruß
    Skywise
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. März 2016
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  13. doglife

    doglife Benutzer

    Man muß nicht an jeder Mülltonne schnuppern, um zu wissen, daß sie stinkt.
     
  14. Tweety

    Tweety Benutzer

    So jetzt gibt es endlich mal Fakten und gesicherte Erkenntnisse.

    Aus dem verlinkten Artikel:
    Demnach hat die Kölner "Ermittlungsgruppe Neujahr" bis Ende März 1527 Straftaten mit 1218 Opfern erfasst - etwa die Hälfte von ihnen wurden Opfer von Sexualdelikten. 185 von 529 Opfer zeigten gleichzeitig mit der Sexualstraftat auch ein Diebstahlsdelikt an. Dazu wurden bislang 153 Tatverdächtige ermittelt, darunter 149 Ausländer - viele von ihnen Asylbewerber und Migranten mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus.

    Also praktisch so wie es vermutet worden war. Kommt für mich jetzt nicht sooo überraschende.


    http://www.rp-online.de/nrw/staedte...atverdaechtigen-aus-dem-ausland-aid-1.5881827

    Eigentlich könnte man das Thema damit jetzt als abgearbeitet ansehen, aber halt Stopp, da ist doch noch was:

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte...isterium-uebergriffe-vertuschen-aid-1.5883430

    Kommentar wohl überflüssig, aber ich hoffe, das wird bei der nächsten Wahl Konsequenzen haben.
     
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  15. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Das Gesetzt macht keinen Unterschied bei Straftaten, ob es Einheimische oder Ausländer/Asylanten sind. Die Bürger schon. Die Akzeptanz der Asylpolitik sinkt täglich.
     
  16. chapri

    chapri Benutzer

    Seit wann kann dem EXPRESS Glauben geschenkt werden?!?
     
  17. Maschi

    Maschi Benutzer

    Das Westfalen-Blatt hatte es als Aufmacher heute, ohne Verweise auf den EXPRESS.
    Die Tendenz scheint klar:
     
    Zuletzt bearbeitet: 07. April 2016
  18. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    Man muß nur etwas Geduld haben:
     

    Anhänge:

  19. regie 510

    regie 510 Benutzer

    Ich fühle mich so ungefähr seit September 2015 hier in D wie im falschen Film. Noch besser: In einem Albtraum, aus dem ich vergeblich versuche, aufzuwachen.

    In Berlin regiert das Chaos - eine GroKo, die meiner Meinung nach "fertig hat". Es fehlt eine Opposition - sagen wir so: Eine Partei der Mitte.
     
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  20. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    Ach Nobbi, wenn ich hier alles berichten würde, was mir in DE oder gerade auch in der Schweiz für Meinungen (auch übers Radio) zu Ohren kommt, ich würde nicht fertig werden...

    Heute nur ein einziges Beispiel aus den SWR1-Nachrichten von 23 Uhr. Vielleicht sollten sich die Richter mal an die Grenze in Weil am Rhein (Autobahn A5) stellen und die "Grenzwache" (logischerweise Schweiz) bei ihrer Arbeit beobachten. Die "wissen schon", wen sie "filzen". Siehe dazu auch:
    http://www.radioforen.de/index.php?threads/nur-mal-fuer-die-akten.38907/#post-691377


    Ansonsten hätte hätte ich noch den Bericht mit dem Dönermann, der am Montag und Dienstag im SWR1 Erwähnung fand, weil er seine Döner als "Dankeschön an Deutschland" kostenlos an die Kundschaft abgab, oder auch diesen Bericht aus Lahr (45000 Einwohner, davon 12000 Russlanddeutsche) , wo sich russlanddeutsche (*Hoppla*) Frauen abends nicht mehr auf die Straße getrauen, weil die "Ausländer" (damit sind die dort untergebrachten Flüchtlinge gemeint) immer gleich zu fünft (oder so) auftauchen...


    BTW: Ich hatte vor zwei Wochen eine Studentin von Luzern nach Breisach mitgenommen. Sie ist in Freiburg zuhause, studiert in Berlin und wollte zu ihren Eltern. Total grün und links verpolt - mit selbstgehäkelter Wollmütze auf dem Kopf und Rucksack. Ein Gutmensch. Da war sie bei mir gerade richtig! Sie konnte gar nicht glauben, was ich ihr alles über Köln, Gewalt gegen Frauen etc. erzählen konnte. Okay - sie hat wohl nicht erwartet, daß ich "so gebildet" bin...

    Kleiner Gaag am Rande:
    Ich: "Wenn wir nachher an die Grenze nach Frankreich kommen, nimm bitte deine Mütze ab. Ich habe zwar kein Problem mit dem Zoll, aber eine Kontrolle nervt. Darauf hab ich keinen Bock."

    Bei Pratteln nahm sie ihre Mütze ab und fing an ihre Haare zu richten. Schöne blaue Augen...

    "Einen anderen Spiegel hab ich leider nicht." und drehte den Innenspiegel zu ihr.

    Wir gelangten (natürlich) ohne Kontrolle nach Frankreich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. April 2016
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  21. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Wie gut, dass der Zwerg so frei von Vorurteilen schreibt. :rolleyes:

    Man kann nur hoffen, dass die gute Frau Dich nicht ernst genommen hat, denn wie Du bisher schriebst, warst Du zum fraglichen Zeitpunkt nicht vor Ort und hattest auch keinerlei Einblick in die entsprechenden Ermittlungsakten (Köln oder einem anderen Ort).
     
  22. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Die hält Frau "volle Transparenz" Kraft ja auch schön unter Verschluß.
     
  23. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Du sprichst noch vom Justizministerium, ja?
    Ah btW.: Konntest Du bereits erste Einblicke in die NSU-Ermittlungsakten nehmen?
     
  24. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    @Inselkobi: Ich habe dir schon am 7. Januar hier im Thread geschrieben, was ich von deiner Meinung halte. Du lebst offenbar in deiner eigenen (kleinen) Welt.

    Lies!

    http://www.radioforen.de/index.php?...er-berichterstattung.40239/page-6#post-728173

    Aber eigentlich kann meine Einschätzung so nicht stimmen, da Du ja auch oft genug Medien aus der Schweiz (SRF) zitierst oder verlinkst. Es ist also nicht so, daß Du "andere Meinungen" nicht kennst. Aber Du lässt sie gern unter den Tisch fallen - möglicherweise weil sie nicht in dein "Weltbild" passen. Und genau das geht mir auf den Sack! Wenn man schon den "Weltbürger" (der praktisch nur im Raum Frankfurt rumrennt) mimt, muß man auch großzügig sein und andere Meinungen zur Kenntnis nehmen und auch darauf eingehen. Das sehe ich bei Dir nicht.

    Damit Du nicht auf eine Sendung wie "Die SWR1-Nachrichten vor 20 Jahren" (wie mit der Tagesschau im Fernsehen) warten mußt, unten die Nachrichten vom 5. April 2016 um 19 Uhr. Natürlich auf das hier Wesentliche gekürzt.

    Am Freitag (8. April) lief mir diese Studentin in Luzern über den Weg. Und Du glaubst ernsthaft, daß ich nicht einschätzen kann, wie sie "tickt", wenn sie 150km (gut zwei Stunden) lang neben mir im Auto sitzt? Ich war lange genug DJ - und komme normalerweise mit allen Leuten "ins Gespräch". Ganz sicher.

    Das Gespräch war wirklich sehr interessant. Beispielsweise die Frage, wo "sexuelle Belästigung" eigentlich beginnt. Mmm. Ist das schon der "Klapps auf den Hintern" in der 9. Klasse (so mit 15), wenn die Mädels in engen Jeans rumrennen? Die Meinung, die auch HEUTE junge, selbstbewußte Frauen mit 24 Jahren zum Thema "Anziehen für die Disco" haben, ist (mir) nicht neu: "Selbst schuld, wenn sie sich wie Freiwild kleiden!" Da ist was dran. Das war aber auch schon vor 25 Jahren (oder mehr) so...

    Ich habe ihr bespielsweise auch die Frage beantwortet, über die ich in Bezug auf diesen Thread wirklich schon sehr lange nachgedacht habe. Diese Frage wollte ich hier sowieso schon längst stellen:

    Kennt Ihr Beispiele von "Gewalt gegen Frauen" aus eigenem Erleben?

    In "meiner Welt" kommt sowas praktisch nicht vor. Ich mußte wirklich sehr lange nachdenken, um sowas bei meinen "(Ex-)Freundinnen" überhaupt feststellen zu können. Ich konnte nur zwei Fälle rekonstruieren - alle noch zu tiefsten "DDR-Zeiten" (1982 und 1987) . Möglicherweise haben die "anderen Mädels" einfach nur eisern geschwiegen und sich das Ganze nicht "anmerken" lassen. Das wird ganz sicher so sein...
     

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  25. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    SWR1 "verbrät" diesen Beitrag in wenigen Minuten erneut! Gleich.
     

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