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Wahl in Baden-Württemberg

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Mannis Fan, 27. März 2011.

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  1. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Ich mache gerade eine Flasche Sekt auf!
     
  2. chapri

    chapri Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Mist, ich habe nicht mal Sekt :)
    Meine Liebste ist vor Freude schon ganz gruen :)
     
  3. NurzumSpassda79

    NurzumSpassda79 Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Auch wenn ich nicht in Baden-Württemberg wohne, so habe ich mich sehr gefreut!

    Herzlichen Glückwunsch an die Wähler! Ihr habt das einzig Richtige getan!
     
  4. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    schön! Das ich das noch erleben darf!

    Um nochmal einen Radiobezug herzuholen: Wird das Wahlergebnis irgendwelche Auswirkungen auf den SWR haben? Der hat nämlich künftig zwei Vertragsländer, die rot-grün bzw. grün-rot regiert werden. Ob das den schwarzen Apparatschiks an der SWR-Spitze schmeckt?
     
  5. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Man kann sich auch nur mit einem Six-Pack Bier freuen. ;)


    Nach dem sicher verständlichen Freudentaumel müssen die Grünen und die SPD in BaWü aber bald echte Politik machen. So wie ich die Wahl momentan einschätze, ging es den meisten Wählern - die sich diesmal spürbar häufiger zu Wort gemeldet haben - hauptsächlich darum, ein Signal bezüglich der Energiepolitik zu setzen. Die Wähler haben entschieden. Hier im Ländle mag niemand Atomkraftwerke, gerade das AKW im französischen Fessenheim (seit 1977 in Betrieb) ist hier im Breisgau vielen Leuten - quer durch die politischen Lager - ein Dorn im Auge. Viele Menschen sind also über ihren eigenen konservativen Schatten gesprungen und haben (natürlich auch unter dem Einfluß der Vorgänge in Japan) den Grünen ihre Stimme gegeben.

    Nun haben die Grünen einen klaren "Wählerauftrag". Gegen Fessenheim wird man in nächster Zeit nicht viel unternehmen können, WIR in Bawü können aber Zeichen setzen und Vorreiter in Sachen regenerative Energien werden.

    Und nein, Strom aus regenerativen Energiequellen muß nicht teurer als "normaler" Strom sein. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Noch verstopft aber Strom aus Atomkraftwerken und der aus dem Steuersäckel gestützten Kohle die Hochspannungsleitungen. Das ist das Problem.

    Wer A sagt muß auch B sagen. Wer Öko-Strom will, muß beispielsweise auch Windräder in die Landschaft stellen oder Pumpspeicherwerke bauen, damit die letztendlich von der Sonne gewonnene Energie in Form von potentieller Energie zwischengespeichert werden kann. Und hier müssen die Grünen einlenken.

    Natürlich könnten wir den gesamten Energiebedarf der Menschheit problemlos mittels Sonnenenergie decken. Dazu müßten nur in Afrika, Asien, Australien, (Süd-)amerika Kollektoren oder Solarzellen aufgestellt werden und ein globales Netz zur Verteilung der Energie gebaut werden. Rund um die Welt scheint immer die Sonne, weht Wind. Natürlich kostet solch ein Netz viel Geld, doch das ist eine Investition in die Zukunft. Mit der überschüssigen Energie könnte man Meerwasser in Süßwasser wandeln und damit meinetwegen ganz Afrika "bewässern".

    Das klingt alles utopisch, doch irgendwann ist das Erdöl einfach alle und dann geht es nur "alternativ" weiter.

    Grüßle Zwerg#8
     
  6. count down

    count down Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Ich bin nicht vom Fach. Aber häufig unterwegs. Warum stellt man zehn Windräder in die Landschaft, von denen sich nur zwei drehen? Komme mir bitte jetzt keiner mit Wartungsarbeiten, Windstille, zu starkem Wind oder mit Verträgen von Energiekonzernen, die nur eine Menge x Strom pro Zeitraum abzukaufen.

    Ich habe im Zwischennetz keine plausible Antwort gefunden, vielleicht kann mich in diesem Forum mal ein Nicht-Energieler aufklären, ohne die eigentliche Frage zu zerfaseln, wie das bisher anderswo immer der Fall war. Bin mal gespannt.
     
  7. radiobino

    radiobino Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Wir haben erst am Donnerstag in der Umschulung mit unseren EDV-Dozenten darüber diskutiert warum z.B. bei 10 Windräder nur 2 Laufen. Angeblich sollen die Windräder zu viel Strom Produzieren, so das man einige Windräder abstellen muss.

    Was ich mich dann aber Frage, wenn die Dinger wirklich so viel Strom produzieren, warum dann überhaupt noch AKWs?
     
  8. Tweety

    Tweety Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Es hat sich gezeigt, dass auch Schwaben lernfähig sind. ;)

    Zugegeben, "Fukushima 21" hat die Wahl entschieden, aber trotzdem spielten sicherlich auch die unglückliche Figur der Bundesregierung (Stichwort Atomausstieg / Libyen) eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der kommende Ministerpräsident Kretschmann kommt zwar typisch schwäbisch betulich daher, aber ich denke es wird einen Politikwechsel in BaWü geben. Man hat jetzt einen Wählerauftrag und darf die Wähler jetzt nicht enttäuschen. Gespannt bin ich ob und wie es mit Stuttgart 21 weitergeht. Jedenfalls kommen da einige Aufgaben auf die neue Landesregierung zu. Langweilig wirds da zukünftig nicht.
     
  9. NurzumSpassda79

    NurzumSpassda79 Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Gerade die CDU und vor allem die FDP versuchen einem jetzt einzureden, dass speziell die Situation in Japan den Bürger zur Stimmabgabe an die Grünen veranlasst hat. Es ist nicht ganz falsch, wäre aber zu einfach argumentiert. Als Wankelmütiger in Sachen Atompolitik hat Mappus ganz klar ein Eigentor geschossen. Aber auch als "Prügel-Minister" in Sachen Stuttgart 21 hat er ganz und gar nicht gepunktet, auch wenn sich dies nicht auf ganz Baden-Württemberg erstreckt haben dürfte. Wer sich die Stimmen nach Wahlbezirken ansieht, stellt fest, dass gerade im Raum Stuttgart die Grünen gewonnen haben bzw. dort sogar stärkste Kraft vor der CDU sind (Quelle: http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/wahlen/Landtagswahl_2011/Wahlkr.asp# - die einzelnen Wahlbezirke können hier angeklickt werden).

    Für die Grünen ist jetzt die Situation vorhanden, dass sie sich wirklich als Regierungspartei beweisen muss. Winfried Kretschmann ist allerdings ein Grüner mit einer relativ konservativen Einstellung. Somit passt er gut nach Baden-Württemberg.
     
  10. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Jetzt bin ich mal auf`s Personal gespannt!
     
  11. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Eben hat in "Report München" eine Dame von irgendeinem Stuttgarter CDU-Stammtisch in breitestem Schwäbisch erklärt, dass die Wähler gestern verrückt gewesen seien. Dann sprach sie noch von irgendwelchen dicken selbst gestrickten Strümpfen, die sie im Winter nicht haben will.
     
  12. NurzumSpassda79

    NurzumSpassda79 Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Wenn die Dame tatsächlich so argumentiert hat, zeugt das nicht gerade von Respekt gegenüber den Wählern.
     
  13. freiwild

    freiwild Benutzer

  14. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    @ NurzumSpassda79:
    Ich irrte, denn die Wähler hatten eine "Macke":

    Hier das Ganze zum Nachlesen bzw. -sehen:

    Showdown in Stuttgart - Wie geht`s weiter für Merkel?
    ___________
    Nachsatz: Ich kann sehr wohl zwischen den beiden Zeichen "`" und "'" unterscheiden, im Gegensatz zur (hoch dotierten) Online-Redaktion des Bayrischen Rundfunks.
     
  15. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Die CDU und ihre Anhänger müssen jetzt bitter lernen, dass das Land Baden-Württemberg nicht ihnen gehört. Manche brauchen dazu noch eine Weile.
     
  16. chapri

    chapri Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Gut, dass Du Fessenheim angesprochen hast, lieber Zwerg. Die Franzosen kaempfen da mit eisernen Bandagen. Trotzdem sollten sich die Aengstlichen auf deutscher Seite fuer eine Abschaltung einsetzen. Bei Stuttgart21 siehts noch duesterer aus: Otto Normalverbraucher merkt nicht, dass die Sache schon gelaufen ist. Aber eben das muss ihm mit Feingefuehl erklaert werden...
     
  17. NurzumSpassda79

    NurzumSpassda79 Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Danke für den Link, Ammerlaender!

    Die Reaktionen der CDU-Anhänger zeigen, wie realitätsfern sie noch sind und welchen Respekt sie gegenüber den Anderswählenden tatsächlich haben. Sofern diese CDU-Anhänger tatsächlich politisch engagiert sind, haben sie in entsprechenden Gremien auch nichts verloren. Es erinnert mich immer noch an Stuttgart 21, wo die Bürger auch nicht (ausreichend) beteiligt wurden. Egal, wie hoch die Emotionen kochen, so sollte man sich ausreichend im Griff haben, um Respekt gegenüber Menschen zu wahren. Anscheinend haben sie noch nichts daraus gelernt.

    Der Auftritt Schmids als Wahlsieger anfangs war allerdings auch nicht gerade weise. Wahlsieger war die SPD nun wahrlich nicht, allerdings hat sich die SPD auch nachher selbst korrigiert. ;)
     
  18. radiobino

    radiobino Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg


    Wo doch gerade Selbst gestrickte Strümpfe im Winter so richtig warm halten.
     
  19. prinz

    prinz Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Ich bin auch nicht vom Fach.

    Im TV habe ich einen Bericht gesehen, wonach bei zuviel Strom im Netz die Windräder zuerst
    abgestellt werden, da bei einem AKW das ja länger dauern würde, ein Windrad steht innerhalb von Sekunden.
    Und um einen Windparkbetreiber nicht zu benachteiligen werden eben nicht alle abgestellt sondern nur ein Teil bei allen.

    Ebenso habe ich im TV einen Bericht über das damals geplante AKW Wyhl in B-W gesehen,dies wurde ja aufgrund der Proteste der Bürger nicht gebaut, dann kam noch der damalige MP Filbinger der sagte " Wenn Wyhl nicht gebaut wird,werden in 10 Jahren die ersten Lichter ausgehen.:wow:

    Wie man sieht ,tritt nicht alles ein, was uns erzählt wird;)
     
  20. count down

    count down Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Eigentlich ist meine Frage ein wenig OT, aber Dank für wenigstens einen Hinweis, der mir einleuchtet.

    Statt nun bei zuviel Strom im Netz einen Teil von allen Windparks abzustellen, könnten doch bei außer Betrieb genommenen AKW ein höhrer Prozentsatz an Windrädern in Betrieb bleiben. Und bei Windstille beziehen wir den Strom aus den Wasserkraftwerken in Finnland. Warum soll das nicht möglich sein?
     
  21. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Das mit dem Strom aus Skandinavien ist nicht so einfach, weil entsprechende Leitungen wohl fehlen. - Letztens war eine Reportage diesbezüglich irgendwo in den Weiten der deutschen Fernsehprogramme zu sehen. Da ging es zwar um Norwegen, welches uns liebend gerne Strom aus den Wasserkraftwerken der Fjorde verkaufen möchte (da genügend Überschüsse vorhanden sind) und sich wohl auch an den Investitionen für die nötigen Leitungen durch die Nordsee beteiligen würde, aber seitens der hiesigen vier großen Energieversorger tendiert das Interesse an solch einem Unterfangen wohl gegen Null.
     
  22. empire1970

    empire1970 Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Die Leitungen und Zwischenspeicher sind das Problem. Die Grünen werden in vielen Punkten umdenken und umschwenken müßen. Zum Beispiel bei Einsprüchen gegen Trassen für neue Stromleitungen.
    Insgesamt erfreut das Ergebnis in BW. Ja, mal machen lassen! Das Personal fehlt bei den Grünen, aber dieses werden sie sich bei der SPD holen.

    Es bliebe allgemein die Frage was aus den vier großen Energeiversorgern wird wenn es einmal keine AKWs mehr gibt? Bauen diese dann selbst Windparks oder Solarfelder? Oder importieren sie Atomstrom aus Frankreich und verkaufen diesen an uns weiter?
     
  23. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Genau das ist das Problem, Ammerlaender! DIE wollen nicht!

    Normalerweise gehören die vier großen Energieversorger und die Stromnetze verstaatlicht. Punkt. Der Staat trägt damit die Verantwortung für die (möglichst grüne) Energieversorgung der Bevölkerung und Industrie. Natürlich kostet der Ausbau der Netze viel Geld. Aber warum sollen sich ein paar Konzerne die Gewinne Jahr für Jahr in die Tasche stecken, zumal sie nicht einmal ihre Hausaufgaben machen:

    Wie war das doch gleich vor ein paar Jahren. Da knickten einige VÖLLIG überalterte Strommasten bei Wind und Wetter einfach ein und es fiel der Strom aus. Hallo?! Aufwachen! Vielleicht sollle man mal eine Milliarde weniger Gewinn machen und stattdessen reinvestieren...

    Tja, wenn die Konzerne das nicht tun, dann muß es der Staat - also wir - in die Hand nehmen.


    AKW und Kohlekraftwerke müßen so schnell wie möglich vom Netz. Bei AKW besteht ein nicht kalulierbares Restrisiko, welches eintreten kann, wie wir in Japan gesehen haben. Und diese "Nummer" in Japan ist noch lange nicht ausgestanden.

    Jeder vernünfig denkende Mensch muß also irgendwann zu dem Schluß "Atomkraft - Nein Danke!" kommen. Wir beherrschen die Atomkraft nicht und wir wissen nicht, wo wir den hochradioaktiven Müll für eine Lagerzeit von rund 1 Mlillion Jahre (das ist die Zeitspanne die der Mensch trotz allerlei Gefahren aus dem All etc. bisher auf der Erde verbracht hat) sicher verbuddeln sollen! Wer garantiert (!), daß nicht schon nach lächerlichen 5000 Jahren Wasser in die Stollen eindringt und nach meinetwegen 20000 Jahren diese ganze radioaktive Scheiße aus den Brunnen sprudelt? Die Radiowerbung für Mineralwasser möcht' ich dann hören...




    Machen sie ja. Soweit ich weiß, ging dieses AntiAKW-Bündnis nach dem Urteil in Berufung. Die Wochenzeitung "Der Sonntag" machte am Wahlsonntag beispielsweise mit der Schlagzeile "Fessenheim ist nicht Fukushima" auf der Titelseite auf. Dieses Zitat vom franz. Betreiber ist der blanke Hohn. Wenn in Fessenheim ein massiver Störfall (sozusagen GAU +) eintritt, können wir den Schwarzwald und halb BaWü zumachen.

    http://img.der-sonntag.de/dso-epaper/pdf/DS_frs_27.03.2011.pdf


    Ich denke auch, daß S21 gebaut wird, es sei denn, der Streßtest fällt negativ aus (und das Projekt wird damit teurer). Nur in diesem Fall kommt das Land ohne Schadenersatzforderungen aus den Verträgen raus.
     
  24. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    Also, wenn dem ARD-Text (derzeit Seite 512) Glauben geschenkt werden darf, kommt die Leitung durch die Nordsee:

    Man beachte, wer die Kosten für den Bau trägt. Da steht nichts von den deutschen Netzbetreibern.
     
  25. BlueKO

    BlueKO Benutzer

    AW: Wahl in Baden-Württemberg

    ...die nicht einmal Willens sind ihre seit Jahren maroden Starkstrommasten instand zu setzen.
    Exorbitante Preise bei null Investitionen für maximale Renditen.
     

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