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Wahlen in Hessen

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Gelb, 18. Januar 2009.

Status des Themas:
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  1. Gelb

    Gelb Benutzer

    Hochrechnung von 19.59 Uhr:
    CDU 37%
    SPD: 23,8%
    FDP: 15,9%
    Grüne: 14,1%
    Linkspartei: 5,2%
    Andere: 4,0%
    Quelle: hr-online.de/Infratest Dimap

    Meinungen? Kommentare?
     
  2. Lumidus

    Lumidus Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    In meinen Augen noch zuviele Stimmen für die SPD. Nach dem Betrug und falschen Spiel was die Dame Ypsilanti abgezogen hat, habe ich damit gerechnet das die Damen/Herren in Rot unter 20% bleiben.
    Ich denke es wird, mal abgesehen von den Änderung die im Bundesrat ja schon aktuell sind, im Laufe des Jahres einen ähnlichen Fortgang bei den Wahlen geben.

    Ob das allerdings gut ist für Deutschland wage ich zu bezweifeln ......
     
  3. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Mich wundert das gute Abshcneiden der Grünen und ich vermute trotz Wahlsieges einige lange Gesichter bei der CDU.

    <Rundfunkbezug, polemisch>
    Der Soundtrack zur politischen Landschaft ist doch nach dem Rauswurf von Walter und Rebell bei hr3 perfekt gesichert: Herz raus, plattes Mittelmaß rein. Oder so.
    </Rundfunkbezug, polemisch>
     
  4. Commander_Keen

    Commander_Keen Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    5,2% für die Linken... naja warum so viele Stimmen für diese Witzpartei verschenken?
     
  5. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Das Ergebnis der Linken ist doch belanglos. Mich stört vielmehr, dass es eine gewisse CDU nicht schafft sich einzugestehen, dass auch sie nichts weiter sind als riesige Verlierer. Mir wird auf deutsch gesagt kotzübel, wenn ich diese brutalstmögliche Schwadroniererei höre. Aufgerundete 1,4 Mio. haben CDU gewählt von ebenfalls aufgerundet 6,1 Mio. Hessen. Das ist bei Roland Koch also eine "bürgerliche Mehrheit". Großes Kino!
    Wieso wird man das Gefühl nicht los, dass das einzige was seit Jahren zunimmt, Selbstbetrug und Schönrederei sind? Kein Wunder, dass sich immer weniger für Politik interessieren und Dummdudelfunk und Dschungel-TV fröhlichen Urständ feiern.
    Das wird bestimmt ein "lustiges Super-Wahljahr"... :rolleyes:
     
  6. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Koch bezieht seine "bürgerliche Mehrheit" wie Du weißt nicht nur aus den Stimmen für die CDU sondern auch aus jenen für die FDP. Zudem ist es das Wesen einer Demokratie, daß derjenige, welcher nicht wählen geht, auch nicht mitzählt.

    Insofern ist Dein Rechenexempel nicht nur unvollständig, sondern auch manipuliert. Daß CDU und FDP zusammen eine deutliche Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhalten haben, ist ja wohl nicht abzustreiten.
     
  7. Gelb

    Gelb Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Das "vorläufige amtliche Endergebnis" steht fest, und Schwarz-Gelb hat sich sogar noch gefestigt, die Linken sind ebenfalls im Landtag vertreten:

    CDU: 37,2%
    SPD: 23,7%
    FDP: 16,2%
    Grüne: 13,7%
    Linkspartei: 5,4%
    Andere: 3,8%

    Damit belegen CDU und FPD zusammen 66 der 118 Sitze.
    Quelle: hr-online.de/Landeswahlleiter



    Toppen könnte dieses Ergebnis nur noch die FDP, wenn sie den Ministerpräsidenten stellen würde, was allerdings höchst unwahrscheinlich sein dürfte. Schade, auf einen Versuch käme es an.
     
  8. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Da wird sich morgen jemand bei mir im Büro ganz dolle freuen. Hesse und bekennendes (sowie aktives) FDP-Mitglied. Ob er ne Runde ausgibt? :D
     
  9. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Das mag in deinem Verständnis so sein. In meinem ist es das nicht, denn auch die Nichtwähler sind Bürger des Bundeslandes Hessen. Insofern ist von einer "bürgerlichen Mehrheit" zu sprechen, übrigens auch mit den Stimmen der FDP, schlicht und ergreifend falsch. Eine Mehrheit ist unstrittig richtig, bürgerlche Mehrheit ist und bleibt dagegen falsch.
    Irrtum, deine Denkweise ist in dem Punkt die höchst manipulative, weil du einen nicht unerheblichen Prozentsatz der Einwohenr Hessens auf ein Nichts reduzierst, so wie Koch auch. Die Gründe warum die nicht wählen waren oder sich für eine andere Partei entschieden haben, spielt dabei keinerlei Rolle. Auf diese verquere Rechenweise wie sie die hessische CDU anwendet, kam eine inzwischen nicht mehr existente oder sagen wir mal besser mehrfach gewendete Partei in diesem Lande, früher auch zu ihren "bürgerlichen" Traumergebnissen.

    Davon ab gönne ich der FDP den Erfolg, ebenso wie den Grünen. Das einzige was die Wahl belegt ist, dass die beiden großen Parteien schlicht und ergreifend abgewirtschaftet haben. Ich bleibe dabei: Es wird noch "lustig" dieses Super-Wahljahr... :rolleyes:
     
  10. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Nein, das tun sie selber. Ich halte sie schließlich nicht vom Wählen ab.


    Das ist nicht nur sachlich falsch, sondern auch ein äußerst geschmacksarmer Vergleich.
     
  11. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Zugegeben, der Vergleich mag etwas gewagt sein. Aber so ganz abwegig ist er dennoch nicht.
    Es hat etwas mit Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit von Politk zu tun. Ich kann nicht behaupten, dass ich eine Mehrheit im Lande habe, wenn nicht einmal ein Drittel der Wähler meine Partei gewählt hat. Und ohne die FDP wäre Koch kein MP mehr, das ist auch klar.
    Das Problem betrifft übrigens nicht nur die CDU in Hessen, sondern das Wahlgeplänkel allgemein. Es kann einem wirklich schlecht werden, wenn man sich anschaut, wieviele Gewinner es gestern Abend auf allen Kanälen wieder gab. Medien aller Colour sabbeln die süßen Worte des alten und neuen MPs größtenteils nur noch nach. Zu der desaströsen Wahlbeteiligung vernahm ich gestern Abend jedenfalls nur sehr wenig.
     
  12. Studio Rebstock

    Studio Rebstock Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Kultiger, ich muss dir widersprechen.
    • "Bürger eines Landes" ist nicht gleichzusetzen mit "bürgerliche Mehrheit".
      Bei einem Wahlsieg der SPD hätte man auch nicht von einer "bürgerlichen Mehrheit" gesprochen.

    • Es waren - überschlagen - ca. 6,1 Mio Hessen wahlberechtigt. Eine "bürgerliche Mehrheit" in deinem Sinne wären also über 3,05 Mio Stimmen für eine Partei.
      Bei einer Wahlbeteiligung von 61% (entspricht 3,6x Mio Hessen) hätte eine Mehrheit für eine Partei bzw. Koalition nach deiner Rechnung dann bitte bei wie viel Prozent liegen müssen?

    • Ein Wesen unserer Demokratie ist es, das Recht zu haben, nicht zu wählen. Mein Geschichtswissen sagt mir, dass das in Deutschland nicht immer so war. Welche Variante ist dir lieber?
      Denkmodell: Nur 5% aller Wahlberechtigten gehen zur Wahl, und die wählen alle eine radikale Partei, die aufgrund dessen die Mehrheit erlangt. Pech für die Wahlverweigerer, sie hätten etwas dagegen tun können!

    • "Nichtwähler": Würde man diese nach deinem Verständnis als Partei im Sinne der Bürger verstehen: Wie beauftragt man die mit einer Regierungsbildung? Wie führt man mit denen Koalitionsverhandlungen?
    Ergo: Wer nicht wählt, darf sich nicht beklagen. Wer zu Wahlverweigerung und -boykott aufruft (ja, auch diese Stimmen gibt es in unserem Land), schwächt die Demokratie - und auf Dauer u.U. auch die Pressefreiheit, das nur mal so am Rande bemerkt.

    Im übrigen darf ich daran erinnern, dass wir die Diskussion um die angeblich schweigende Zustimmung der Nichtwähler bereits vor zwei Jahren geführt haben.

    Gruß, Uli
     
  13. sauerbier

    sauerbier Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Mich wundert es, dass ausgerechnet einen Partei wie die FDP, die sich den Kapitalismus auf die Fahnen geschrieben hat, in dieser Situation Stimmen gewinnt. Immerhin hat sich das, was Westerwelle und Co. seit Jahren predigen, als globales Fiasko erwiesen.
     
  14. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    @StudioRebstock
    Nein!
    Das Wahlsystem ist nach meinem Dafürhalten völlig in Ordnung. Was ich konkret kritisere ist die Sprachlotterei diverser Politiker, übrigens aller Parteien. Die geht mir schon seit langem auf den Zünder. Und Koch ist ja nun geradezu ein Paradebeispiel dafür, wie man brutalstmöglich etwas schönreden kann, von seinen eigenen merkwürdigen "Wendungen" der letzten Monate ganz zu schweigen. Pofalla und Hintze wären auch so fragwürdige Kandidaten, genauso wie das hessische Yps. Aber die ist ja nun erstmal weg vom Fenster. Endlich.
    Dein Denkmodell mit den 5% ist theoretisch zwar ganz hübsch, aber zum Glück Nonsens. Würde es tatsächlich so kommen, würde die Wahl aufgrund der geringen Beteiligung für ungültig erklärt werden. Und das wäre auch gut und richtig so.
    Ich betrachte Nichtwähler selbstverständlich nicht als Partei im Sinne der Bürger. Sie sind aber inzwischen eine Größe, zu der gestern niemand auch nur im Ansatz ein Wort verloren hat. Im übrigen gibt es Länder in denen es eine Wahlpflicht gibt. Dafür brauchst du auch gar nicht mal so weit zu fahren. Die Luxemburger müssen, ebenso wie die Schweizer und die Liechtensteiner, ob sie nun wollen oder nicht. Ich persönlich würde das in Deutschland so falsch gar nicht finden, eben weil sich dann hinterher niemand mehr beschweren könnte.

    Nachtrag:
    Die zweite Reihe sieht es dann offenbar doch etwas klarer.
    "Der Vorsitzende der Jungen Union Hessen, Peter Tauber, bezeichnete das CDU-Ergebnis als Problem. «Das ist ein deutlicher Denkzettel für die CDU», sagte er der «Berliner Zeitung». «Da muss sich die CDU schon fragen, was sie permanent falsch macht.»" (Quelle: dpa)
    Recht hat er und es hätte Koch sehr gut zu Gesicht gestanden, wenn er genau das gestern Abend auch unumwunden zugegeben hätte. Einen Zacken aus der Krone hätte er sich damit nicht gebrochen, denn dank FDP bleibt er ja MP. Es hätte aber viel zu seiner Glaubwürdigkeit und zur Glaubwürdigkeit von Politik beigetragen.
     
  15. Hinhörer

    Hinhörer Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Die Nichtwähler können sich aber auch jetzt schon nicht beschweren. Das haben doch Makeitso und Studio Rebstock bereits gut begründet.
     
  16. K 6

    K 6 Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Oje, das mag in diesen gut von ihren Banken lebenden Fluffipuffiländern funktionieren. Hierzulande könnte es aber nur dafür gut sein, die Ergebnisse von NPD und DVU gewaltig nach oben zu schrauben. Es sei denn, man wollte es wie Ulbricht machen und sagen, es muß demokratisch aussehen.

    Zur Ausgangsfrage: Die 16 Prozent für die FDP sind durchaus interessant. Und möglicherweise garnicht mal so übel.


    Und zum Abschied:

    Schäfer-Gümbel
     
  17. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Da trauerst du wohl seligen DDR-Zeiten nach, als die Genossen der Nationalen Front notfalls mit der fliegenden Urne bei dir geklingelt haben, um dir den gefalteten Zettel abzuringen?

    Was bringt Wahlzwang der Demokratie? Was bringt es, ein paar Millionen offenbar Politikverdrossene zum Urnengang zu zwingen?

    K6:
    Dieses Statement verblüfft mich ein wenig. :)
     
  18. OnkelOtto

    OnkelOtto Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Nach dem Wahlabend hatte ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen. Meine SPD, mein Thorsten Schäfer-Gümbel, den ich zärtlich nur TSGchen nannte, bis jetzt nur bei 23 und ebbes Prozent? Das konnte nicht sein. Ich hatte ihn doch gewählt. Per Brief, auf handgeschöpftem Büttenpapier. "Ja, isch will!" hatte ich ihm in blassblauer Onkelschrift zugerufen. "Ja, isch kann!" schrieb er mir zurück. Ebenfalls blassblau, im Briefkopf das Logo von Apollo-Optik.
    Das war doch mehr als nur eine Stimmabgabe. Das war ein Dialog, ein stilles Gebet in der Zwiesprache. Ich hatte einen Traum. Ich hatte eine Hoffnung. Diese zehn Jahre Grinch an der Spitze, die hatten mich mürbe gemacht, verschlissen. Und meine Hoffnung war TSG. So wie er sprach, so wie er die Massen begeisterte, so, wie ein heiliger Schein von ihm ausging und die Saat des Besseren auf fruchtbare Furche fiel...
    Alltag, du kannst so grausam sein...
     
  19. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Mit Sicherheit nicht, aber als normaler Staatsbürger hat man nunmal nicht nur Rechte, sondern eben auch ein paar Pflichten. Oder nicht?
    Davon ab hatten die Wahlen in der DDR nur in den seltensten Fällen etwas mit Wahlen zu tun...

    @Onkel Otto
    Großes Kino! :wow:
     
  20. caliguru

    caliguru Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Daß die SPD so weit absackt, hat sie nicht verdient. Sie blutet aber auch seit Jahren aus. Erst die Grünen, dann die Linken. Die kleinen Parteien sind auch nicht mehr klein. FDP und Grüne entwickeln sich zu mittelgroßen Parteien.
    Bemerkenswert ist, daß die SPD in Frankfurter Wahlbezirken nur noch auf dem vierten Platz gelandet ist. :rolleyes: Noch hinter FDP und Grünen!
    Und zu den Nichtwählern: Ich habe diesmal aus Überzeugung nicht gewählt.
    Was auch?
    Die CDU tritt für Atomkraft ein: Für mich unwählbar.
    Die FDP ist mir zu neoliberal und für Atommeiler: Für mich derzeit unwählbar.
    Die SPD ist mir zu wenig wirtschaftsfreundlich: Für mich unwählbar, derzeit.
    Die Grünen sind gegen den Flughafenausbau: Für mich deswegen unwählbar.
    Die Linken: Protestpartei. Aber bloß nicht an die Macht lassen. Daher für mich unwählbar.
    Wo soll ich mein Kreuz setzen?
    Auch als verantwortungsvoller Staatsbürger? :rolleyes:
     
  21. Lumidus

    Lumidus Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Lieber Caliguru das ist ja wohl nicht dein Ernst oder? Die Aussage das die SPD das nicht "verdient" hat so weit abzusacken ist ein Schlag ins Gesicht jedes Hessen.
    Das es in der Politik nicht sauber zugeht und jeder verspricht und nachher nicht hält iss nix neues. Aber das die Wähler grade in Hessen so an der Nase rumgeführt und verarscht wurde, geht wohl man auf keine Kuhhaut.
    Diese Madame Ypsyplanschi war so gierig und darauf versessen an die Macht zu kommen, das ihr alles egal war.
    In meinen Augen ist die SPD noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Normalerweise hätte sie hinter den Grünen und der FDP liegen sollen.

    Mit tut der TSG nur leid. Hier wurde grad schnell mal ein Nobody aus dem Ärmel gezaubert damit die Niederlage nicht ganz so schlimm aussieht und die endlich zurückgetretene Ypsiplanschi nicht vollständig unterm Teppich verschwindet.

    Btw deine Begründungen warum man diese oder jene Partei nicht wählen kann, sind mehr als schwach. Die Grünen auszuschliessen weil sie gegen den Flughafenausbau sind, sagt mir das du dich mit dem Thema Politik kaum auseinander setzt......
     
  22. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    Vielen Dank für diese poetischte Wahlanalyse aller Zeiten! Aber allein der Umstand, dass es dem sozialdemokratischen Spitzenkandidaten möglich war, mit jedem seiner Wählen in einen individuellen Dialog zu treten, sollte Dir zu denken geben...
     
  23. radiovictoria01

    radiovictoria01 Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    @lumidus: Und Deine nivellierende Kommentierung geht mir wiederum zu weit. Wenn Du so sehr gegen die SPD eingestellt bist, lasse es hier nicht so direkt heraushängen :rolleyes:
    Ich erinnere daran, daß vor einem Jahr die CDU auch ähnlich dramatische Einbrüche verzeichnet hat. Und sich bis heute nicht davon erholt hat.

    Und es ist nicht ein Schlag in das Gesicht jedes Hessen - 44% haben etwas anderes gewählt als CDU/FDP.... oder?
    Mehr Distanz bitte und keine Pauschalierungen! :rolleyes:

    Man mag über Ypsilanti denken, wie man will. Vielleicht war sie "machtgeil". Aber sie hat das mit dem Wortbruch damals (immerhin) öffentlich verkündet und bedauert, nachdem sich die FDP unbeweglich zeigte. Eine Mehrheit jenseits von "bürgerlich" war ja vorhanden. Vor einem Jahr...
    Der gute TSG muß nun alles auslöffeln.

    Und wenn Du den kritisierten Beitrag GENAU lesen solltest: Es heißt nichts anderes, als daß der werte caliguru sich DOCH mit Politik beschäftigt. Und bei jeder Partei EINEN Punkt findet, weswegen er sie nicht wählen kann.

    Und: Mir geht es exakt genauso! (Und ich beschäftige mich mit Politik....!).
    Bei jeder Partei muß ich eine dicke Kröte mitschlucken. Oder soll ich auf das kleinere Übel setzen und dort ankreuzen ?
    Was nützen mir -bei den Grünen- die schönsten Ideen für alternative Energien und Umwelt, wenn sie gleichzeitig den Ausbau des Frankfurter Flughafens verhindern wollen (wofür ich nun wiederum bin?)? :rolleyes:
    Nicht so voreilig mit den Meinungen...
    Im übrigen finde ich es gut, daß die Hessen jetzt mal klare Verhältnisse haben. Sollen CDU/FDP eben mal ungestört 5 Jahre lang ihre Politik durchsetzen.

    Und ich glaube, daß es im Moment eine "Partei" der überzeugten "Nichtwähler" gibt. Nicht zu ändern...
     
  24. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

    6.069.333 Menschen sind in Hessen gemeldet
    davon waren 4.375.269 (72% der Hessen) wahlberechtigt
    davon haben 2.670.412 Wähler (61% der Wähler oder 44% der Hessen) tatsächlich gewählt
    davon haben 963.800 Wähler CDU gewählt (36% der Wähler, 22% der Wahlberechtigten oder 15,9% der Hessen).

    Natürlich ist es nicht schön, wenn sozusagen 15,9% der Hessen über den Ministerpräsidenten bestimmen, das finde ich auch nicht schön, erst recht, wenn er von der CDU kommt, und nochmal extra, wenn er "Roland Koch" heißt. Aber ist das nicht die normale Entscheidungsfindung in der Demokratie? Immerhin würden sonst 56% der Hessen noch nicht mal durch eine CDU-SPD-FDP-Grünen-Linke-Koalitionen vertreten werden.
     
  25. Zeitleser

    Zeitleser Benutzer

    AW: Wahlen in Hessen

     

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