1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Warum die Radiomacher aus dem Quark kommen müssen - Kindermanns Appell bei hoerfunker.de

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Unterstützer, 26. August 2013.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Unterstützer

    Unterstützer Benutzer

    ricochet gefällt das.
  2. Москва Radio

    Москва Radio Gesperrter Benutzer

    Der Artikel von Kindermann ist schwach.

    Und zwar aus zwei Gründen:

    Kindermann hält Radio offenbar für nichts anderes als einen Ausspielweg für Musik. Selbstverständlich wird ein reiner Ausspielweg für Musik von Spotify und Google Play bedroht. Aber wer Radio für eine Aneinanderreihung von Musik hält, hat Radio nicht verstanden.

    Kindermann macht denselben Fehler wie manche in diesem Forum: das mobile Internet wird zigtausende Radioprogramme ermöglichen, und dann kommen die NoNames und werden es den sturen Großen mal so richtig zeigen! Fakt ist: wenn ich meinen TV-Sat-Receiver einschalte habe ich theoretisch Hunderte von TV-Programmen zur Verfügung. Ich schaue jedoch lediglich 3 oder 4. Nämlich die, die ich schon immer geschaut habe. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und auch Neulinge in der Branche müssen erkennen, daß es wirklich neue Ideen gar nicht gibt.
     
  3. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Man mag auch zigtausende Internetradios zuhause hören können, doch als "Haussender" bleibt vermutlich beim größten Teil der Hörer der übliche, regionale Lokalsender.

    Genau so ist, wohl auch beim Radiokonsum.
     
    legasthenix gefällt das.
  4. FrankSch

    FrankSch Benutzer

    Wie meinen?

    Quelle: Wikipedia

    Was sind AC-Programme denn deiner Ansicht nach sonst?
     
    Lord Helmchen gefällt das.
  5. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Tja, der deutsche Michel ist nicht leicht dazu zu bewegen, einen anderen Sender einzuschalten, als jenen, den er bereits vor 20 Jahren gehört hat.

    "Regionaler Lokalsender" - der Ausdruck gefällt mir, auch wenn es sich strenggenommen um einen Widerspruch handelt. Er trifft hervorragend auf den "NRW Lokalfunk" zu, der bekanntlich kein Lokalfunk ist: Nicht nur, weil das Programm in weiten Teilen in einem zentralen Funkhaus in Oberhausen produziert wird, sondern sich das Sendegebiet eines echten Lokalsenders lediglich auf eine Stadt und nicht auf das komplette Kreisgebiet erstreckt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2013
  6. teeküche

    teeküche Benutzer

    Jammerjammer. Google mal nach "relevant set" – das ist kein Phänomen, dem sich nur der deutsche Michel unterwirft.
     
  7. Keek

    Keek Benutzer

    Man könnte auch meinen, dass du den ganzen Artikel von Kindermann komplett nicht verstanden hast.
     
  8. Beyme

    Beyme Benutzer

    Meinst Du, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, so wie er sich beim Frühstück mithilfe einer gedruckten Tageszeitung informieren will?

    Du zeigst gerade genau die Haltung, die Robert Kindermann anprangert.
     
  9. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Die Geschichte spielt im Jahr 2013 n. Chr. in Ukahwelien. Die Protagonisten, gut 200 Privatradios, leben in Städten wie Hamburg, Berlin, Essen, München, Frankfurt und Hannover. Analogix und die übrigen Bewohner erhalten durch einen Zaubertrank, der vom Druiden Frequenzolix gebraut wird, übermenschliche Kräfte und können mit dessen Hilfe der Digitalisierung widerstehen, die von den vier befestigten Lagern Internettum, Deahbeehplussum, Mobilfunkium und Strimium aus das Dorf bedroht, und Politiker manipulieren, das Ukawehllien noch lange bestehen wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2013
    Coffey77 und westsound gefällt das.
  10. iro

    iro Benutzer

    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2013
    TS2010 gefällt das.
  11. FrankSch

    FrankSch Benutzer

    Das ist ein bisschen zu kurz gegriffen. Ja, die ÖR senden über DAB+, sprechen aber so gut wie nicht darüber. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern bei SR1 dieses Jahr etwas zu dem Thema gehört zu haben.
     
  12. ricochet

    ricochet Benutzer

    Der Unterschied zum Fernsehprogramm ist aber evident; die Mehrheit der Zuschauer fühlt sich mit dem über weite Strecken durchaus ansprechenden, vielfältigen und gehaltvollen Programm der führenden Fernsehsender gut verorgt. Im Radio wird aber mit Ausnahme der weniger genutzten Wortprogramme nur der Mangel verwaltet, von zwölf populären Musikstilen werden gerade mal anderthalb bedient und das Gesamtangebot hat nicht zuletzt wegen der absurden Zwänge auf dem printbeherrschten Werbemarkt eine demographische Delle ("demographic bias"). Dennoch gelingt es den Verantwortlichen trotz extremster Konzentrationstendenzen in keinster Weise einen interessanten Angebotsfächer zu gewährleisten, der zumindest den begehrten Zielgruppen ein Minimum an Auswahl beschert. Das Fernsehen schafft es hingegen spielend verschiedene Interessen anzusprechen und ein heterogenes Angebotsportfolio bereitzustellen.

    Die netzgebundenen Musikdienste und Radioautomaten sind zumindest in der Lage die zu drei Viertel heimatlosen Musikliebhaber (irgendwo ist doch jeder ein Musikliebhaber) zufriedenzustellen und das bei einem Bruchteil an Werbeschaltungen sowie unter Verzicht auf abgewürgte Musikstücke und infantile, zwanghaft witzige Ansagen, Beiträge oder Aktionen. Der Informationswert des Dudelradios ist sogar noch kleiner als der der Bild-Zeitung, obwohl alle Sender große Zeitungs- bzw. Nachrichtenredaktionen im Rücken haben.

    Die Verfechter des gegenwärtigen Systems sind überaus lichtscheu und fühlen sich einer öffentlichen Debatte gar nicht mehr gewachsen, zumal ihre Argumente nicht einmal mehr im näheren Umkreis verfangen. Kritik lässt man abperlen um die Glut nicht weiter zu schüren und verharrt ideenlos in den alten Geleisen um noch eine gewisse Zeit seinen Schnitt zu machen, immerzu den Untergang vor Augen.
     
    Beyme gefällt das.
  13. Москва Radio

    Москва Radio Gesperrter Benutzer

    Es steht einem Herrn Kindermann nicht zu, das Konsumverhalten von Radiohörern "anzuprangern". Ich kenne ihn nicht. Er interessiert mich nicht. Seine Meinung auch nicht. Ich höre, was ich will. Punkt.
     
    westsound gefällt das.
  14. Beyme

    Beyme Benutzer

    Er prangert nicht das Konsumverhalten von Radiohörern an, sondern die Haltung von Radiomachern, davon auszugehen, dass sich Gewohnheiten nicht ändern.

    Ich dachte eigentlich, der Verweis auf die gedruckte Zeitung hätte ich Dich da auf die richtige Spur gebracht. Die Zeitungsverlage gehen daran gerade zugrunde, dass ihr auf Frühstücks-Gewohnheiten basierendes Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2013
    Mannis Fan gefällt das.
  15. ricochet

    ricochet Benutzer

    Herr Kindermann stellt die richtigen Fragen auch wenn sein Befund (dem Radio geht es gut, dem Fernsehen nicht) wohl auch Brancheninsider schwer irritieren dürfte. Die Fernsehsender waren schon lange nicht mehr so erfolgreich, wenn es darum geht Werbekunden an Land zu ziehen und Inhalte crossmedial zu verbreiten. Dass das belanglose und selbst von Jugendlichen belächelte "Dudelradio" von Anfang an nur als Zuschussgeschäft gedacht war um die "kranken Zeitungen" aufzupäppeln oder die Portokasse der öffentlich-rechtlichen Sender zu füllen, darf ein unter seinem Klarnamen publizierender Medienmanager natürlich nicht offen aussprechen. Dafür hat jeder vollstes Verständnis.

    Ansonsten geht die demonstrativ mit Fragezeichen versehene Analyse in die richtige Richtung, mit seinen rhetorischen Fragen, die sich quasi von selbst beantworten, hat der Autor geradewegs ins Schwarze getroffen. Ein sehr guter und wertvoller Beitrag, Herr Kindermann!

    Nur in Sachen Content warne ich vor unüberlegten Schnellschüssen! Ein Bewegtbild-Radio braucht niemand, Studio-Cams sind langweilig und Radiosender, die sich mittels Fernsehlizenz auf der SAT-Fernbedingung nach vorne mogeln müssen kranken in Wahrheit an uninteressanten Inhalten. Natürlich kann man auf der Radio-App Spiele und Musik bewerben, Videolinks einbinden oder mit multimedialen Partnerdiensten kooperieren, zuallerst bedarf es aber einer gediegenen Radioplattform, auf der alle wesentlichen Musikgeschmäcker saturiert werden und auf der journalistische und unterhaltende Eigenleistungen wiederverwertet werden können!
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2013
  16. Москва Radio

    Москва Radio Gesperrter Benutzer

    Kindermann kann anprangern was er möchte. Wenn jemand sagt: "Gewohnheiten ändern sich nicht", dann ist dieser Mensch für mich intelligenter als die ganzen Spackos, die glauben, das Publikum würde sich ändern, nur weil sie ein Alternativ-Angebot offerieren, das aber nicht angenommen wird.

    Natürlich ist das TV-Programm von heute identisch mit dem TV-Programm in den 70ern. Ach? Stimmt nicht? Quark. Es ist immer dasselbe, nur in einer anderen Geschmacksrichtung. Die TV-Sender probieren mal dies, sie probieren mal das. Aber nur die altbewährten Konzepte funktionieren.

    Die Zeitungen gehen daran zugrunde, weil sie nur wenig eigenständigen Content haben. Bei meiner Zeitung beginne ich auf Seite 10 oder 12, weil die ersten paar Seiten mit Krempel vollgemüllt sind, den ich schon einen Tag vorher irgendwo im Internet gelesen habe. Radio und Zeitungen sind aber auch nur schwerlich zu vergleichen, finde ich.

    Und Radio? Jemand spricht ins Mikrofon, und am Ende wird es von Tausenden gehört. Das Konzept wird sich in diesem Leben nicht mehr ändern. Warum auch?
     
  17. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Da bleibt mir nichts anderes, als Deinen Landsmann zu zitieren: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

    Man braucht doch nur mal die jungen Menschen von heute zu betrachten: Früher haben wir in diesem Alter Radio gehört. Wer von denen macht das noch im Zeitalter der Smartphones?
    Genau deshalb gilt es mit neuen Konzepten die Jugend wieder für das Medium "Radio" zu begeistern, und nicht mit irgendwelchen altbackenen und innovationslotsen Ansätzen, die nicht die geringste Anpassung an den technischen Fortschritt und den veränderten Zeitgeist erkennen lassen.

    Die Gewohnheiten ändern sich eben sehr wohl: Die Menschen sind heute wählerischer als früher.
    Klar gibt es noch diejenigen, die nur Radio hören, um sich abzulenken und sich den ganzen Tag lang volldudeln lassen. Die wird es auch künftig geben, doch deren Zahl sinkt stetig. Und wenn diesem Trend nicht durch ein differenzierteres Angebot entgegengewirkt wird, wird der Rundfunk noch schneller als es manch einem lieb ist an Bedeutung verlieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2013
    ricochet gefällt das.
  18. Kindermann

    Kindermann Benutzer

  19. Nobier

    Nobier Gesperrter Benutzer

    Der Zug ist sowieso abgefahren!!!
     
  20. Москва Radio

    Москва Radio Gesperrter Benutzer

    Werd' erwachsen, Kindermann! Du bist beim Radio und hast keine Chance. Also nutze sie, verdammt nochmal!

    Wo ist der Unterschied? Jemand spricht in ein Mikro, Tausende hören zu. Der Übertragungsweg spielt keine Rolle.
     
  21. Lord Helmchen

    Lord Helmchen Benutzer

    Dass die jungen Menschen das Smartphone zum Radio hören nutzen wird wohl nicht so häufig vorkommen. Da wird einfach die eigene mp3-Sammlung raufgeladen, und fertig.

    In der letzten Woche hatte ich mal die Gelegenheit bei einer Bekannten (25) im Auto zu sitzen. Das Radio wurde nur zum Empfangen der eigenen mp3-Kollektion per Minisender am Zigarettenanzünder genutzt.
     
    monithor gefällt das.
  22. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    @Москва Radio: Die Jugendlichen hören heute mehrheitlich MP3s über ihre Mobiltelefone, jedoch keine Radioprogramme.

    Editiert: Lord Helmchen, Du hast meine Antwort quasi vorweg genommen. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2013
    monithor und Lord Helmchen gefällt das.
  23. Keek

    Keek Benutzer

    Auch wenn du es scheinbar überhaupt nicht verstehen möchtest, MokkaMoskwaMoldawia Radio: Kindermann schreibt völlig zu Recht davon, wie sich unsere gesamte Medienwelt in den nächsten Jahren verändern wird. Wenn man sich die Mühe macht (keine Sorge, verlangt keiner von dir) sich mit seinen Fragen zu beschäftigen, kommt man sehr schnell zu dem Ergebnis, dass wir in den nächsten Jahren vor radikalen Veränderungen stehen.

    Der Übertragungsweg spielt dabei eine gewichtige Rolle, die technischen Plattformen und wer darauf wo vertreten ist. Das hat überhaupt nichts mehr zu tun mit der Internetradiowelt der vergangenen Jahre, aus der du dein Phlegma schöpfst, denn "das Radio" hat es künftig nicht mehr zu tun mit einer unüberschaubaren Zahl von 1-Mann-Internetradio-Klitschen, die überhaupt nicht in der Lage sind, vernünftigen Content herzustellen, wobei man sich gemütlich zurücklehnen kann, weil der einzig relevante Übertragungsweg (UKW) von wenigen Anbietern vollständig besetzt war.

    In 10 Jahren hört niemand mehr UKW. In weniger als 10 Jahren wirst du keinen Neuwagen mehr kaufen können, in dessen Radios Programme via UKW empfangen werden. Und dann konkurriert NDR 2 nicht mehr nur mit einer Handvoll privater Programme um die ersten sechs Festspeicherplätze. Dann konkurrieren wir deutschen Medienschaffenden mit den fettesten globalen Medienunternehmen, die dafür sorgen, dass ihre Apps oder Channels (oder wie auch immer du das nennen willst) diejenigen sind, die auf deiner Benutzeroberfläche prominent platziert sind.

    Wer das nicht erkennt und begreift, vor welchen Herausforderungen wir stehen, kann nicht nur an Blindheit allein leiden. Und die Konzepte der letzten 50 Jahre, die sich deiner Meinung nach nicht mehr ändern werden, kannst du dann im Lokalradio deines Vertrauens zu Spottpreisen bewerben, sofern die dann überhaupt noch Werbezeiten verkauft kriegen.
     
  24. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Das mag durchaus so sein, dass sich die Rundfunk-Medienlandschaft komplett verändern wird. Sie wird sich, vermutlich wie schon so oft, neu erfinden. Nur mit einem Unterschied: Diesmal wird sie sich nicht mehr so grundliegend neu erfinden, sondern nur einfach noch ein kleinwenig weiter entwickeln. Man wird sehen ob "zum Guten" oder "zum Schlechten", was natürlich auch auf die Perspektive ankommt.
    Richtig, UKW wird dann vermutlich in Deutschland niemand mehr (offiziell) terrestrisch hören, aber NDR2 wird noch immer um die vorderen sechs Festspeicherplätze konkurrieren. Denn schließlich muss man sich gegen weitere Mitbewerbende Sender (bisherige Betreiber-) und deren ehemalige Internetangebote versuchen durchzusetzen. Immerhin haben diese nun den Platz, nebst jeder Menge neuer Angebote, unter dem Deckmäntelchen neuer Projekte, dank DAB+ gefunden.
    Natürlich sind auch die ÖR Anstalten dem gleichgezogen und haben sich einige Kanäle für zusätzliche Angebote gesichert. So bietet man nun auch aus dem Hause des NDR 24-h-Beschallung der einzelnen Genre, sowie Kinderprogramme in verschiedenen Sprachen, nebst Nachrichtenprogrammen in diversen Sprachen an. Manche Programme werden in Kooperation, andere eigenständig betrieben.
    Das gilt natürlich für jede ÖR Anstalt, die ihre eigenen Angebote betreibt!

    @Keek: Die Werbung wurde in den vergangenen Jahren immer billiger und wird - vorausschauend - immer billiger werden. Da nützen auch noch so viele Angebote, die die Frequenzen zuballern nichts. Ganz im Gegenteil.

    Es ist schon richtig: Der Mensch IST ein Gewohnheitslebewesen und er wird IMMER das konsumieren, was er von kleinauf kennengelernt hat. - IMMER!
     
  25. Keek

    Keek Benutzer

    Du vergisst dabei einen ganz entscheidenden Faktor: Der Mensch lernt in Zukunft von kleinauf etwas völlig anderes kennen als du und ich und jeder, der in dieses Forum schreibt, kennen gelernt haben.
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen