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Was kann man noch von den Amerikanern lernen?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von JB, 14. Oktober 2013.

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  1. JB

    JB RADIOSZENE Mitarbeiter

    ...eine gute Frage, die ich mir selbst auch seit längerem stelle. Wenn man sich die US-Sender heute so anhört, gibt es vielerorts nur Altbekanntes und das in Fließbandarbeit via Syndication und Voicetracking. Das muss nicht per se schlecht sein, aber leider hört man es schon immer deutlich an den Übergängen, wenn z.B. Ryan Seacrest mit seiner US-weiten Show überall zu hören ist.

    vgl. Christian Schalt: Was kann man noch von den Amerikanern lernen?
     
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  2. Radiofreak11

    Radiofreak11 Benutzer

    Was wir noch von den "Amis" lernen könnten??? Na klar!

    Die Einführung von einer deutschen Variante von http://www.siriusxm.com/whatissiriusxm - dem dort flächendeckend zu empfangendem SAT-Radio mit einer Auswahl in Hülle und Fülle auf 165 Kanälen. Als ich in den USA war, hatte mein Mietwagen auch so ein Radiogerät. Ich war davon total begeistert, weil es darüber eben nicht nur gewöhnlichen "Einweg-Flachfunk" sondern auch viele Spatenkanäle gegeben hat, von denen man hierzulande nur träumen kann. Vor allen Dingen war der Empfang überall recht gut. Ich haben nur ganz Selten AM oder FM dort gehört. FM sowieso nur in größeren Städten, da er nicht überall verfügbar ist. Auch wenn Sirius ein Pay-Radio-Angebot ist. Den Mehrpreis ist es wert!
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Oktober 2013
  3. Du hast zwar leider recht, JB, aber das ganze findet DJ-technisch doch immer noch auf einem deutlich höheren Niveau statt als in Deutschland. Betonung, Einsatz der Stimme, Timing - in der Regel alles besser gemacht als hierzulande. Richtig geiles Radio finde ich in den USA aber auch nur noch selten.
     
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  4. JB

    JB RADIOSZENE Mitarbeiter

    Ja, damit hast Du schon recht, aber da ist auch ein bisschen die deutsche Sprache im Weg und vielleicht auch die Mentalität der Deutschen ("Warum schreien die Amis immer so ins Mikro?").
    ;)
     
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  5. Das mit der Sprache glaube ich nicht, Du hast doch auch immer das Gegenteil bewiesen, JB!!
    Und schreien tun die Amis so, weil das Electrovoice so taub ist, lol
     
  6. FrankSch

    FrankSch Benutzer

    Worldspace wollte ja mal Europa mit SAT-Radio versorgen, aber irgendwie kam es nie dazu.
     
  7. Conny Ferrin

    Conny Ferrin Benutzer

    Wo wird denn in USA noch "geschrien"? Die Vorzeige-CHR-Stationen, wie KIIS oder Z-100 klingen inzwischen so ähnlich, wie jede beliebige AC-Station in Deutschland. Am hörenswertesten sind noch Oldiessender wie CBS-FM New York oder WDRC Hartford und Active-Rock-Formate, wie WBYR Fort Wayne oder 98 Rock Tampa Bay. Ich habe aus verständlichen Gründen nichts gegen gut gemachtes Voice Tracking, so wie es der leider zu früh verstorbene Jackson Armstrong gemacht hat und so manche Syndication aus USA würde ich jederzeit einem Live-Programm vorziehen. Aber Ryan Seacrest ist eine Pest! Wie peinlich für einen Sender im Big Apple, ihn in der Prime Time zu programmieren.
     
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  8. Nobier

    Nobier Gesperrter Benutzer

    straightness at all ....
     
  9. Radiofreak11

    Radiofreak11 Benutzer

    Ist bestimmt "verhindert" worden. Denn das System hat es echt in sich. Hätte nie gedacht, dass SAT-Direktempfang aus dem fahrendem Auto überhaupt störungsfrei mit so einer kleinen Antenne möglich ist. Vor allem die speziellen, unmoderierten Kanäle für Country, Rock und Pop haben mich dort überzeugt. So ein System in Deutschland - und DAB+ wäre mit einem Satz "weg vom Fenster"! Vielleicht wird es auch aus diesem Grund verhindert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2013
  10. FrankSch

    FrankSch Benutzer

    So einen Zusammenhang sehe ich jetzt eher nicht, denn eine Lizenz für Deutschland für 23 Spartenprogramme hatten sie schon 2008 in der Tasche.
     
  11. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Richtig. Die wenigstens Amis "schreien" noch. Den Wolfman Jack-Style gibt es auch dort kaum noch. Viele der Syndicated-Shows sind auch keine Renner. Auch und gerade dort soll mit Radio ja vor allem Geld verdient werden. Entsprechend wird "low budget" gefahren. Dass es doch noch gute DJs gibt und gute Shows ist einfach der Tatsache geschuldet, dass das Land sehr gross ist und somit der Markt unendlich viel grösser als z.B. in Deutschland mit seiner Föderalstruktur, die eigene Sender für jedes Pupsbundesländchen fordert. Sicher ist auch das ziemlich totgerittene Sprache- und Kulturargument nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich höre immer wieder gerne niederländisches Radio. 90% in meinem deutschen Bekanntenkreis gehen die DJs dort aber schnell auf die Nerven. Sicher zum einen, weil sie nix oder wenig verstehen, aber sie sind es einfach nicht gewohnt. Der Niederländer unterhält sich auch im Alltag anders, lauter. (Gerate mal beim Skifahren in ne Schirmbar voller Holländer ;)) Mit US-Amerikanern habe ich da weniger Erfahrung. Es ist aber schon so, dass sich das Radio in den USA ganz anders entwickelt hat als in Deutschland. Das mag man bedauern oder auch nicht, ändern kann man es nicht. Ein Stück weit ist es aber schon die (politische) Kultur, die in den USA Kontroversen viel grösseren Raum gibt und Milieus entstehen lässt, die sich oft diametral gegenüberstehen und kaum Berührungspunkte zueinander haben. Daraus entsteht ein Stück weit diese für uns erstaunliche Vielfalt an Musikformaten, die alle ihre eigene und oft treue Zielgruppe haben. Nimm nur als Beispiel mal das überaus erfolgreiche Countryformat. Das kannst Du auf den deutschen Markt überhaupt nicht übertragen. Insofern können wir in Sachen Radio vielleicht das ein oder andere aus den Staaten lernen (zum Beispiel, wie man eine Sendung FÄHRT :D, das können die Amis grossteils wirklich besser), aber eben lange nicht alles.
     
  12. stereo

    stereo Benutzer

    Ich denke, was von den Amerikanern noch gelernt werden kann, ist die gnadenlose Vermarktung von Sendezeit. Gerade am Sonntagmorgen habe ich da Sendungen zu Umweltpolitik, Stromerzeugung und Stadtentwicklung gehört, die offensichtlich bzw. vermutlich von bestimmten Interessengruppen bezahlt waren. Und das lief nicht auf popeligen Nischensendern, sondern auch auf den bereits erwähnten Musiksendern Z-100 und KIIS FM. Hinzu kommen Verkaufssendungen, wie ich sie hier auch noch nicht gehört habe. Eine ganze Stunde lang erzählt ein Studiogast immer und immer wieder, was für eine tolle Sache er da anbietet, zwei Moderatoren des Senders unterstützen ihn bei seiner Überzeugungsarbeit. Oder ein Team des örtlichen Marktführers begibt sich in eine Urlaubsregion und lässt Hotelrepräsentanten und sonstige Tourismustypen in der Morningshow ausführlichst erzählen, wie schön es bei ihnen ist und was sie alles für die Gäste organisieren können. Auch immer wieder gern gehört: Spendenaufrufe. "Spenden Sie x Dollar für unseren Sender, und Sie bekommen unsere Zeitschrift. Spenden Sie y Dollar für unseren Sender, und Sie bekommen noch ein T-Shirt dazu. Spenden Sie z Dollar für unseren Sender, und Sie bekommen noch eine CD dazu." Und das über viele lange Minuten hinweg gebetsmühlenartig wiederholt und immer weiter ausgeschmückt. Da es hierzulande vielen Privatsendern so schlecht geht, ließe sich davon doch noch etwas lernen!?

    Ansonsten muss ich sagen, dass ich es immer bedauerlich fand, dass fast alle größeren US-Sender seit einigen Jahren in Deutschland nicht (oder nur über Umwege) im Internet zu hören sind. Nach einem USA-Urlaub im Frühling bin ich darüber aber doch nicht mehr so traurig. Von der Musik her gibt es dort ja insbesondere Black-, Country- und Latino-Zeugs, das wir in Deutschland nicht so haben, aber irgendwie klingt dort auch das fast alles langweilig nach "Schema F".
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2013
  13. K 6

    K 6 Benutzer

    ... wie die, mit denen Radio PSR und „die SLP“ auch schon aufgefallen sind, um mal nur von Sachsen zu sprechen.

    Der Regulierer muß sich hierzulande ja noch selber einreden können, daß Werbung und redaktionelle Inhalte strikt getrennt sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2013
  14. ricochet

    ricochet Benutzer

    Und das sagt ausgerechnet ein Deutscher, der bis auf Hitradio und Oldieparade nichts mehr auf die Ohren bekommt.

    In anderssprachigen Kulturkreisen findet man in den großen Tageszeitungen noch ausführliche Plattenrezensionen. In Deutschland, wo das Radio offenbar keine Impulse mehr zu geben vermag, wird Populärmusik von fast allen Printmedien konsequent ignoriert (man achte auf die Ironie). Für Musik vermag sich kaum noch jemand zu begeistern und der vielversprechende musikalische Nachwuchs lässt sich an den Fingern einer Hand abzählen. Ist das nicht in erster Linie ein Verdienst der heimischen Radioszene?
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2013
  15. Ja, ist es. Und in der Tat ist es ein sehr fragwürdiger "Verdienst".

    Es ist aber AUCH ein fragwürdiger "Verdienst" der Musikindustrie, die inzwischen ebenfalls weniger wagt. Und als Folge dessen weniger Kohle (in Künstler, Promotion, etc.) als früher steckt. Es ist das Resultat eines gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnisses - bestehend zwischen "dem Radio" und "den Plattenfirmen" - was nicht mehr so richtig funktioniert, da sich beide Seiten mit Ihren jeweiligen "Restriktionen der Gegenseite gegenüber" manchmal regelrecht überfordern.

    Früher war das anders...!
     
  16. ricochet

    ricochet Benutzer

    In bestimmten Genres ist das bis zu einem gewissen Grad auch international zutreffend. Aus der verengten deutschen Perspektive ist dieses Problem aber um Welten dramatischer, zumal einerseits die heimische Musikszene vom Radio kaum noch zur Kenntnis genommen wird und daher finanziell nicht mehr auf die Beine kommt, und weil andererseits immer dieselben internationalen Titel unter die Leute gebracht werden (siehe Bastille-Thread). Wie gesagt: Das deutsche Hitradio ist ein schlechtes Abziehbild des angloamerikanischen Hot-AC-Formats mit ein paar regionalen (europäischen/deutschsprachigen) Einsprengseln.

    Ob uns dieser Titel im deutschen Hitradio je begegnen wird ist beispielsweise sehr fraglich:

    John Newman - Love Me Again
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2013
  17. John Newman - Love Me Again
    Diese Single ist doch bereits im am 17. Mai 2013 veröffentlicht worden.

    Ich setze sie inzwischen nicht mehr ein, da wir bereits Oktober haben und der Titel, beginnend seit Mitte Juli 2013, für die nächsten sechs Monate gesperrt ist - um etwas "Gras darüber" (über den ehemaligen A-Titel) wachsen zu lassen und ihn dann - nach jenen sechs Monaten "Ruhepause" - noch einmal für ca. vier Wochen als Recurrent einzusetzen.

    Danach treffe ich dann die finale Entscheidung, ob der Track in die Basis-Rotation (ja, die Rotation der "alten" Titel) geht oder ob er für nahezu alle Zeiten ins Schallarchiv verschwindet.

    It's simple as that...! ;)
     
  18. Nobier

    Nobier Gesperrter Benutzer

    wie steif ^^
     
  19. ricochet

    ricochet Benutzer

    Wie wär's damit?

    Kennst du wahrscheinlich auch schon...

    (Korr.: falschen Link eingetragen)
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2013
  20. Klar, kenne ich BLUE OCTOBER mit "Bleed out".

    Spiele ich sogar (noch). Eine schöne Komposition, jedoch - zumindest meiner Meinung nach - nicht so doll arangiert bzw. produziert. Ich hätte die Nummer zwar auch "luftig" (sprich, "mit ordentlich Hall") produziert, jedoch empfinde ich DIESE "amtliche" Produktion stellenweise als "musikalisch leicht matschig", da sich verschiedene Reverbs gegenseitig "unschön" überlagern. Stellenweise "saufen" dabei die Lead-Vocals regelrecht im Hall ab. Und DAS fällt mir "als etwas unangenehm" auf. Kann aber auch sein, dass mal wieder nur ich das höre. :confused:

    Oder hat der zuständige Mastering-Engineer bestellte technische Scheisse gebaut, weil die Plattenfirma das von ihm verlangt (Ja, "Brickwall-Mastering", denn wer "schreit", hat ja bekanntlich recht!)? Sehr gerne würde ich diesen Track einmal "UNMASTERED" hören. "A-/B-Vergleich", you know!? Denn DANN hätten wir "den Schuldigen" ratz-fatz gefunden.

    Wäre ich der Produzent dieser Platte, hätte ich beim Abmischen höllisch aufgepasst, dass dieser (wahrscheinlich ungewollte) Überlagerungs-Effekt eben nicht auftritt.

    Aber ich bin ja - aus Industrie-Sicht - nur ein kleiner und inzwischen nahezu unbedeutender Radio-Fuzzi. Von "JKS 2", dem "Jämmerlichen Kacksender, 2. Programm", wie wir mit den Radio Pluggern immer zu scherzen pflegen. :wow: Und demnach ist es doch völlig egal, ob ich mich über eine vermeintliche technische Schlamperei aufrege, oder ob in China ein Sack Reis umfällt. :D
     
  21. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    "Love me again" wurde doch schon rauf- und runtergenudelt bis zum geht-nicht-mehr. Gut, die Nummer GEHT aber auch wie Schmidts Katze. Ohrwurmqualität par excellence. Allerdings ist sie eben auch so markant, dass sie sich bei häufigem Einsatz besonders schnell abnutzt. Es wäre doch aber der Erfolg dieses Songs ein guter Grund, andere (sowohl neue als auch alte) Uptempo-Soulnummern, die harmonisch diesem Titel ähneln, hin und wieder einzusetzen. Auf einem Hit kann ich aufbauen...wenn ich die entsprechenden Repertoirekenntnisse, also mein Musikarchiv im Kopf bzw. im Ohr habe. Ja, und wer hätte das besser als der Herr Highlytrained RDJ. Bin mal gespannt, welche Songs Du an "Love me again" quasi dranhängen würdest.
     
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  22. Nobier

    Nobier Gesperrter Benutzer

    hmmm
     
  23. Soll ich Dir jetzt das Musikprogramm für Deine nächste Sendung "kloppen", oder was? Das machst Du mal gefälligst schön selbst, denn mein Honorar dafür könntest Du wahrscheinlich GAR NICHT bezahlen, Pussy! :cool:

    Ja, ja! "Unbezahlbar" - ich weiss, Schwabe...! :D
     
    Radiocat gefällt das.
  24. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Nana, nicht kneifen jetzt.
     
  25. ricochet

    ricochet Benutzer

    Respekt, zumindest in Sachen Rock/Pop scheinst du einen enormen Wissensvorsprung zu haben.
     

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