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WAZ - Vanity Fair - Mälzer (alles ist sooooo traurig)

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von wineandradio, 18. Februar 2009.

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  1. wineandradio

    wineandradio Benutzer

    Ich weiß, ich weiß - die drei Themen oben (u.a. alle auf SPON zu finden) haben kaum etwas miteinander und noch weniger mit Radio zu tun.

    Oder etwa doch?

    Sie alle stehen für merkwürdige und höchst bedauerliche Entwicklungen der deutschen Medienlandschaft.

    Von hinten.

    Tim Mälzer, so ist zu lesen, sei von der ARD Vox abgeworben worden. Er solle der "neue Biolek" werden. And so what? Nun ja. Nur Idioten stellen sich wohl die Frage, ob die ARD noch eine Kochshow brauche und dann mit jemanden, der der Kulinarik nun nicht gerade zu wirklichen Höhenflügen, der Ruck-Zuck-(Buch-)Presse aber immerhin zu gefühlten 93 Büchern verhalf. ARD-Niveau eben. :wow:

    Vanity Fair, R.I.P. Nochmal: and so what? Nix weiter. Nur hatte da wirklich mal ein Magazin versucht auf nicht unintelligente Art und Weise Journalismus, Reportagen, Mode und Glamour/Klatsch zu verbinden. Aus. Zu viel Hintergrund, lange Geschichten mit Text (Hilfe für Privatradiohörer: das sind schwarze Zeichen auf weißem Grund).
    Ich finds schade - jetzt muss meine Frau wieder Brigitte lesen.....;)

    Und dann die WAZ. Schon mal gehört? Größte Abo-Zeitung Deutschlands, wichtigste (einzige!!!) Zeitung im Ruhrgebiet, mal so eben das größte Metro-Area Europas. Na und? - entlässt 300 Redakteure, sind ja nur Journalisten. 300 Frauen und Männer, die jede an ihrem Arbeitsplatz ein Stückchen Demokratie hochhielten und Staatskontrolle versuchten, im Lokalen, im Regionalen.
    Das alles ausgedacht von einem wahren Demokraten, ähem, Sozialdemokraten, dem weisen Schröder-Adlatus Bodo Hombach - need I say more?

    Und künftig? Vier große Zeitungen aus einem Guss/Topf/Brei. 300 Kollegen, die nicht mehr in unserem Beruf arbeiten - und die meisten anderen Medien schweigen.
    Warum? Sie sind im Falle des Radios zu sehr mit ihren MA-Spielchen beschäftigt, haben sich ein Publikum herangezogen, dem der Untergang differenzierter Medien am A.... vorbeigeht. Andere (Zeitungen) haben längst von ihren Verlegern einen Maulkorb umgehängt, weil in ihren Häusern dasselbe ausgebrütet wird.

    Es ist ein Trauerspiel, das nur eine weitere Seite der Verflachung der Medien (hier häufig genug beim Radio beschrieben) widerspiegelt.

    Nur weiter so. Länder wie Deutschland brauchen eben keine kritischen Journalisten und Medien geht doch so: Frau Malak und Co. machen's vor......
     
  2. WAZmann

    WAZmann Benutzer

    AW: WAZ - Vanity Fair - Mälzer (alles ist sooooo traurig)

    Was heisst hier : die meisten Medien schweigen ? Natürlich schweigen sie darüber, weil sie alle irgendwie zusammen hängen. Und keiner der dortigen Redakteure hat Lust, der nächste zu sein. Das ist, wie wenn du im Deutschlandfunk darauf hoffst, dass mal ein Beitrag über die Radiomisere in Deutschland kommt. Oder damals die Pleite im NRW-Lokalfunk. Verschwiegenheit ist das erste Gebot, dass jedoch die Medien in Deutschland unglaubwürdig macht, da der gemeine Nutzer oft schlauer ist und viele Informationen bekommen kann, von denen er in den Druckerzeugnissen niemals etwas lesen wird.
     
  3. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: WAZ - Vanity Fair - Mälzer (alles ist sooooo traurig)

    Niemand verschweigt irgendwas, so ein Blödsinn. Zwei Belege.
     

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