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WAZ will Premiere - Austieg bei Lokalradios

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von 6pack, 11. April 2002.

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  1. 6pack

    6pack Benutzer

    Anscheinend zieht die Kirch-Kriese weitere Kreise als bisher gedacht:

    Die WAZ hat erneut Interesse bekundet bei Premiere einzusteigen. Jetzt wurde allerdings auch bekannt, dass sie dafür endgültig bei den Lokalradios in NRW aussteigen will. Das Geschäft sei bei den meisten Lokalsendern defizitär. Seit Jahren würden enorme Verluste eingefahren.
    Bereits getrennt hat sich die WAZ von zwei Lokalradios im Raum Aachen. Diese wurden von der Donier-Gruppe übernommen.
    Was die WAZ-Lokalradios im Ruhrgebiet anbelangt, laufen derzeit Gespräche mit der RTL-Group, Nouvelle Radio pour Jeunesse (NRJ), Holtzbrinck/AVE sowie mit Donier Medien.
     
  2. Ferdi_W

    Ferdi_W Benutzer

    Ach wat ham wah jetzt gelacht, 6Pack! Geh du mal wieder ein 6-Pack kaufen, damits auch mit den Gehirnzellen klappt und müll das Forum bitte nicht so sinnlos zu!

    Thanks!
     
  3. Fred

    Fred Benutzer

    @6pack

    Familie Grotkamp/Schuman gibt bekannt: Wir kaufen uns einen neuen Ferrari. Um dies zu finanzieren verzichten wir heute Abend auf zwei Zigaretten. Hahaha

    Join the pack man!

    So ein Unsinn.

    Obwohl: Das eine hat mit dem anderen nix zu tun. Partner könnten unsere Westfunk-Sender durchaus gebrauchen. Motto: Energy Essen. Und jetzt die coole Show mit Bernd Drescher. Wär Kult, oder?
     
  4. fun

    fun Benutzer

    @ Fredi
    ich wäre das etwas vorsichtig mit den Äusserungen. Dass die WAZ bei KIrch einsteigen will pfeifen die Spatzen schon seit Tagen von den Dächern. Und warum sollen sie noch länger Miese mit den Miniradios machen? In Aachen haben sie ernst gemacht.

    Ausserdem würden in diesem Zusammenhang auch die Spekultaionen einen Sinn machen, dass ESsen sich von Radio NRW trennen will.
    NRJ, RTL oder wer auch immer machen einen eigenen Mantel. Und das würde knallen!
    uiuiui da würden erstmal Köpfe rollen...

    hier die Medlung von KRESS

    Weiter verhandelt
    wird hinter verschlossenen Türen über die Zukunft der KirchPayTV GmbH und des Bezahlsenders Premiere. Offenbar geht es dabei um eine Übernahme des defizitären Senders durch Rupert Murdoch - bisher hält der Medienmogul 22% an KirchPayTV. Sollten die Gespräche scheitern, ist ein Insolvenzantrag unausweichlich. Aber auch im Falle einer Insolvenz ist eine Übernahme durch Murdoch weiter wahrscheinlich. Bereits am Montag musste die KirchGruppe für ihr Kerngeschäft, die KirchMedia, das Insolvenzverfahren beantragen (täglichkress vom 8. April 2002). Unterdessen sucht die Commerzbank gemeinsam mit den anderen Gläubigerbanken (DZ Bank, Bayerische Landesbank und HypoVereinsbank) nach einem Konzept für die Fortführung von KirchMedia. Gleichzeitig prüft der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffe, ob eine Insolvenz in Eigenverantwortung möglich ist, dann hätten die neuen KirchMedia-Geschäftsführer Wolfgang van Betteray und Hans Joachim Ziems bei der geplanten Umstrukturierung weit mehr Möglichkeiten als in einem normalen Insolvenzverfahren. Als schwere Last liegt nach wie vor die Put-Option von Springer auf der KirchGruppe. Das Medienhaus besteht auf seiner Forderung von 767 Mio Euro. Eine Möglichkeit aus dem Dilemma wäre eine Aufstockung der Springeranteile an der ProSiebenSAT.1 AG oder gar ein Einstieg bei KirchMedia. Am Montag hatte van Betteray die Forderung allerdings als weitgehend wertlos bezeichnet. Ebenfalls an einem Einstieg bei KirchMedia denkt die Essener WAZ-Gruppe. Einen neuen Interessenten gibt es zudem für die zum Kirch-Konzern gehörende Nachrichtenagentur ddp: Consul Hans-Hermann Weyer-Graf von York, auch bekannt als der "schöne Konsul", will das Unternehmen kaufen. Bereits im Februar zeigte die Hunzinger Information AG Interesse an der Nachrichtenagentur (täglichkress vom 13. Februar 2002). Beachten Sie bitte auch unsere Frage des Tages im Basta-Ressort: Bekommt Springer die 767 Mio Euro von Kirch.(aha)+++
     
  5. Ferdi_W

    Ferdi_W Benutzer

    Ok, mein erstes Posting war vielleicht ein wenig krass, sorry dafür!
    Aber mal ehrlich, glaubst du denn wirklich, dass die WAZ all ihre Sender, ich weiß gar nicht wieviel es genau sind, auf einmal wegkickt. Was meint ihr denn wohl, welche Leute dann doof in die Röhre gucken? Das RTL, NRJ oder auch andere Gruppen all diese Sender übernehmen würden, glaubt auch nur der, der keine Kenne hat. Radio Hagen, en und Co. sind für solche Unternehmen doch nur Balast, mit dem man nicht richtig arbeiten kann. Schlußendlich gibt es ja auch noch die VGs, die sich vielleicht von der WAZ-Gruppe trennen, aber kein eigenes 24 Stunden-Programm machen wollen und mit radio NRW zufrieden sind und auch gut fahren.
    Ich merks gerade, solche Posts geben immer viel Raum zum spektulieren! :)
     
  6. Fred

    Fred Benutzer

    Hey Fun,

    war kein Spass. Es ging hier um Premiere (solo!). Wer je mit den WAZlern zu tun hatte, dem klingt der Spruch in den Ohren: "Wir haben es vom Behalten und nicht vom Ausgeben." Leidvolle Erfahrung ist in diesem Forum mit Sicherheit genug vorhanden. Denn das Wort "Rendite" kann man in Essen vorwärts und rückwärts buchstabieren. Die anderen Kirch-Gesellschaften oder alles gesamt kann sich natürlich anders darstellen. Da will ich auch nichts behaupten.

    Obwohl: Kirch hat mehr Schulden als die WAZ wahrscheinlich (gibt es ja nicht offiziell) Umsatz hat.

    Das Szenario Übernahme (Sender) ist durchaus charmant und wird mir einige warme Gedanken bescheren.

    Ich sehe es vor mir:
    APF-Meldung, 17.10.2002:
    "PARIS - ENERGY-Aktien auf Talfahrt. Mysteriöse Selbstmordserie erschüttert den Medienkonzern.
    Der siebte Selbstmord eines ENERGY-Managers hat das Unternehmen nachhaltig geschwächt. Obwohl nähere Umstände nicht bekannt sind, vermutet die Pariser Staatsanwaltschaft einen Zusammenhang mit dem Deutschland-Engangement der Radio-Gruppe. Alle sieben Suizid-Opfer waren in den letzten Monaten mit den NRJ-Neuerwerbungen im Ruhrgebiet beschäftigt und haben dabei sogenannte Veranstaltergemeinschaften besucht. 'Wir wissen bis jetzt nicht,' so der leitende Staatsanwalt, 'ob es sich dabei um eine Sekte, eine politische Verschwörung oder eine kriminelle Vereinigung handelt.'
    Die Hachette-Gruppe hat zwischenzeitlich eine Übernahme der deutschen Sender abgelehnt. Soviel könne Energy gar nicht bezahlen, um psychische und ökonomische Schäden auszugleichen. Blablabla...

    Wetten?
     
  7. Fred

    Fred Benutzer

    Nachtrag:

    Hat doch was für sich. An alle Berliner, Hamburger, Bayern: Ihr habt Euer Praktikum gerade hinter Euch? Hier ist der Markt (Deutschlands grösstes Bundesland). Hunderte umgeschulter Lehrer, die beim Radio arbeiten und nicht wissen, was Drop-In, Station-IDs, Branding, etc. bedeutet. Das ist mal eine Arbeitsmarktmaßnahme!
     
  8. fun

    fun Benutzer

    @ fred
    das ist ein echt nett gemeinter Tip. Aber wirklich kein Lokalradio will auch nur ein bisschen von dieser Erfahrung die mann in Berlin, Hamburg oder auch in Los Angelos gemacht hat. - Nicht nur als Praktikant!
    Die wollen in der Scheisse alleine rühren, und weiter Beiträge über die Müllverbrennungsanlagen machen.

    Ich habe mir selbst lange die Zähen ausgebissen....
    Better you forget.. und wir warten wirklich auf RTL oder NRG im Ruhrpott...ach wär das schön.....
     
  9. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Energy und RTL kommen in NRW! Wartet mal vier bis fünf Jahre ab, wenn jedes Radio nen DAB-Teil hat. Dann fängt der Run auf DAB-Freqs an...
     
  10. LuLu

    LuLu Benutzer

    @fun:
    Wenn du Radio ala Berlin/Hamburg machen willst, dann mach das doch in Berlin oder Hamburg. Das ist nicht böse gemeint. Es ist doch für alle Beteiligten das beste.

    Und nur einen Denkanstoß: Wenn du andere von deinen Erfolgsthesen nicht überzeugen konntest, könnte es auch an deiner Überzeugungskraft liegen.

    In NRW gibt es sicherleich eine Reihe von Stationen, die besser (viel besser) werden müssen. Aber es gibt auch eine Reihe sehr erfolgreicher Stationen. Die haben gute Quoten, machen ordentlich Gewinn und zahlen ihren Mitarbeitern Gehälter, die denen in Hamburg und Berlin ebenbürtig sind.
     
  11. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Fred: Dafür wissen sie noch, was ein gebauter Beitrag ist und wie Recherche funktioniert.
    Ich bin nun gewiss der letzte glühende Verfechter des NRW-Lokalfunkmodells, das eine Millionenstadt mit genau einem Programm beglückt, aber ich kann auch die Mitarbeiter verstehen, die guten grundes auf Arbeitsverhältnisse wie in den genannten großen Märkten verzichten könnenSicher hat NRW die langweiligste Rundfunkszene in Europa, aber dies liegt weniger an den Redaktionen der Lokalsender als an der Medienpolitik.
     
  12. fun

    fun Benutzer

    @ Radiocat
    leider geht es im Privatradio nicht darum zu wissen wie man mit einem megalangweiligen Thema einen noch megalangweiligeren Beitrag macht. Sondern es geht um Kohle! Werbezeiten an Werbekunden verkaufen und gleichzeitig (!) ein gutes Programm für möglichst viele Hörer zu machen!
    Die Lokalstationen sind nix anderes als ABM-Massnahmen. Und SChuld ist die Politik. Da gebe ich dir absololut recht. In NRW gibt es ein künstliches Biotop, dass schon vor Jahren hätte mal der Realität ausgesetzt werden müssen.
    Das Argument mit den guten Arbeitsplätzen ist leider völlig daneben, da Lokalradio bei ganz vielen Stationen ein Zuschussgeschäft ist. Die Lokalradios sollten aber eine Alternative zum öffentlich-rechtlichen WDR darstellen und privatwirtschaftlichen Kritierien genügen. Und so ist es eben nicht!
    Wirklich Schade, dass damals die WAZ sich soviele Stationen gekrallt hat. RTL, NRJ oder wer auch immer hätte es in jedem Fall besser gemacht. Hoffentlich macht die WAZ jetzt ernst. In 2 Jahren werden die sich über die Bilanzen von RTL, NRJ oder who else nur wundern. Denn es steckt ein riesiges Potenial, sowohl bei Hörern als auch Werbekunden in NRW.

    @ Fred
    die NRJ-Presse wird es so niemals geben. WArum: Der Ruhrpott ist eine urbane Region. Der grösste Ballungsraum in Deutschland. Und das NRJ-Format ist genau auf diese Regionen zugeschnitten. Es wäre das grösste Filetstück in dem NRJ-Network.

    @ LuLu
    danke für deine Tips, genau das machen ich. Zu Deiner Information: auch ziemlich erfolgreich. Aber was rate ich den 18 Millionen Hörern, die gutes Radio hören wollen? Zieht alle nach Hamburg oder Berlin?Ach da reicht wirklich JEDES andere Bundesland! Überall wird besseres Radio gemacht als in NRW.
     
  13. Peppi

    Peppi Benutzer

    @ Radiotor :
    DAB ist so gut wie tot und wird sich auch nicht davon erholen, zumindest solange nicht, wie man für einen DAB - Tuner mindestens 700-800 Euro hinblättern darf. Außerdem lohnt es sich auch vom Programmangebot nicht ( vielleicht mal von Power-Radio und Vera abgesehen ). Da macht auch das eine Autoradio - Modell von Grundig für ca. 450 Euro keine Ausnahme. Erst wenn das Angebot an Programmen und die Endpreise der Geräte sich deutlich verbessert haben, sehe ich für DAB eine Chance !!
     
  14. LuLu

    LuLu Benutzer

    @fun:
    Viel Erfolg außerhalb von NRW!
    Geh aber lieber nicht zu einer nrj-Station, die meisten stehen wirtschaftlich schwächer da, als der NRW-Lokalfunk.
    Und "bei Privatfunk geht's ja um Kohle"...
     
  15. fun

    fun Benutzer

    @ Lulu ist echt nett, dass du dich um mich sorgst.
    But back to the show:

    Die WAZ scheint ja nicht so recht zurande zu kommen, und damit hätte sich dann auch die hier schon schön ausgemalten Träume erledigt haben.....


    Springer lehnt Einstieg der WAZ-Gruppe ab
    Angesichts des intensiven Werbens der WAZ-Gruppe um den 40-prozentigen Kirch-Anteil am Axel-Springer-Verlag findet Verlegerwitwe Friede Springer deutliche Worte: Der Verlag schließe ein Zusammengehen mit der WAZ-Gruppe kategorisch aus. Außerdem gebe es kartell- und aktienrechtliche Hürden.

    Friede Springer will die Gläubigerbanken dazu bewegen, den Großteil von Kirchs Aktienpaket an die Börse zu bringen. Einen kleinen Teil würde sie gerne selbst übernehmen: "Eine Aufstockung meines Anteils um ein paar Prozent kann ich mir gut vorstellen", sagte sie gegenüber dem Springer-Blatt "Bild am Sonntag".

    Derzeit hält Friede Springer 50 Prozent am Verlag. Das 40-Prozent-Paket des Kirch-Konzerns liegt als Sicherheit für einen Kredit bei der Deutschen Bank, der bald fällig wird. Der Springer-Verlag geht davon aus, dass das Aktienpaket nicht ohne seine Zustimmung weitergereicht werden kann. Man habe mit Kirch im Falle einer Aktienveräußerung ein Vorkaufs- und Zustimmungsrecht vereinbart, so der Verlag.


    22. April 2002
     
  16. fun

    fun Benutzer

    Quelle: Horizont

    Sorry
     
  17. Fred

    Fred Benutzer

    @fun

    Ich meinte nicht ein mangelndes Interesse an einem der interessantesten Ballungsräume, sondern die Strukturen, die es keiner Gruppe ermöglichen, erfolgreich Radio zu machen. Warst Du schon einmal in einer VG-Sitzung eines WAZ-Senders? Dann weisst Du, was ich meine.
     
  18. fun

    fun Benutzer

    @ Fred - ich weiss allerdings wovon du redest....
    aber in Aachen ist dennoch was - zumindest hörbares - rausgekommen.

    Aber im Grunde hast Du recht: ES hat keinen Sinn, solange nicht die Lfr da mal ordentlich aufräumt anstatt dauern die Lizenzen zu verlängern.

    Schade, dass 100,5 nicht mit dreifacher Stärke nach NRW einstrahlt....hihi
     

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