1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

WDR 2 - die absolute Verarschung

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Cheesenonions, 20. Mai 2003.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Cheesenonions

    Cheesenonions Benutzer

    Hallo, Fans des Senders WDR 2, die nicht in NRW leben, konnten das Programm bisher problemlos im Internet hören - zwar nur in Mono, das stört aber einen echten Fan nicht. Seit kurzem hat der Sender nun die Streaming-Zeit auf 20 Minutenn begrenzt. Ich muss also ständig wieder neu starten. Auch ein öffentlich-rechtlicher Sender ist auf Hörer angewiesen. Ein derartiger Schritt fördert das zuhören aber nicht. Was ist von einem Sender zu halten, der sich selber abschaltet, der mir als Hörer sagt: "Ich will nicht, dass Du mir zuhörst"? Ciao, liebe Leute von WDR 2. War schön mit euch. CO
     
  2. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    Das Streamen kostet einen Haufen Geld, vor allem dann, wenn viele User den Stream nutzen und stundenlang stehen lassen.

    Man könnte sich z.B. auch fragen, ob die ARD ihre Programme überhaupt kostenlos ins Internet streamen darf. Immerhin sind diese Streams Argument für die geforderte Rundfunkgebührenerhebung auf PCs.

    Das Internet ist im Gegensatz zum Radio aber kein Broadcast-Medium sondern ein Punkt-zu-Punkt Medium. In einem solchen Medium kostenintensiv Inhalte zu verbreiten und dies mit öffentlichen Geldern zu finanzieren, sollte verboten werden.

    Wer den WDR im Netz hören will, sollte ihn gegen Gebühr abonnieren können, das wäre die richtige und technisch einfach zu realisierende Lösung.

    Hier kommen wir aber in ein Pay-on-Demand-System, das die Öffis logischerweise scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. So versuchen sie weiterhin, das Internet als Broadcast-Medium absichtlich fehlzuinterpretieren. Und das Volk schaut desinteressiert zu, die Politik drückt die Augen zu, solange die Rundfunkräte auf Linie bleiben.

    <small>[ 20-05-2003, 08:31: Beitrag editiert von Grenzwelle ]</small>
     
  3. Klaus B.

    Klaus B. Benutzer

    Liegt wohl daran, dass selbst die WDR2-Leute erkannt haben, dass ihr Programm nicht länger als 20 Minuten zu ertragen ist... Reicht zum einschlafen.
     
  4. Mischpult

    Mischpult Benutzer

    Der Stream bei WDR 2 wird nach 20 Minuten automatisch getrennt, das stimmt. Man geht davon aus, dass viele Streamhörer nach einiger Zeit vom PC abwesend sind, den Stream aber weiterhin laufen lassen und so eine bessere Auslastung der Kapazitäten verhindern.
     
  5. Commodus

    Commodus Benutzer

    Lieber Klaus B,!
    Ein bisschen Niveau hat noch keinem geschadet. Hör wenigstens 20 Minuten zu, Dein Erkenntnisgewinn wird groß sein!
     
  6. Cheesenonions

    Cheesenonions Benutzer

    @Grenzwelle, angesichts von an die 8.000 Radiosendern, die ihr Programm weltweit ins Netz stellen, ist Deine Meinung von der Zeit lange schon überholt. Und ein von Gebührenzahlern finanziertes Pay-Radio ist doch wohl nicht Dein Ernst, oder? Sollte im übrigen der Grund für das arrogante Verhalten des WDR tatsächlich der sein, dass ein Internet-Radiohörer seinen Rechner nach 20 Minuten verlässt (was ich für völlig falsch halte und auf die Internetradiohörer, die ich kenne, nicht zutrifft), dann müsste das ebenso für alle anderen Radiohörer gelten. Werden wir also in Zukunft Radios haben, die sich nach einer gewissen Zeit selbsttätig abschalten, weil dann eh keiner mehr zuhören mag? Das ist lächerlich! Übrigens genau so lächerlich wie die Begründung mit den hohen Kosten. Ich weiß nicht wirklich, was der Betrieb eines Internetradios kostet, was ich aber weiß ist, dass ihn sich Sender wie die offenen Kanäle in Bremerhaven oder Oldenburg, die Okerwelle in Braunschweig, kleine Community-Radios in Irland oder die Hörfunksender in Zaire oder Madagaskar leisten können. Alles das ist nicht mit einer Riesenanstalt wie dem WDR zu vergleichen. CO
     
  7. studix

    studix Benutzer

    @Cheese:
    der Unterschied ist aber der, dass die Livestreams bei den OKs vermutlich nicht sonderlich ausgelastet sein werden. Sein wir mal ehrlich: soo ein Riesenaufwand ist es ja auch nicht, ab und an mal auf die Taste zu klicken, wenn man am PC sitzt (obwohl ich 20 Minuten auch etwas kurz finde). Z.B. Radio France handhabt das ganz ähnlich - bloß etwas sanfter. Nach etwa einer Stunde öffnet sich bei denen ein Popup, in dem nachgefragt wird, ob man weiterhören möchte. Wird dies nach ein paar Sekunden nicht mit "oui" beantwortet, wird der Empfang unterbrochen. Andere Anstalten handhaben die Kostenfrage anders - der NDR bspw. hat die Anzahl der möglichen Streams stark begrenzt (AFAIR auf 100 Streams für alle (!) NDR-Programme zusammen), sodass es zu bestimmten Zeiten sehr viel Geduld erfordert, mal an einen der Streamkanäle heranzukommen. Die BBC hat ihre Streamqualität von einst phänomenalen 64 auf regulär 44 kbit/s herabgesetzt, zu Stoßzeiten geht es dort auch schonmal auf grottige 11 kbit/s runter (was sich dann kein Mensch mehr anhören kann). Oder nimm den hr, der für sechs seiner Programme gar keinen Livestream anbietet bzw. der für hr3 nur über eine Software funktioniert, die man sich zusätzlich installieren muss. Beim ORF sind livestreams ganz tabu... Von daher verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz, was an der 20-Minuten-Beschränkung so schlimm sein soll (die der WDR im übrigen auch bei Einslive anwendet).

    <small>[ 20-05-2003, 19:14: Beitrag editiert von studix ]</small>
     
  8. scaramanga

    scaramanga Benutzer

    Bayern3 trennt nach 35 Minuten- nur eine Feststellung.
     
  9. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    @Cheese

    Offenbar gilt WDR2 immer noch als Kompetenz in Sachen Informationsradio und wird daher häufig aus dem Netz abgerufen.

    Was der WDR hier macht, ist ansatzweise verantwortungsvoller Umgang mit Gebührengeldern. Wenn sie keine Resourcenprobleme hätten, würden sie den Schnitt nach 20 Minuten bestimmt nicht machen. Selbst der WDR hat kein Interesse daran, seine Hörer absichtlich zu verärgern!

    Alternative zum 20 Minuten-Cut wäre ein Aufstocken der Stream-Kapazität. Ich arbeite in der Branche, glaube mir, das ist sauteuer. Und aus Rundfunkgebühren NICHT zu rechtfertigen. Es sei denn im Staatsvertrag des WDR stünde, dass dieser sein Programm 24 Stunden weltweit zu verbreiten hat. Kann mir aber nicht vorstellen, dass es diese Passage gibt.

    Gruß
    Grenzwelle
     
  10. m_k

    m_k Benutzer

    Es maunzen doch soooo viele rum, dass die ÖR ihr Geld nicht richtig einsetzen, die GEZ-Gebühren zu hoch sind, für das Geld zu primitives Programm kommt, das dem eines Privatsender in einigen Fällen ähnelt und so weiter...
    Alles in etlichen Foren in epischer Breite (und manchmal auch Flachheit) gelesen und zuletzt in dem von dem Beobachter.

    Jetzt geht ein Sender (oder mehr eine ganze Rundfunkanstalt, da es nicht unbedingt nur WDR2 ist - sondern auch Eins Live und WDR5 im Netz) etwas vernünftig mit dem Geld um und schaltet nach 20 Minuten einen teuren Stream aus - dann passt es wieder manchen nicht!
    Und vielfach sind das die Gleichen, die oben geschriebenes befürworten... Passt doch nicht!

    Und so ein Problem ist das doch echt nicht, den Player neu zu starten...

    <small>[ 20-05-2003, 22:06: Beitrag editiert von m_k ]</small>
     
  11. Cheesenonions

    Cheesenonions Benutzer

    Hallo, erstmal zu dem, bei dem ich grundsätzlich zustimme: BBC: Die Reduzierung der Bit-Rate ist mir aufgefallen, ich halte sie auch für fragwürdig, kann sie aber verstehen. Das hat im übrigen der WDR auch gemacht, der ja kurzzeitig gar in Stereo gesendet hat! Zurück zum BBC: Der Sender hat aber auf jeden Fall auch in Krisenzeiten wie dem Irakkrieg seine Streamingkapazität aufrecht erhalten. Die Qualität vom BBC World Service war zwar schlecht,, aber immer noch besser als die der Kurzwelle, und das bei einem wie ich annehme riesigen Höreraufkommen weltweit. Jetzt der Widerspruch: Zu den Sendern des ORF: Der ORF sendet als Livestreams sowohl die Programme von Radio Österreich International und von vier oder fünf Regionalsendern (Salzburg, Tirol, Niederösterreich, Kärnten, Vorarlberg - wobei ich mir bei letzterem nicht ganz sicher bin). Radio France, andere ARD-Stationen: Da ich diese Sender nicht höre, wusste ich das nicht, glaube es natürlich und halte es auch für unangebracht und schlecht. Wobei ich natürlich die Art und Weise des Abschaltens von Radio France wesentlich freundlicher finde: Man fragt, ob man noch weiter hören will, und schaltet dann erst ab, und sagt nicht einfach wie der WDR "und tschüs". Das Argument, man könne ja den Stream wieder starten, könnte ich gerade noch nachvollziehen, wenn es sich um einen reinen Musiksender handeln würde. Ein Sender wie WDR 2 (oder WDR 5), die völlig zu Recht mit ihrer Informationskompetenz werben, würde aber oft genau während einer solchen Informationssendung abgeschaltet werden. Diese Information geht mir verloren. Also hole ich sie mir woanders, beispielsweise bei SWR Cont.ra oder - wie bei WDR 5 - über die D-Box, wenn ich kann. WDR 2 verliert mich aber als Hörer - und als Konsumenten der Radiowerbung, die der Sender ja bekanntlich auch ausstrahlt. Zum Schluss noch dies zum Thema Rundfunkgebühr: Der WDR sendet in einem Bundesland, das über sehr viele Gebührenzahler verfügt. Hier leistet er sich ein Fernsehvollprogramm mit teilweise sehr aufwendigen Produktionen und liefert der ARD noch eine ganze menge zu. Dazu kommen acht Hörfukprogramme (Wera und WDR 2 Klassik mit eingerechnet, die fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit senden). Drei Radioprogramme senden im Internet. Da kann mir niemand erzählen, dass es da nicht anderswo Einsparpotential gibt. CO
     
  12. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    CO, nochmal:

    Der WDR hat keinen Programmauftrag, seine Programme weltweit, also beispielsweise über das Internet zu verbreiten. Das sieht beim BBC-World-Service schon völlig anders aus. Hier steckt der weltweite Programmauftrag schon im Namen drin.

    Es ist unsinnig, vom WDR genau dort Einsparungen zu verlangen, wo er seinem Programmauftrag nachkommt, um auftragsfremde und meiner Meinung nach sogar auftragswidrige Angebote zu finanzieren.

    Aber mir kommt so langsam der Verdacht, dass es Dir weniger um die Sache, als vielmehr um WDR-Bashing geht.
     
  13. studix

    studix Benutzer

    @Cheese: Hier noch eine Stellungnahme zu dem Thema von Radio France...

    <a href="http://www.radiofrance.fr/services/aide/difflive.php" target="_blank">http://www.radiofrance.fr/services/aide/difflive.php</a>

    La durée d'écoute est désormais limitée : sans action de votre part (un simple clic), la diffusion s'arrête au bout d'un temps déterminé selon les stations. En effet, pour nous, diffuseurs, les technologies actuelles imposent un coût dépendant de la durée et du nombre d'auditeurs. Plusieurs éléments nous indiquent que les internautes ayant accès à l'internet illimité ne coupent pas l'écoute, lorsqu'ils quittent leur ordinateur allumé. Radio France ne peut continuer à financer pour celui qui n'écoute pas. C'est pourquoi nous avons mis en place ce système de confirmation, un peu contraignant, mais qui nous permet de mieux contrôler les coûts de diffusion.

    und die Übersetzung von Google <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

    Die Abhördauer ist von nun an begrenzt: ohne Aktion Ihrerseits (ein einfaches Klicken), hält sich die Verbreitung nach einer Zeit an, die nach Stationen bestimmt ist. In der Tat für uns drängen Zerstäuber, die derzeitigen Technologien von der Dauer und von der Anzahl der Zuhörer abhängige Kosten auf. Mehrere Elemente heben uns hervor, daß internautes, die Zugang zum unbeschränkten Internet haben, das Abhören nicht schneiden, wenn sie ihren angezündeten Rechner verlassen. Radio Frankreich kann nicht weiterhin für jenen finanzieren, der nicht hört. Deshalb haben wir dieses etwas zwingende Bestätigungssystem geschaffen, aber das uns erlaubt, die Verbreitungskosten besser zu kontrollieren.

    <small>[ 21-05-2003, 10:59: Beitrag editiert von studix ]</small>
     
  14. Cheesenonions

    Cheesenonions Benutzer

    @Studix,
    danke für die Info. Dazu muss man aber wissen, dass Radio France ALLE seine Hörfunkprogramme als Streams anbietet, also die landesweiten und die Regionalsender sowie alle Lokalsender von Radio Bleue, dazu zwei Programme von Radio France International und die Programme von RFO. Das alles in bis zu drei Audioformaten. Insgesamt sind das so um die 70 (siebzig) Stück. Sicher ist die Lösung, die Radio France hier gefunden hat, die schlechteste, besser wäre vermutlich, einige der Streams abzuschalten und so Geld einzusparen. Auch bei Radio France wird man gemerkt haben, dass man mit dem Apple Quicktime -Format auf ein falsches Pferd gesetzt hat. Möglicherweise gibt es da aber lizenzrechtliche Probleme, was weiß ich. Der Unterschied ist aber, dass ich bei Radio France vom Programm nichts verliere, weil ich dem Sender klarmachen kann, dass ich noch zuhöre. Und selbst wenn ich nicht direkt am Computer sitze, sehe ich das Fenster auf meinem Bildschirm, kann hingehen und auf den Oui-Button klicken, und das Programm geht weite. Darum kann ich dieser unschönen Lösung noch etwas positives abgewinnen. @Grenzwelle: Sorry, aber ich habe nicht oft so viel Schwachsinn in einem Posting gelesen. Ich fange unten an: Glaubst Du im Ernst, ich hätte es nötig, den WDR zu "Bbashen"? Was sollte mir das bringen? So unglaublich wichtig und einflussreich ist dieses Forum nun auch wieder nicht. Im übrigen: Warum sollte ich dem WDR die Arbeit abnehmen? Deine These, die etwas weiter oben in Deinem Posting steht, besagt: Weil der Sender "Westdeutscher Rundfunk" heißt, sei sein Auftrag, nicht für die ganze Welt, sonder für Westdeutschland u senden. Verstehe ich das richtig? Wenn ja, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass alle öffentlich-rechtlichen Hörfunksender ihre Kurz- und Mittelwellensender ab- und ihre Satellitenabstrahlung einstellen müssten. Dann hätten auch die Fernsehprogramme von ARD und ZDF auf Astra nichts mehr zu suchen, und dann müsste auch das Programm German TV eingestellt werden. Das WDR-Fernsehen wird zudem bundesweit in die Kabel-Deutschland-Netze eingespeist. Dürfte dann auch nicht mehr sein. Solltest Du das wirklich wollen? Für mich ist das ARD-Angebot im Internet im prinzip shr gut, ich möchte nicht darauf verzichten (im Gegensatz zu den im VPRT organisierten Menschen). Von den öffentlich-rechtlichen Hörfunksendern sind WDR 2 und Radio 1 aus Potsdam die einzigen, die ich bisher gerne gehört habe. Wenn ein Sender einen Service anbietet, dann sollte er das auch vernünftig tun. Das gilt auh für den WDR. Sollten die wirklich ein Problem mit ihren Sreams haben: Warum brauchen die dann drei Streams für jeden Sender. Man könnte gut und gerne zwei davon abschalten, da der Realplayer in seiner neuesten Version in der Lage ist, auch das Mediaplayer-Format zu empfangen. Aus den jetzt neun Streams würden so drei, und ein Teil der Kosten wäre gespart. Und man hätte es dann vermutlich nicht mehr nötig, so offen zu zeigen, was man in Wahrheit von den Hörern hält: Nichts. CO
     
  15. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    @CO

    Diese Diskussion aus Deiner Unkenntnis oder absichtlichem Missverstehen von Fakten ist langsam müßig.

    Zum letzten Mal:

    Das Internet ist kein Broadcast-Medium, sondern ein Point-to-Point-Medium. Der WDR macht RUNDfunk. Beim Internet wird aber nicht in die RUNDE gefunkt, sondern Datenpakete an definierte Adressen gesendet. Daher gibt es KEINEN öffentlich-rechtlichen Programmauftrag für das Internet.

    Sat-Übertragung ist Broadcasting, auch wenn die Astra-Feeds über Deutschland hinausgehen. Angesichts der Bedeutung des deutschen Marktes würde es mich aber nicht wundern, wenn die SES bei neuen Satelliten spezielle Deutschland-Feeds anbieten würde, die im Ausland nicht oder kaum ankommen. Für Großbritannien gibt es das schon (freilich durch die Insellage begünstigt).

    Übrigens haben ARD und ZDF genug urheberrechtliche Probleme mit der unverschlüsselten europaweiten Übertragung ihrer Programme.

    Die Kurzwellenangebote der ARD richten sich an Hörer im Ausland, es sind nur sehr wenige ARD-Programme überhaupt auf Kurzwelle vertreten. Wie das mit dem Programmauftrag geregelt ist, weiß ich nicht, nehme aber an, dass dafür eine Klausel eingebaut ist.

    Nun sage mir, wer hier Schwachsinn postet! Eine weitere Diskussion macht nur Sinn, wenn Du aus dem Staatsvertrag des WDR zitierst.

    <small>[ 22-05-2003, 19:38: Beitrag editiert von Grenzwelle ]</small>
     
  16. studix

    studix Benutzer

    @Cheese:
    Wo hast du bei RF die QT-Streams gefunden? Ich sehe auf der Seite nur die Streams im WMA-Format und dazu noch ein paar Ogg-Streams im Testbetrieb (aber nur mit 16kbit/s). Über Comfm kommt man nur an die WMA streams heran. Allerdings scheint das QT-Format bei den französischen Sendern ansonsten noch recht verbreitet zu sein, bei RFO hab ich auch welche gefunden. Aber die haben doch mit Radio France nicht mehr viel zu tun - oder liege ich da falsch??? (RFO = Réseau France Outre-mer)
     
  17. m_k

    m_k Benutzer

    Ganz nebenbei eine Frage:
    Wie lautet die offizielle Definition zu "Point-to-Point-Medium"? Also wenn es geht nicht unbedingt frei erzählt oder interpretiert...
    Hat irgendwer eine kurze und sachliche Erklärung (Auszug)?
    Vielen Dank!

    Noch mal was zu dem möglichen WDR2-Bashing, dass mit diesem Thread nun versucht wird oder nicht (Grenzwelle warf das ja Cheesenonions vor, der den Thread eröffnet hat):
    Bitte mal in den Titel gucken!!! Denn wenn es nur um die Tatsache gehen würde, dass es beim WDR weniger Streamings geben würde, passt der nicht!
    Da hat das Wort "Verarsche" wohl eine andere Bedutung...

    <small>[ 22-05-2003, 19:55: Beitrag editiert von m_k ]</small>
     
  18. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    @ Grenzwelle: </font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Arial"> Das Internet ist kein Broadcast-Medium, sondern ein Point-to-Point-Medium. Der WDR macht RUNDfunk. Beim Internet wird aber nicht in die RUNDE gefunkt, sondern Datenpakete an definierte Adressen gesendet. Daher gibt es KEINEN öffentlich-rechtlichen Programmauftrag für das Internet.
    </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Arial">Diese Sätze hätte mal Tom2000 hier reinschreiben sollen, dann wär' vielleicht was los gewesen! Aber wenn zwei das gleiche tun...

    Wenn die ÖRs keinen Programmauftrag für das Internet haben, eine Ansicht, der ich durchaus zuneige, dann sollen sie doch bitteschön ihre gesammelten Internetauftritte mitsamt den Live-Streams abschalten und das dabei eingesparte Geld ihrem eigentlichen Programmauftrag entsprechend einsetzen. Wäre ich sehr dafür!

    So, wie das der WDR (und auch Bayern 3 mit seiner Beschränkung) machen, ist es jedoch, da stimme ich CO zu, eher Verarsche, Service jedenfalls ist es bestimmt nicht. Wie man es besser macht, zeigen die Franzosen - aber die haben gemeinhin ja sowieso mehr Charme und Stil, als die Deutschen... :)
     
  19. studix

    studix Benutzer

    @Makeitso:
    Auf der ersten Blick mag das System der Franzosen etwas charmanter erscheinen als der wortlose Rausschmiss beim WDR. Auf den zweiten Blick machen die technischen Nachteile, die das System mit sich bringt, das ganze aber wieder zunichte:
    1. Man kann den Stream nicht im Player selbst, sondern nur in einem Browser-Fenster abspielen, das heißt, man ist im großen und ganzen auf die (u.U. unkontrollierte) Benutzung des Internet-Explorers mit all seinen Sicherheitslücken angewiesen, Benutzer von Mozilla haben hier evtl. Probleme, die Streams aufzurufen.
    2. Sie benutzen das WMV-Format
    3. Linux-User sind wg. der Kombination der Punkte 1 + 2 ganz ausgeschlossen. Die alternativ angebotenen Ogg-Vorbis-Streams sind auf Grund der miserablen Bitrate leider kein Hifi-Erlebnis und scheiden für mich daher aus. Das heißt für mich: wenn ich ein Programm von RF hören möchte, muss ich erstmal das Betriebssystem wechseln.

    Dann vielleicht doch lieber hin und wieder mal den Real-Player neu starten

    Nachtrag: hab heute morgen den WDR2-Stream laufen (und das seit über ner Stunde OHNE Unterbrechung!!!)

    <small>[ 23-05-2003, 09:28: Beitrag editiert von studix ]</small>
     
  20. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    Makeitso,

    ich bin der letzte, der dem Tom2000 mit seinem Öffi-Hass das Wort redet. Es ist aber Fakt, dass Digitalisierung der Medien immer auch Adressierbarkeit bedeutet.

    Das Rundfunkgebührenmodell stammt aus der analogen Steinzeit, als jeder mit Antenne und Empfänger den Sender der Wahl hören konnte. Mit dem heutigen Stand der Technik wäre es bereits leicht möglich, das gesamte TV-Angebot von ARD und ZDF zu verschlüsseln. Eine Smartcard bekäme nur, wer bei der GEZ registriert ist.

    Okay, das führt jetzt aus dem Thema raus, ich will nur zeigen, wohin durch die mediale Reise durch die Digitalisierung mittelfristig geht.

    Solange das nicht so weit ist, speziell im Hörfunkbereich, finde ich es völlig richtig, wenn die ARD programmbegleitende Internetseiten anbietet. Gefährlich wird es erst, wenn von ARD oder ZDF mit Gebührengeldern subventionierte komplette e-commerce-Portale hingestellt werden. Auch die kostenlose Streamerei gehört für mich zu den 'verbotenen' Dingen. Wenn die sich nämlich durchsetzt, steht schnell wieder die Forderung nach Rundfunkgebühren für jeden PC auf dem Tablett.

    In dem Zusammenhang frage ich mal, was aus der guten Idee einer Haushalts-Rundfunkgebühr als Ersatz für die bestehende Gerätegebühr geworden ist. Damit wären solche Dinge wie privat-PCs wieder abgedeckt. Wahrscheinlich wurde die Idee begraben, denn die Abzocke für alle Hotelfernseher, Autoradios, Einzelhändler, ALDI-Filialen bringt sicher mehr Kohle.
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen