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WDR2 kanns einfach nicht...

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von DerRADIOLOGE, 30. April 2008.

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  1. DerRADIOLOGE

    DerRADIOLOGE Benutzer

    Mannmannmann.. was war ich lange nicht mehr hier. Aber bei dem was ich eben auf WDR2 gehört habe, musste ich meinen Unmut doch einfach mal niederschreiben. WDR2 kann Information, WDR2 kann ausgewogen berichten und (ich persönlich) finde WDR2 kann mittlerweile auch Musik. Was WDR2 nicht kann, ist bunt.

    Dazu zwei Beispiele aus dem Mittagsmagazin:

    1. Um 12.20 teasen sie auf ihren 68er-Tag am 1. Mai. Das ist ja eine launige Sache, ich gehöre der Generation zwar nicht an, aber ich denke, dass da schönes geboten wird. Und wie weist WDR2 auf etwas schönes hin? Genau, indem man es so unattraktiv, wie möglich redet. Sie haben die zuständige Redakteurin ins Studio zum Kollegengespräch geladen. Die Moderatorin stellt die vorher abgesprochenen Fragen, und die Redakteurin antwortet ewig lang und erzählt von amüsanten O-Tönen, die sie aus dem Archiv gesucht hat. Aber hört man mal einen O-Ton? Nein. Die Redakteurin erzählt, dass sie etwas lustiges rausgesucht hat, aber das ganze trocken, komplett ohne Beispiele, gefühlte drei Minuten. Sie erzählt, dass es spannend sein wird, wenn ein Lehrer in der Sendung ist, der 68 so alt war, wie heute seine Schüler... naja.... sie erzählt davon, dass es "ganz schön anstrengend war" das riesige WDR-Archiv zu durchsuchen... verdammt ja. Das glaube ich, aber ich will jetzt einen lustigen Oswald-Kolle-Ton hören.. Die letzte Frage: "Welche Musik wird denn gespielt?". Die Antwort: Wir mischen 40 Prozent aus den 68ern dazu.

    Das ganze ist so unemotional, wie nur etwas. "40 Prozent" - ich will Bands wissen, ich will Titel wissen, ich will Hooks hören... aber nix. Stattdessen nur Laberei.

    2. Um 13.20 läuft ein Beitrag: In Gelsenkirchen werden die Ampeltaster für Blinde jetzt mit Schalke-Logos versehen, damit sie weniger oft von Fußballfans demoliert werden. Das erzählt mir die Moderatorin in ihrer ewig langen Anmoderation. Das erzählt mir der Beitragsmacher in seinem Sprechertext und anschliessend auch nochmal der Pressesprecher der Stadt im O-Ton. Dann wird auch noch einer vom Fußballverein gefragt, der das ganze begrüßt (oh wunder), dann noch jemand anderes und schließlich auch noch ein paar Passanten... das ganze in mindestens 2:30. - Die Geschichte ist toll und hat Gesprächswert, keine Frage. Aber muss da gleich ein so journalistisch ausführlicher Beitrag drüber gemacht werden. Kapiert hat man das ganze doch recht schnell.

    WDR2 hat sooo viele wunderbare Ressourcen aber verkaufen können sie überhaupt nicht. Wie Schade.
     
  2. Tweety

    Tweety Benutzer

    AW: WDR2 kanns einfach nicht...

    Das WDR 2 oftmals zu trocken rüberkommt ist ja nichts neues.Wenn dann auch noch Gudrun Höpker oder Gisela Steinhauer moderieren, dann kann es schonmal stauben.;)
     
  3. fastenau

    fastenau Benutzer

    AW: WDR2 kanns einfach nicht...

    Trocken manchmal schon.
    Aber siehs doch mal von der positiven Seite:
    - Keine mysteriösen Geräusche
    - keine Morgenshow
    - kein "Haben Sie heute Morgen gehört was Mr. X lustiges gemacht hat?"
    - Du musst auch keine 10 Euro-Scheine nach den passenden Nummern kontrollieren
    - kein nerviges Geclaime ("Und gleich drei Superhits am Stück im tollsten Mix")
    - und keine Geschlechterschlachten.

    Da würde ich lieber WDR 4 hören, als irgendeinen Privatfunker.
     
  4. Prodotto

    Prodotto Gesperrter Benutzer

    AW: WDR2 kanns einfach nicht...

    Naja, was erwartest Du denn auch von einem popeligen Themen-TAG. Eine WOCHE lang nur EIN Thema - das wäre es gewesen.

    ... mmhhh .. vielleichte könnte man das ganze auch eine "Themenwoche" nennen.


    Ich muss mal bei der ARD anrufen, die finden das sicher ne toffe Idee. :D


    Und noch was Anderes:

    Teasen ist meiner Meinung nach sowieso völlig überbewertet.

    Heutzutage, wo man fast alles sofort per Mausklick bekommen kann (Information, Musik, Laberei), entsteht auch bei mehr und mehr Leuten die Erwartungshaltung des "instant fullfillments".

    Teasen mit Tönen und Hooks wird in Zukunft immer kontraproduktiver sein. Wenn da jetzt einer bei WDR2 zum Beispiel die Doors mit "Light my fire" an die Ohren gehookt bekommt, folgt sogleich eine Frustation, dass es eben NICHT jetzt sofort kommt.
    Ottos Internetkind von heute, wartet aber nicht mehr brav 24 Stunden ab, bis der Lieblingssteinzeitfunk das Lied spielt, sondern klickselt rum und guckt sich den Doors-Auftritt mal lieber direkt bei Tante Ju(tjub) an.
     

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