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Weihnachten als Folter

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von berlinreporter, 07. Dezember 2003.

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  1. berlinreporter

    berlinreporter Benutzer

    Mal ein anderer Aspekt von Weihnachtsradio: Manch ein Angestellter, der pausenlos dem Weihnachtsradio ausgesetzt ist, fühlt sch regelrecht gefoltert, schreibt die BILD:
     
  2. Wolf D Rock

    Wolf D Rock Benutzer

    Ich erinnere mich da an einen Supermarkt, durch den ich vor Weihnachten und im Fasching immer im Schweinsgalopp durch bin wegen der grauslichen Musik. Ohren zu, bis in den Keller zur Milch rasen, zur Kasse, raus. Sehr umsatzfördernd...

    Da arbeiten? Undenkbar.

    Die bei den POS-Radios immer total lautgedrehte Müller-Werbung mit Telefongeklingel etc. kann aber auch nerven.
     
  3. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    „Es gibt Studien über Menschen, die immer wiederkehrenden Geräuschen oder Musik ausgesetzt sind. Nach stundenlanger Musikberieselung können permanente Gereiztheit und Aggressivität gegen Arbeitskollegen oder Familienmitglieder die Folgen sein“, sagt Diplompsychologe Dr. Christian Lüdke (43) aus Köln, „Menschen, die in ihrem Job dieser Dauergeräuschkulisse ausgesetzt sind, können schon bei kleinen Anlässen regelrecht ausrasten.“
    [size=3]WIR MACHEN EUCH KAMPFGEIL! Euer 200-Titel-Formatradio[/size]
    :D
    db
     
  4. berlinreporter

    berlinreporter Benutzer

    @beobachter: Man bedenke auch, dass in Millionen von Büros der deutsche Dudelfunk ständig im Hintergrund läuft - es trifft also nicht nur die Supermarkt- und Radiomitarbeiter.

    These: Radio als Hauptursache für Mobbing?:D
     
  5. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    berlinreporter, du meinst:
    [size=3]"Wir mobben Ihren Kollegen raus! Ihr 200-Titel-Formatradio."[/size]?

    Auja, komm, wir suchen uns einen findigen Anwalt und klagen gegen alle Dudelfunker! Ist mal ein ganz anderer Ansatz, gegen den Berieselungsmüll vorzugehen. :D
    db
     
  6. Jasemine

    Jasemine Benutzer

    Hey Beobachter,

    Du bist doch gegen die "Vertrashung" des offenen Forums, jetzt geh mal mit gutem Beispiel voran!
    ;)))))))))))))))

    Aber im Ernst. Ich lese das hier:
    und habe das Gefühl wieder im Jahr 1983 zu sein. Zu der Zeit hatte man in der BRD jedes Jahr mehr Kaufkraft bei immer weniger wöchentlichen Arbeitsstunden. Die Gewerkschafter hatten für die 90er schon die Strategiepapiere für die zu fordernde 30-Stundenwoche in der Schublade und auch sonst galt es Probleme zu finden, wo glückliche Arbeitnehmer keine hatten.

    Seelische Grausamkeit, das ich nicht lache. Schade, gute Gewerkschaftsarbeit und Lobbyarbeit bräuchten viele Arbeitnehmer heute mehr denn je, denkt sich die Jasemine.
     
  7. berlinreporter

    berlinreporter Benutzer

    Und die Arbeitslosen erst......
     
  8. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    @Jasemine:
    Wenn die "Vertrashung" nur kreativ ist, ist sie gut. Und meine ist natürlich ungemein kreativ! :D

    Ja, die Gewerkschaften. Ein ganz eigenes Thema. Radiohexe mag sie ja besonders. Ich liebe sie auch, weil sie so ungemein viel für mich tun und immer noch glauben, bessere Arbeitsbedingungen seien gleichzusetzen mit weniger Arbeitszeit. Haben wohl lange nicht mehr gearbeitet die Damen und Herren Funktionäre. :D:D:D
    db
     
  9. Wolf D Rock

    Wolf D Rock Benutzer

    @berlinreporter:

    Stimmt, ich erinnere mich mit Grausen an ein mehrmonatiges Praktikum, bei dem Bauern 3 durchlief. Mit Meister Proper, Femina Hygiene und Duplo. Alles 4x stündlich. Duplo bringe ich bis heute nicht runter, nicht mal geschenkt. Und ein Radio habe ich nach dem Praktikum 6 Wochen nicht mehr angerührt, schon der Gedanke löste Übelkeit aus..

    Gegen eine Umstellung auf AFN war der Rest der Leute. Irgendwann war mal ein Loch mit der Handbohrmaschine zu bohren. Dazu war das Radio - unter großem Protest - abzustecken, weil sonst keine Steckdose da war. Natürlich habe ich nachher "vergessen", das wieder einzustecken. Glaubst, das hätte einer gemerkt?

    Nee, den ganzen Vormittag gab es nur Gespräche wie

    "Hm, irgendwas ist heute anders!"
    "Ja, stimmt, irgendwas ist heute anders"
    "Ich komm aber nicht drauf, was"
    "Komisch..."

    Erst in der Mittagspause fiel dann die Stille jemand auf...
     

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