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Werbung, die erfolgreich ist oder eben nicht

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Mäuseturm, 08. Juni 2014.

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  1. Mäuseturm

    Mäuseturm Benutzer

    Werbung soll Menschen dazu anregen ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung zu kaufen. Wenn die Werbung gut gemacht ist, klappt das sicher auch, bei nervender Werbung erreicht man u. U. das Gegenteil.

    Aber gibt es eigentlich Statistiken darüber, wie gut oder schlecht eine Werbung "funktioniert"? Ich denke da z.B. an die AOL-Werbung mit Boris Becker ("Häh? Bin ich etwa schon drin, oder was?), die mich 1990 zu AOL gebracht hat, oder die Toyota-Werbung mit den Tieren. Hatten diese Werbungen tatsächlich die Verkaufszahlen nach oben getrieben? Und gehen die Carglass-Aufträge runter wegen der nervigen Werbung, die wohl niemand wirklich mag? Gibt es andere Beispiele, positiv wie negativ?
     
  2. 2Stain

    2Stain Benutzer

    Der Franchisenehmer einer großen Fastfoodkette (ja, die mit dem goldenen M) sagte vor rund 25 Jahren mal in einem Gespräch zu mir:

    "50 Prozent bei der Werbung sind raus geschmissenes Geld. Ich weiß nur nicht welche 50 Prozent."

    2Stain
     
  3. dramaking

    dramaking Benutzer

    @2Stain: Die Frau Bratbäcker hat sich ihr Geld aber redlich verdient.
    Es müssen dann eher "die Größen" aus der Kathegorie Heidi Klum sein, die keinerlei Wirkung an dieser Stelle erzielen, weil völlig unglaubhaft in diesem Zusammenhang.
     
  4. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    Hanns Riegel (Bonn) äußerte sich einst (sinngemäß) in einem Porträt über seine Firma auf eine Frage bezüglich des vermutlich üppigen Salärs eines Thomas Gottschalk: "Ich könnte Gottschalk glatt das Doppelte zahlen - und es würde sich immer noch rechnen!"

    Ähnlich: Egon Wellenbrink

    Zehn Jahre lang brachte er uns in der TV-Werbung das Kaffeetrinken näher und avancierte als Melitta-Mann zur Kultfigur. 1999 wurde er in Rente geschickt.
    Es steht zu lesen, dass dank seiner Melitta den Umsatz um über 30 Prozent steigerte.
     
  5. 2Stain

    2Stain Benutzer

  6. chapri

    chapri Benutzer

    GfK-Studien zeigen alle Jubeljahre auf, wie erfolgreich TV-Werbung ist.
    Ich gestehe, dass ich den Spruch des kleinen Pinguins aus einem dümmlichen Ferrero-Werbespot heute noch gerne benutze:

    Ich - muss weg!
     
  7. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Wenn Werbung dafür sorgt, eine Marke bekannt zu machen - dann kann man den Erfolg sicher messen.
    Geht es aber um die Frage, ob Werbung auch den Verkauf fördert, so hätte ich meine Zweifel. Ich kenne zum Beispiel viele Marken (aus der Werbung), und käme dennoch nie auf die Idee, die entsprechenden Produkte zu kaufen.
     
  8. Relay-Ted

    Relay-Ted Benutzer

    Diese Annahme ist (leider) nicht richtig.

    Hauptsächlich entscheidend ist es, die Zielgruppe exakt zu definieren und deren "Nerv" zu treffen. Letzteres ist auch etwas Glückssache.
    Im Ergebnis muss bei der Zielgruppe der Markenname hängen geblieben und mit dem Produkt verknüpft sein.

    Die Marke Seitenbacher ist eben vor allem durch die penetrante aber ebenso "authenitsche" Werbung innerhalb weniger Jahre groß geworden und hatte eben nicht den intellektuellen Studenten als Zielgruppe, da der sich mutmaßlich seinerzeit sein Müsli noch selber angerührt hat.

    Lehrbeispiel für eine völlig missglückte Werbestrategie ist und bleibt die Camel-Werbung Anfang der 90er, die für Viele das Highlight bei jedem Kinobesuch war und uns viele unterhaltsame Werbeplakate beschert hatte. Camel wollte mit dem Imagewechsel (davor lief ja immer einer nur meilenweit für eine Camel) Marktanteile bei jüngeren Rauchern gewinnen (Kritiker liefen Sturm mit der Befürchtung, insbesondere Kinder würden angesprochen), doch die "Jungen" fanden die Werbung nur lustig (und kauften nicht) und die "Alten" fanden sich im neu erschaffenen Werbeimage nicht mehr wieder. Im Ergebnis sank der Marktanteil der Marke innerhalb eines Jahres von 6,3% auf 5,3%. und damit im Markenranking von Platz 2 (hinter Marlboro) auf Platz 7.

    Und eben auch die Carglasswerbung [Etat 2013: über 50 Mio Eur.] (die z.B. im englischen Radio nach gleichem Muster unter dem Markennamen "Autoglass" läuft) setzt auf ein ähnliches Prinzip wie Seitenbacher, in dem authentische Klugscheißer dem zumeist jungen aber auch authentischen Kunden eintrichtern, dass sie nur von dieser Kette sicher und zuverlässig quasi auf Rezept verarztet werden.
    Der Erfolg ist in diversen Marktforschungen ein überragender Wiederekennungsfaktor, der sich im Unterbewusstsein festsetzt.

    Parallelen zu MA sind bei der Beantwortung der Frage unvermeidlich.
    Wenn die Zielgruppe (überwiegend) nicht im Bereich der Intellektuellen definiert ist, braucht es sicher auch keine anspruchsvolle Werbung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2014

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