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WhatsApp, Facebook, Twitter,... eigentlich doch alles Schleichwerbung!

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von radio_radio_radio, 12. März 2015.

  1. Immer mehr Radios fordern Hörer auf, zu twittern, etwas auf Facebook zu liken oder eine Nachricht per WhatsApp zu schicken. Das ist streng genommen Schleichwerbung vom Feinsten, wenn man Hörer aktiv dazu auffordert (!) einen kommerziellen Dienst zu nutzen.
    Was denkt ihr darüber?
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2015
  2. exhörer

    exhörer Benutzer

    Wieso? Bezahlen denn Facebook & Co. die Sender dafür?
     
  3. Du darfst auch keine unbezahlte Werbung ohne Werbetrenner machen...
     
  4. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Muß man neuerdings 0190-Nummern wählen um sich bei Facebook oder Whatsapp einzuloggen? Wäre mir völlig neu. Insofern ist deine Argumentation ziemlicher Nonsens. Die Dienste sind für den Endverbraucher völlig kostenfrei, also auch nicht kommerziell im Sinne der Werbevorschriften. Jedenfalls würde ich das so sehen. Wenn man deiner Argumentation folgen würde, dürften Rundfunkmoderatoren ja nicht mal ihre Hörer dazu aufrufen, auch morgen wieder einzuschalten, denn auch ein Großteil aller Radiosender sind letztlich kommerziell.
     
  5. dm83

    dm83 Benutzer

    Sehr streng genommen ja, aber Kommunikationskanäle ändern sich eben. Früher wurden Hörer aktiv aufgefordert, Postkarten einzusenden, womit man ja wiederum die Post gefördert hat. Und das Porto hat im Gegensatz zu Facebook & Co was gekostet (bei Facebook zahlt man halt mit den eigenen "Daten" als Währung).

    Im Grunde schneiden sich die Radiosender eh ins eigene Fleisch. Statt die Hörer auf die eigene Homepage zu lotsen und dort Content und Kommunikationsmöglichkeiten anzubieten (und durch dort platzierte Werbung Geld zu verdienen), helfen sie stattdessen Konzernen wie Facebook, noch mehr Werbeeinnahmen zu lukrieren.
     
    pote4115, NOWORUKA61, Inselkobi und 3 anderen gefällt das.
  6. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Weils bequem und kostengünstig ist. Aufbau, Pflege etc. einer eigenen multimedialen Präsenz kostet Geld. Bei Fb übernimmt das Google von der virtuellen Infrastruktur bis zum Content. Bei FB oder Twitter kann der Moderator mal nebenbei was hochladen, gegebenenfalls was kommentieren, löschen etc. Den gesamten Rest macht Fb. Bei einer eigenen Präsenz ist das nicht so.
    Ob diese Entwicklung langfristig betrachtet wirklich gut ist, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.
     
  7. Kobold

    Kobold Benutzer

    Mich stört es an sich nicht, dass Radiosender dazu aufrufen. Ich war heute Abend auf einem Konzert und sowohl Vorband als auch Hauptgig haben dazu aufgefordert, dass etwas auf Facebook geliked bzw. vorgeschlagen wird. Was mich an derlei Aufforderungen stört ist die Tatsache, dass ich mich weder bei Twitter noch bei Facebook oder WhatsApp anmelden möchte und somit außen vor bin. Das ist doof, ist aber so.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2015
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  8. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Bringst Du da nicht was durcheinander?
    Stimmt. Bei FB lässt sich mehr, bei Twitter weniger löschen, weshalb auch unter anderem - These - lieber auf FB als auf Twitter gesetzt wird. Twitter ist nämlich insofern "doof", als dass sich keine Nutzerkommentare löschen lassen.
    Davon ließ sich aber bei den Rundfunkbeiträgen nichts bemerken. Ganz im Gegenteil, die Kosten für Online sind jährlich massiv angestiegen! Immerhin lässt FB sich die Werbefreiheit m.W. kräftig vergüten.
     
  9. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    So ist es. Deswegen stoßen solche Aufrufe auch bei mir auf taube Ohren.
     
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  10. JRP

    JRP Benutzer

    Die (auch wiederholte) Erwähnung oder sogar Empfehlung von Produktionen oder Firmen ist nicht automatisch Schleichwerbung. ( Wie sollten sonst Produkte, Dienstleistungen oder auch Filme in Medien besprochen, verglichen oder gar getestet werden?)

    Der Rundfunkstaatsvertrag der Länder regelt das ziemlich genau und eindeutig:

    Schleichwerbung ist die Erwähnung von Waren, Dienstleistungen, ... wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist .... Eine Erwähnung ... gilt insbesondere dann als zu Werbe- zwecken beabsichtigt, wenn sie gegen Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung erfolgt, „

    Hier werden facebook und Co...

    1. nicht zu Werbezwecken erwähnt (sondern weil die Sender diese Dienste einfach nutzen)

    2. mit Sicherheit kein Entgelt an die Sender zahlen um erwähnt zu werden.
     
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  11. Dr. Fu Man Chu

    Dr. Fu Man Chu Benutzer

    Nicht Schleichwerbung ist das Problem, sondern Hofberichterstattung. Dad regelt aber kein Staatsvertrag. So werden munter Bücher, CDs in die Kamera gehalten, Konzerte von Künstlern promotet, Nonsens-Events kreiert, Interviews autorisiert, Terminjournalismus mit gestellten Bildern gemacht, Auto-/Reisejournalismus wird über die Anbieter finanziert und und und. Mittlerweile eine riesige Glaubwürdigkeitsblase, nur die Macher geben sich ahnungslos und sind ganz empört wenn Lügenpresse skandiert wird.

    Ganz bestimmt können Medien nie objektiv sein. Aber die heutige Doppelmoral ist in meinen Augen schon heftig.

    Nett sind auch immer die Firmen, die sagen wir machen keine Werbung im Radio, nicht unsere Zielgruppe. Aber gleichzeitig ruft die PR-Abteilung/-Agentur an und will ein Thema unterbringen. Kleinert Tipp, denen einfach mal das Statement der Marketingabteilung vorlesen, dann sind sie immer ganz verwundert.

    Genauso bescheuert wie viele Journalisten mit "Vorliebe" über Firmen berichten, die ganz öffentlich sagen wir sparen uns die Werbung, PR bekommen wir ja fast umsonst. Jetzt läuft das schöne Spiel mit Bloggern, die bekommen eine Warenprobe und schreiben sich die Finger wund. Auf der anderen Seite die lieben Kollegen, die überall mit einen Presseausweis versuchen auf lau rein zu kommen. Oder, wenn irgendwo etwas über eine Firma geschrieben wurde, ruft die Woche darauf irgendeine Verkäufernase an. Wenn ich das mitbekomme ist Fremdschämen angesagt.

    Wie heißt es so schön: Stil ist keine Geschmacksfrage sondern zeigt die Haltung.

    Over und aus ich gebe zurück ans Funkhaus
     
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  12. Dagobert Duck

    Dagobert Duck Benutzer

    Wie sieht es denn aus, wenn ich im Radio/Fernsehen zum "googeln" aufgefordert werde? Ist das keine Schleichwerbung? Es gibt schließlich auch noch andere Suchmaschinen, aber irgendwie ist das Wort längst in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2015
  13. StabsstelleIV

    StabsstelleIV Benutzer

    Und selbst "Schreiben Sie eine Postkarte" ist dann Schleichwirkungen für die Post.
    Genau so wie "Trommeln Sie uns Ihre Nachricht Werbung für Trommelhersteller ist.

    Habt manche eigentlich nix anderes zu tun, als Euch Gedanken über solche sinnlosen Fragen zu machen?
     
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  14. Dr. Fu Man Chu

    Dr. Fu Man Chu Benutzer

    Die Formulierung "Grüß Gott" halte ich auch sehr bedenklich. Ich frage mich was der Papst dem bayrischen Rundfunk dafür zahlt? Vergebung aller Sünden? Kein Fegefeuer?
     
  15. Dagobert Duck

    Dagobert Duck Benutzer

    Googeln ist genau solch ein Fall wie Tesa Film oder Tempo. Auch zwei Markennamen, die in den allgemeinen Sprachgebrauch übergangen sind. Aber wenn man es ganz genau nimmt, bleibt es trotzdem Schleichwerbung.
     
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  16. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Wenn es zur schnellen Assoziation beim Hörer beiträgt, dann ist es keine Schleichwerbung, sondern guter, weil plakativer Journalismus.
     
  17. Bend It

    Bend It Benutzer

    Für Telefonanrufe, SMS und Mails haben ja auch Firmen kassiert. Heute sind es WhatsApp, Facebook und Twitter, zeitgemäß und deutlich günstiger. Facebook und WhatsApp nutze ich gern und häufig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2015
  18. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Das Streamen und online vorhalten von inzwischen sämtlichen TV-Inhalten ist halt nicht ganz billig.
    Wahrscheinlich aber trotzdem noch günstiger als rund um die Uhr noch einen weiteren Netzwerktechniker zu beschäftigen, der sich um alles kümmert und im Fall der Fälle vor Ort ist.

    Die Doppelzüngigkeit der ÖRs habe ich ohnehin nie verstanden. Auf der einen Seite baut man eine eigene Infrastruktur auf, die auch sehr gut genutzt wird. Und auf der anderen Seite (siehe WDR) produziert man extra für Youtube. Völlig sinnbefreit.
     

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