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Wie reiten die Sender auf dem "Pferdefleisch-Skandal" rum?

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Der Radiotor, 14. Februar 2013.

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  1. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Also ich dachte immer das sei eine Delikatesse. Es gibt hier im Nobelviertel sogar eine Pferde-Fleischerei. Jetzt wird aber so getan als sei es gleichbedeutend mit Gammelfleisch. Wäre da nicht mal etwas Aufklärung angesagt?

    PS, an die Administratoren: Warum kann man Überschriften hier nicht editieren, ich würde gerne aus meinem "Fleich" ein "Fleisch" machen...:D
     
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  2. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Ei, des mit dem Fleich is bei Dir herkunftsbestimmt, da kannst nix dagege mache, Du Hesse. :D
    Pferdefleisch bekommst Du übrigens in Limburg/NL an jeder Ecke.
     
  3. OnkelOtto

    OnkelOtto Benutzer

  4. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Nur die wenigsten hinterfragen, ob das Thema überhaupt das Etikett "Skandal" verträgt. Pferdefleisch ist möglcherweise nahrhafter - und deutlich besser in der Klimabilanz - als Rindfleisch. Wo liegt der Skandal? Wer hat sich bereichert? Wer hat wen geschädigt? Die Einzigen, die hier "Skandal" wiehern dürfen, das sind die Pferde.
     
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  5. Guess who I am

    Guess who I am Moderator Mitarbeiter

    Komisch; ich habe es gerade probiert und es funktionierte. :D
     
  6. Pferdefleisch ist definitiv eine Delikatesse, gutes, mageres und dennoch saftiges Fleisch, für den echten rheinischen Sauerbraten obligatorisch. Im vorliegenden Fall ging es sicherlich eher um Abfälle, die zu Hack verarbeitet wurden. Nicht schön, aber Schweinehack wird auch nicht gerade aus den guten Teilen des Schweins gemacht.
    So bleibt der Skandal beschränkt auf die falsche Deklaration und die undifferenzierte Skandalisierung seitens der Medien, die auf den Ekelfaktor des Wortes "Pferdefleisch" beim unwissenden Publikum setzen. Aber dass gewisse Medien einem was vom Pferd erzählen, ist ja nix neues :)
     
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  7. chapri

    chapri Benutzer

    Es fällt halt immer mehr auf: Aus nicht stechenden, sondern tanzenden Mücken werden tobende Elefantenhorden, weil Radiostationen zunehmend (und oftmals zu recht) an Aufmerksamkeit verlieren!
     
  8. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Zunächst einmal, es gibt keine "guten" und "schlechten" Teile eines Schweines, Rindes, Pferdes oder Schöps', auch wenn die "Starköche" der "Küchenschlachten" dem geneigten Zuschauer etwas anderes suggerieren und dafür (sicherlich per Aufforderung) bejubelt werden. Die Tiere bestehen nun einmal nicht nur aus Filet, Brüsten, ausgelösten Koteletts und anderen "edlen" Teilen, sondern auch aus Rippen, Karkassen, Spitzbeinen, Schwänzen und Innereien vom Herz bis zur Niere. Beredtes Beispiel gestern in der Küchenschlacht: Ein Ali Güngörmüş filetiert einen Zandern und erklärte, dass ein Teil dessen, was sich nicht als Filet verwendet werden kann, einfach "weggeschmissen" werden soll (statt die Teile für eine Fischsuppe, einen -fond zu verarbeiten); selbstverständlich gab's zu dieser Äußerung nicht die zu erwartenden Pfiffe, sondern tosenden Applaus. - Soviel zum Umgang mit Lebensmitteln im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Bundesrepublik Deutschland.

    Nun aber zu den Rössern: Es entsteht mitunter der Eindruck in der Berichterstattung, Pferdefleisch sein ein minderwertiges Produkt, teilweise wird es auf eine Stufe mit Gammelfleisch gestellt (Brisant dieser Tage); gerade den "Fettaugenzählern" der
    Ökotrophologen, die sich in den Medien tummeln, sei gesagt, dass Pferd unter anderem weniger Fett als Rind enthält. Vo preiswert kann auch keine Rede sein, denn manche Teile des Pferdes liegen im Preis deutlich über dem beim Rind, was sich durch einen Marktbesuch in Oldenburg beweisen lässt..
    Das Problem ist, dass das Perd, durch wem auch immer, von einem "Nutztier" zu einem "Streicheltier" mutierte, aber da gibt es inzwischen noch mehrere Tierarten, denen es so erging, bzw. die auf den Weg in diese Richtung sind.

    Ein Skandal ist sicherlich die nicht ordnungsgemäße, bzw. falsche Kennzeichnung für den Verbraucher, jedoch ist das meines Erachtens kein Einzelfall. - Ein Skandal ist in meinen Augen auch eine Betroffenheit heuchelnde Ilse Aigner gestern in den Medien, denn genau diese Ilse Aigners der EU haben es in der Hand, solche Machenschaften zu verhindern, wenn sie den wöllten. Aber wollen sie denn verhindern, dass der Weg einer Fleischbestellung durch (fast) alle EU-Länder geht, wie gestern irgendwo im Fernsehen dargestellt wurde? - In Rumänien den Schuldigen zu suchen ist auch nicht zielführend, konnten die wohl nachweisen, dass sie Pferd exportiert haben.
     
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  9. olliver_55

    olliver_55 Benutzer

    Zur Zeit als das Pferd noch als Zugtier in der Landwirtschaft genutzt wurde war es die normalste Sache der Welt das ein Tier welches nicht mehr zur Feldarbeit in der Lage war zum Schlachter ging. Das was in der Landwirtschaft vor 80 Jahren verdient wurde reichte in vielen Betrieben oftmals nur um gerade so über die Runden zu kommen. Ich weiß, von meinem Großvater der Bäckermeister war, das kurz vor der Ernte viele Bauern das Brot anschreiben ließen. Da konnte es sich der Landwirt nicht noch leisten ein Tier einfach so durchzufütten. So lange das eingesetzte Fleisch hygienisch in Ordnung ist, besteht der ganze Skandal in der falsch Deklarierung.
     
  10. divy

    divy Benutzer

    Ehrlich gesagt verstehe ich Eure Aufregung nicht. In allen Moderationen, Beiträgen, Aufsägern höre ich, wie herausgestrichen wird, dass keine gesundheitliche Gefährdung besteht, sondern um eine falsche Auszeichnung der Produkte handelt, im schlimmsten Fall um eine Täuschung der Verbraucher. Soll man darüber nicht mehr berichten? Ich habe da keine übertriebene Aufgeregtheit in der Berichterstattung herausgehört.
     
  11. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Aber Dir ist sicher nicht entgangen, dass überall vom "Pferdefleischskandal" die Rede ist?
     
  12. Nach diesem Thema kann man dann ja immer gut Fury in the Slaughterhouse spielen... :wow:
     
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  13. MasterRadio

    MasterRadio Benutzer

    Der Skandal liegt m.E. darin, dass im verarbeiteten Pferdefleisch Medikamente gefunden wurden, die für Menschen gefährlich sein können. Ein Pferd zum Verspeisen muss - soweit ich weiss - entsprechend aufwachsen. Das kann man nicht mit den Kleppern vom Abdecker vergleichen, welche diese Tage auf dem ein oder anderen Teller landen.
     
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  14. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer


    Da müsste man aber recht große Mengen verspeisen, bis es die Gesundheit angreift.

    Als ich zum ersten Mal von dem "Skandal" aus GB hörte dachte ich nur, dass die Engländer endlich mal etwas Gutes auf dem Teller haben. Aber stattdessen wird gemosert... :p Das Problem ist nicht das Pferdefleisch ansich, sondern der ethische Gedanken, des Weibes liebstes Tier verspeist zu haben. Ebenso begreifen wir nicht, dass in China Hunde oder in Peru Meerschweinchen Delikatessen sind, weil wir den Tieren mittlerweile näher sind als so manchen Mitmenschen.

    Wenn alle Medienleute, die jetzt das Thema groß aufblasen, aufzählen, was in der guten Fleischwurst vom Metzger drin ist, würde man einen großen Bogen um Metzgereien machen. Viele ahnen es, aber beim herzhaften Biss in einen Lyoner (saarländisch) verdrängen wir den Gedanken, in einen Brei von Schweinenasen, Ohren oder Augen zu beißen.

    Nach einem ARD-Bericht, in dem gezeigt wurde wie z.B. dieser verpackte Aldi- und Lidlschinken hergestellt wird (mit Schinken hat das wenig zu tun, es sind gepresste Fleischteile), haben wir zuhause seit Anfang des Jahres beschlossen, auf Fleisch weitestgehend zu verzichten. Bisher vermisse ich nichts! Und wenn wir im Sommer den Grill mal anwerfen, kommt auch Fleisch drauf. Aber dann nur, wenn ich nachvollziehen kann, von welchem regionalen Hof es kommt. Dann kostet das Grillsteak vielleicht das Dreifache als bei Aldi, aber das ist es uns wert.

    Wer in der heutigen Zeit nicht den Essens-Tricksereien aufgrund des Massenkonsums auf den Leim gehen will, muss notgedrungen etwas mehr darauf achten, was er einkauft und isst.

    Vor 40 und mehr Jahren war Fleisch ein Luxus, den es teils nur einmal die Woche gab (Sonntagsbraten). Heute kostet 500g Hackfleisch beim Discounter um die 2€ oder gar weniger. Da kann man sich ja fast ausdenken, dass dort kaum Qualität zu finden ist. Beim Käse ist es übrigens das Gleiche: bei den billigen Varianten handelt es sich oft um ein designtes Produkt, dass mit echtem Käse nicht mehr viel zu tun hat. Leider!
     
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  15. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Weiter oben hat schon jemand den berechtigten Hinweis auf die kreuz und quer durch Europa führenden Vertuschungstransporte geliefert. Solange es nichts kostet, Schweine- und Rinderhälften von Dänemark nach Rumänen, von dort nach Frankreich, und dann über Italien nach Großbritannien zu liefern, bieten diese Transport- und Verarbeitungsstationen natürlich jede Menge Gelegenheit zu tricksen, auszutauschen, umzudeklarieren, zu panschen und Sauereien aller Art unterzumischen. Und wir Idioten bauen und finanzieren auch noch die Transitrouten, auf denen diese Henkersmahlzeiten herumkutschiert werden, - die dann, ganz nebenbei, auch noch unsere heimische Landwirtschaft, den örtlichen Tante-Emma-Laden und damit die Dorfgemeinschaft zerstören. Die Menschheit frisst sich zu Tode, aber in vielfacher Hinsicht.
     
  16. Ja, der sog. Analogkäse (ganz im Gegensatz zum datenkomprimierten Digitalkäse im DAB ;)). Der hat mit Käse nicht nur wenig zu tun, sondern gar nix!

    Ethik ist ja ein seltsames Argument in dieser Angelegenheit, warum sollte es dem Pferd besser gehen als dem Rind, das wäre ja geradezu rassistisch. Das Pferd als des Menschen bester Freund? Ich weiß nicht, ich bin auch mit Schweinen befreundet. Und mit Rindviechern sowieso. ^^
    Ethisch handelt nur derjenige, der auf Fleischkonsum verzichtet. Mir gelingt das leider nicht, mein vegetarisches Essen beschränkt sich bisher auf die Beilage zum Steak.
     
  17. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Reicht das wirklich, um ethisch zu handeln? - Pflanzen sind auch Lebewesen und die Schöpfung (hier mit Natur gleichsetzen) hat nun einmal vor vielen Jahren beschlossen, der Mensch gehöre zur Gattung der "Allesfresser", wie ein Blick in das eigene Innenleben zeigt - Pflanzenfressers Verdauungstrackt ist doch etwas anders gebaut, und das gilt nicht nur für Widerkäuer. Ethisch wäre, auf jegliche Nahrung zu verzichten - nur von Luft und Liebe lässt sich leider nicht leben.
    Der Pflanzenanbau ist auch nicht das, was die "ethisch handelnden" Menschen denken, was er sei. Hinzu kommt, dass auch die, die sich bei der Ernährung für die besseren Menschen halten, legen auch sehr großen Wert auf dem Aussehen nach makellose Produkte; nix mit Schorf am Apfel oder gar das "Würmchen" welches sich unter Umständen dort eingenistet haben könnte (ach so, das ist dann ja wieder Fleisch, was gar nicht geht).

    Ach so, ich mag auch "Halbes Schwein auf Toast".
     
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  18. So gesehen ist dann wohl der Analogkäse das einzige, was die Ethik erlaubt. :) Vielleicht liegt da die Zukunft, ich nehme an, die Nahrungsmittelindustrie bastelt schon am Analogsteak...

    Och, da läßt sich sogar sehr, sehr gut von leben ;)
     
  19. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Das ist aber inkonsequent. Ethisch handelt nur der, der auf seine Existenz verzichtet. Alles andere belästigt, beschädigt, verbraucht oder zerstört etwas.
     
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  20. Guess who I am

    Guess who I am Moderator Mitarbeiter

    Vegetarisches Essen schmeckt am besten, wenn man es direkt vor dem Servieren durch ein Steak ersetzt!
     
  21. Bend It

    Bend It Benutzer

    In Rindfleischprodukten hat Fleisch von anderen Tieren nichts zu suchen, außer es ist auf der Verpackung gekennzeichnet.

    Die Berichterstattung im Radio ist mir zu oberflächlich und wird mit wenigen Sätzen in den Nachrichten abgehakt, wie Wetter und Verkehr.
    Mir fehlen Sendungen mit weitergehenden Informationen, gerade das Thema gesunde Ernährung beschäftigt doch viele Menschen.

    Es geht ja nicht nur um das Pferdefleisch in einigen Rindfleischprodukten. Es geht um Fleisch von Tieren die in der Mast oder Aufzucht mit zig Medikamenten vollgepumpt werden bis sie schlachtreif sind. Die Medikamente gelangen so in die Nahrungsmittelkette.
    Beim Pferdefleisch in der Lasagne sind Rückstände von Medikamenten festgestellt worden, gleichzeitig gilt der Verzehr als gesundheidlich unbedenklich?
    Das passt nicht!

    Da ist die Ministerin für Verbraucherschutz gefordert.
    Aus meiner Sicht sind Medikamente außschließlich für kranke Tiere notwendig.
    Das Fleisch dieser Tiere darf aber NICHT für Nahrungsmittel verwendet werden, ganz einfach.

    Wenn ich ein Antibiotikum brauche gehe ich zum Arzt und dann in die Apotheke und nicht an die Fleischtheke im Supermarkt.
     
  22. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Also dasselbe wie in de deutschen Fleischindustrie auch. Wo ist also der Unterschied?
     
  23. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Dann bleibt für dich nur noch, in deinem Latifundium statt des auf 2 mm gestutzten Rasens eine Fläche für Hühner, Enten, Gänse, Schweine, Kühe, Karnickel und was so noch für dich essbar ist zu reservieren und auf der Restfläche die Futtermittel für das liebe Vieh, als da mindestens sind Getreide, Runkeln und Kartoffeln anzubauen. Ach, und Brennesseln dürfen da auch wachsen können, denn die werden zumindest von Kücken gehackt und gewiegt mit Haferflocken und Graupen gerne verzehrt. - Gedüngt wird das Land selbstverständlich mit dem Mist von Mensch und Tier.
     
  24. Bend It

    Bend It Benutzer

    Es geht nicht um Fleisch aus dem In- oder Ausland. In der Massentierhaltung werden Medikamente eingesetzt.

    Nö, mein Bruder züchtet Biovieh. (Wollschweine) Ich beriesele die Ställe mit meinen Radioshows.
    Classic Rock für Wollschweine. Das bedeutet: Schweinefilet und Dosenwurst vom Feinsten.
     

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