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Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

Dieses Thema im Forum "Internetradio- und Heimstudio-Software" wurde erstellt von MagicLion297, 24. Januar 2009.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. MagicLion297

    MagicLion297 Benutzer

    Guten Morgen,

    ich habe ein kleines Problemchen:
    Ich bin ganz einfacher Webradio-Moderator und versuche alles auf Linux umzustellen. Mein Problem ist: Wie kann ich unter Linux senden? Ich will keinen Shoutcast-Server aufbauen oder dergleichen. Mir geht es nur darum, das ich 1 zu 1 umsetze auf Linux, das ich einfach nur sende von Linux aus, also ähnlich wie unter Windoof ( dort starte ich SAM Broadcast, starte dort Encoder, leg die Lieder auf den 2 Decks ein bzw plaziere die in der Queue und laber die Zuhörer zu *ggg* Wie gesagt:Ich will keinen Server aufsetzen. Hab das Forum hier nämlich schon abgegrast und immer nur was wegen Server gefunden...leider.

    Dann zur 2.ten Frage: Ich bin vom Radiobesitzer gefragt worden, ob es möglich ist, das einer eine Sendung macht, und ein anderer Kollege von ganz woanders mit in der Sendung reden kann zu unserern Zuhöreren, unabhängig vom Standort. Dies ist OS unabhängig natürlich. Unser "Radiochef" meinte, er hätte gehört, das das gehen würde, aber wohl "nur" mit Winamp.

    Vielen Danke für Eure Hilfe im voraus.
    Gruß
    MagicLion297
     
  2. I-CON

    I-CON Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    Zu Frage 1 kann ich dir leider keine weiteren Auskünfte geben, da ich nichts mit Linux am Hut habe.

    Zu 2.: Je nach dem, welche Technik vorhanden ist, sollte das kein Problem sein. Lösungsansätze sind dabei, dass der zweite Moderator übers Telefon oder ein Telefonprogramm mit ins Programm genommen wird. Am leichtesten umzusetzten ist dies, wenn ein Mischpult benutzt wird und dort ein eigener Kanal für den Zweitmoderator zur Verfügung steht.
    Ich hatte in meiner Anfangszeit auch mal eine komplizierte Lösung für SAM getüftelt gehabt, dafür waren aber 2 Soundkarten nötig. Ausserdem sei zu beachten, dass Programme wie Skype möglichst nicht auf dem gleichen Rechner laufen, wie der Senderechner, da es bekannt dafür ist, mal schnell die Audioeinstellungen zu verändern, und natürlich auch das System zu überlasten.

    Am besten wäre natürlich eine Lösung per Telefonhybriden, wofür aber einiges an Geld hingeblättert werden muss (,das ja bekanntlich bei Webradioisten nicht sehr locker sitzt) und möglichst auch ein richtiges Broadcastmischpult zur Verfügung stehen sollte (Stichwort Cleanfeed/n1).

    Gruß I-CON
     
  3. baerle

    baerle Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    welche Distribution? Ich benutze opensuse 11 mit dem IDJC

    http://www.onlymeok.nildram.co.uk/

    ist auch nicht nötig einen eigenen Shoutcast aufzusetzen. Der IDJC kann an Icecast sowie an Shotcast senden.

    IDJC kann den Line in der Soundkarte zumischen. Hab das jedoch selber noch nicht gemacht.

    HTH

    baerle
     
  4. sendmail -f

    sendmail -f Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    Völlig unmöglich. Zwei verschiedene Systeme können nunmal nicht gleich sein.
    Und dass du beim SUchen nicht auf Rivendell gekommen bist, ist schon seltsam, wurde vielfach erwähnt.

    Und das zeigt mir, du hast nicht wirklich gesucht. Mit der Suche nach
    hättest du weiterführende Infos bekommen, z.B.

    http://www.radioforen.de/showthread.php?t=38823
    http://www.radioforen.de/showthread.php?t=37813
    http://www.radioforen.de/showthread.php?t=11622

    Also bitte nochmal die Suche benutzen, wurde alles schon zigfach durchgekaut.
     
  5. Sysopa

    Sysopa Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    Einfach den sendmail -f mal ignorieren, er hat nicht mitbekommen, daß Du explizit von Linux sprachst... verzeihe ihm...

    Für das Senden mit mehreren Mods unter Linux gibt es etliche Möglichkeiten - ganz nach Geschmack und vorhandener Hardware.

    Schau Dir, wie bereits hier vorgeschlagen, IDJC an. Durch die Verbindung mit jack bist Du extrem flexibel und via qjackctl kannst Du Deine "Verbindungskabel" virtuell so stecken, wie Du gerade lustig bist.


    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  6. Sysopa

    Sysopa Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    Nachtrag:

    konkreter gesprochen kannst Du via alsa_in und alsa_out weitere Soundkarten bzw. Eingänge in IDJC über den AUX Eingang einspeisen. Allerdings "behandelt" IDJC das Signal nicht nach, so daß Du Dich um Kompression, Filter, Headroom etc. für den Kanal selber kümmern mußt.

    Besser wäre ein Mixer (Soft- oder Hardware) routingseitig zwischen den Mikro-Eingang von IDJC und die Tonquellen hängen und vor dem Öffnen des Mikrofonkanals entsprechend den Mixer bedienen.

    Wenn die anderen Moderatoren an verschiedenen Rechnern sitzen, kannst Du via Netzwerk und jack_netsource ein Audiorouting aufbauen.


    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  7. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    @Sysopa:
    In einem anderen Thread las ich deine Beitraege ja mit eigentlich wachsender Begeisterung, denn sie zeugten von Sachverstand und Lesevermoegen. Hier allerdings hast du dich anscheinend ein wenig vertan, denn
    Und an diesem Punkt hat der Kollege 'sendmail -f' vollkommen Recht.
    Dies ist technisch, wie du beschriebst wohl nicht moeglich, da der Aufwand und die Kosten fuer (sowohl den Radiobetreiber, als auch den Moderator) vermutlich zu hoch waeren, als dass sie entsprechende Kabel ueber eine große Strecke verlegen lassen moechten. ;)
     
  8. Sysopa

    Sysopa Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    Hallo Inselkobi,

    Audiorouting, wie ich es beschreibe, ist selbst über das Internet über tausende von Kilometern möglich - Voraussetzung ist lediglich die Installation einer entsprechenden Software (JACK Audio Connection Kit) auf beiden Seiten - die Syncronisation, Anpassung der Sampleraten etc. übernimmt dabei besagte Routingsoftware.

    JACK steht auf allen gängigen (Windows, Mac OS-X und Linux) Betriebssystemen zur Verfügung und ist frei und kostenlos.

    Wie aufwändig die Installation unter Windows - bzw. eher die Frage der Integration in SAM - ist, kann ich Dir ohne Tests nicht sagen... zwischen Linux- und Mac jedenfalls klappt es ganz hervorragend. Daher gehe ich davon aus, daß unter Windows auch keine größeren Probleme zu erwarten sind.

    Abgesehen davon war die Ursprungsfrage "Wie sende ich unter Linux..." - und DAS funktioniert definitiv mit allen beteiligten Rechnern problemlos....


    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  9. Commander_Keen

    Commander_Keen Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    vorallem is der Thread ein Jahr alt... ?!
     
  10. Sysopa

    Sysopa Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    Ja, aber ich fand ihn nicht abgeschlossen im Sinne einer Antwort, mit der jemand, der via Google hier landet, was anfangen könnte.

    Ich bin ein Gegner dieser RTFM-Bewegung!​

    Vielleicht bin ich noch nicht lange genug (hier) dabei, vielleicht werde auch auch mal wie Du (ich hoffe es nicht), aber zur Zeit kann mich noch nichts und niemand nerven, oder davon abhalten, zur Not auch alles noch ein fünftes Mal zu erklären... :)


    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  11. Studio Rebstock

    Studio Rebstock Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    In spätestens drei Jahren hole ich Deine geflügelten Worte wieder an die Oberfläche, und wir (beide gemeinsam) werden heftig schmunzeln. ;)
     
  12. Sysopa

    Sysopa Benutzer

    AW: Wie sende ich unter Linux? Mehrere Moderatoren gleichzeitig?

    Nur wenns beim Bierchen, Kaffee, oder Tee passiert - ansonsten beiße ich zurück... ^^


    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  13. Stofftier

    Stofftier Benutzer

    Hi Thomas,

    wenn hier jemand was freiwillig und ohne dusselige Sprüche was erklärt muss man das ja sofort schamlos ausnutzen... :D

    Da ich auch zu den Linux - Jüngern gehöre, würde mich mal das Thema jackd interessieren. Ich habe den zwar mal gestartet und mit qjackctl ein bisschen rumgespielt, aber irgendwie fehlt mir da noch so ein "Tutorial für blöde". Wenn ich z.B. das VLC Plugin installiere und VLC anweise dies zu benutzen, kann ich VLC hängt der sich sofort auf. (beim klick auf "save" im Optionendialog). Ich benutze ein Ubuntu 8 mehrfach upgegraded auf inzwischen 9.04.

    ich habe irgendwo beim grossen "G" einen Artikel aus dem Linuxmagazin gefunden aber da stand auch nur drin, wie tolll jack ist, aber nicht wie das geht.

    Da sich jackd auch nur nach einiger Überredungskunst lief (muss bei mir als root laufen) vermute ich, dass ich irgendwas falsch mache. Kennst Du eine Schritt für Schritt Anleitung, wie man Jack zum mitspielen bewegt ?

    Liebe Grüße

    Achim
     
  14. Sysopa

    Sysopa Benutzer

    Ohne Worte *grinst*

    Um *buntu herum habe ich immer einen großen Bogen gemacht - genau wie Novell/SuSE pfuschen die mir zu viel und zu undurchsichtig in den Quellen rum, von daher kann es sein, daß Du das eine oder andere gedanklich anpassen mußt:


    Jack sollte - ohne Realtime - auch als normaler User laufen, wenn Du Echtzeitfähigkeit benötigst (gehe ich von aus), mußt Du in

    /etc/security/limits.conf
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    @audio - rtprio 99
    @audio - memlock 3042852
    @audio - nice -19
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Eintragen. Es kann sein, daß Du "audio" durch die Gruppe ersetzen mußt, unter der Du die Programme laufen lässt, oder das entsprechende Dateiflag gesetzt ist, vermutlich wird das aber so wie oben beschrieben laufen.

    Außerdem benötigst Du natürlich einen echtzeittauglichen Kernel (bei SuSE Standard, wies bei Ubuntu aussieht, weiß ich nicht), wenn Du den Kernel selber backst, entsprechend drauf achten.


    So, nu kommen wir zur eigentlichen Benutzung:

    Jack ist ein Audiorouter, daß heißt, er ermöglicht das Routen von Audioströmen zwischen Programmen, ohne zusätzliche Latenzen zu addieren. Diese beiden Fähigkeiten machen Jack aus - wobei für das eigentliche Routing für die meisten Anwender auch PulseAudio ausreichen würde.

    Je nach Audiointerface mußt Du beim Konfigurieren von Jack drauf achten, daß Du keine (für die Soundkarte und die Performance Deines Rechners) zu geringe Latenzen einstellst. Bei onboard Intel HDA kannst Du mit Vollduplex schon froh sein, auf unter 20-30 ms zu kommen, wenn Du ein richtiges Firewire- oder USB Audiointerface hast, kannst Du auch auf unter 3-4 ms kommen.

    Ich habe, als Richtwert, bei mir 64 Frames/Periode, 44,1 KHz Abtastrate, 3 Perioden/Puffer und damit 4,35 ms Latenz... es kann aber gut sein, daß diese Werte bei Dir zu drastischen Puffern führen. Oft lassen sich die Puffer auch verhindern, wenn Du die Abtastrate einstellst, die Dein Audiointerface native (also ohne Umwandlung seitens des Treibers) stellst. (bei Intel HDA z.B. 48 kHz)

    Wenn Jack jetzt erstmal läuft, solltest Du in qjackctl unter Verbindungen mindestens 1-2 Eingänge und 2 Ausgänge als "system" sehen.

    Wenn Du nun ein Programm startest, welches Jack unterstützt, wird es sich automatisch mit den Ein- und Ausgängen verbinden. Wenn Du nun mehrere Programme startest. (z.B. noch Jamin als Mastering-Software), kannst Du virtuell "Strippen ziehen" und z.B. den Ausgang Deines Players mit dem Eingang von Jamin - und den Ausgang von Jamin mit dem Ausgang Deiner Soundkarte verbinden... und so den Audiostrom vom Player nochmal im Mastering "verschönern".

    VLC sollte jack native beherschen, es kann aber sein, daß die "Ubuntu-Version" von VLC sich wegen Pulseaudio mit Jack beißt. Probier einfach erstmal einen anderen Player (z.B. kplayer oder entsprechendes Gnome-Derivat) und check, ob Jack nun OHNE rootrechte und ohne zu viele xruns/puffer läuft.


    Liebe Grüße,
    Thomas


    Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen der Unterhaltung des Lesers.
     

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