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Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von WAZmann, 03. Februar 2009.

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  1. WAZmann

    WAZmann Benutzer

    Ich meine jetzt nicht Songs wie "Sing mein Sachse sing." Ich meine auch nicht die Freaks, die DT64 im Westen so toll fanden. Sondern der typische Alltag mit den Radiosendern DDR1+2, Stimme der DDR, DFF1 + 2. Ich knüpfe hiermit an Gespräche der jüngsten Vergangenheit an, dass man damals bei uns im Westen immer mal Krimis aus "der DDR" gesehen hat. Kucken würde man da sowieso nicht, aber man sollte es ja kucken können, so wurde mir gesagt,wenn man auf die Antenne für Kanal 6 ansprach.
    Bei meinen Eltern war es klar. Fuhr ein Trabbi durch das verrauschte Bild, dann hies es : schau, das sind die Autos, die haben nichts besseres, und die DDR-Bewohner sind sehr arme Leute. Die hungern immer und sprechen grundssätzlich sächsisch. (kein Witz)
    Das sind so die Erinnerungen an diese Zeit, die ich habe. Die Radiosender reichten ja sehr weit ins Land, und zumindest DFF1 konnte in SW bei uns gesehen werden, je nach Wetterlage. Wie war das bei euch, oder war das überhaupt kein Thema ? Schaute oder hörte man die DDR-Programme auch im Westen ?
     
  2. Quarkbüchse

    Quarkbüchse Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Da sieht man mal, was man für eine teilweise naive Einstellung gegenüber dem Osten hatte. Und manch einer aus dem Westen schreibt noch heute den Trabi mit zwei b. :)
     
  3. WAZmann

    WAZmann Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Manche Sache hat man eben so drauf. Mach uns bitte keinen Vorwurf: ich habe den Verdacht, dass man uns im Westen absichtlich ein schiefes Bild vermittelte im Hinblick auf den Osten. Gerne Trabi auch mit einem B, weil es ja ein Trabant und nicht Trabbant war. In einem Aufsatz aus meiner Schulzeit schrieb ich Trabbi mit 2 "B", es wurde nicht bemängelt.
     
  4. Herr Stemmer

    Herr Stemmer Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Nein.

    Die DDR war weit weg. Weiter als der Mond. Ich kannte sie nur aus der Tagesschau und ähnlichem. (Ja, die Großtante kam einmal im Jahr und erzählte vom "ansuchen" und "HO". Aber das änderte nichts an der Perspektive.) Einmal blieb ich beim Drehen am Graetz Pagino an einem Sender hängen, der mich aus irgendeinem Grunde faszinierte. Warum? Vielleicht, weil auf der Mittelwelle neben den üblichen Verdächtigen doch noch eine, seltsam präzis artikulierte, deutsche Stimme erschien (1015 kHz, kann das sein? Nein, der Rheinsender war ja auf 1017.). Ich weiß es nicht. Und dann, zur vollen Stunde, die Stationsansage: Wow! Kontakt mit den grünen Männchen. Ein Nachmittag Abenteuer! Aber – indoktriniert wurde ich nicht. Ich hatte den Sender nie wieder eingeschaltet.


    Eine subjektive Meinung (Pleonasmus!) Herrn Stemmers
     
  5. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Es gibt eine schöne Anekdote vom April 89, Fußball-Europacup, als bei Rias2 in Auszügen ein Interview mit dem VfB Stuttgart zu hören war, welches ein paar Tage vorher von DT64 geführt und gesendet wurde. Insofern behaupte ich mal, dass man sich schon hin und wieder anhörte was der "Gegner" so alles versendete. Allerdings würde ich da noch einen Unterschied zwischen West-Berliner und westdeutschen Sendern machen wollen, denn das es im tiefsten Bayern oder in BaWü, NRW niemanden gab, den der DDR-Rundfunk interessierte, ist schon sehr wahrscheinlich. Warum auch? DDR-Rundfunk war in großen Teilen platte Propaganda und sonst nichts.
     
  6. Herr Stemmer

    Herr Stemmer Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Zwei Dinge noch. Das erste, leider vergessen: Die Stationsansage lautete "Stimme der DDR". Zweitens: Herr Stemmer war damals um 14 Jahre alt.


    Grüße, W. St.
     
  7. stereo

    stereo Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Ich war damals auch noch ein Kind, aber wenn ich mich nicht irre, dann lief am Wochenende beim Frühstück ab und zu, vielleicht auch öfter, die "Plappermöhl", die Unterhaltungssendung eines Regionalsenders. Und dann gab's da noch so eine Call-In-Sendung, in der - soweit ich mich erinnere - Rechtsexperten die Fragen von Hörern beantwortet haben. Die schallte auch des Öfteren aus dem heimischen Empfangsgerät.

    Das DDR-Fernsehen - trotz Grenznähe konnte nur das erste Programm empfangen werden - habe ich selbst kaum gesehen, außer in der Umbruchzeit. Meine Eltern dagegen sicherlich ab und zu. Allein schon wegen der insgesamt geringen Senderanzahl damals, zudem war mein Vater Mecklenburger und recht heimatverbunden.
     
  8. Persil

    Persil Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Ich kenne einige Leute, die damals DFF1 und DFF2 per Kabel empfangen haben. Oft wurden diese Programme nicht angeschaut. Ich erinnere mich eigentlich nur an Unterhaltungssendungen wie "Ein Kessel Buntes" oder Kinderserien wie die Olsen-Bande.

    Die Aktuelle Kamera und der Schwarze Kanal wurden eher als Belustigung angesehen ;)
     
  9. dc

    dc Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Was, lieber Herr Stemmer, hat die Großtante mit "ansuchen" gemeint? Bzw. was hat der Osten damit gemeint?
     
  10. radiovictoria01

    radiovictoria01 Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Die Stimme der DDR war wohl 783 kHz.... und relativ klar auf Langwelle 179 kHz zu hören. "Genutzt" wurden die Medien als solche eigentlich nie.
    Amüsanter war da schon der Deutsche Freiheitssender 904 (der in Wirklichkeit auf 908 kHz sendete und während der abendlichen Stunden die BBC auf der Frequenz "plattmachte") :
    Offiziell mit einer Adresse in Wien....
    Kennzeichen des Senders war moderne, westliche Popmusik (woraufhin man viele Hörer in der alten BRD fand...) und (gefakte?) geheime Durchsagen an "Meerschweinchen" und "Hirschkuh" und andere (angebliche?) Informanten- womt sich der Sender aber irgendwie schon verriet...
    Ähnlich lief es bei dem Bruder ab: DSS935, der deutsche Soldatensender 935 (935 kHz, diesmal die korrekte Frequenz).
    DFS904 wurde schon 1971, DSS935 mit einer Sondersendung am 30.Juni 1972 um Mitternacht eingestellt: Vermutlich bedingt durch das "Tauwetter", eingeleitet durch Willy Brandt's neue Ostpolitik.
    Die Namen sollten im übrigen an den im 2. Weltkrieg aktiven "Deutschen Soldatensender Calais" und an den "Deutschen Freiheitssender 29,8", der vom einem Schiff (!) vor der holländischen Küste und mit Hilfe der damaligen Avro auf Kurzwelle einige Monate lang sendete- eine der ersten Offshorestationen in Europa, wenn nicht die erste überhaupt.

    Beide Sender benutzten einen 250-KW-Transmitter bei Burg (Nähe Madgeburg) und durch die technisch bedingten Umschaltzeiten des Frequenzwechsels waren sie nie gleichzeitig im Äther, sondern brauchten ca eine Viertelstunde Pause.
    Der Soldatensender war übrigens trotz der Nähe nicht in Berlin hörbar, weil AFN dort einen kleinen MW-Sender betrieb. Und der Empfang war in Nordwestdeutschland durch Radio Bremen auf gleicher Welle recht gestört.

    Interessant: Beide DDR-Agitationssender bestätigten den Empfang sogar mit einer QSL-Karte!
     

    Anhänge:

  11. ndr_2de

    ndr_2de Gesperrter Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Ich bin in Niedersachsen direkt an der Grenze großgeworden (Kreis Helmstedt). Hier waren die Programme von drüben sehr gut zu empfangen.
    Das Fernsehprogramm wurde oft und gerne genutzt (Unterhaltungssendungen, Spielfilme, Serien); die "Aktuelle Kamera" schaute ich als Jugendlicher - wusste aber das in der Sendung die Wahrheit verdreht wurde.
    1976 kaufte ich mir meinen ersten tragbaren Farbfernseher für 998 DM und ließ ihn dann mit einem Secam-Modul für 198 DM nachrüsten. So konnten wir damlas fünf Programme (ARD, ZDF, Nord 3, DDR 1 und DDR 2) in Farbe sehen. Ich weiß noch dass DDR 1 vom Brocken auf Kanal 6 sendete, DDR 2 auf Kanal 34.
    Der Hörfunk der DDR wurde wenig genutzt, vor allem weil man die vorgeschriebene Quote mit 60% aus "sozialistischen Landen" penibel eingehalten hat und das Programm daher fad war.
    An gewissen Tagen (Volkstrauertag, Buß-und Bettag, Totensonntag) hörte zumindest auch ich verstärkt DDR-Radio, da damals an diesen Tagen selbst auf NDR 2 "gatragene Musik" (Kammermusik, Sinfonisches etc.) gelaufen ist.
    Es gab wie ich mich erinnere Radio DDR 1 und 2, Stimme der DDR und den (Ost)Berliner Rundfunk - hier aus dem Westen konnte ich NDR 1, NDR 2 und NDR 3 sowie BFBS, den DLF sowie hr 1, 2 und 3 empfangen.
    War nicht allzuviel und doch im nachhinein besseres Radio als heute.
     
  12. radiobino

    radiobino Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    Ich kann mich noch erinnern das wir in Bayreuth im Internat luis de funes Filme im DDR Fernsehen geschaut haben. Ende der Achtziger wurden die DDR Fernseh und Radioprogramme bei uns in Amberg ins Kabel eingespeist.
     
  13. Sachsenradio2

    Sachsenradio2 Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    Das Sandmännchen war auch in Berlin (West) beliebt und ein Bekannter, der in Göttingen lebt(e) schlug im Mai 1990 in einem DDR-Plattenladen zu: 10 Schallplatten im DDR-Ausverkauf von Amiga - verramscht für EVP 1 M !!! Unter anderem "erwischt" hatte er 3 Puhdys-Alben. Mit 10 Platten in der Hand verließ er den Laden und hatte 10 Mark Ost ausgegeben. Verhüllt waren die Platten in einer Papiertüte, woraufhin er die Kassiererin lobte: Mensch, Sie haben hier ja schon Papiertüten! (Er als alter 68er und Öko...) Darauf sie: Wir wären froh, wenn wir endlich Plastetüten hätten.

    Er kam den ganzen Tag nicht darüber weg, wie auf einmal die Läden die (guten) DDR-Produkte verhökern und war fassungslos.
    Achja und die Puhdys fand er chic, weil er in Göttingen dann und wann auch DDR-Funk hörte, u.a. DT 64.
     
  14. Funkenstein

    Funkenstein Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    Das Ganze mal anders herum: Für uns im Osten waren die Propagandasender weit weg! Wir haben kein DT 64 gehört, sondern Jugendwelle RIAS II auf 9-4-3. Nicht Karat, sondern Kiss. Nicht Ute Freudenberg, sondern Aretha Franklin. Keine "liedhafte Rockmusic", sondern Soul.

    Glücklicherweise habe ich AFN hören können und nicht in der ARD gelebt (Außer Raum Dresden...).

    Übrigens, viele der DDR-Journalisten sitzen heute auf hochdotierten Posten in den Ost-Anstalten - trotz ihrer roten Vergangenheit. Und haben sich um 180 Grad gedreht. Beschämend, aber nicht zu ändern.
     
  15. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    In West-Berlin war man von den DDR-Medien ja geradezu umzingelt; da ergab sich dann schon die eine oder andere Nutzung.

    Im Fernsehen war natürlich anfangs das Sandmännchen ein Muß, später auch mal "rund", weil es einfach interessant war, zu hören, was für Musik im Ostblock gemacht wurde. Hin und wieder lief auch mal ein guter Spielfilm, meistens allerdings in der DEFA-Synchronisation, die ich in der Regel als nicht so gut empfand. Und an den Feiertagen gab es spätabends "Erotisches zur Nacht" - zu Zeiten, als nackte Haut im Westfernsehen noch bestenfalls in der "Fa"-Werbung stattfand. Da hat man dann aus wissenschaftlicher Neugier natürlich auch mal reingeschaltet... :cool:

    Den "Schwarzen Kanal" habe ich übrigens recht häufig gesehen, weil ich die Art und Weise, wie dort Tatsachen verdreht wurden, bemerkenswert fand. Die legendäre letzte Sendung von Sudel-Ede habe ich aber damals leider verpaßt. Hin und wieder habe ich auch mal in die "AK" reingeschaut, aber spätestens nach der dritten Erfolgsmeldung der Erntekollektive wurde es dann definitiv zu langweilig.

    Radio ausm Osten habe ich allerdings nie gehört - warum auch? Wir hatten rias2, AFN, BFBS, da gab es keinen Grund, sich die Ostsender anzutun.
     
  16. Hinhörer

    Hinhörer Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?

    Damit habe ich als gebürtiger Leipziger übrigens weniger Probleme als mit der Aussprache „Traabi“, die im Westen oft gehört wird und von der Schreibweise mit einem b herrührt. Dann schon lieber Trabbi schreiben; dann ist wenigstens für alle klar, wie’s richtig gesprochen wird.

    Und für Makeitso hätte ich einen Link auf ein Transkript. Ich erinnere mich noch genau, wie ich im Fernsehraum des Studentenwohnheims saß und diese letzte Ausgabe keinesfalls verpassen wollte. Hätte ich damals schon Zugriff auf einen Videorecorder gehabt, hätte ich diese Sendung gewiß archiviert.
     
  17. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    Was ist beschämend? Dass sie heute dort sitzen? Oder dass sie sich um 180 Grad gedreht haben?
     
  18. Funkenstein

    Funkenstein Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    beides finde ich schlimm!
     
  19. Hörbub

    Hörbub Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    Ja!

    Wir wohnten nur 30 km von der Grenze entfernt und waren später auch berechtigt am kleinen Grenzverkehr teilzunehmen. Die Grenzkontrollen in den 80ern sind ein bleibender Eindruck. Kühlungsborn und Bad Doberan würde ich heute wohl nicht mehr wiedererkennen.

    Und natürlich haben wir das DDR-Fernsehen genutzt. Wen man heute jemanden erzählt, das man mit 5 TV-Programmen incl. DDR 1 + 2 in Farbe (!) ausgestattet zu den Priviligierten gehörte. :D Insbesondere die tschechischen Märchenfilme und weitere tschechische Kinderproduktionen wie Lolek + Bolek habe ich gern geschaut. Und das NDR Sandmännchen kenne ich gar nicht - nur das heutige gesamtdeutsche Sandmännchen ist mir bekannt.

    Interessant war an der Ostseeküste auch das Radioprogramm. Während der Hauptferienzeit sendete dort ein (DDR) Radiosender eine gute westliche Mischung mit nur wenig Wortbeitrag - eine Ferienwelle. Die habe ich gerne gehört wenn wir dort zu Besuch waren - zu Haus war der Empfang von DDR Radio irgendwie nicht möglich.
     
  20. Hinhörer

    Hinhörer Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    Kleine Korrektur: Lolek und Bolek waren polnische Schöpfungen. Und dann gab es noch Adolar sowie Arthur der Engel aus Ungarn und viele, viele andere schöne Zeichentrickfiguren.
     
  21. Fahrplan01

    Fahrplan01 Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    ...nicht zu vergessen:

    "Der kleine Pfennig aus dem Butzemannhaus"...

    Das war jeden Samstag von 08.40 Uhr bis 09.00 Uhr Pflichtprogramm auf der Mittelwelle...

    Bis ca. 09 Uhr hatte man hier in Hamburg immer gute Möglichkeiten, Radio DDR 1 zu empfangen...
     
  22. Cocorita

    Cocorita Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    Da wo ich aufgewachsen bin, kriegte man außer ARD, ZDF und dem Dritten auch die beiden DDR-Fernsehkanäle DDR 1 und DDR 2. Das empfanden wir damals auch als Luxus - fünf Fernsehprogramme!

    Und das Ost-Sandmännchen fand ich auch wesentlich besser, und zwar wegen der sehr viel spannenderen Fortbewegungsmittel (Auto, Motorrad, Flugzeug, Dampfer...). Sein West-Kollege kam dagegen jeden Abend auf derselben blöden Wolke reingesegelt, das fanden wir damals schon sterbenslangweilig. Und natürlich waren Pittiplatsch und Schnatterinchen auch deutlich witziger.

    Später gehörte dann der Montag abend zum Pflichtprogramm, Theo Lingen, Adele Sandrock und Hans Moser. Sudel-Ede guckte man sich dann zur Erheiterung auch noch an.

    DDR-Radioprogramme habe ich damals nicht gehört; der NDR war einfach ein Muss, vor allem ein neuer Moderator namens Henning Venske war besser als alles bisher dagewesene.

    Als Student kam ich dann in die "selbständige politische Einheit Westberlin", pardon: Berlin (West) natürlich, und da hörte tatsächlich kein Mensch DDR-Radio. Da kann ich Makeitso nur bestätigen. Wer einen Barry Graves hören konnte, brauchte den Berliner Rundfunk nicht.

    Ich glaube, selbst in Ost-Berlin hörten die Leute Westradio, wenn sie konnten.
     
  23. gutenberg_fm

    gutenberg_fm Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    Zur Geschäftsordnung:

    Protest und Kopfschütteln
    darüber, dass dieses gerade heute wieder spannende Thema ins Abseits der Auszeit verschoben worden ist!

    Ich finde sowieso, dass die zusätzlichen Schubläden in den Radioforen überhaupt nicht der Übersichtlichkeit dienen, während Megafäden-Knäuel wie Herr Lehmann, Top 40, Sprachlotterei, "neuer" Morningshow und "drei altgedienten Moderatoren" ebenso unsortiert wie ungebremst vor sich hindümpeln.
     
  24. Wittgenstein

    Wittgenstein Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt ?


    Die "Stationsansage" prägte sich aber auch gut ein!
    Vermutlich war es folgende!

    http://www.intervalsignals.net/files/ger-z-stimme_der_ddr_rvd_010975.m3u
     
  25. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Wurden die DDR-Medien auch im Westen genutzt?

    Hallo!

    Nur nebenbei und leicht OT: Das erinnert mich an den irrsinnigen Antennen-Aufwand, den man am Rande des "Tals der Ahnungslosen" betrieben hat. Dazu passend dieser Beitrag aus den Tagesthemen:

    http://www.youtube.com/watch?v=IbIocNFHnTM

    Zeitlich ist dieser TT-Bericht nach dem Interview von Erich Honecker mit einer dänischen(?) Zeitung einzuordnen (1987?). Der hat damals in diesem Interview (sinngemäß) gesagt, daß "niemand am Empfang der in die DDR einstrahlenden westlichen Massenmedien gehindert wird". Ein offizieller Freibrief, abgedruckt im ND... Aber egal. Die im Bericht gezeigten "Antennenanlagen" wuchsen schon vor diesem Interview wie Pilze aus dem Boden. ;)

    Grüßle Zwerg#8
     

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