1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Zuverlässigkeit des Wetters im Rundfunk – Kachelmann vs. WDR

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Relay-Ted, 10. Juni 2014.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Relay-Ted

    Relay-Ted Benutzer

    Sicher eine gewisse Portion Nachtreten. Aber völlig neben der Sache liegt er nicht.

    Ich habe gestern zumindest bei WDR5 und WDR2 nur Gewitterwarnungen gehört, die das tatsächliche Ausmaß nicht erahnen liessen.
    Fernseher war gestern bei mir aus.


    Kachelmann fordert den Rücktritt von Tom Buhrow

    offener Brief: Fünf Tote und der WDR: Treten Sie zurück, Tom Buhrow

     
  2. Keek

    Keek Benutzer

    Wichtig ist, dass der WDR (oder wer auch immer) das tatsächliche Ausmaß vorher auch unbedingt wissen muss.

    Wehe, Sie machen zu wenig, dann haben sie das wahre Ausmaß unterschätzt. Wehe, sie machen zu viel, dann ist es Panikmache und Sensationsgeilheit (ach, was sind die Diskussionen hier immer schön).

    Hauptsache, man kann von irgendwem den Rücktritt fordern und einen Satz ablassen, in dem die Phrase "meine Rundfunkgebühren" vorkommt.
     
    Tweety gefällt das.
  3. chapri

    chapri Benutzer

    Hr Kachelmann soll sich nicht dümmer stellen als er ist. Erstens hat Hr Buhrow mit dem Wetter rein gar nichts zu tun, sondern beugt sich seinem Terminkalender.
    Zweitens weiss Hr K. hoffentlich, das gerade bei Wetterwarnungen die Streuwirkung groß ist. Drittens hat der DWD für einzelne Orte - und es waren örtlich Gewitter vorhergesagt -
    3 (i. W. drei Mal) Unwetterwarnungen herausgegeben, die wenig später widerrufen wurden!!!
     
    westsound gefällt das.
  4. freiwild

    freiwild Benutzer

    Gestern sind beim Unwetter in Nordrhein-Westfalen sechs Menschen ums Leben gekommen. Heute hat Jörg Kachelmann schwere Vorwürfe gegen den WDR erhoben, dieser habe erst gewarnt, als das Unwetter bereits über Aachen hinweggezogen war und Köln erreicht hatte - während er selbst bereits gestern morgen vor Unwetter gewarnt habe.

    Das ganze ist vor dem Hintergrund interessant, dass Kachelmann 2002 den Zuschlag erhielt, anstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) das Tagesthemen-Wetter produzieren zu dürfen (und in der Folge auch in den meisten Dritten Programmen mit Ausnahme des DWD-Haussenders hr. Das Wetter vor der 20-Uhr-Tagesschau und im ARD-Morgenmagazin gab es bereits seit den 90ern), nachdem der DWD - anders als Kachelmanns damalige Firma Meteomedia - nicht rechtzeitig vor dem Orkantief Anna (mit drei Toten) gewarnt hatte. 2011 verlor Kachelmann persönlich wie seine Firma in Folge der Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn (von deren er bekanntlich freigesprochen wurde) wieder den Auftrag; die ehemaligen Kachelmann-Komoderatoren produzieren das Wetter seitdem bei der ARD-Filmtochter Bavaria.

    Leider belegt Kachelmann seine Vorwürfe ausschließlich mittels des Twitter-Kontos von WDR 2. Wie lief der gestrige Tag denn in den WDR-Programmen ab? Und wie zuverlässig muss Wetter, wenn es tatsächlich ein journalistisches, kein Unterhaltungselement sein soll, in den öffentlich-rechtlichen Programmen sein?
     
  5. Valentino Rossi

    Valentino Rossi Gesperrter Benutzer

    Wann tritt TB denn nun zurueck?
     
  6. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    Ich vermute eher, er tritt allenfalls zurück!
     
  7. Valentino Rossi

    Valentino Rossi Gesperrter Benutzer

    Wird wohl so sein. Mir waere am liebsten, er geht und nimmt Valerie gleich mit.
     
  8. Radiokult

    Radiokult Benutzer

  9. Kobold

    Kobold Benutzer

    Nun ja, über zu wenig Berichterstattung hinsichtlich Warnungen hat sich Kachelmann in der Vergangenheit ja bereits wiederholt geäußert. Der polemische Ton und die Rücktrittsforderung sind m.E. aber wirklich unpassend.
     
  10. Valentino Rossi

    Valentino Rossi Gesperrter Benutzer

    WDR 2 soll nicht rechtzeitig gewarnt haben, schreibt Kachelmann.
     
  11. Kobold

    Kobold Benutzer

    Auf WDR2 wurde vor dem Unwetter gewarnt. Habe ich selber gehört.
     
  12. Valentino Rossi

    Valentino Rossi Gesperrter Benutzer

    K. sagt, zu spaet.
     
  13. maxm1

    maxm1 Benutzer

    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2014
  14. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Meine Beobachtung: Sender mit bundesweitem Anspruch haben im Wetter immer den regionalen Zufallsfaktor. Sie schaffen es bestenfalls, eine allgemeine Großwetterlage halbwegs für das ganze Land zutreffend vorherzusagen. Sobald es in den regionalen Kosmos geht, liegen sie oft ziemlich daneben, bzw. über- oder unterschätzen bestimmte Wetterlagen.
    Sender,die nur lokal-oder regional aufgestellt sind haben wiederum selten die nötige Prognosekompetenz für ausgerechnet ihre Region. Meist bedienen sie sich sowieso irgendeiner kostenlosen Quelle, aus der sie dann abschreiben oder übernehmen.
    In Zeiten von Apps und Internet halte ich den Wetterbericht im Rundfunk sowieso für ziemlich überholt. Er kommt in der Liste der überflüssigen Programmbestandteile, die "Wort-Platz" wegnehmen, gleich nach dem Verkehrsfunk.
     
    Maschi gefällt das.
  15. Musikfreund

    Musikfreund Benutzer

    Er bezieht sich doch hauptsächlich auf Twitter. Über Berichterstattung in Radio oder Fernsehen schreibt er ja gar nichts.
     
  16. fotoralf

    fotoralf Gesperrter Benutzer

    Die können jeden blöden Spanngurt auf der Autobahn melden, in den Schalträumen liegen detaillierte Anweisungen, wie vorzugehen ist, wenn der Papst stirbt, aber wenn ein Unwetter dieses Ausmaßes erkennbar innerhalb der nächsten 30 Minuten Adorf und Bstadt erreicht, passiert außer einer allgemein gehaltenen Unwetterwarnung des DWD garnix. Mit Ausnahme des obligaten Brennpunkts am nächsten Abend, versteht sich, denn der bringt bekanntlich Quote.

    Es ging hier ja nicht darum, ob es hier oder dort ein Gewitterchen geben würde. Die Gefahr, zu übertreiben oder den falschen Ort vorherzusagen, war in diesem Fall so gut wie null. Da war ein großes System unterwegs, dessen Intensität schon bekannt war, bevor es überhaupt die deutsche Grenze erreicht hatte. Das Eintreffen in den verschiedenen Regionen ließ sich spätestens ab dem Überschreiten der Grenze fast minutengenau vorhersagen.

    In solchen Fällen gezielt und wiederholt in entsprechend eindringlicher Form - mit kurzen Programmunterbrechungen, einem entsprechenden Jingle und Meldungen zur aktuellen Position - zu warnen, wäre eine der vornehmsten Aufgaben des Hörfunks in Zusammenarbeit mit den Wetterdiensten.

    Solche Wetterphänomene werden wir künftig immer öfter und heftiger erleben. Es ist höchste Eisenbahn, dass sich die Anstalten dafür ein geeignetes Konzept überlegen.
     
    Zwerg#8, Relay-Ted, Redakteur und 5 anderen gefällt das.
  17. Valentino Rossi

    Valentino Rossi Gesperrter Benutzer

    Nun ja, anscheinend hat man zumindest einen neuen, unorthodoxen Umgang mit dem Unglück gefunden, wie User ThoRr berichtet.
    "Auf der Facebook-Seite hat WDR 2 in einer weiteren hirnlosen App-Promo-Aktion dazu aufgerufen, Geräusche des Unwetters mit seinem "Radio-Mikrofon für die Hosentasche" aufzunehmen und Geschichten vom Unwetter zu erzählen"
    #1079 http://tinyurl.com/nrgx3gt
     
  18. Tweety

    Tweety Benutzer

    Das stimmt. Das Programm verursacht wirklich erhebliche Nebenwirkungen. *sorry der musste jetzt sein"

    Tatsache ist doch das genau diese Diskussion nach jedem Unwetter hochgeholt wird. Und täglich grüsst das Murmeltier. Selbst wenn man warnt und das hat der WDR ja gemacht, was soll damit verhindert werden? Selbst in Häusern und Autos war man ja nicht sicher. Im übrigen ist so ein Ereigniss ja regional begrenzt. Während in Düsseldorf die Welt unterging war z.B. hier am nödlichen Niederrhein, kaum 50 Kilometer entfernt, nur ein normales Sommergewitter. Von Unwetter keine Spur. Also soll man jetzt ganz NRW in Panik versetzen? Wetter war und ist nunmal schwer vorherzusagen und von daher ist diese ganze Diskussion einfach nutzlos. im übrigen kann Herr Buhrow ja nun wirklich nichts dafür. Soll der sich jetzt um alles selber kümmern? Manche haben echt Ansichten da schüttelts einen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2014
    radneuerfinder gefällt das.
  19. freiwild

    freiwild Benutzer

    Erst mal danke an @Guess who I am für das Zusammenführen der verschiedenen Threads hierzu!

    Nachdem sich Kachelmann in seinem Beitrag hauptsächlich an den Twitter-Tätigkeiten orientiert hat, hat sich nun Holger Kreymeier das gestrige WDR-Fernsehen (jedenfalls das zwischen 19 und 21:45 Uhr) vorgenommen und kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.
     
  20. Guess who I am

    Guess who I am Moderator Mitarbeiter

    Oh, da muss mir wohl die Hitze nicht so gut bekommen sein ;) Ich hatte den m.E. überflüssigen Teil löschen wollen, habe ihn dann aber offenbar in die „Auszeit“ verschoben...:D Um die Verwirrung komplettzumachen, habe ich nun Deinem Wunsch entsprochen und aus den beiden Threads einen neuen mit kombinierter Überschrift gemacht. Das obige Zitat belasse ich, habe aber die organisatorischen Anmerkungen an sich gelöscht (schaue aber gleich zur Sicherheit noch mal in die „Auszeit“...).
     
    freiwild gefällt das.
  21. fotoralf

    fotoralf Gesperrter Benutzer

    Der Brennpunkt zum Thema ist erwartungsgemäß an Beliebigkeit nicht zu überbieten. Mehr als die Feuerwehr von der Arbeit abzuhalten, fällt ihnen dazu offenbar nicht ein. Mehr als die ersten fünf Minuten habe ich mir nicht zumuten wollen.
     
    SebJec gefällt das.
  22. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Eine Brennpunkt-Sendung macht vor dem Hintergrund des Geschehenen schon Sinn.
    Das Interessanteste waren aber m.E. die eingeblendeten YouTube-Videos.
    Wann sieht man schon einen Blitzeinschlag in den Rheinturm? Die von dort stammenden Ausstrahlungen (DAB, DVB-T, UKW) scheinen nicht beeinträchtigt worden zu sein, oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2014
  23. TS2010

    TS2010 Benutzer

    Ich denke, man kann die ganze Diskussion zu diesem Thema ganz einfach abkürzen:
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2014
    stereo gefällt das.
  24. StefanZinke

    StefanZinke Benutzer

    Ich frage mich, warum überhaupt ein Mensch starb. Sind die Leute heutzutage nicht mehr in der Lage, auf sich aufzupassen? Ich kletterte die Wand eines Containerschiffs auf einer Strickleiter herunter, während das Schiff auf der Elbe fuhr. Ich kletterte eine Windkraftanlage hinauf und hinunter. Und ich lebe noch.

    Was ich sagen will: Gewitter gibt es seit Ur-Zeiten. Können die Leute nicht die Gefahren abschätzen, die ein Unwetter mit sich bringen könnte?
     
    Bend It gefällt das.
  25. radneuerfinder

    radneuerfinder Benutzer

    Hier kann man die Unwetterwarnungen des DWD als kostenlosen Email Newsletter pro Landkreis gratis bestellen:
    http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/b...wetter_warnungen_Newsletter_Unwetterwarnungen

    Auf dem Schlaufon den Empfang dieser Email Adresse mit entsprechendem Hinweiston ausrüsten und fertig ist die individuelle Warnung. Leider nur für wenige vorher definierte Orte.

    Wem mobiles Internet zu unzuverlässig ist, der Email Abruf zu langsam, oder wer lieber ein robustes klassisches Handy mit hat, kann bei den meisten Email Anbietern eine SMS Benachrichtigung für bestimmte Absender einrichten. Kostet pro SMS meistens 9 ct.
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen