91.7 Oderwelle plant eine Ausstrahlung des Programms auch über Satellit


Hithopper

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In einem Nachforum wird geschrieben, dass "91.7 Oderwelle" die Ausstrahlung des Programms auch über Satellit plane.

Auf der Homepage ist zu lesen, dass zudem noch eine Ausstrahlung über DAB+ geplant sei.

"Die Verbreitung der Oderwelle erfolgt derzeit als Livestream über das Internet. In wenigen Wochen erfolgt die Ausstrahlung in Frankfurt (Oder) und Umland auch über die UKW-Frequenz 91,7 MHz. Perspektivisch wird eine Verbreitung auch über den neuen Digitalradiostandard DAB+, das Kabelnetz und Satellit geplant. Außerdem präsentieren wir in den nächsten Tagen eine Player-App über Apple, Android und Windows."

https://oderwelle.de/startseite/

DAB+ über 12D in Berlin/Brandenburg bzw. über DAB+ Small Scale?
Astra 19,2° Ost?
 

lg74

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Über Satellit? So ein kleines Programm? Könnte mir da nur vorstellen, dass sie in das HbbTV-Karrussell der Lokalprogramme aufgenommen werden - als Link auf den Stream, der ohnehin schon vorhanden ist.

Wenn "echt" über Satellit, dann gewiss in 96 kbps AAC mit Receiver-Absturzformat, powered by Media Broadcast. Seitdem Radio Regentonne abgeschaltet hat, sind doch zwei Codecs frei. ;)
 

lg74

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Ach, ich will da gar nichts schlecht reden, aber allein das Ansinnen, ein Lokalprogramm ernsthaft (also in brauchbarer Qualität) auf Satellit zu bringen, wirkt so "schräg" auf mich. Schon alleine wegen der massiven territorialen Reichweite, hinter der aber nirgendwo so viele Hörer stehen würden, als dass man als regionaler Werbeträger attraktiv wäre.

Lassen wir uns also überraschen.
 

lg74

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Das stimmt, aber das HbbTV-Karussell ist doch noch da, oder?




Da drin könnte man ohne Bandbreite zu brauchen einen Streamlink hinterlegen, der via HbbTV dann aufgerufen werden kann. So ist man "auf Satellit" und gleichzeitig wiederum nicht.

Lokal-Radio ist da soweit ich das überblicke bislang aber nicht dabei: http://www.lokal-tv-portal.de/?page_id=560
 
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Radiokult

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Richtig. Das ganze funktioniert nur, wenn der TV am Internet hängt. Abgegriffen werden dann die auf den jeweiligen Homepages hinterlegten Videodateien. Mehr isses nicht.
Abgeschaltet wurde übrigens nicht der Transponder, sondern nur der gemeinsame Kanal der Lokalsender aus Brandenburg und Meck-Pom, welcher ebenfalls auf diesem Transponder sendete. Dieser Mix-Kanal war so oder so im Großen und Ganzen nur Geldverbrennung.
Was die DAB+-Ausstrahlung der Oderwelle angeht, ist da wohl ein Small-Scale-Mux im Gespräch. Landesweit im 12D geht nicht, denn der ist voll.
 

s.matze

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Kann es sich dabei nicht auch nur um einen "versteckten" Uplink auf 23,5 Grad handeln der zur Senderzuführung dient?
Ähnlich handhaben das ja diverse bundesweite DAB-Anbieter. Diese Streams sind nur mit Profi-Boxen decodierbar.
Oder man sendet tatsächlich in AAC mit magerer Bitrate und in mono über Astra 19 unter Ausschluss der Öffentlichkeit (nicht mit DVB-S-Standard kompatibel).

Und dann gab es noch Fälle wo Radiosender auf exotischen, spottbilligen Positionen zu finden waren (Jazzradio auf HellaSat fällt mir da ein).
Würde ich nicht überbewerten, gerade auch weil da steht "perspektivisch wird geplant".
Planen kann man vieles. Ob das dann aber auch immer so umgesetzt wird ist die Frage.
Gerade weil es sich bei dem Betreiber ja um die Eagle Broadcast handelt, die ja auch hinter Pure FM steckt.
Was hatten die nicht schon für große Pläne, und wo waren die nicht überall auf DAB oder wollten starten:

Frage mich auch welches Interesse es von Seiten der Bevölkerung an diesem Sender geben sollte.
Ich sehe da kein Potenzial, dass man mit einer Sat-Verbreitung irgendwen erreicht.
Dafür müsste es dann schon Astra 19,2 Grad Ost sein, um in die Kabelnetze zu kommen.
Ob dafür aktuell noch Einspeisegebühren für die Kabelnetzbetreiber fällig werden, weiß ich nicht.
Könnte mir aber denken, dass es die vielen Mio. Kabelkunden nicht gratis gibt.
Kabelradio ist aber auch ein totes Pferd, Satellitenradio (leider!) auch.

Vor allem: Wer soll das hören? Ein Programm aus Frankfurt/Oder interessiert schon in Prenzlau, Perleberg oder Cottbus keine Sau.

Landesweit im 12D geht nicht, denn der ist voll.

Das ist so nicht richtig, seit die Rockantenne (alt) runter ist.
Paradiso geht auch noch runter. Peli1 ist auch schon weg.
Also künftig 3 freie Plätze. Kommen wird nur Energy sicher.
Peli1 ungewiss. MixMega (7B) will wechseln, wohin ist unklar.
 
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Radiokult

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Sagen wir es mal so: Eine landesweite Ausstrahlung wäre ähnlich sinnfrei wie die von Radio Cottbus, welches mangels technischer Alternative ebenfalls im Landesmux ist. Viel Sinn macht das nicht. Eine Ausstrahlung per DAB+ wäre aber schon deshalb richtig, weil man sich die UKW-Frequenz mit dem Bürgerradio Slubfurt teilen muss, was fast überall unerwähnt bleibt. Warum die MABB das so beschlossen hat weiß keiner, aber so isses halt erstmal. Von einer Sat-Ausstrahlung ist, abgesehen von einer Verlautbarung in der allerersten Presseinfo dazu, inzwischen keine Rede mehr. Die Anzahl der Hörer per Sat im Raum Frankfurt/O. sollte ohnehin überschaubar sein.
Ob das gesamte Projekt was bringt, lasse ich mal dahingestellt. Es könnte mit Blick auf das benachbarte Polen durchaus eine Bereicherung sein, denn das auf polnischer Seite gelegene Slubice, gehört historisch gesehen zu Frankfurt/O. und beide Seiten begreifen sich dort mental gesehen durchaus auch als eine Stadt. Ob sich dieses Radioprojekt allerdings auch langfristig selber tragen kann, ist die Frage. Ich würde mal sagen abwarten. Wenn man da nicht einen gewissen Optimismus hätte, würde man das vermutlich nicht machen.


Dafür müsste es dann schon Astra 19,2 Grad Ost sein, um in die Kabelnetze zu kommen.
Das mag bei kleineren, "privaten" Anlagen noch so sein. Bei den großen Anbietern brauchts nur noch einen (nicht öffentlichen) Stream, weiter nichts.
 
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lg74

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Radio Slubfurt fand ich vor knapp 2 Jahren sogar im DVB-C-Angebot der PYUR in Berlin - das sind so einige viele Anschlüsse. Ob das jemand nutzt, wäre schon interessant. Radio Cottbus war da übrigens auch dabei. Beide in 192 kbps Layer II. Ob dafür Einspeisegebühren gezahlt werden müssen? Kann ich mir kaum vorstellen angesichts des finanziellen Status' eines Projektes wie Radio Slubfurt. Erfreulich ist es freilich, so etwas mit im Kabel zu haben.
 

s.matze

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Nicht nur Radio Cottbus, auch Radio Potsdam sendet über DAB.
BH 1 aus Babelsberg hat es versucht und ist kläglich gescheitert.

Die Idee mit der Grenzstadt ist nicht neu, es gibt ja Radio Slubfurt.
Das teilt die UKW-Frequenz mo. bis do. abends mit der Oderwelle:

Eben in diesem Timesharing könnte ein Argument für DAB liegen.
 
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s.matze

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Die Reichweite im 7B bei 10.000 Watt horizontal ist aber trotzdem beachtlich und daher reichlich überdimensioniert.
Außer Nordhessen ist da weit und breit nichts im Weg.
BH1 hatte zu Beginn zweifelsfrei das engagiertere und amibitioniertere Programm, sind aber trotzdem mittlerweile runter von DAB.
 

Hithopper

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Der Eintrag stimmt! (Stand: 05.01.2021 11:58 Uhr)


Empfang​

Die Verbreitung der Oderwelle erfolgt derzeit als Livestream über das Internet. In wenigen Wochen erfolgt die Ausstrahlung in Frankfurt (Oder) und Umland auch über die UKW-Frequenz 91,7 MHz. Perspektivisch wird eine Verbreitung auch über den neuen Digitalradiostandard DAB+, das Kabelnetz und Satellit geplant. Außerdem präsentieren wir in den nächsten Tagen eine Player-App über Apple, Android und Windows.
 

modrow

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Sehr ambitioniert für einen Sender, dessen Peak im Stream bei 5 Hörern liegt. Ansonsten wünsche ich den Machern - sofern der Eintrag überhaupt stimmt - viel Glück Erfolg (100% ironiefrei).
Ambitioniert definitiv. Vor allem, weil das ja nicht das erste Projekt des Betreibers ist, was schon von Anfang an nicht so erfolgversprechend aussieht.

Mal ganz davon abgesehen, dass es auch schon einmal ein Stadtradio in Frankfurt (Oder) gab. Ganze 4 Jahre hat die Radio Group das dort halten können. Radio FF(O) war aber scheinbar so belanglos, dass es nicht mal hier im Forum zu finden ist.
Genauso erstaunlich finde ich ja, dass Radio Potsdam und Radio Cottbus schon so lange laufen.

Wenn dann müsste es schon ein Sender sein, der den ganzen Osten Brandenburgs mit abdeckt. Aufgrund der Nähe zu Polen und weiter nördlich (ab Bad Freienwalde) auch zu MV ist das aber frequenztechnisch auf UKW sicherlich schwierig.
 
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s.matze

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Da gab es noch mehr solcher Projekte in der Ecke.
Erinnert sich noch jemand an " Powerradio 4 " bzw. später "Radio Power 4" (BAR+OHV) ?
Die hatten das attraktivere Sendegebiet im Berliner Speckgürtel und Frequenzen in Templin, Zehlendorf, Prenzlau, Angermünde und Caswkow.
Und haben trotzdem nicht überlebt.

Dann gab es auch noch "100,6 Best of Deutsch" in Schwedt/Oder auf 93,3 MHz als Ableger von 100,6 Berlin.

Da sieht es für einen Sender mit einer einzigen UKW-Frequenz in Frankfurt/Oder, die dazu noch zeitpartagiert/aufgeteilt ist, doch eher düster aus.
 

modrow

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Meinst du etwa Thomas Thimmes Power Radio? Das gibts mittlerweile sogar über DAB+ in Berlin und Brandenburg. Und die Funzelfrequenzen gibts immer noch. https://www.power-radio.de/sendegebiete
Ich frage mich allerdings seit Jahren wovon die sich finanzieren. Wenig bis keine Werbung und kein erkennbares Geschäftsmodell.
 

s.matze

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Nein, ich meinte "Radio Power 4", gestartet 2000 als "Power Radio 4" und 2003 oder 2004 eingestellt:


Die Frequenzen gingen dann an 100,6 und heute sendet auf einigen davon wohl tatsächlich das Berliner Power Radio, Nachfolger von 100,6.
 
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