Alle Jahre wieder - ESC im Radio


#77
dem NDR gehört die Verantwortung entzogen - das wird aber wegen einer Top-Quote beim Ringelpiez auf der Reeperbahn nicht passieren. Nicht ein einziges Mal habe ich den deutschen Beitrag auf irgendeiner ARD-Welle gehört. Und die ARD hätte die Macht, diesen Song zu spielen, bis einem die Ohren bluten... bei allem anderen Pop-Dreck kriegen sie es doch auch hin.... Dem NDR ist doch mittlerweile alles egal. Was war eigentlich die Aufgabe von Bürger Lars Dietrich dabei? Sarah Connor, Mitglied der ESC-Jury in diesem Jahr, sagte heute übrigens, das sie noch nie einen ESC komplett gesehen habe, weil sie vorher immer einschläft. DAS sind unsere ESC-Experten!!!! Und das deutsche Publikum ist so bekl***ppt und schickt ne 18jährige, die schon bei der Castingshow zuvor nichts in den Charts zustande gebracht hat. Die steht dann, angezogen wie beim Kinderfasching, im Wald und ..... ach, vergessen wir das.... SO geht ESC 2016!
 
#78
Abgesehen davon, dass Jury und Publikum zwei verschiedene Veranstaltungen sahen*, ist der Unterschied zwischen deutscher Jury und deutschem Publikum interessant:

Jury:
12 Punkte: Israel
10 Punkte: Schweden
8 Punkte: Georgien
7 Punkte: Ukraine
6 Punkte: Australien
5 Punkte: Belgien
4 Punkte: Niederlande
3 Punkte: Italien
2 Punkte: Lettland
1 Punkt: Litauen

Publikum:
12 Punkte: Russland
10 Punkte: Polen
8 Punkte: Schweden
7 Punkte: Österreich
6 Punkte: Ukraine
5 Punkte: Australien
4 Punkte: Bulgarien
3 Punkte: Niederlande
2 Punkte: Armenien
1 Punkt: Italien

Dass die Jury etwas anderes sahen als das gemeine Volk finde ich schon verwerflich (ist's der "geballten deutschen Musikkompetenz" nicht zumutbar das zu sehen, was das Volk zu sehen bekommt), so ist doch ersichtlich, dass (um den Bogen zu Hörrundfunk zu bekommen) das musikalische Wissen ("Wir wissen, was die Hörer wollen und versenden dieses!") der Wellenleitungen doch auf wackeligen Beinen steht.
__________
* Ihre Stimme hatten die fünf Jury-Mitglieder bereits vor dem Finalabend am 14. Mai abgegeben. Sie bewerteten - anders als das TV-Publikum - nicht die Auftritte während der ESC-Live-Sendungen, sondern die jeweils zweite Generalprobe der Shows am Abend davor, das sogenannte Jury-Finale. Diese Shows sahen die Jury-Mitglieder in einer speziellen, nicht öffentlichen Übertragung gemeinsam beim NDR in Hamburg.
Quelle: Deutsche Jury gibt Israel 12 Punkte
 
#79
Deutschland wird Letzter. Zum zweiten Mal in Folge.
Daraus könnte Kult werden.
Die deutschen ESC-Verantwortlichen sollten es bei zukünftigen ESC sogar ganz gezielt darauf anlegen ... (Oder tun sie das etwa schon seit einigen Jahren und haben den Plan dahinter nur noch nie öffentlich gemacht?)
 
#80
Deutschland wird Letzter. Zum zweiten Mal in Folge.
Daraus könnte Kult werden.
Die deutschen ESC-Verantwortlichen sollten es bei zukünftigen ESC sogar ganz gezielt darauf anlegen ... (Oder tun sie das etwa schon seit einigen Jahren und haben den Plan dahinter nur noch nie öffentlich gemacht?)

Wenn sie das wenigstens noch absichtlich machen würden... :D

@CosmicKaizer die meisten ARD Popwellen haben den Song in der Dauerrotation, noch heute. Bei SWR3 auf jeden Fall.
 
Zuletzt bearbeitet:
#81
Nicht ein einziges Mal habe ich den deutschen Beitrag auf irgendeiner ARD-Welle gehört. Und die ARD hätte die Macht, diesen Song zu spielen, bis einem die Ohren bluten...
Wobei das nichts gebracht hätte, denn wir dürfen für unseren Song nicht wählen...

BBC Radio 2 verbreitete übrigens ganz nebenbei die Aussage (Anhang) dass ein australischer Sieg zu einem ESC 2017 in Deutschland geführt hätte... Vielleicht will der NDR ja so die Ausrichtungschancen erhöhen...

Fürs nächste Jahr wünsche ich mir einen deutschsprachigen Titel. Schlimmer als bisher kann die Platzierung ja nicht werden...
 

Anhänge

#83
Hm. Hm. Und wenn es so erbärmlich ist, dass Deutschland eine x-beliebige Casting-Frau hinschickt, warum tun es die anderen auch? Gefühlt kam mehr als die Hälfte der Beiträge von irgendwelchen lokalen The-Voice-Ablegern.

Und nein, das ist kein Indiz dafür, dass der ESC seit Guildo Horn ein Blödelfest geworden ist, ganz im Gegenteil: Der ESC hat sich spürbar professionalisiert, ist auf hohem technischen Niveau und kompositorisch solide bis erstaunlich. (Sowas kommt spielend in die Top 10 des ESC, wird von deutschen Radiosendern aber ganz bestimmt nicht gespielt.) Ich persönlich gehe mit, wenn jemand sagt, dass Jamie-Lees "Ghost" erstmal kein schlechter Song war.

Das Problem ist: Der NDR beherrscht das Spiel nicht konsequent. Der ESC ist eine wochenlange Performance, vorher, währenddessen und nachher. Promotion, Imagepflege, Bühnenshow, Reflexion - in diesen Bereichen muss man Fingerspitzengefühl beweisen. Stefan Raab beherrschte das Spiel. Im NDR gibt es hingegen schlicht und ergreifend keinerlei Instanzen mit anständigen Pop-Kompetenzen. Hinzu kommt, dass der NDR den Kandidaten notorisch in den Rücken fällt. Aber was will man schon von einer Anstalt erwarten, die echte Popkultur nachts auf NDR Info versteckt.

Mein Vorschlag: Reicht den Kelch rüber zu Puls. Kennt jemand von euch Milky Chance? Hat jemand ihre erstaunliche Karriere beobachtet? Weiß jemand, welcher Jugendsender sie über Monate gefördert hat? Hm? In Bayern gibt es eine funktionierende, vielschichtige Nachwuchsförderung, die Experimente fördert, aber den Pop-Appeal nie aus den Augen verliert. Kein Wunder bei den Leuten, die dort arbeiten: waschechte Musikjournalisten. Thomas Schreiber schreibt Krimis.

P.S. Ich halte es für nichts anderes als dumm und kleingeistig, den ESC realpolitisch zu betrachten. Es ist Popmusik. Und Popmusik berührt auf ganz banale Weise, gerade im flüchtigen ESC-Format.
 
Zuletzt bearbeitet:
#85
Ich würde Helene Fischer hinschicken.
Die kommt gebürtig aus Russland und würde sicher auch
im Ostblock einige Stimmen holen.
Titel müsste man dann extra schreiben, aber irgendwas schnelles buntes und keine langweilige Mädchen Musik.
Ich glaube das unser Song einfach zu blass war , er viel nicht besonders auf. Schlecht fand ich ihn aber auch nicht.
 
#86
Ich würde Helene Fischer hinschicken.
Die kommt gebürtig aus Russland und würde sicher auch
im Ostblock einige Stimmen holen.
Titel müsste man dann extra schreiben, aber irgendwas schnelles buntes und keine langweilige Mädchen Musik.
Öhm. Titel muß man tendenziell immer extra schreiben, weil - is' ja 'n Autorenwettbewerb. "Ghost" war mit seiner Veröffentlichung Monate vor der Vorauswahl eher die Ausnahme als die Regel.

Ob's was "schnelles buntes" oder die Helene Fischer sein muß, sei mal dahingestellt, das würde ich vom einzelnen Lied abhängig machen.
Wie gesagt kann ich mir auch gut eine rhythmische Melange aus verschiedenen europäischen Einflüssen und Sprachen vorstellen, die zu Gehör gebracht wird. Ich kann mir aber auch ein gemischtes A-Cappella-Sextett vorstellen, das einen klassizistischen Schlager im Walzertakt von sich gibt. Ich kann mir auch eine Chaostruppe auf der Bühne vorstellen, die mit verrückten Instrumenten aufwartet. Nicht unbedingt etwas, für das Helene Fischer geeignet wäre, aber ganz sicher etwas, das in dieser Form aus dem Rahmen oder vielleicht sogar aus der Zeit fällt - und hoffentlich auch genügend Leute unterhält.

Gruß
Skywise
 
#88
Das würde wohl dadran scheitern dass Helene Fischer nicht hingehen will!
Wie sagten es die Abbas schon so passend: Wenn man dort als Produzent / Songschreiber hingeht
muss man damit rechnen, dass man als 8. oder 9. rausgeht.
Für einen erfolgsverwöhnten Gutverdiener wie Frau Fischer nicht tolerierbar.
Die Dame kennt nur einen Weg und der geht steil nach oben.
Rückschläge oder Niederlagen kennt sie nicht! Die macht keine halbe Sachen.
Alleine die Ankündigung dass sie dort hin geht wäre für sie eine Blamage.
Nach dem Motto: Wie tief ist sie gesunken dass sie da hin geht.

Im Übrigen scheinen die Verantwortlichen ihre eigenen Regeln nicht zu kennen:
Dort steht ganz klar: "Texte, Ansprachen und Gesten politischer Natur sind während des Contests untersagt."

http://www.eurovision.de/event/regeln/Die-Regeln-des-ESC,regeln103.html
 
#89
Im Übrigen scheinen die Verantwortlichen ihre eigenen Regeln nicht zu kennen:
Dort steht ganz klar: "Texte, Ansprachen und Gesten politischer Natur sind während des Contests untersagt."
Auch das wurde vor dem Wettbewerb ausführlich thematisiert. Da es bei dem ukrainischen Song nicht (wenigstens nicht vordergründig) um aktuelle Politik geht, sondern um ein geschichtliches Ereignis, hat die ESC den Song zugelassen.
 
#91
Also die Annektierung der Krim im Jahr 2014 ist uns doch wohl allen noch bestens in Erinnerung.
Generell muss man sagen der deutsche Beitrag war nicht so schlecht, das Ergebnis nicht angemessen.
Da sind wir in der Vergangenheit schon mit größeren Lachnummern nach Oslo gefahren.
Ich erinnere nur an "Sürprise" oder "Alex sings and Oscar Swings feat. Ditha von Teese" oder
ähnlichen Unfug. Das doppelte Lenchen, also der zweite Lenatitel war auch keine Glanzleistung.
Man kann sagen Deutschland wurde für seine unmögliche Außen- und Migrationspolitik abgestraft.
Nichts anderes spiegelt das Ergebnis wieder denn es gab auch im Finale noch schlechtere Lieder.
 
#92
Da sind wir in der Vergangenheit schon mit größeren Lachnummern nach Oslo gefahren.
Ich erinnere nur an "Sürprise"
Für die hat es immerhin für den dritten Platz gereicht. Damals war der ESC aber auf breiter Front noch nicht auf der Höhe der Zeit, das stimmt.

Das doppelte Lenchen, also der zweite Lenatitel war auch keine Glanzleistung.
Doch. Wir reden hier von einem für ESC-Verhältnisse außergewöhnlichen Popsong, der es trotz allem auf den zehnten Platz geschafft hat. Lena wird sowieso in ihrer Wirkung unterschätzt: Ihr Sieg mit "Satellite" dürfte allen Ländern endgültig auf den Trichter gebracht haben, zeitgemäße Popsongs einzureichen. "Taken by a Stranger" hat gezeigt, dass man sogar noch mutiger sein kann. Wie gesagt, der von mir heute Nacht verlinkte lettische Beitrag oder auch Belgiens Song "Rhythm Inside" wären ohne Lena vielleicht nicht so selbstverständlich eingereicht worden.
 
#93
Dass unsere Vertreter und die Art wie wir sie auswählen zu solchen ernüchternden Ergebnissen beim ESC führen, kann auch mit unserer Art erklärt werden, wie wir die Ergebnisse überinterpretieren und zu Grunde analysieren.
Da besteht ein direkter Zusammenhang.
Dabei ist es doch so einfach:

Es ist Popmusik. Und Popmusik berührt auf ganz banale Weise, gerade im flüchtigen ESC-Format.
 
#94
Taken by a stranger war einfach nur langweilig und farblos. Außergewöhnlich war nur dass der selbe Interpret im Jahr darauf nochmals antrat. Normalerweise waren mindestens 2 Jahre Pause dazwischen, wenn jemand für das selbe Land noch einmal ins Rennen ging. Die Nummer plätschert ähnlich dahin wie dieses Standing still was im Jahr darauf (oder zwei Jahre später) kam. Und ich vermute, Lena hat nur deshalb gewonnen damals weil zu dieser Zeit in Sachen Wirtschaftskrise keiner sonst die Moneten hatte das Spektakel auszurichten und Deutschland vorab darüber diskutierte, als Geldgeber abzuspringen oder sich künftig nicht mehr zu beteiligen eben wegen der schlechten Leistungen der Kandidaten in den Jahren zuvor. Michelle sei hier noch genannt, die auch überaus bekannt und stimmlich stark ist, aber dennoch nicht viel reißen konnte auf der internationalen Bühne. Und auch die hasserfüllten Kandidaten dieses britischen Kommentators die hier zu lesen sind, ändern nichts daran, dass das Lied 2016 handwerklich gut war und es deutlich schlechtere Auftritte gab. Da steckt offenbar sehr viel Hass aus der Geschichte noch drin.
 
#95
Das ist deine persönliche Meinung, die nicht ganz Europa samt Australien teilen muss. Aber vielleicht fanden ja auch die anderen den deutschen Beitrag "nicht so schlecht". Und für einen nicht so schlechten Beitrag ruft man nicht an. Dafür muss ein Beitrag schon richtig gut sein und in irgendeiner weise berühren. Michelle kam auf einen sehr guten 8. Platz.
 
#96
Vermutlich, weil sie gar nicht in eine Halle wollen...?

Clever sind die Verantwortlichen wohl eher nicht.

Mein Rezept für den kommenden ESC-Beitrag aus Deutschland: alles zu 50% überzogen: das Aussehen des Sängers/Sängerin, deren Kostüme, der Text, die Verrücktheit, das Selbstbewusstsein im Vorfeld und auf der Bühne, die Beats, die Show. Dazu noch eine Strophe in Russisch, dann hätte man den Ostblock schon im Sack. Zusätzlich noch das Aussehen der Schöneberger mit dem Gesangstalent der Helene Fischer.

Ist die Flüchtlingskrise in der EU dann auch einigermaßen behoben/geklärt, hat Deutschland mit den oben genannten Voraussetzungen eine reale Chance, unter die Top 10 zu kommen.

Macht man weiterhin aus dem Vorentscheid eine müde, kaum beachtete Veranstaltung ohne Nachhall, mit farblosen Gesangsgestalten, werden die anderen Länder das immer wieder merken und uns keine Punkte geben. Und ich wette, das Ansehen eines Landes inklusive dessen Rolle in der europäischen Finanz-und Asylpolitik spiegelt sich garantiert auf die Punkte wider.
 
#97
Und ich vermute, Lena hat nur deshalb gewonnen damals weil zu dieser Zeit in Sachen Wirtschaftskrise keiner sonst die Moneten hatte das Spektakel auszurichten und Deutschland vorab darüber diskutierte, als Geldgeber abzuspringen oder sich künftig nicht mehr zu beteiligen eben wegen der schlechten Leistungen der Kandidaten in den Jahren zuvor.
Und welchem politischen Umstand haben wir Deiner Meinung nach den Sieg Schwedens im letzten Jahr zu verdanken?

Aber okay. Tun wir mal so, als ob 2010 beim ESC die Frage gestellt worden wäre, wer sich die Ausrichtung des nächsten ESCs leisten könnte. Sicher, Deutschland. Und dahinter, zwar mit einigem Abstand, aber immerhin, die politisch absolut unbedenkliche, in Geld schwimmende Türkei. Dann Rumänien, bekanntlich eine der ersten Anlaufstellen für die Ausrichtung kultureller Großereignisse. Dann Dänemark, was ich sogar noch nachvollziehen könnte. Und dann Aserbaidschan. Gefolgt von Belgien (6.), Armenien (7.) und Griechenland (8.).
Meine Theorie: entweder wurde da gar nicht die Frage gestellt, wer sich denn den nächsten ESC leisten könnte - oder es haben ausschließlich Zyniker angerufen.

Und auch die hasserfüllten Kandidaten dieses britischen Kommentators die hier zu lesen sind, ändern nichts daran, dass das Lied 2016 handwerklich gut war und es deutlich schlechtere Auftritte gab. Da steckt offenbar sehr viel Hass aus der Geschichte noch drin.
Öhm, Entschuldigung - Graham Norton haßerfüllt? ... Das sind Sticheleien auf einem Niveau, das auch Peter Urban zu seinen besten Zeiten aufgefahren hat, wenn die Veranstaltung schon nicht viel hergab. Und was den Haß aus der Geschichte angeht - der Mann ist Ire und arbeitet in Großbritannien ...

Gruß
Skywise
 
#98
Deutschland wurde beim ESC und früher beim Grand Prix d'Eurovision de la Chanson nie geliebt oder wegen der Bezahlererei gar bevorzugt. Der Versuch einen Bezug zur Politik herzustellen hat mit dem ESC nix, aber auch gar nix zu tun.
Die Titel aus Deutschland im Laufe der Jahre haben eben den Musikgeschmack der teilnehmenden Länder nicht getroffen.
Oder glaubt wirklich irgend jemand, dass sich früher in Luxemburg, Österreich oder San Marino, Malta oder GB, die Zuschauer im Vorhinein verabredet haben, dass dem deutschen Beitrag kein Punkt gegeben wird?

Die Teilnahme von Deutschland am ESC ist Satire par Excellence. Teilnehmen (bezahlen) ist wichtiger als gewinnen - und der Rest der ESC-Teilnehmer lacht sich tot.

2Stain
 
#99
Eine andere Theorie: Deutschland hat damals mit Leni gewonnen, weil das unbedarfte Herumgehampel und der "Beat" (Melodie) gewisse Weise faszinierend waren und dazu die herrlich unkonventionellen, kindlich naiven Interviews einer minderjährigen Schülerin. Dass auf diese Weise heute noch Hits gemacht werden zeigt zb dieses Video hier:


Man muss also wirklich nicht besonders gut singen können und tanzen schon gleich gar nicht.
Aber wenn das nun einmal funktioniert hat, dann ist es auch leicht durchschaubar und geht nicht noch einmal durch.
Die Kandidatin 2016 wie auch der zweite Lena-Auftritt waren dem Sieg damals doch sehr ähnlich.
Auch die Anna Sophia oder wie sie hieß im vergangenen Jahr. VIelleicht zieht diese Masche eben nicht mehr?

Dann muss man sich ewtas neues ausdenken. Es reicht nicht den Vorjahressieger zu kopieren (siehe Russland 2016,
siehe Cascada vor einigen Jahren). Der Gewinnertitel letztes Jahr war schlichtweg ein Ohrwurm und gut gesungen.
So einfach kann das sein. Abgesehen davon war er aber auch besonders dreist abgekupfert und zwar hier:



Wer die Übereinstimmungen in Stimmfärbung, Melodie und Refrain nicht erkennt ist wohl taub oder
will nicht wahrhaben wie unverschämt sich hier bedient wurde. Die skandinavischen Länder sind aber
eben immer wieder für eine Überraschung gut, siehe auch der Sieg von Lordi. Dort hat aber auch der ESC
einen ganz anderen Stellenwert. Dort werden Hits gemacht zb Fly on the wings.

In Deutschland erinnert das mehr an ein Kasperletheater wo man sich schämt hinfahren zu müssen.
Was wäre dann die Alternative? Der Kümmerer? Naidoo? Alex Diehl? Örding? Der Revolverheld?
Wir können ja auch den Foster hinschicken. Oder Joris, oder den neuen - Giesinger oder so.
Klingt doch irgendwo alles gleich. Kann Deutschland nur Depri-Gejaule oder Untz untz untz?

Warum nicht mal ein minimalistischer Auftritt mit einem guten Titel und Stimme?
Oder einfach etwas wirklich ausgefallenes. Die Brassbanda damals hätte es sicher anders gemacht.
Oder Santiano mit ihren Seemansshantys im Rockgewand. Wäre wohl die bessere Wahl gewesen.
Leider kann man aber keinen Vergleich über deren Abschneiden ziehen, weil man diese verhindert hat oder
andere Kandidaten durchwinken wollte.
 
Leider kann man aber keinen Vergleich über deren Abschneiden ziehen, weil man diese verhindert hat oder
andere Kandidaten durchwinken wollte.
Es gab einen Vorentscheid, und grenz-debile Teenie-Mädels (die interessieren sich nämlich für diesen Unfug UND voten notfalls auch zahlungspflichtig!) haben halt dieses Depri-Nichts mit Deko auf dem Kopf gewählt.

Der wahre europäische ESC-Titel ist ohnehin schon von 1987 und daher unmöglich noch einmal ins Rennen zu schicken.

 
Oben