Angriff auf ARD-/ZDF-Onlineangebote


Status
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#1
+++ Politischer Angriff auf ARD-/ZDF-Onlineangebote +++

Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT)
hat sich nach Medienberichten bei der EU-Kommission massiv
über die Internetaktivitäten der öffentlich-rechtlichen
Sender beschwert.

Nach Ansicht des Verbandes verstoßen ARD und ZDF mit ihren
Onlineauftritten gegen das Wettbewerbsgesetz. Die von der
Gebühren müssten soweit reduziert werden, dass sich die
Berichterstattung von ARD und ZDF auf die Grundversorgung
beschränke. Gleichzeitig müssten die Internetaktivitäten der
öffentlich-rechtlichen Sender massiv eingeschränkt und die
steuerlichen Vergünstigungen der Sender abgebaut werden,
teilte VPRT-Chef Jürgen Doetz mit.
Mit der Beschwerde erhoffen sich die privaten
Rundfunkanbieter die Einleitung eines
Vertragsverletzungsverfahrens gegen die Bundesrepublik
Deutschland und der Feststellung einer unzulässigen
Inanspruchnahme öffentlicher Mittel.
Auf den massiven Angriff bekam Doetz gleich eine passende
Antwort von ZDF-Intendant Markus Schächter. Dieser
bezeichnete den Vorstoß des VPRT als einen Angriff auf die
deutsche Medienpolitik. Der private Rundfunk wolle sich
Vorteile verschaffen, die Online-Angebote der Sender lägen
im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen.
( <a href="http://www.vprt.de" target="_blank">http://www.vprt.de</a> ) VPRT
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
#3
Bleibt zu hoffen, dies ist nur der Anfang, die Aktivitäten von ARD und ZDF, auch die programmlichen, auf nichtkommerzielle Aktivitäten zu begrenzen.

Die gesetzlich bestimmte allgemeine Grundversorgung muss durch einen Beschränkung auf Information, Kultur und nichtkommerzielle Musik abgelöst werden.

Subventionierte Anbieter von kommerziellen Programmen, wie es ARD und ZDF sind, darf es schon allein aus ordnungspolitischen Gründen nicht geben!
 
#5
@TOM2000:

Lieber sollte man den privaten Rundfunk wieder abschaffen. Dann bleiben uns künftig solcher Mist wie DSDSD oder wie das heißt erspart. Dann bleiben nur noch die ÖRA-Programme über, die ohne die kommerzielle Konkurrenz wieder anspruchsvoller werden müssen. Die Hörer werden maulen, weil sie wieder gezwungen sind, ihren Kopf zu benutzen. Das aber würde diesem pisageschädigtem Land auch nicht schlecht tun.

Verlierer der Geschichte ist natürlich die CDU, die dann ihre Einfaltskampagnen nicht mehr so einfach fahren kann. Das hat wiederum hat den Vorteil, dass 2006 der Verbrecher Koch aus Hessen nicht Kanzler wird.

*lol*
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
#6
Aha,

wenn also das "Vermittlungsproblem" der SPD durch ARD-Radio-Dauerpropaganda (Private gäbe es dann ja nicht mehr) "gelöst" würde, dürften wir uns über eine Wiederwahl Schröders "freuen"?! <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

Dann können uns die ARD-Sender endlich wieder mit Agentur-Deutsch und endlosen Schachtelsätzen a la DLF ihren mangelnden Inhalt verschleiern bzw. die Sinne benebeln. <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />
 
#7
Aber wäre es nicht eine klasse Sache, wenn die Deutschen endlich wieder denken dürften, anstatt ständig von akustischen B*LD-Zeitungen über den neusten Tratsch und Klatsch zugetextet zu werden?

Gruß,
Olli
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
#8
Ausdrücklich JA, Olli.

Ich wünsch mir ja nur eine Infoquelle im Radio, die mir eine eigene Meinungsbildung ermöglicht, also nicht vor der Präsentation der Fakten schon vorverurteilt, also weglässt, kommentiert etc.

Was mich gerade wundert. Überall (N-TV, Spiegel) wird über die Dokumente im Irak berichtet, die eine Verbindung Bin Laden - Irak. Staatsführung belegen sollen. Auf div. ARD-Homepages (Erstes, Infowellen) finde ich dazu dagegen (noch) nix.
 
#11
Demokratie heißt ja auch, daß man einen solch hemmungslosen Stuß zusammenschreiben darf, wie Alka-Seltzer. Daß das so bleibt, dafür bin ich jederzeit bereit, meine kleine linke Zehe herzugeben (Voltaire wäre noch weitergegangen, aber in Deutschland halten wir uns ja gerne vornehm zurück, wenn es gilt, Verantwortung zu übernehmen).
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
#12
<img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" /> <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" /> <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />
 
#13
HALT!!!

@diverse Postings von oben (...herab)

Demokratie heißt doch, dem Wunsch des Volkes nachzukommen. Wenn die Menschen in einem Land, ein Radio- und Fernsehprogramm wünschen, wie es die Privaten anbieten (was den Einschalt-Quoten ja deutlich zu entnehmen ist - soviel zur Kritik an DSDS), dann kann der Staat das doch nicht verbieten. Ich weiß, dass das, was ich jetzt sage, vielen nicht passt - was, meinen Beobachtungen in diesem Forum zufolge, oft übelste Beschimpfungen nebst Klüngelei unter den getroffenen Hunden ohne Objektivität zur Folge hatte. Aber ich kann's mir nicht verkneifen: Ihr nehmt die Demokratie als Basis Eurer Argumentation und fordert gleichzeitig die Missachtung der Wünsche derer, um deren Wünsche es geht - es hieß hier in einem Posting ausdrücklich "Private verbieten" - ob die Leute das wollen, oder nicht. Und ich dachte eigentlich, in einer Demokratie kommt es genau darauf an. Nämlich, was die Leute wollen - nicht die Macher. Egal, ob die Macher Politiker, oder Radio-Menschen sind. Wenn Maggi die Trocken-Suppe so fabriziert, wie sie Euch schmeckt, findet Ihr das doch auch normal. Ihr kommt mir vor, wie ein aufgeblasener französischer Chef-Koch, der vor lauter Anspruch stinkt und die Fertig-Suppen verbieten lassen will, weil er Angst hat, die Leute könnten merken, dass es auch ohne ihn geht, und die Leute beim Kochen nichts mehr denken müssen. ...und wenn die Suppe keinem schmeckt, dann kauft sie auch keiner!!! Warum müßt Ihr den Leuten Euren erhobenen Zeigefinger verkaufen (von dem Ihr den Praktis immer erzählt, es sei falsch, ihn zu erheben)? Das, mit der Pisa-Studie ist schlimm - aber die Privaten dafür zu verurteilen -oder gar deren Verbot zu fordern- ist zu einfach. Vor allem, wenn ich sehe, wieviel Eigen-Interesse da mitspielt. Wer soll das denn bestimmen, wie es zu laufen hat, was gut für das "Volk" ist, was wir Ihnen im Radio VORSETZEN, und was nicht - IHR?

Ich bin froh, dass wir keinen Propaganda-Minister und Informations-Filter mehr haben - um auf Eure Vorstellung von Demokratie zurück zu kommen.

Postings dieser Schärfe sind nicht meine Art - das wißt Ihr. Und ich bin auch kein Freund der radio-geförderten Volksverdummung. Aber diese Form der Anmaßung mancher Kollegen, gepaart mit dem radikalen Wunsch nach staatlicher Regulierung und Intervention (...derer, die gleichzeitig mit dem Begriff "Demokratie" argumentieren), schockt das

STIMMGERÄT
 
#14
Ich bin ja auch sehr dafür, die ÖRs nicht mehr der Konkurrenz der Privaten auszusetzen, damit sie wieder an Qualität zulegen können (FALLS sie es denn noch können...).

Allerdings ist der beste Weg dorthin wohl kaum ein Verbot der Privaten (was für ein grottendämlicher Gedanke), sondern die strikte Trennung in gebührenfinanzierte Medien einerseits und werbefinanzierte Medien andererseits mit vollständigem Werbeverbot für die ÖRs.

Warum? Ganz einfach: Wer nicht wirbt, dem können auch die Quoten wurst sein und er muß nicht mehr versuchen, noch privater zu sein, als die Privaten, um auch noch den letzten Dödel anzusprechen. Und bevor es jetzt wieder heißt, das gehe nicht - in Großbritannien funzt es seit Ewigkeiten prima und die BBC-Programme, sowohl im Radio, als auch im Fernsehen, bieten Qualität satt.

Tja, und wer weiß - vielleicht würden ÖR-Programme für anspruchsvollere Hörer/Zuschauer sogar mal die Qualitätsspirale umdrehen und einen Wettbewerb um MEHR Qualität in Gang setzen?

P.S.: An die ÖR-Fans - erklärt mir doch bitte mal, was zum Beispiel die immer weiter ausgebauten Internet-Auftritte der ÖRs (um die es in diesem Thread ja eigentlich geht) mitsamt ihren kommerziellen Links, "Fanshops" und was-weiß-ich-noch-alles mit Grundversorgung im Bereich des Rundfunks zu tun haben sollen!

<small>[ 27-04-2003, 22:35: Beitrag editiert von Makeitso ]</small>
 
#15
Die ö/r's fordern allen Ernstes Rundfunkgebühren für jeden an das Internet angeschlossenen PC.

Begründet wird dies mit eben den verbreiteten Internet-Inhalten, um die niemand gebeten hat.

Ob die derzeitigen ARD-Webangebote wirkliche Konkurrenz zu kommerziellen Inhalten sind, könnte man heiß diskutieren.

Dass aber angesichts der ö/r-Expansionsgelüste in neue Medien tausende ans Internet angeschlossene deutsche Unternehmen zur Kasse gebeten werden sollen, ist nicht mehr witzig.
 
#16
Als nächstes werden die ÖRs Mitschnitte ihrer Sendungen unverlangt per Post verschicken, damit sie dann auch noch Rundfunkgebühren für jeden Hausbriefkasten verlangen können...

<small>[ 28-04-2003, 00:25: Beitrag editiert von Makeitso ]</small>
 
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