ANTENNE BAYERN will egoFM übernehmen


#4
Gibt es denn seitens EgoFM den Willen von ABY übernommen zu werden? Denn ich glaube sicher, dass viele im Sender damit nicht einverstanden damit sind. Schliesslich betreiben sie ja eine hochwertige Musikredaktion die dann ja eingespart werfen müsste.
 
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#5
Es ist eine Binse, Freibier für alle und keiner zahlt, gibt es eben nicht. Kleine Sender mit geringen Werbeeinnahmen können nur durch "Selbstausbeutung" oder mit anderen "Tricks" betrieben werden. Wir haben in Deutschland keine entwickelte Donations-Sponsoringkultur.

Wer kleine unabhängige Radiosender haben will, der muss sagen woher das Geld kommen soll und wer zahlt. ATB hat klar das Ziel mehrere Formate abzudecken und zu einem Medienhaus zu werden. So oder so, wir werden in den nächsten Jahren ein Konzentration erleben. Am Ende werden einige nationale Marken stehen.
 
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#7
Deutschland ist halt nicht Frankreich oder Großbritannien. Deutschland ist ein Mainstream-Land, nirgendwo sonst sind Musikgeschmack und Gewohnheiten derart eingeschränkt. Daher kann PRIVATER Hörfunk in Deutschland mit Anti-Mainstream keine Gewinne einfahren. Es wäre eigentlich Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks solche Programme wie egoFM anzubieten. Machen sie aber nicht, oder nur kaum. Ausgerechnet in Bayern hat egoFM mit Puls (BR) einen Konkurrenten erwischt, der sich ebenfalls gegen den Mainstream positioniert hat. Zwei sind zuviel. Mittelfristig sehe ich persönlich sogar eine ganz neue Positionierung bei egoFM, als Schlager Antenne oder was auch immer. Die UKW-Frequenzen außerhalb München/Augsburg könnten sie auch gut für Rock Antenne gebrauchen.
 
#8
Ego FM ist schon ein Verlagsradio wie es im Buche steht, bis auf die 29,6% von Konrad Schwingenstein ist es in Verlegerhand. GF ist Philipp von Martius (GF der Gonggruppe).
Glaubt jemand ernsthaft, dass diese Gesellschafter bereit sind einen Sender zu subventionieren?

Der Sender 32.000 Hörer Du/h in FA Bayern 2018. Sorry liebe Leute, damit segelt mehr als hart am Rande der Wirtschaftlichkeit. Das ist kein Stand Alone Lokalsender, sondern ein Sender in einem dichten Wettbewerbsumfeld und er hat fünf Sendegebiete, ergo überproportionale Verbreitungskosten. Eine solche Konstruktion ist wackelig. Nationale Erträge sind gering (TKPxHörer), lokale Erträge sind gering weil sich die geringe Reichweite dann noch auf 5 Gebiete splittet und der Sender einzeln eine viel zu geringe Reichweite hat. Das ergibt ein Doppelminus in Vermarktung und da helfen auch keine klugen Sprüche.
Wenn Sender solche Reichweiten haben, dann ist nicht mehr als ein Billigprogramm a la Schwenk & Consorten oder NJR machbar.
Was in der Gastronomie (Sterneküche zum Kantinenpreis) nicht geht, schafft Radio auch nicht.
 
#11
Es gibt eine große Gesellschafteridentität von Studio Gong und ABY. In beiden Gesellschaften dominieren Burda, Augsburger Allgemeine, Oschmann und gepoolte Anteile der bayrischen Tageszeitungen. Als sich die Kirche von Gong seinerzeit trennte, wählte man eine bayrische "Auffanglösung". Insofern nicht sonderlich verwunderlich.

egoFM generiert keine ausreichende Reichweite, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Also dockt man es bei ABY an; die Gesellschafter sind wie oben dargestellt, ohnehin weitgehend ähnlich. Die Umzugskartons dürften schon bereitstehen, wieviel Personal mitgeht wohl fraglich. Zentrale Dienste dürfte künftig ABY erbringen und damit wäre es für die Gesellschafter erträglich. Einstellen kann man es weniger, denn die Verbreitungswege sind mühsam zusammengesucht worden. Die überlässt man ungern einem Dritten - also belässt man es in der Familie. Nur günstiger ;).

Stellt sich nur die Frage, was das für Studio Gong heißt. Wenn man schon egoFM bei ABY andockt, könnte man es mit dem Rest ebenso machen. PvM geht ohnehin bald in den nächsten Jahren in Rente, Gong als Nischenvermarkter genießte ohnehin eine Außenseiterrolle. Dies könnte auch die Spotcom mitmachen. Bleiben die vielseitigen Beteiligungen von Antenne NS über Ostseewelle und BB Radio bis hin zu den Beteiligungen in BaWü und Bayern. Aber auch da werden sich die bayrischen Player sicherlich einig.
 
#12
Dies könnte auch die Spotcom mitmachen. Bleiben die vielseitigen Beteiligungen von Antenne NS über Ostseewelle und BB Radio bis hin zu den Beteiligungen in BaWü und Bayern. Aber auch da werden sich die bayrischen Player sicherlich einig.
Tja und dann wäre die Spotcom mehr als eine Mini-RMS, die RMS-Fanboys sind bekanntlich da nicht gerade in der Mehrheit. Wäre auch nicht so lustig für Regiocast + RTL, die Bayern würden immer mehr zum Player, aber mit weniger Problemfällen...
 
#13
Nachdem die SpotCom die Online-Audio Vermarktung an die RMS gegeben hat, kann man ja dort auch neue Spielwiesen gebrauchen :D. Seitdem Ruckert bei RMS weg ist, ist aber die Situation zur RMS - sagen wir mal - etwas entspannter. RTL dürfte es egal sein, denn man ist bei ABY mit 16% dabei. Es ist für die RTLis leichter über die Beteiligungen zu wachsen als selbst. Dafür dürfte es ohnehin keine Kohle mehr aus Köln mehr geben. Seit Zimmers Abgang ist man im Radio Center Berlin ohnehin pragmatischer unterwegs. Und Regiocast? Tja, die dürften das schon wurmen. Denn in Bayern hat man sich offensichtlich entschlossen, dass man nur gemeinsam wachsen kann und außerhalb von Bayern als Player auftreten kann. Es gibt ja auch nicht mehr so viele persönliche Befindlichkeiten: von Martius, Hörhammer und Tenbusch stehen vor der Rente, da treten Eigeninteressen schon mal vor einer großen Lösung zurück. Die Augsburger Allgemeine hat ein Vacuum, denn Kovac geht zu ABY. Einen Nachfolger gibt es wohl schon, soll aber nicht wirklich in dem Geschäft, insbesondere Beteiligungen, so sattelfest sein. Was man halt so hört. Und Kovac kann die Tendenz nur recht sein. Da man für gute Deals Mitgesellschafter bei Rockantenne reinnimmt (siehe Hamburg), ist für mich eine klare Wachstumsstrategie zu erkennen: Teile und herrsche. Für Regiocast eine neue Situation. Da wird man sich im Loft in Berlin was einfallen lassen müssen, nicht dass sie sich hinterher Provinzcast nennen müssen :eek:. Aber Poelmann fällt bestimmt auf dem nächsten Segelturn schon etwas ein. Barbarisches Radio wird da aber wohl nicht reichen... Spaß beiseite. Auch da gibt es Bündelungen von Kräften. Einer der größten Gesellschafter der Regiocast ist die Medien Union, die wiederum die Marschrichtung bei bigFM und RPR sowie Regenbogen bestimmen. Und da gibt es interessanterweise einen engen Austausch und Kooperationen, z.B. in der Digitalvermarktung. Und dann vielleicht irgendwann noch mehr.

Aber ich gerate ins Plaudern... Ich muss dann mal weiterwandern.
 
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#14
Antenne Bayern schreibt zur Übernahme von Gesellschafteranteilen an der Radio Next Generation GmbH = egoFM:
https://www.unternehmensgruppe-ante...m-und-antenne-bayern-die-5-haeufigsten-fragen

Antenne Bayern wird nur Gesellschafter von egoFM und übernimmt nicht zu hundert Prozent. Das hat aber auch bestimmt niemand erwartet. Wie hoch der Gesellschafteranteil werden soll, davon steht nichts. Es können auch über 50 Prozent und damit die Mehrheit sein.
 
#16
Hoffe ich nicht. Für Volksmusik gibts in Bayern BR Heimat. Und für Schlager gibts radio B2 und das Schlagerparadies. Noch nen Schlager/Volksmusikdudler braucht freilich niemand. Aber sowas wie EgoFM ist eine echte Rarität die erhalten bleiben muss. Ansonsten hoffe ich ja mal auf FluxFM bundesweit per DAB+. Das hatten die sogar schon mal vor.
 
#18
Ich hoffe tatsächlich, dass Nürnberg Rockantenne-frei bleibt. Eben, um vor allem Radio Gong, das sich meiner meiner Meinung nach dort ganz gut als "Der Rocksender" positioniert hat, freizuhalten....
 
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#19
Für Volksmusik gibts in Bayern BR Heimat. Und für Schlager gibts radio B2 und das Schlagerparadies. Noch nen Schlager/Volksmusikdudler braucht freilich niemand.
Radio B2 auf DAB+ in Bayern? hmmm. Schlagersender haben wir in der Tat genung, BR Plus für ältere und ein jüngers Schlagerparadies. Bei Volksmusik kommt darauf an welche Art davon gemeint ist, da gibt es sehr große Unterschiede! Die Echte, also die auf BR Heimat läuft und vorwiegt die ältere Generation hört oder die Volkstümliche, die auf Bierzelte gespielt wird und auch insgeheim eher die jüngern auf dem Land "Landjungend" gehört wird und auch bei Radio Meodie, dem Vorgänger von EgoFM, gespielt würde. Für Bayern fehlt über DAB+/UKW auf dem Land in der Tat ein Sender der diese Volkstümliche Musik bringt. Manche Jüngere auf dem Land würden das schon insgeheim hören, da bin ich überzeugt. Ich denke das man in Bayern auf dem Land mit so ein Format an Volkstümliche Musik wie z.B Aufgeiger, Carina Dengler und co. inklusive bayerischer Kabarettmusik mehr junge Hörer in Bayern erreichen dürfte als EgoFM mit dem jetzigen Format. In Bayern hat EgoFM trotz 5 UKW Frequenzen und landesweiter DAB+ Ausstahlung nur 32000 Hörer laut FAB Bayern. Gong 96.3 München hat mit nur einer UKW-Frequenz doppelt soviele Hörer wie egoFM in ganz Bayern, trotz massiver Konkurrenz mit andern Hitradios in der Region. EgoFM ist dagegen so gut wie Konkurrenzlos, zumindest auf UKW.
 
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#20
Antenne Bayern schreibt zur Übernahme von Gesellschafteranteilen an der Radio Next Generation GmbH = egoFM:
https://www.unternehmensgruppe-ante...m-und-antenne-bayern-die-5-haeufigsten-fragen

Antenne Bayern wird nur Gesellschafter von egoFM und übernimmt nicht zu hundert Prozent. Das hat aber auch bestimmt niemand erwartet. Wie hoch der Gesellschafteranteil werden soll, davon steht nichts. Es können auch über 50 Prozent und damit die Mehrheit sein.
Falls AB ego durch einen Billigdudler oder eines seiner Bestandsprogramme ersetzen möchte, wird es an den 100% nicht scheitern. Radio Hamburg besitzt ja auch keine hundert Prozent an Hamburg 2 oder RSH an Delta oder PSR/Regiocast an Energy Sachsen; trotzdem werden die Beiprogramme wie eine solche Tochtergesellschaft geführt.

Ich will nicht das Totenglöckchen auf ego läuten, bevor ich mich doch irre und am Ende doch alles gut ausgeht. Stattdessen einfach Mal nur Danke sagen für die schöne Zeit mit diesem (nicht nur) im Privatradio einmaligen Programm.
 
#23
Ich hoffe stark dass was gescheites bei rum kommt. Schliesslich hat in Hamburg Rock Antenne ebenfalls einen alternativen Ableger namens 917XFM und dessen Programm ist da ziemlich ähnlich mit dem aktuellen von egoFM. Muss also nicht immer alles schlecht sein.
 
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#24
Nachdem die SpotCom die Online-Audio Vermarktung an die RMS gegeben hat, kann man ja dort auch neue Spielwiesen gebrauchen :D. Seitdem Ruckert bei RMS weg ist, ist aber die Situation zur RMS - sagen wir mal - etwas entspannter. RTL dürfte es egal sein, denn man ist bei ABY mit 16% dabei. Es ist für die RTLis leichter über die Beteiligungen zu wachsen als selbst. Dafür dürfte es ohnehin keine Kohle mehr aus Köln mehr geben. Seit Zimmers Abgang ist man im Radio Center Berlin ohnehin pragmatischer unterwegs. Und Regiocast? Tja, die dürften das schon wurmen. Denn in Bayern hat man sich offensichtlich entschlossen, dass man nur gemeinsam wachsen kann und außerhalb von Bayern als Player auftreten kann. Es gibt ja auch nicht mehr so viele persönliche Befindlichkeiten: von Martius, Hörhammer und Tenbusch stehen vor der Rente, da treten Eigeninteressen schon mal vor einer großen Lösung zurück. Die Augsburger Allgemeine hat ein Vacuum, denn Kovac geht zu ABY. Einen Nachfolger gibt es wohl schon, soll aber nicht wirklich in dem Geschäft, insbesondere Beteiligungen, so sattelfest sein. Was man halt so hört. Und Kovac kann die Tendenz nur recht sein. Da man für gute Deals Mitgesellschafter bei Rockantenne reinnimmt (siehe Hamburg), ist für mich eine klare Wachstumsstrategie zu erkennen: Teile und herrsche. Für Regiocast eine neue Situation. Da wird man sich im Loft in Berlin was einfallen lassen müssen, nicht dass sie sich hinterher Provinzcast nennen müssen :eek:. Aber Poelmann fällt bestimmt auf dem nächsten Segelturn schon etwas ein. Barbarisches Radio wird da aber wohl nicht reichen... Spaß beiseite. Auch da gibt es Bündelungen von Kräften. Einer der größten Gesellschafter der Regiocast ist die Medien Union, die wiederum die Marschrichtung bei bigFM und RPR sowie Regenbogen bestimmen. Und da gibt es interessanterweise einen engen Austausch und Kooperationen, z.B. in der Digitalvermarktung. Und dann vielleicht irgendwann noch mehr.

Aber ich gerate ins Plaudern... Ich muss dann mal weiterwandern.
Die PM von ATB ist schon nahe an der Realsatire. Aber bei Ego kann es so nicht mehr weitergehen. Ich kann mir vorstellen wie die Zahlen ausseen. Die BLM will erfolgreiche Sender und Strukturen. Die wissen sehr genau, dass die Sender fitgemacht werden müssen. Genauso bekannt ist es der BLM, dass es Formatvielfalt braucht. Das sind die Entwicklungslinien.

Die Probleme sind doch simpel:
  • RTL
    Unter Zimmer hat sich bei RTL nichts getan. In Köln haben sie den Status einer Cash Cow ohne jegliche Wachstumsperspektive, einfach zu viele Sender im Osten. Wenn das neue Management mehr als Status Quo hinbekommen würde, wäre ich schon überrascht.
    Keiner sollte überrascht sein, wenn die Beteiligung den Besitzer wechselt.
  • Regiocast
    Die Regiocast bekommt kaum mehr als halbherziges Controller-Radio hin. Eine Markenbildung hat man seit weit mehr als 10 Jahren verschlafen. Es gibt nicht einmal eine einheitliche Vermarktermarke. Warum eigentlich nicht???
    Es gibt viel zu viele kleine Gesellschafter, denen es nur um die Gewinnausschüttungen geht. Wie RTL ist man tendenziell in unattraktiven Märkten stark.
    Es fehlen wirklich kreative Radiomacher, Programmideen, die Allzeitwaffe Rik ist seit zig Jahren völlig ausgelutscht...
    Poelmann ist ein mittelprächtiger Controller und Sicherheitsfanatiker... Sorry, wenn das eine AG wäre, würde ich sagen Sell it oder mach nen Leerverkauf.
  • RMS
    Klar Wahl ist entspannter als Ruckert und kennt die Sender-GFs seit langen Jahren. Er hat aber auch klar erkannt, dass investiert werden muss. Nicht nur bei der RMS, sondern auch bei den Sendern, die sich schon viel zulange auf der Branchenkonjunktur ausruhen.
    Insofern braucht die RMS starke aktive Sender. Es reicht schon, dass der größte Deutsche Markt, NRW, Strukturen aus der Radiosteinzeit hat und sich in einem 16 Mio. (!!!!!) Land nichts entwickelt.
    Bayern wird voraussichtlich Hessen und BaWü mitziehen. Das ist das Kalkül. Und die BLM wird sich freuen, dass es ihr vielleicht gelungen ist, einen deutschen Radiokonzern mitzubasteln.
  • So krümmelt der Keks
 
#25
Ich höre den Sender egoFM schon sehr lange und sehr gerne... und hoffe wenn Antenne Bayern diese übernimmt das es kein charts dudler wird oder ein schlager sender.
Am liebsten wäre es mir wenn Antenne egoFM in ruhe lässt die so weitermachen lässt wie es jetzt läuft und nicht dudelt.

Von mir aus wird egoFM auf UKW abgeschalten und nur noch auf DAB+ Senden und auf UKW sendet dann Rock Antenne und Schlager antenne ....
 
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