ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus


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Nicht offen für weitere Antworten.
#1
Siehe auch http://www.fritz.de/_/aktuell/detail_jsp/key=57924.html - freilich kein Wort vom digitalen Kabel, aber das wird nunmal von diesen Transpondern gespeist.

Die ARD schießt ihr eigenes Radio aus dem digitalen Kabel. Der neue Hörfunktransponder ist bislang nur in sehr wenige Kabelnetze vorgedrungen und es ist unwahrscheinlich, daß er überhaupt jemals flächendeckend ins Kabel kommt. SR1, Fritz und Radio Multikulti sind bereits weg. Folgt da noch wer in naher Zukunft nach? So schafft man sich jedenfalls keine Freunde. Oder hofft man im Hause ARD darauf, daß nun wütende Hörer den Kabelgesellschaften die Bude einrennen?
 
#2
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

sorry, aber 95 Prozent der D-Box-Besitzer wissen gerade mal, dass sie mit ihrem Decoder neben Premiere auch ARD gucken können. Aber Radio kann das Ding auch? :D
 
#3
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Auf deutsch heißt das, dass im ohnehin vollen Kabel ein weiterer Kanal freigeräumt werden müßte, um den neuen Digi-Transponder der ARD umzusetzen. Das dumme daran ist, das dass vor allem für kleinere Anlagen erstens ein Kostenfaktor ist und zweitens natürlich auch noch die Frage des Nutzens beinhaltet. Hätte man nicht den SR (TV), sondern das Programm des BR oder WDR auf den neuen Transponder verlagert, wären vermutlich mehr Kabelbetreiber bereit den Transponder umzusetzen, um damit den "Freaks" auch den Hörgenuss fast aller ARD-Wellen zugänglich zu machen. So läuft auf dem neuen Transponder das RB-TV, was fast sendegleich mit N3 und der SR, der fast sendegleich mit BW und RP ist. Kurz und knapp: Taktisch unkluge Programmverlagerung der ARD.
 
#4
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Zitat von flyer:
sorry, aber 95 Prozent der D-Box-Besitzer wissen gerade mal, dass sie mit ihrem Decoder neben Premiere auch ARD gucken können. Aber Radio kann das Ding auch? :D
Klar doch. Habe ich sofort rausbekommen, als ich mir so ein Teil angeschafft habe :p
 
#5
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Jedes kbit frei gewordene Bandbreite, das den auf DVB völlig verpixelten ARD-Fernsehprogrammen zugute kommt, ist zu begrüßen. Vielleicht reicht's dann auch endlich für AC3-Ton zumindest im ARD Hauptprogramm.

Für mich als Sat-Direktseher ergibt sich also eher ein Vorteil durch die Beendigung der redundanten Abstrahlung. Den armen betroffenen Kabelguckern bleibt wohl nix übrig, als ihren Kabelgesellschaften, ihrer Landesmedienanstalt oder den Politikern Dampf zu machen - oder doch wenigstens ein 30cm-Schüsselchen nach Südsüdost zu richten.
 
#6
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Zitat von Radiowaves:
Die ARD schießt ihr eigenes Radio aus dem digitalen Kabel.
na als gebuehrenzahler kann ich es nur gutheissen, wenn die ard ihre programme nicht doppelt und dreifach vom satelliten strahlt. dann muessen die kabelnetzbetreiber halt mal nen finger krumm machen, statt immer nur abzukassieren bei kunden und programmanbietern.

man kann ja wohl nicht ernsthaft kritisieren, dass die ard es endlich geschafft hat, einen eigenen hoerfunktransponder in betrieb zu nehmen um damit (auch den kabelgesellschaften) das groesste radioangebot ueber satellit zu machen, das es jemals gab.

ausserdem sollten die kabelbetreiber lieber mal ein paar analoge kanaele gegen digitale austauschen und nicht den pixelbrei zusammenruehren, den sie da im moment zusammenruehren.
 
#8
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Also wer ein "Freak" ist und aus professionellen oder privaten Gründen möglichst viele Programme, Radio und TV, empfanegn möchte, benötigt sowieso eine Sat-Schüssel. Jedes Kabelangebot stellt letztendlich nur eine Auswahl dessen ab, was über Satellit angeboten wird. Besonders Angebote, die eigentlich nur Inlandsprogramme im Ausland sind, wie z. B. BBC über 28° Ost, werden sich in D / A / CH wohl kaum im Kabel wiederfinden (während in NL und B traditionell die Fernsehprogramme BBC 1 und 2 landesweit eingespeist wurden, was aber noch aus terrestrischen Zeiten herrührt).
 
#9
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Zitat von Feldhase:
na als gebuehrenzahler kann ich es nur gutheissen, wenn die ard ihre programme nicht doppelt und dreifach vom satelliten strahlt.
Prinzipiell 100% Zustimmung, zumal der "neue" auch die bessere Audioqualität bietet.

Aber:
Zitat von Feldhase:
man kann ja wohl nicht ernsthaft kritisieren, dass die ard es endlich geschafft hat, einen eigenen hoerfunktransponder in betrieb zu nehmen um damit (auch den kabelgesellschaften) das groesste radioangebot ueber satellit zu machen, das es jemals gab.
Das ist ja das Tragische in Deutschland: den Kabelanbietern ist das lästig. Die würden am liebsten, so scheint mir ihr Gebahren, alle Leute zwangsverkabeln, um ihnen dann kein einziges Programm zu liefern. Ich kenne kaum einen Anbieter, der neue Angebote seitens der Veranstalter als Chance zur Attraktivitätssteigerung seines eigenen Angebotes erkennen oder gar nutzen würde. Es gibt große Netze, in denen sind nichtmal die ortsüblich terrestrisch empfangbaren UKW-Stationen abgebildet: in Berlin z.B. Motor FM und Teddy, in Gera-Untermhaus MDR Info und Top40 - beide mit UKW-Frequenz in der Stadt.
Solange Kabel konkurrenzfrei gehalten wird durch obskure Sat-Verbote oder - wie in Mitteldeutschland geschehen - durch DVB-T-Abstinenz der Privaten (ein Antennenmonteur aus Mitteldeutschland mutmaßte gar, das wäre ein Deal der Kabelgesellschaften mit den Privaten), wird sich daran kaum etwas ändern. Das Kabel ist oft Abzocke mit mangelhaftem Angebot in ebenfalls oft minderwertiger Qualität.
 
#10
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Zitat von Radiowaves:
Aber:
Es gibt große Netze, in denen sind nichtmal die ortsüblich terrestrisch empfangbaren UKW-Stationen abgebildet: in Berlin z.B. Motor FM und Teddy,
du meinst analog? da weiss ich aber nicht, ob da die kabelbetreiber dran schuld sind. werden die analogen kabelradio-frequenzen nicht auch von der zustaendigen medienanstalt vergeben? bzw. gibt es nicht auch irgendwann eine technische grenze? denn die ukw-skala ist ja im kabel nicht groesser als terrestrisch. und wenn es schon terrestrisch so viele sender wie zum beispiel in berlin gibt, dann wird es im kabelradio irgendwann schwierig, dafuer noch freie frequenzen "zwischen" den terrestrischen frequenzen zu finden. aufgrund der mangelhaften abschirmung der meisten kabelanlagen werden da naemlich nicht die gleichen frequenzen wie on-air belegt. interessanter als die eh ueber antenne empfangbaren programme waeren ja auch wirklich die radiosender, die man eben nicht terrestrisch rein bekommt.

insofern finde ich das pilotprojekt in berlin um die 30 radiosender auch digital per dvb-t zu senden einen sehr guten schritt... und wenn es nur dazu dient, die kabelbetreiber mal etwas in die gaenge zu bringen, was ihr digitalangebot anbetrifft.
 
#11
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Die Meldung bei Fritz ist auch noch falsch nicht auf 12,110 sondern 12266 Ghz muß es heißen. Tja Fritz ich bekomm euch net mehr über Sat (Herber Verlust), MultiKulti genauso.
 
#12
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Die Kabelanbieter wollen ja von den eingespeisten Sendern Geld für die Weiterverbreitung. Nicht jeder Radiosender ist aber bereit,oder in der Lage das auszugeben. Das SR-TV ist deshalb auch auf den anderen Transponder geswitcht, um Kabelgebühren zu sparen.
 
#13
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

@ DJ DAREK
Wenn Du über Sat hörst, solltest Du doch auf den neuen TP umstellen können...

Zitat von Handydoctor:
Die Kabelanbieter wollen ja von den eingespeisten Sendern Geld für die Weiterverbreitung. Nicht jeder Radiosender ist aber bereit,oder in der Lage das auszugeben. Das SR-TV ist deshalb auch auf den anderen Transponder geswitcht, um Kabelgebühren zu sparen.
Und genau da liegt ein Problem: wie den Hörfunk-TP ins Kabel einspeisen, ohne SR und RB als nicht einspeise- und somit auch nicht zahlungswillige Passagiere mit an Bord zu haben? Es geht freilich: man besorge sich die teuren Gerätschaften zum Remultiplexen oder puhle beide TVs aus dem Bouquet und fülle mit 8 MBit/s Dummydaten auf. Wer soll das bezahlen/machen? Kleine Kabelanlagen auf keinen Fall, für KD wäre es freilich Portokasse. Und: wer darf das? Die ARD jedenfalls verbietet Manipulationen am Bouquet und erwartet "vollständige Durchleitung". Freilich ohne für die beiden TVs zu bezahlen...
 
#14
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Ich habe mich jetzt mal bei KabelBW beschwert, kann ja wohl nicht sein, dass auf der Hompage mit Programmen geworben wird, die man nicht mehr empfangen kann. Ausserdem nehmen die sich doch selbst die Kundschaft weg, wenn sie das Angebot ständig verkleinern, gerade auf digital.
 
#15
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Zitat von Radiowaves:
Siehe auch http://www.fritz.de/_/aktuell/detail_jsp/key=57924.html - freilich kein Wort vom digitalen Kabel, aber das wird nunmal von diesen Transpondern gespeist.

Die ARD schießt ihr eigenes Radio aus dem digitalen Kabel. Der neue Hörfunktransponder ist bislang nur in sehr wenige Kabelnetze vorgedrungen und es ist unwahrscheinlich, daß er überhaupt jemals flächendeckend ins Kabel kommt.

Wozu auch Kabel ? Das war gestern modern und kostet heute monatlich viel Geld. Heute ist ne Sat-Anlage angesagt ! :D
 
#17
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Zitat von Radiokult:
Es kann aber nunmal nicht jeder so wie er gerne möchte, und nicht jeder, der eigentlich könnte wohnt so, dass er auch kann.
Eben. Und nicht jeder, der eigentlich nicht darf, hat einen so gut geeigneten Balkon, daß ers dann letztlich doch nahezu unentdeckt kann. Dieser (meiner) Balkon wurde extra ausgesucht. Will heißen, ich war mit Kompass auf Wohnungssuche und habe gerne in Kauf genommen, für völlig durchgeknallt erklärt zu werden... :D
 
#20
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Zur Tatsache, dass man Fritz und Multikulti sowie SR 1 deutschlandweit im digitalen Kabel Angebot nicht mehr empfangen kann, sage ich lieber nichts, denn es wäre viel zu "Krass" was ich hier schreiben würde, und was ich davon halte. :wall:

Nur so viel: Das die ARD in diesen Fall nichts davon gehalten hat, es den Gebührenzahlern im Voraus anzukündigen, das die Sender rausgenommen werden....Verstehe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Alle Medien und die Hörer über Digital Kabel sind davon ausgegegangen, dass das "Rumpf"-Hörfunktransponder-Angebot bleibt, außer SR 1, obwohl bisher nur vom SR Fernsehen die Rede war, das dieser nicht mehr im Kabel eingespeist werden möchte.

Da haben wir aber die paradoxe Situation, dass sogar im Saarland das SR Fernsehen nicht mehr digital im Kabel zu sehen ist. Wofür zahlen denn die saarländischen Digital Kabel-GEZ Zahler, denn überhaupt noch die Gebühren? Um alles weiter nur analog zu sehen oder zu hören? Wenn ab 2008-2010, auch im Kabel analog abgeschaltet wird (Und das kommt ganz bestimmt, die Anzeichen sprechen dafür, ob man es glaubt oder nicht!), was passiert denn dann mit dem SR Angebot für das Saarland? Alles weg?

Ich glaube tatsächlich, damit hat sich die ARD keinen Gefallen getan!

Zum Berliner analog Kabelradio: Motor FM war vor dem Sendestart von Radio Teddy, für einige Wochen auf die vormals von MultiKulti genutzte 91,6 zu hören. Bevor Radio Teddy startete, wurde seitens Kabel Deutschland die 91,6 wieder abgeschaltet.

Genauso verhält es sich mit der eigentlich für JAM FM reservierten 103.75, die in einigen Berliner Stadtteilen genutzt wird. Parallel dazu sendet JAM FM auf der 105,85 sein Programm ohne RDS-Signal! Auf der 103.75, wird z.B. in Steglitz, mit RDS gesendet! In Berlin-Mitte ist die 103.75 seit der Abschaltung des FAZ Business Radios leer. Es stand mal in der Kabel Deutschland Frequenzübersicht etwas von einem "Dummy"-Träger auf der 103,75.(Aber nur für kurze Zeit, danach verschwand die Angabe vollkommen!)

Hier hätte man z.B. die Nutzer der 97.2 oder der 104.1 aufschalten können bzw. Sender die in Berlin, nie im Kabelradio waren z.B: Sunshine Live, was einigen privaten Kabelnetzbetreibern in Berlin auch gelungen ist. (Nein, DVB-T Radio ist für mich als D-Box-Kabel und DABMAN 1-Besitzer keine Alternative!)

Grüsse vom Radioinsider
 
#21
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Es ist doch bezeichnend: ARD und ZDF halten nix mehr vom Kabel, Premiere genauso und von den Privaten brauchen wir gar nicht mehr sprechen. Auch die Kunden laufen in Scharen davon.
 
#22
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Da haben wir aber die paradoxe Situation, dass sogar im Saarland das SR Fernsehen nicht mehr digital im Kabel zu sehen ist. Wofür zahlen denn die saarländischen Digital Kabel-GEZ Zahler, denn überhaupt noch die Gebühren? Um alles weiter nur analog zu sehen oder zu hören?
Hast du dir mal das alte Digi-Bild des SR angeschaut im Vergleich zum analogen? Muß ich nix weiter zu sagen, oder?
 
#23
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

@htw89:
Es ist doch bezeichnend: ARD und ZDF halten nix mehr vom Kabel, Premiere genauso und von den Privaten brauchen wir gar nicht mehr sprechen. Auch die Kunden laufen in Scharen davon.
Stimmt genau! Nur, was ist mit den "Zwangsverkabelten", so wie ich? Die können nicht "weglaufen"... :mad:

@Radiokult:
Hast du dir mal das alte Digi-Bild des SR angeschaut im Vergleich zum analogen? Muß ich nix weiter zu sagen, oder?
Wie Recht du hast! :wow:

Radioinsider
 
#24
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Die Zwangsverkabelten haben zumindest in den Ballungsräumen die Option, DVB-T für den Fernsehempfang zu nutzen, was den Zwang etwas realitiviert. Für Radiovielfalt, die über das Spektrum an der Wurfantenne hinausgeht, empfiehlt sich eine DSL-Flatrate. Es muss heute nicht mehr zwangsläufig die Parabolantenne herhalten, um einen ambitionierten Radiofan mit Programmen zu versorgen.
 
#25
AW: ARD digital im Kabel: erste Hörfunkwellen steigen aus

Für die DSL-Flatrate darf man dann aber auch wieder monatlich blechen und der Empfang ist leider bei weitem nicht so stabil wie über Satellit. Von der grossteils eher mässigen Klangqualität möchte ich auch nicht reden (auch 128 kbps MP3 - so denn überhaupt mit solch einer Bitrate gesendet wird - kommt nicht an die bei DVB-S standardmässigen 192 kbps MP2 ran)
Ist denn also auch nicht grad die optimale Endlösung. :(
 
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