Behringer Ultra-DynePro


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@ HectorPascal:

Könntest du evtl. mal ein Soundcheck als Anhang an dein Posting mit dieser 3. Einstellung für den Behringer reinschieben? Mich interessiert das brennend.

:cool:

Danke.
 

ontheair

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@hinztriller:

ich war gerade mal kurz auf der seite mit den settings für den dsp 9024.

mir stellt sich da nur die frage, wie man mit einer hardware, die nicht broadcast-fähig ist (fehlende emphasis), BROADCAST settings durchführen kann...
 

ontheair

Benutzer
naja eben, sage ich ja.

deswegen wundert es mich ja, dass dieser link mit den dsp-settings scheinbar von einem italienischen hersteller kommt, der broadcastequipment baut oder zumindest vertreibt (ich kann zwar nicht italienisch, aber es sieht mir nach so etwas aus).

die können doch nicht im ernst davon ausgehen, dass jemand mit dem dsp tatsächlich on air geht!

aber vielleicht regt sich in italien kein mensch darüber auf, wie der hub aussieht und ob die technischen spezifikationen eingehalten werden. keine ahnung.

trotzdem sehr verwunderlich. das gerät taugt doch nur als deko-artikel. und da will jemand mit so was wirklich senden. ich kann es halt nur noch nicht so ganz fassen...
 

TheSpirit

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So - nachdem ich mir hier gerade am DSP9024 die Finger abgetippt habe meine Meinung:

Das Preset 1 hört sich am beste an, Preset 3 finde ich viel zu dumpf!

Allerdings muss man - wenn man diese Presets verwenden möchte - etwas mit Peak Limiter spielen damit die Kiste nicht so sehr pumpt!
 

HectorPascal

Benutzer
habs versucht

habe ies mehrmals versucht, ein soundfile hier rein zu setzen, ohne Erfolg.
Offenbar ist meine Internetanbindung zu langsam, jedenfalls hat er nach langer Wartezeit das Hochladen abgebrochen...
 
AW: Behringer Ultra-DynePro

Achtung, dieser Thread ist alt und staubt!
Ich habe ihn mal aus dem Archiv holen lassen, weil ich keinen neuen eröffnen wollte und hier so ziemlich genau all' das drin steht, was ich brauche.
Der Thread hat mir in den vergangenen Wochen nämlich gut geholfen, mich für dieses Gerät zu entscheiden.

Nun steht hier also ein 9024 zum Schnäppchenpreis - und ich bin angenehm überrascht. Ein Kollege hat sich zu einem ersten Soundcheck auch positiv geäußert.
Zu dem, was man alles aus dem Gerät rausholen kann und was man besser nicht tun sollte - nun, da streiten sich bekanntermaßen die Geister.

Zunächst einmal gilt mein besonderer Dank dem Benutzer ontheair mit seiner Frequenzauflistung aus der #14.
Bravo! Top Tipp!
Genauso stimme ich ontheair zu, dass man die Virtuoso-Funktion getrost in die Tonne treten kann.

Doch jetzt enden die Gemeinsamkeiten und die Fragen beginnen:
  • Wie zum Teufel bringt man dem Gerät bei, ein AGC zu sein?
    .
  • Was spricht dagegen, den Limiter bei 0 db einsetzen zu lassen?
    .
  • Warum einen Ultramizer dahinterschalten, wenn im 9024 doch schon eine Ultramizer-Funktion drin ist?
    (diese Frage geht an TheSpirit112)
    .
    ...gleich noch so eine Frage:
  • Was soll der Ultrafex hinter dem Ultra-Dyne Pro 9024?
    Bei meinem ist auf den letzten drei Bändern eine Exciter-Funktion mit dabei. Diese Logik des zusätzlichen Ultrafex bekomme ich jetzt nicht so auf die Reihe.
    .
  • Mit welchen Tricks (außer dem Ultrafex) habt Ihr dem 9024 einen knackigeren Bass entlockt?
    Bandlink = ON und Outgain habe ich auf 0 gelassen. Und Ihr?
Ein Loblied darf jetzt schon auf die Kiste gesungen werden: Ich kann damit zwar laut, fahre den Sound aber nicht mehr vor die Wand. Auch nicht, wenn ich das Mikrofon "anbrülle".
Also doch ein Argument für den Limiter zusammen mit der Ultramizer-Funktion?

Dummerweise haben sich ontheair und TheSpirit112 lange nicht mehr im Forum blicken lassen, aber HectorPascal ist noch einer der aktiven aus diesem alten Thread.....

Vielleicht kann ich ja noch mehr aus der Kiste rausholen. Schön wäre es. Ich glaube nämlich nicht, dass es die Masse an Prozessoren und hintereinander geschalteten Geräten macht, sondern gezielte Einstellungen an wenigen Geräten. Und das sollte bei mir im wesentlichen der 9024 sein. So lange ich nämlich kein UKW-Radio mache, muss es ja nicht zwingend der Combinator sein.
Weniger kann manchmal mehr sein, oder?

Gruß, Uli
(der mit dem Staubfeudel)
 

TheSpirit

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

@Studio Rebstock

Bin (meistens) nur ein aktiver Mitleser ;)

Kommen wir mal zu deiner Frage...

Warum einen Ultramizer dahinterschalten, wenn im 9024 doch schon eine Ultramizer-Funktion drin ist?
(diese Frage geht an TheSpirit112)

Dieser hat zwar eine Ultramizer Funktion, aber die dürfen wir ihm ganz schnell wieder aberkennen, denn sie ist (wie leider fast das ganze Gerät) absolut für die Tonne. So einen breiten und knackigen Sound bekommst du mit den Funktionen nie und nimmer hin, außerdem besitzt der 9024 keine Stereoverbreiterung. Zum "anfetten" des Sounds empfiehlt sich also eine weitere Regelstufe danach.

Ich kann dir einfach nur raten, probieren!

Und als kleine Hilfe empfehle ich dir diesen Link von einem niederländischen Sender aus der verträumten Stadt Montfoort, welche ich im letzten Sommer mit dem Hausboot durchfahren habe:

http://www.radiostadmontfoort.nl/processing/current%20config%20sheet.htm
 

HectorPascal

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

Du hast es ja schon erkannt, ein knackiger Bass ist mit dem 9024 alleine kaum möglich.
Ich habe die Regelzeiten in den unteren beiden Bändern deutlich langsamer als in den übrigen. Dazu den Threshold auch ein wenig höher und den Outgain für diese Bänder ebenfalls höher als in den anderen.
Die Exiterfunktion in den oberen Bändern ist meiner Meinung nach genauso für die Tonne, wie die Ultramizerfunktion. Diese nutze ich beim Ultramizer übrigens auch so gut wie gar nicht.
Ausserdem produziert der 9024 ein recht "variables" Signal, mit deutlichen Pegelsprüngen ("Overshoots"), diese soll der final geschaltete Ultramizer dann wieder ausbügeln.

Zum AGC machst du die Kiste mit langsamen Regelzeiten.

Soweit aus dem Gedächtnis, denn ich bin gerade nicht in Nähe der Kiste und hab sie auch schon länger nicht mehr genutzt.
 

c.rothe

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

Stimmt,

diese kurzen Spitzen (möglicherweise durch zu langsame Reaktionszeit ?) sind echt nervig - naja, you get what you pay for (sprich: mehr war es zumindest mir nicht wert für meinen Einsatzzweck)...

Aber dieses Preset von TheSpirit: Täusche ich mich, oder ist das so richtig falsch eingestellt ? Da versuchte jemand, das Ding nur auf 4 Bändern arbeiten zu lassen, hat deshalb Band 3 & 5 auf "OFF" gestellt, aber die Frequenzen, auf denen die Bänder arbeiten nicht angepasst... wenn das nicht so ist, hätte ich die Funktionsweise gern erklärt... :confused:

Christoph
 
AW: Behringer Ultra-DynePro

Aktuell habe ich was ganz perverses gemacht:
Die Frequenzeinstellungen von ontheair übernommen und die Bänder verlinkt.

Jetzt kann ich den gewünschten db-Wert in einem Band ändern auf einen mir genehmen Wert - die anderen korrelieren. Das führt z.B. dazu, dass bei mir Band 4 und 6 ausgeschaltet sind, wenn ich mehr Bass zulasse.

Genau das ist nämlich auch der Grund dafür, weshalb ich mit den Hollandradio-Einstellungen nicht so ganz glücklich werde: Zu viele Parameter, die - wenn sie nicht richtig zusammen passen - die Einstellerei zu einer Sisyphusarbeit werden lassen.

Zusammen mit einem kurz gehaltenen Limiter auf 0 db zeigt mir Audacity folgendes an: Stärkeres und dennoch ausdifferenziertes Signal, das optisch zwar vor die Wand fährt, diese (gekappten) Spitzen aber nicht hörbar sind. Auch ein (angezeigt) schwächeres Mikrofon-Signal hört sich vollkommen okay an.
Ich habe nämlich was gegen aufgerissene Gains in Mikrofonzügen.

Auch das winamp-plugin peak 1.0 zeigt interessante Werte: Voll ausgesteuertes Signal, das dennoch ordentlichen Rücklauf hat (wenn auch mit sehr kurzen Zeiten). Andere Internetradios z.B. fahren z.B. das Signal voll vor die Wand und haben fast gar keinen Rücklauf mehr.
Aber das führt in diesem Board hier zu weit.

Was jetzt die Nummer mit dem "Bumms" angeht etc. pp. - ja, mehr geht immer und noch feiner und und und. Für mich ist entscheidend, dass der (zumeist Internetradio-)Hörer ein sauberes Signal bekommt, ohne dass es matscht; dass die Sprache genau so klar ankommt wie die Musik.
Klar, im UKW gelten andere Regeln, aber man kann ja auch differenzieren: UKW - hochwertiges Processing; Internet - da tut's auch ein 9024er (plus?).

Bei der Gelegenheit Grüße an yps77. ;)

Gruß, Uli
 

zee100

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

Uli du hast mich neugierig gemacht.
Gibt es irgendwo ein Soundbeispiel von dem Teil zu hören?

Gruß,
Marion
 
AW: Behringer Ultra-DynePro

Hallo Marion,

nicht vor Ende der nächsten Woche, ich bin unterwegs.

Vielleicht würde Dir eine Audacity-Datei mehr bringen, wenn ich sie auf einen webspace packe. Dann kannst Du sehen, was Du meiner Meinung nach nicht hörst. :)
Oder ich mache eine wav-Datei draus mit einem Screenshot von Audacity.

Gruß, Uli
 

c.rothe

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

@Uli: Ich will Dir ja nicht den Spass verderben, aber wenn Du den Bandlink hochdrehst, dann gibst Du ja nicht allen Bändern sozusagen die gleichen Parameter mit, sondern lässt die "Nebenbänder" mit den jeweils anderen "mitschwingen", wenn sie komprimieren. Effektiv verhinderst Du damit ein eigenständiges Komprimieren der einzelnen Bänder und könntest auch gleich einen SingleBand-Kompressor hinstellen... ich tausche gern, habe noch einen rumliegen :wow:

Viele Grüsse,

Christoph
 
AW: Behringer Ultra-DynePro

@Uli: Ich will Dir ja nicht den Spass verderben, aber wenn Du den Bandlink hochdrehst, dann gibst Du ja nicht allen Bändern sozusagen die gleichen Parameter mit, sondern lässt die "Nebenbänder" mit den jeweils anderen "mitschwingen", wenn sie komprimieren. Effektiv verhinderst Du damit ein eigenständiges Komprimieren der einzelnen Bänder und könntest auch gleich einen SingleBand-Kompressor hinstellen...
Interessant, so habe ich das noch gar nicht gesehen und komme aus diesem Grund auch noch nicht so ganz mit.

Zunächst einmal: Ich kann den bandlink gar nicht "hochdrehen", sondern nur ein- oder ausschalten. Vielleicht ist meine Firmware zu alt dafür.
Die Bänder zueinander haben ein gewisses Verhältnis, ja. Vielleicht meintest Du das mit "mitschwingen".
Nun ist dies aber nicht linear - was mich offen gestanden auch schwer wundern würde.

Ergo: Wenn ich Band 1 auf -20 db setze, habe ich auf Band 3 und 6 ganz andere Werte als wenn ich Band 1 auf 15 db setze (dann z.B. wäre Band 6 = OFF).
Die Bänder komprimieren nach wie vor einzeln (so denke ich mir das jetzt mal), lediglich das Verhältnis der Bänder zueinander wird festgeklopft. Natürlich ist ein -1 auf Band 1 nicht auch gleichzeitig ein -1 auf Band 2 etc.. Inwiefern diese Verhältnisse festgeschraubt sind oder einer nichtlinearen Funktion folgen, müsste ich nachlesen.

Wenn ich wieder vor der Kiste sitze, tippe ich mal ein paar Varianten ab, dann rechnen wir weiter und überprüfen, ob bandlink = Single-Compressor bedeutet.

Gruß, Uli ;)
 

c.rothe

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

Dann müssen wir eine komplett unterschiedliche Firmware haben - ich kann den Bandlink prozentual festlegen, wenn ich mich nicht täusche...

Gruss,

Christoph
 

HectorPascal

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

*Ahem*

Der Bandlink hat doch lediglich die Funktion, dass die Parameter sich quasi "synchronisieren". Also wenn ich meinetwegen die Ratio in einem Band um einen Schritt erhöhe/absenke, wird in den anderen Bändern auch um einen Schritt angehoben/gesenkt. Völlig egal, wie die einzelnen Werte dabei aussehen, will sagen: 1:2 im ersten Band und 1:3 in den anderen; nun gehe ich im ersten band auf 1:3, damit haben die anderen Bänder dann 1:4.

Ich kram mal das Manual raus...
Da steht darüber nichts drin! Also dienen als Grundlage meiner obigen Aussagen nur meine Beobachtungen beim Arbeiten mit diesem Gerät.

Edit:
Sowohl bei meiner alten/ursrpünglichen Firmware (1.2, glaube ich) als auch bei der "aktuellen" 1.3 gibt es beim Bandlink nur ON/OFF. Früher war in jedem Band diese Option, die sich aber -so meine Erinnerung- dann global auswirkte. Nun ist sie im globalen Setup versteckt.

Aber den anscheinend "flaschen" Einstellungen der Holländer muss ich bei nächster Gelegnheit mal widmen, sieht schon aus, als hätte c.rothe Recht...
 

c.rothe

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

Habe jetzt nochmal geschaut - es stimmt, Banklink geht bei mir auch nur on/off, habe ich mit einem anderen Gerät verwechselt...

Weiss eigentlich jemand, wie man Firmware 1.3 aufs Gerät spielen kann ? Habe bei Behringer nichts gefunden. Lohnt sich der Aufwand eigentlich ?

Edit: Habe es doch noch gefunden, man muss wohl ein EPROM flashen oder Behringer kontaktieren:

Falls Sie keine Möglichkeit haben, Daten auf einem EPROM zu speichern, können sie einen EPROM mit dem entsprechenden Inhalt beim nächstgelegenen, autorisierten BEHRINGER Service Center bestellen.

Gruss,

Christoph
 

HectorPascal

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

Ich habe damals bei Behringer ein neues EPROM geordert und einfach ausgetauscht.
Die Version 1.3 lässt unabhängige Band-Gains zu, was die Einstellungsmöglichkeiten doch erheblich verbessert.
 
AW: Behringer Ultra-DynePro

Hallo Marion,

Uli du hast mich neugierig gemacht.
Gibt es irgendwo ein Soundbeispiel von dem Teil zu hören?
Ja, im Anhang. 2*mp3, 128 kbps, 44,1 kHz, stereo, zusammen 3:58".
Sorry wegen der Qualität und der Stückelung, ich durfte nichts größer 2 MB anhängen. Vielleicht bekomme ich es noch auf einen ftp-Server geschaufelt, und dann auch in einem Stück.

@ alle anderen:
Ich habe das Teil sehr dezent werkeln lassen. Mit den holländischen Einstellungen komme ich gar nicht klar (ein im InGain und OutGain gepimptes Signal zerbröselt es mir nur noch; die Hüllkurve sieht zermatscht aus).

Bei diesen Einstellungen...
Code:
Behringer Ultra-Dyne Pro DSP 9024 (Solo-Betrieb)
Version 1.2

<Global Setup>
Input Analog 48,0 kHz
Mode Stereo
Delay 0,00 ms

<In/Out>
Ingain +0 db
Tube Type EC34
Tube Proc. 0
Exciter Proc. 0
Odd/Even 1:19
Bandlink On
Ultram. Proc. 100
Ultram. Thr. 0 db
Peak Limit -3 db
Lim. Rel. 0,50 s

<Band>
Band ............... 1 |         2 |          3 |          4 |          5 |           6 |
Low ......... 20,00 Hz | 149,50 Hz |  558,50 Hz | 1,1500 kHz | 2,6625 kHz |  6,2350 kHz |
High ....... 149,50 Hz | 558,50 Hz | 1,1500 kHz | 2,6625 kHz | 6,2350 kHz | 20,0000 kHz |
Gate Thr. ..... -90 db (bleibt so über alle Bänder)
Gate Hold ...... 20 ms (bleibt so über alle Bänder)
Gate Rel. ...... 20 ms (bleibt so über alle Bänder)
Peak Width ...... 0 ms (bleibt so über alle Bänder)
Outgain ........ +3 db (bleibt so über alle Bänder)
Exciter Drive .... --- |       --- |        --- |        100 |        100 |         100 |
Comp. Thr. .... -15 db |     -4 db |     -35 db |     -20 db |      -5 db |       -1 db |
Comp. Ratio ...  1,950 (bleibt so über alle Bänder)
Comp. Att. ...  200 ms (bleibt so über alle Bänder)
Comp. Rel. .... 900 ms (bleibt so über alle Bänder)
Comp. Knee ...... hard (bleibt so über alle Bänder)
... bekomme ich ein in der Spitze gleichmäßiges Signal von +3 db heraus, das an keiner Stelle verzerrt.
Im Grunde bleibt er ganz brav und werkelt nur in Band 3 (558,50 - 1150,00 Hz) mit seinen -35 db rum. Die anderen springen normalerweise erst gar nicht an. Höchstens, wenn ich den InGain erhöhe - aber wozu?

Dann muss ich noch Abbitte leisten, denn an anderer Stelle habe ich Unsinn geschrieben:

Natürlich ist ein -1 auf Band 1 nicht auch gleichzeitig ein -1 auf Band 2 etc.. Inwiefern diese Verhältnisse festgeschraubt sind oder einer nichtlinearen Funktion folgen, müsste ich nachlesen.
Das ist Quark. Senke ich bei Bandlink = ON ein Band um 1 db ab, folgen die anderen ebenfalls linear. Die beiden Varianten von meiner aktuellen Konfiguration (+/- 5 db in Band 1) belegen das eindrucksvoll. Christophs These des "Mitschwingens" war gar nicht so abwegig.
Code:
<Variante 1>
Band .........      1 |         2 |          3 |          4 |           5 |           6 |
Comp. Thr. ... -20 db |     -9 db |     -40 db |     -25 db |      -10 db |       -6 db |

<Variante 2>
Band .........      1 |         2 |          3 |          4 |           5 |           6 |
Comp. Thr. ... -10 db |       OFF |     -30 db |     -15 db |       +0 db |         OFF |

Übrigens, mit langen Attack- und Release-Zeiten kam die Kiste gar nicht klar, das war deutlich hörbar.

Tja, und was bringt mir das Gerät jetzt im Signalweg?
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das Mikrofon jetzt präsenter ist als vorher (das war früher nicht so; die Stimme verlor gegen die Musik und wenn ich sie aufholen ließ (OutGain), clippte sie sehr schnell).
Übersteuerungen gibt es jetzt nicht mehr. Die Lautstärke kann noch variiert werden. Trotzdem kommt es mir jetzt gleichmäßiger (und angenehmer für den Hörer) vor, ohne dass es totkomprimiert ist.

So, dann prügelt mal auf mich ein: Verschwendete 2 HE oder sendefähig?

Gruß, Uli
 

zee100

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

Hallo Uli,
danke für das Beispiel.
Sehr schöne Stimme, solltest du mehr draus machen als "nur" Webradio zu machen.
Zum Processing, klingt für meinen Geschmack etwas zu hart.
Besonders im Bassbereich wenn du Alan Parson voll hochgezogen hast, klingt es leicht übersteuert bzw. zu hart.
Könnte etwas softer/weicher klingen, mit etwas mehr Volumen oder breiterer Stereobasis.
Da Geschmäcker aber nun verschieden sind hat das aber keine große Bedeutung.
Du mußt dich mit deinem Sound identifizieren können und ihn auf deine Bedürfnisse abstimmen.
 

bots

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AW: Behringer Ultra-DynePro

Sehr schöne Stimme, solltest du mehr draus machen als "nur" Webradio zu machen.
Ja ... durchaus ;)
Zum Processing, klingt für meinen Geschmack etwas zu hart.
Mit den Webradios ist das halt überhaupt so eine Sache - wenn ichs über die HiFi-Anlage rausspiele, kommts zu hart, wenn ichs als Stream über eine schlechte Verbindung höre u dann noch über die PC-Lautsprecher, dann ist das grade gut.

Wie halt überall - ein Kompromiss, weil das Soundprocessing eigentlich an der falschen Stelle stattfindet - das würde ja eigentlich ins Radiogerät gehören oder in den PC oder in die Lautsprecher, aber nicht an die Quelle. Tja - mit dem leben wir wohl auch die nächsten Jahre :eek:

Ich hab übrigens auch einen Ultra-Dyne, den ich mir mal fürs Processing des Livestreams zur Brust nehmen werde - wenn ich darf, werd ich mal mit deinen Einstellungen beginnen zu experimentieren :rolleyes:
 

zee100

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

Möchte nochmals kurz dazu schreiben wie ich mir das Beispiel von Uli angehört habe.
PC -> Winamp ohne Soundplugins/EQ Flat -> M-Audio Delta 1010LT -> Verstärker Technics SU V1X (80er Jahre) -> Kopfhörer Sony MDR-CD270.

Hier mal ein Beispiel von mir.
Auch darüber lässt sich streiten. Hab hier allerdings kein Ultra-Dyne sondern MBL4 benutzt.
 

Anhänge

  • mammagamma.mp3
    1,8 MB · Aufrufe: 53
AW: Behringer Ultra-DynePro

Hallo Marion,

ich muss zugeben, dass Mammagamma 04 tatsächlich einen sehr harten Bass hat. Der wurde in meinem Beispiel aber auch nicht "wegprozessiert"; lediglich Band drei dürfte wirklich was zu tun gehabt haben.

Dafür hat mich Dein Processing am Anfang schwer irritiert. Ich wollte erst nicht glauben, dass es sich um die '82er Version handelt - deutlich mehr Höhen herausgearbeitet und in der Tat eine breitere Stereobasis. Aber es fehlen Bässe.
Ich dachte, das stammt vielleicht von einem Sampler oder einem Re-Release mit digitalem Remastering oder irgend so etwas. Es gab in letzter Zeit ja ein paar Compilations von Parsons. Stammt das vielleicht davon oder war hier MBL4 am Original am Werk?
Zum Vergleich: Titel Nr. 8 auf EAN 4 007192 587186, LC 3484, (P) 1983 Arista Records Inc.

Abgehört habe ich im übrigen fast so wie Du, nur dass bei mir nach der Soundkarte (eine ausgemusterte Maya) eine JVC Mikrokomponenten-Anlage hängt. Kopfhörer ist ein (bassliebender) Sennheiser EH 2270.

Dein zweites Soundbeispiel, die zweite Minute, finde ich da besser. Da kommt die breite Stereobasis auch besser zur Geltung. Hört sich richtig schön an.
Wenn ich unsere beiden Soundchecks jedoch direkt vergleiche, dann vermisse ich bei mir die Höhen. Hört man sie hintereinander, klingt es bei mir zu dumpf.

Ich hab übrigens auch einen Ultra-Dyne, den ich mir mal fürs Processing des Livestreams zur Brust nehmen werde - wenn ich darf, werd ich mal mit deinen Einstellungen beginnen zu experimentieren
Na klar, dazu machen wir das hier doch - von den Erfahrungen, die hier jeder macht und den Tipps, die wir austauschen, kann die Klangqualität insgesamt nur profitieren.
Nur zu, ich freue mich auf Verbesserungsvorschläge!

[OT]
Sehr schöne Stimme, solltest du mehr draus machen als "nur" Webradio zu machen.
So war's zwar nicht gedacht, aber ich nehme das Kompliment trotzdem an. :D
Kurzer Kommentar dazu: Die Gefahr, mich noch einmal im Internetradio zu hören, ist ausgesprochen gering. Vielleicht mal mit kurzen features oder auch mal im ein oder anderen Jingle, aber als Moderator? Schwer vorstellbar. In der Internetradioszene habe ich - auch dank radioforen.de - mittlerweile einen gewissen Namen, und so einen bissigen Quertreiber wie mich will keiner im Team haben (andererseits: Ich will nicht in die Luschi-Teams). Deshalb halte ich es wie Marx (Groucho, nicht Karl): "Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen." :wow:
Dessen ungeachtet wäre es mein Traum, mit meiner Stimme vielleicht doch noch Geld zu verdienen. Ausgebildeter Sprecher bin ich leider nicht. Aber ich würde heute, wäre ich jung genug, diesen Beruf anstreben.
[/OT]

B2T: Ich finde die Processing-Diskussion sehr spannend. Mal sehen, ob mir noch was zu den Höhenanteilen und der Stereobasis einfällt.
Vielen Dank!

Gruß, Uli
 

zee100

Benutzer
AW: Behringer Ultra-DynePro

Dafür hat mich Dein Processing am Anfang schwer irritiert. Ich wollte erst nicht glauben, dass es sich um die '82er Version handelt - deutlich mehr Höhen herausgearbeitet und in der Tat eine breitere Stereobasis. Aber es fehlen Bässe.
Ich dachte, das stammt vielleicht von einem Sampler oder einem Re-Release mit digitalem Remastering oder irgend so etwas. Es gab in letzter Zeit ja ein paar Compilations von Parsons. Stammt das vielleicht davon oder war hier MBL4 am Original am Werk?
Zum Vergleich: Titel Nr. 8 auf EAN 4 007192 587186, LC 3484, (P) 1983 Arista Records Inc.

Mein Beispiel stammt von einer CD, welche ich vor einigen Jahren für 5 Euro auf einem Flohmarkt erstanden habe.
Titel Nr.8, EVA Pop Classics - Alan Parson Project, 1989 Arista Records Inc. Mastering by Digipro-Brussels. CD: 353.623, 2LP: 303.623, MC: 503.623
Gerippt als 320k MP3 Datei, umgewandelt in das ots Format.
Abgespielt via OtsAV Radio Broadcaster ohne EQ und Processing von OtsAV.

Habe mal eine Original-Aufnahme und die MBL4 Aufnahme zum Vergleich gemacht. Die ersten 56 Sekunden sind Original, danach via MBL4.
 

Anhänge

  • mammagamma2.mp3
    1,8 MB · Aufrufe: 33
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