Besuchen Sie Europa, solange es noch steht ...


#1
Gefährliche Kriegsspiele: NATO vs Russland

"Ziel ist es, ein Signal der Ab-schreckung an Russland zu senden."
Während das ZDF, andere Sender und Zeitungen klar das Ziel dieses NATO-Maneuvers benennen, beschwichtigen die ARD-Sender:
"Moskau müsse sich durch das Manöver in Norwegen nicht bedroht fühlen. () Die Militärübung ist defensiv angelegt".
Gleichzeitig wollen die USA den INF-Vertrag kündigen.
Ex-SWF-Moderator Franz Alt: "Geht der Wahnsinn des atomaren Wettrüstens von vorne los?"

Welche Gefahr stellt Russland wirklich für den Westen dar? - Oder ist dieses Maneuver die Vorbereitung auf einen großen Krieg?

1983: "Besuchen Sie Europa - solange es noch steht."
 
#2
Auch hier darf man sich gerne fragen, wer mit den Kriegsspielen angefangen hat. Und falls jetzt wieder das Argument der bösen, bösen Osterweiterung der Nato kommt, das zieht nicht.

Im übrigen frage ich mich, warum sich jetzt alle so aufregen? Hat nicht Russland noch vor wenigen Wochen zusammen mit China ein noch viel größeres Militärmanöver abgehalten? Also gilt doch gleiches Recht für alle.
 
#5
ich freue mich schon jetzt auf die nächste Ausgabe der heute-Show. So viele Dumpfbacken, die da draußen momentan unterwegs sind. Inzwischen wundert es mich auch nicht mehr, dass unsere Bürger in Richtung links oder rechts umziehen (Grüne/AfD). Weil die GroKo, die man inzwischen eigentlich gar nicht mehr GroKo nennen darf, nur zusieht und nix tut.
 
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#6
Die viel geschmähte Kanzlerin ist wieder gefragt als Streitschlichterin
zwischen den eitlen Gockeln Trump und Putin. Ja, auch Putin. Er vertritt
knallhart und nicht zimperlich die Interessen Russlands. Und Trump sollte
jemand sagen, dass er schon genügend Atombomben hat. Sie reichen aus,
die Menschheit doppelt und dreifach auszulöschen.
 
#8
Glaube ich eher nicht. Da CDU und SPD die beiden stärksten Parteien in Hessen bleiben, wird in Berlin ausser Gerede nicht viel passieren. Der große Knall wird nächstes Jahr kommen, wenn die Landtagswahlen in den Ost-Ländern anstehen...
 
#9
Abwarten. Ich halte nicht für ausgeschlossen, dass die Grünen an der SPD vorbeiziehen werden und wenns ganz blöd läuft vielleicht sogar die AfD.

Na ja, wie dem auch sei, jedenfalls, um mal wieder die Kurve zum Thema zu bekommen, ist es um Europa mehr als schlecht bestellt. Dabei habe ich weniger Angst vor einer millitärischen Auseinandersetzung. Die braucht es gar nicht. Chaotische Zustände innerhalb des Brexits. Nationalkonservative Europa kritische Regierungen in Italien, Österreich, Polen, Ungarn. Unabhängigkeitsbewegungen in Spanien und Italien. Explosive Lage auf dem Balkan, Krieg in der Ukraine, erwartetes Gerichtsverfahren gegen Macron in Frankreich, Merkel politisch auf Papiertigergröße geschrumpft. Dazu vermutlich ein strammer Rechtsruck bei den kommenden Europawahlen. Jetzt noch das akute Problem mit dem italienischen Haushalt, Störfeuer von außen von Trump, Putin & Co etc.
Das sind alles keine guten Vorzeichen für Europa und vermutlich ist es sehr bald aus mit dem freien und demokratischen Europa wie wir es kennen und schätzen gelernt haben.
 
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#11
Groko hat in Hessen über 20% verloren? Auch wenn es hier um Hessen ging, ist der Trend doch eindeutig, dass Merkel keinen Rückhalt in der Bevölkerung mehr hat. Wären jetzt Wahlen kämen SPD und CDU vermutlich zusammen kaum mehr auf eine Mehrheit. Schätzungsweise würden beide zusammen so bei 35% liegen, wenn überhaupt.
 
#12
Ich kann die "Merkel muss weg"- Parolen nicht mehr hören. Wenn damit die CDU statt 27 wieder 37 Prozent erzielt - was ist dann gewonnen? Eine andere CDU-Figur führt dann die Regierung. Welche? Kennt ihr jemanden aus der ersten oder zweiten Reihe der CDU, der auch nur halbwegs das Format, die Nerven, das internationale Ansehen und die Uneitelkeit von Frau Merkel besitzt, um irgendetwas besser zu machen, als es jetzt läuft?
Merkel, Seehofer, Nahles und Co streiten zwar wie die Brunnenputzer, aber sie halten unser Land halbwegs verlässlich auf Kurs. Wenn mir dieser Kurs nicht gefällt, muss ich radikal Grün, Links oder Rechts wählen - da wird ein anderer Kurs versprochen. Aber doch nicht mit einer CDU, die lediglich Frau Merkel austauscht, oder einer CSU, die lediglich Herrn Seehofer austauscht.
 
#13
aber sie halten unser Land halbwegs verlässlich auf Kurs. Wenn mir dieser Kurs nicht gefällt, muss ich radikal Grün, Links oder Rechts wählen
Vermutlich ist da für die Bürger nicht so klar erkennbar welcher Kurs das sein soll. Immer mehr Leute wählen daher radikaler. Da man nicht mehr weiss für was SPD und CDU eigentlich stehen, wählt man lieber die Parteien von denen man weiss, wofür sie stehen.
 
#14
Genauso isses. Bei der CDU scheint so langsam allen klar zu sein, dass Merkel den richtigen Zeitpunkt für einen geordneten Rückzug schlicht und ergreifend verpaßt hat, was die gesamte Partei zu lähmen scheint. Dazu kommt der ewige Streit mit der CSU und Seehofer. Und bei der SPD weiß sowieso niemand mehr was sie eigentlich wollen. Die offensichtlich völlig schmerzfreie Nahles lastet wie ein Fluch über der Partei. Beide haben das Problem, dass sie offenbar aus reiner Feigheit (und mangels geeigneten Personals) den befreienden und dringend nötigen Rundumschlag meiden wie das Weihwasser. Spätestens wenn nächstes Jahr die Landtagswahlen in Ostdeutschland anstehen, ist die GroKo in Berlin komplett am Ende. Schon jetzt deuten die Prognosen dort auf ein Fiasko der beiden "Volksparteien" hin, das einem Angst und Bange werden könnte um dieses Land.
 
#15
Ja klar, die böse Nato hat sich immer weiter an Russland herangeschoben und Russland fühlt sich jetzt ja so bedroht, stimmts?
@Tweety, wie würdest Du Dich hier fühlen, wenn Russland seine Grenzen über Jahre hinweg nach Westen verschoben hätte? Hat es aber nicht. Hatte wohl auch kein Interesse daran, da es reichlich damit beschäftigt ist die eigene Förderation zusammen zu halten. Wenn also Russland mit solchen innenpolitischen Problemen zu kämpfen hat, warum sollte es sich dann auch noch nach Westen ausbreiten? Und jetzt bist Du dran, wo bleibt das Krim-Argument?

Da man nicht mehr weiss für was SPD und CDU eigentlich stehen, wählt man lieber die Parteien von denen man weiss, wofür sie stehen.
Etwa auch gegen die NATO und deren US-Kurs? Ich glaube nicht, dass irgendeine deutsche Partei sich vom US-NATO-Kurs lösen würde/könnte (siehe DIE GRÜNEN gegen Jugoslawien 1999). Der entzieht sich jeder demokratischen Kontrolle.

BRANDAKTUELL​

Letzten Freitag hat die Website der US Air Force (www.af.mil) eine interessante Meldung veröffentlicht:
Zitat von AF:
RAMSTEIN AIR BASE, Germany (AFNS) --
The 86th Munitions Squadron on Ramstein Air Base, Germany, received its largest shipment of ordnance in recent history. Approximately 100 containers with a variety of munitions rolled into Ramstein during the month of October.
Die größte Lieferung von Rüstungsgütern seit der Bombardierung Jugoslawiens 1999? Was beabsichtigt die NATO demnächst zu bombardieren? Sollte das die Russen gleichgültig lassen? Und uns im künftigen Schlachtfeld Deutschland?

Ich halte es für dringend notwendig die gegenwärtigen Ereignisse im komplexen Kontext zu betrachten und eigene Schlüsse zu ziehen! Dieser Kontext beinhaltet auch die deutliche Rede des STRATFOR-Chefs (orig. Video), deren Transscript vor 3 Jahren auf den Nachdenkseiten veröffentlicht wurde: www.nachdenkseiten.de/?p=25405
Zitat von "Friedman":
... vor 10 Tagen war der Oberbefehlshaber der “US-Army Europe” General Ben Hodges zu Besuch in der Ukraine. (..) er tat das, weil er damit zeigen wollte, dass die ukrainische Armee seine Armee ist.

Dann ging er weg und verkündete in den Baltischen Staaten, dass die Vereinigten Staaten Panzer, Artillerie und andere Militärausrüstung in den baltischen Staaten, Rumänien, Polen und Bulgarien in Stellung bringen würden.

Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA ein „Cordon Sanitaire“, einen Sicherheitsgürtel um Russland herum aufbauen. Und Russland weiß das.
So what? :rolleyes:

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mein Hinweis von damals <klick>
 
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#17
wie würdest Du Dich hier fühlen, wenn Russland seine Grenzen über Jahre hinweg nach Westen verschoben hätte?
Die Aussage finde ich dann doch ein wenig, na ich sag mal belustigend. Was kann denn bitte die NATO dafür, dass sich ihr Länder anschließen wollen, weil selbige sie für das bessere, im Sinne von leistungsstärkere Militärbündnis halten? Das ist als erstes einmal eine ziemlich freie Entscheidung der jeweiligen Staaten. Das die NATO dann nicht nein sagt, sollte ja wohl verständlich sein. Vielleicht sollte man eher mal in Moskau darüber nachdenken, warum sich zum Beispiel die Ukraine in EU-Nähe wohler fühlt als unter der Vormundschaft von Putin. Immerhin verbindet Russland und die Ukraine eine gut 300jährige gemeinsame Geschichte. Es sind die Russen, die im Falle der Ukraine ihre eigenen Verträge missachten. 1997 wurde die Ukraine von Russland als unabhängiger Staat anerkannt, 1998 wurden die territorialen Streitigkeiten vertraglich geregelt. Gehalten hat das Ganze nicht mal 20 Jahre. Es ist Moskau, das sich fortlaufend in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einmischt. Wer in dem Fall die NATO für einen Kriegstreiber hält, sollte mal bitte ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen.
 
#19
Erstens, wenn du dann schon kontern willst, dann mache es gefälligst präzise. Die Formulierung "in dem Fall" schrieb ich nicht umsonst in den Satz. Von deinen 86.900 Treffern hat ein Großteil nur reichlich wenig mit der Ukraine zu tun. Und zweitens, wer ernsthaft volksbetrug.net und artverwandte Ergüsse als glaubwürdige bzw. erwähnenswerte Quellen einordnet, dem ist sowieso nicht zu helfen.
Andererseits sind deine plumpen und zumeist ziemlich populistischen Einwürfe nicht neu. Warum sollte ich mich also darüber aufregen...
 
#20
Warum sollte jemand, dem seit seiner frühesten Kindheit eingebläut wurde: "NATO gut, Westen gut, Amerika gut - Russland böse, böse, böse" - warum sollte so jemand plötzlich Zweifel hegen? Warum sollte mich das grandiose Missverhältnis zwischen der NATO-Feuerkraft (zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft) und jener auf Seiten Russlands irgendwie misstrauisch machen? Warum sollten Wirtschafts- Rohstoff- und Hegemonialinteressen des Westens mich interessieren, wo ich doch weiß, dass Russland eine Insel Krim okkupiert hat, die nur läppische 500 Jahre lang zum ureigenen Territorialbestand des Landes gehört hat, ehe sie einem vermeintlich befreundeten Nachbarn zugeschlagen wurde, der nun aber von diesem ach so friedlichen, harmlosen und sich nie einmischenden Westen vereinnahmt zu werden drohte?
Nein, all das muss für mich keine Relevanz haben. Ich kann das locker ignorieren. Ich muss nur den Verstand ausschalten.
 
#21
Machst du es dir da jetzt nicht ein wenig zu einfach? Natürlich gibt es auch reichlich Anhaltspunkte für Zweifel. Aber es gibt nunmal auch Fakten, die man nicht einfach ignorieren kann. Wenn ich ein Land als souveränen Staat anerkenne, muss ich mich auch damit abfinden, dass es sich im Zweifel dem vermeintlichen Feind zuwendet.
Ich für meinen Teil bin übrigens ein Kind der DDR. Ich habe fast meine gesamte (Schul-)Bildung in diesem nicht mehr existenten Land hinter mich gebracht. Mit NATO gut und Russland böse war da nichts. Insofern zieht dieses skurille Argument schonmal nicht. Und wie lange die Krim zu Russland gehört hat, ist auch völlig irrelevant. Eine allgemein anerkannte Schenkung ist nunmal eine Schenkung. Das kann ich nicht plötzlich Jahrzehnte später doof finden und mir dann auf eine solch skurille Weise zurückholen wollen. Das beißt sich einfach mal gnadenlos mit dem Völkerrecht.
 
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#22
Erinnert mich alles irgendwie an die USA und ihre Politik in der Karibik und Mittelamerika: Grenada, Nicaragua, Costa Rica, Haiti. Wie es dort einem Land ergeht, das sich nicht den USA unterwirft, sieht man ja an Kuba.
 
#23
@doglife: "Allein die Suchnudel hat etwa 86.900 Treffer in 0,29 Sekunden geliefert." ;)
.. Krim zu Russland gehört hat (...) auf eine solch skurille Weise zurückholen () beißt sich () gnadenlos mit dem Völkerrecht.
Der Professor für Strafrecht Reinhard Merkel hat bereits vor vier Jahren in seinem FAZ-Artikel "Die Krim und das Völkerrecht" aufgeklärt: "Hat Russland die Krim annektiert? Nein." - Ausserdem ist die Krim ein geostrategischer Sonderfall. Dem aufmerksamen Beobachter ist nicht entgangen, dass die USA wegen der Marinebasis Sewastopol Russland praktisch Schach geboten hatte. Dazu brauche ich keine "Volksbetrug"-Literatur lesen sondern einfach mit wachem Verstand den Fall im Kontext auswerten.
Ich für meinen Teil bin übrigens ein Kind der DDR.
@Radiokult, Du bist also sozusagen ein "Sowjet-Opfer" wie die Balten. Es ist durchaus verständlich, dass sich die ehemaligen Sowjet-Opfer der Illusion hingeben nun in der NATO ihre heile Welt zu finden. Aber die alten Ängste aus Sowjet-Zeiten zu reanimieren und zu instrumentalisieren sehe ich als nicht wirklich hilfreich für eine reale Gefahreneinschätzung an.

Es steht immer noch die Frage im Raum, welche Gefahr durch Russland für die NATO-Staaten und vor allem für’s Baltikum wirklich real ist.
 
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#24
Der Professor für Strafrecht Reinhard Merkel hat bereits vor vier Jahren in seinem FAZ-Artikel "Die Krim und das Völkerrecht" aufgeklärt: "Hat Russland die Krim annektiert? Nein."
Anstatt Derartiges nur herauszuposaunen, hättest Du wenigstens verlinken müssen, auch wenn die einsamen Aussagen von einem Herrn stammen, der sich im Sport scheinbar mehr Mühe gegeben hat als bei der Definition von Völkerrechtsfragen...
 
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