Besuchen Sie Europa, solange es noch steht ...


#26
Das ändert nichts daran, dass es Minderheitenmeinungen sind. In der Rechtswissenschaft ist herrschende Meinung, dass die Eingliederung der Krim nach Russland widerrechtlich geschah.
 
#28
Warum sollte mich das grandiose Missverhältnis zwischen der NATO-Feuerkraft (zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft) und jener auf Seiten Russlands irgendwie misstrauisch machen?
Was soll das für ein Missverhältnis sein? Zumindest in Europa ist die NATO Russland klar unterlegen. Während die Verteidigungsausgaben in vielen NATO-Ländern seit Jahrzehnten stagnieren oder sogar runtergefahren wurden bis zum Komplettzusammenbruch (Bundeswehr) hat Russland sein Armee in den letzter Zeit immer weiter ausgebaut und modernisiert. Also von einem Missverhältnis kann doch gar keine Rede sein.
 
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#31
Worüber diskutieren wir hier überhaupt? Selbst die russischen Staatspropagandamedien von Sputniknews verkünden,
dass die Nato selbst bei der jetzigen Konzentration ihrer Kräfte im russischen Grenzraum nicht in der Lage wäre, einen vollwertigen Krieg zu beginnen.
Was soll also der ganze Quatsch? Und davon mal abgesehen, wieviele Manöver hält doch gleich Russland ab? Wo überall in der Welt mischt sich Russland ungefragt ein?

Man geht ja selbst bei den Russen davon aus,
dass es vorerst keine Anzeichen dafür gibt, dass die Ukraine und Georgien in absehbarer Zeit Nato-Mitglieder werden könnten.
Also nichts als russische Propaganda-Nebelkerzen.

Machen wir doch mal Butter bei die Fische. Wenn es wirklich zu einem wie auch immer gearteten Krieg zwischen der Atommacht Russland und der NATO bzw. den daran angegliederten Amerikanern kommen sollte, dürfte das in einem dritten Weltkrieg enden. Und das überlebt nach heutigem Stand der Technik niemand auf diesem Planeten. Das hört sich furchtbar platt an, aber das weiss man in Moskau. Und das weiss man auch in Brüssel und Washington. Insofern ist das alles nichts weiter als Kettenrasseln, und zwar auf beiden Seiten.
Worüber man ernsthaft diskutieren sollte und worauf man auch die Russen immer und immer wieder hinweisen sollte, sind ihre Einmischungsversuche in Angelegenheiten eines Staates, die sie schlicht nichts mehr angehen. Das wird auch in dem Sputniknews-Artikel sehr schön deutlich. Man stelle sich nur mal vor wir würden Polen oder Frankreich derartige Vorschriften machen, wie es Russland in der Ukraine dauerhaft tut. Da würde mancher völlig zu Recht an die Decke gehen.

Zitatenquelle: https://de.sputniknews.com/zeitunge...ne-georgien-nato-beitritt-russlands-reaktion/
 
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#32
Warum sollte ich mich also darüber aufregen...
Keine Ahnung....aber warum bei der Suchnudel etwas ganz am Anfang erscheint, darüber gibt es ja eine halbe Wissenschaft. Wer sich also den ersten Treffer rauspickt, der lügt sich in die eigene Tasche. Wer aber ein bisserl sucht findet im Heuhaufen auch Nadeln, wie:

"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute abend hat die NATO mit Luftschlägen gegen militärische Ziele in Jugoslawien begonnen. Damit will das Bündnis weitere schwere und systematische Verletzungen der Menschenrechte unterbinden und eine humanitäre Katastrophe verhindern ... Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen, eine friedliche Lösung im Kosovo auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen." Erklärung des Bundeskanzlers, 24. März 1999 -

Nato-Streitkräfte haben sich schwere Verstöße gegen das Kriegsrecht zuschulden kommen lassen. – Die rechtliche Bilanz der »Operation Allied Force« der Nato durch die internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International fällt eindeutig aus: In mindestens 90 Fällen haben die Streitkräfte des westlichen Militärbündnisses während des Kosovokriegs Zivilisten oder zivile Ziele angegriffen und haben dabei mindestens 400-600 unbewaffnete Menschen, keine Kombattanten, getötet. Neben den Pressemitteilungen des Bündnisses und Stellungnahmen von Militärs und Politikern Medien gegenüber haben die Mitarbeiter von Amnesty International vor allem Informationen ausgewertet, die sie anläßlich eines Treffens mit Generälen im Nato-Hauptquartier in Brüssel im Februar sammeln konnten.

Einer der bemerkenswertesten Angriffe der Nato war die Bombardierung des serbischen Fernsehsenders RTS am 23. April 1999 in Belgrad, die 16 Medienmitarbeitern das Leben kostete. Den Vertretern von Amnesty International wurde in Brüssel mitgeteilt, der Angriff sei in diesem Fall nur von einem, allerdings auch auf Nachfragen nicht näher bezeichneten Staat entschieden worden. Gegenüber der Öffentlichkeit vertraten Nato-Sprecher allerdings, daß die serbische Fernsehstation ein legitimes Ziel für einen Angriff darstellte, weil das serbische Fernsehen als Propagandasender für Milosevic dessen militärische Aktionen unterstützte.

Ausführlich setzt sich Amnesty International auch mit dem Gebrauch uranummantelter Geschosse auseinander. 31.000 Salven dieser Munition hat die Nato in den Kriegswochen abgefeuert. Das sei, räumt die Menschenrechtsorganisation ein, nicht per se durch internationales Recht verboten. Allerdings verursache Uran-Munition langfristig durch ihre Abstrahlungen gesundheitliche Schäden bei Zivilpersonen und Militärs. Auch Umweltschädigungen seien wahrscheinlich. Damit verstößt der Gebrauch dieser Munition gegen die Artikel 35 Absätze 2 und 3 des Zusatzprotokolls zu den Genfer Konventionen, die Kriegführungsmethoden verbieten, die "langanhaltende Umweltschädigungen" oder "überflüssige Verletzungen und unnötige Leiden" verursachen. - Amnesty Report 07/2000

Beim NATO-Gipfeltreffen in Prag im November 2002, verkündete der Generalsekretär des Bündnisses, George Robertson, die Nato sei künftig nicht mehr vorrangig für die Verteidigung ihrer Mitglieder zuständig, sondern auch für Offensiven gegen das, was vom Weißen Haus und vom Pentagon als Terrorismus und als Verbreitung von Massenvernichtungsmitteln identifiziert wird...Es wurde die Schaffung einer 21.000köpfigen und hochmobilen Stand-By-Armee (schnelle Eingreiftruppe) aus Elitesoldaten beschlossen. - Der Spiegel 02/2003

Last by not least die Rolle der NATO im Irakkrieg, der ja eine Lüge war...

Ohne Partei ergreifen zu wollen sehe ich die Russen trotz ihrer Rolle im Ukrainekonflikt in der Defensive.
Wegen eines Furzes im Foyer kriegen sie die geballte Ladung westlicher Sanktionen ab und die NATO rückt ihnen mit Truppenstationierungen rund um Russland auf die Pelle, während z. B. die Saudis mit der Knochensäge durch die Lande ziehen, ohne daß ihnen ein Haar gekrümmt würde, beim Barte des Proleten...
 
#34
Wegen eines Furzes im Foyer kriegen sie die geballte Ladung westlicher Sanktionen ab
Das war kein Furz, sondern schon heftiger Dünnschiss. Die Sanktionen könnten morgen aufgehoben werden, wenn Russland mal anfangen würde die Minsker Vereinbarungen umzusetzen. Will man aber nicht und offbar kann man mit den Sanktionen ganz gut leben. Kann man so doch weiterhin schön am Feindbild böser Westen arbeiten.

Mit dem Jugoslawien Krieg, hast du Recht, das war auch nicht in Ordnung und wurde auch von vielen Nato-Staaten kritisch gesehen. Trotzdem ist das nicht vergleichbar mit dem was Russland seit dem militärisch und cybertechnisch "verbrochen" hat. Ich will die ganze Liste nicht nochmal aufführen, aber jetzt Russland in der Opferrolle darzustellen, ist doch einfach nur den Bock zum Gärtner machen.
 
#42
Die Emanzipation vom Big Brother USA ist das Eine - höchste Zeit. Dass es ausgerechnet mit einer eigenen Armee geschehen soll, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand dieser Welt. Was Besseres fällt unseren Eliten also nicht ein.
 
#43
Anscheinend wird man sich gegen diese zunehmend rücksichtslosere imperiale Krake (leider) nicht mehr wehren können. :(
In der NATO kann das m.E. systembedingt nicht funktionieren.
 
#45
Mir kommen die Tränen ... :cry: --- wo die doch nur selbstlos weißhelmige humanistische Aktionen betreiben.

Was soll "man" (Europa?) denn "auf die Reihe kriegen"? Illegale Kriege? Das machen wir doch schon in der NATO, obwohl wir das nicht wollen.
 
#46
Nun können wir ja nicht verhindern, dass wir als Individuen einem Lager zugehören - kraft Geburt. Also gehöre ich dem Westen an. Muss ich aber deswegen alles gutheißen, was dieser Westen auf dem Globus so treibt? Und muss deswegen alles böse und feindselig sein, was die übrigen Lager dieses Planeten treiben?
Wenn wir uns darauf einigen können, dass alle Dreck am Stecken haben, sind wir schon mal einen bedeutsamen Schritt weiter. Im nächsten Schritt könnten wir dann Konsens darüber herstellen, dass wir "Dreck am Stecken" grundsätzlich verurteilen und bekämpfen sollten, egal aus welchem Lager er kommt.
Irgend jemand anderer Meinung?
 
#47
Zu berücksichtigen ist, dass uns so mancher Dreckstecken aufgenötigt wird. Durch
die reine Willkür:

Nord Stream 2: US-Botschafter Grenell warnt deutsche Unternehmen

"Trump fördert den LNG-Export mit allen ihm zur Verfügung stehenden Druckmitteln. Das Hindernis, das sich den US-Wirtschaftsinteressen entgegenstellt, ist, dass die Ostseepipeline wirtschaftlich rentabler ist und sehr viel besser für die Umwelt als die aufwendige Fracking-Förderung von Erdgas in den USA und der immens schadstoffreiche Transport von US-Gas über den Atlantik."
 
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