Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio


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Keek

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Hast du vor Wochenbeginn schon jemals von Jones, Beck oder Pieczenik gehört? Geschweige denn eine einzige Sendung von den beiden Erstgenannten?

Es gibt aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten:

Entweder du hast keinerlei Ahnung, was und von wem du da eigentlich faselst? Na gut, das ist bei dir ja nicht zu übersehen.

Oder es ist tatsächlich beabsichtigt und Teil deiner Weltanschauung, dass du hier ausschließlich Leute ins Spiel bringst, die unter anderem für die Vergleiche von Obama mit Hitler verantwortlich sind.

Vielleicht ist es tatsächlich eine Mischung aus beidem.

Persönlich bin ich noch gar nicht geworden, bei so viel Dummheit könnte ich das allerdings durchaus.

Ich entscheide mich aber stattdessen dafür, dass du dich einfach als Diskussionsteilnehmer disqualifiziert hast und ich meine Zeit fortan mit deinem "unprofissionelen" Geschmiere nicht mehr verschwende.
 

chapri

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Der vollstaendige WDR-Mitschnitt zeigt mal wieder, wie bescheuert es ist, Zitate aus dem Zusammenhang zu reissen: In einem Meinungsmagazin kommentiert der Moderator ueberspitzt die Reaktionen der Strasse zum Tode eines Mannes, der in der Tat Familienvater war. Sehr geschaetzter MakeItSo: Daran ist NICHTS von einer "Entgleisung"! Allerdings hat dieser Familienvater hunderte Familienvaeter auf dem Gewissen...
 

Hefeteich

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Jetzt platzt mir aber gerade der Kragen! :mad:
Hervorhebungen in den Zitaten habe ich zur besseren Kennzeichnung nachträglich vorgenommen.

Du schreibst in #64:

Ich fordere mehr Qualität im Hörfunk egal ob es privat oder öffentlich sei.
Das kann ich mir, angesichts des nachfolgend auseinander genommenen Beitrages, nunmehr kaum noch vorstellen. Zumindest machst Du nicht glaubhaft, dass Du der richtige Adressat für diesen Qualitätshörfunk bist.

Ich wollte nur meine Meinung und meine Thesen mit Quellen untermauern und das halte ich für richtig, wenn man Quellen zitiert.
Eine Meinung darf man haben, ja. Seine Thesen wiederum mit Quellen zu untermauern, die ihrerseits nichts anderes als Meinungsäußerungen und Thesen beinhalten, ist weniger als dünn. Das ist nichts und gehört in den journalistischen Papierkorb.
Wer Qualität im Hörfunk produzieren will, weiß das. Aber Du forderst es ja nur.

Kann jemand Beweisen, dass die Sendung von Alex Jones keine Berechtigung hat und das seine Thesen völlig aus der Luft gegriffen sind?
Was soll denn da bewiesen werden? 1.) Eine "Sendeberechtigung" muss nicht bewiesen werden. 2.) Der Ersteller einer These hat Beweise anzubringen, nicht der Zweifler. Meine Güte, das ist Erstsemester-Wissen, und zugleich der beste Beleg dafür, warum Journalisten studiert haben sollten.*

Er hat sehr oft Augezeugen und profissionele Gesprächspartner in seiner Sendung.
Augenzeugen = okay (wobei in diesem Fall noch keiner zitiert wurde), "professionelle Gesprächspartner" kann alles mögliche sein, ist aber auch nicht mehr als eine Meinungsäußerung; im schlimmsten Fall eine Spekulation.
Darauf stützt Du Dich also, ja?

Würde Alex Jones der Lüge überführt, könnte man in den USA ein Prozess führen, weil er den Staat verleumdet und die USA beschädigt.
Kompletter Unsinn. In einer Demokratie nennt man das "Meinungsäußerung", die Du gerade zuvor noch proklamiert hast.

Leider kann ihm keiner vorwerfen, dass er gegen irgendwelche Gesetze verstößt, er hat seine begründete Meinung die auf Meinungsfreiheit basiert.
Genau das habe ich Dir eben erläutert und schon hast Du Dir in zwei Sätzen widersprochen.
Merkst Du eigentlich noch, was Du da von Dir gibst? Hier geht es ausschließlich um Meinungen, eventuelle Thesen (deren Wahrheitsgehalt nicht die Gegner der These überprüfen müssen) - aber keinesfalls um beweisfähiges Material, das Deine krude Schreibe in irgendeiner Form stützen kann.

*) An der Stelle möchte ich aus Wikipedia zitieren - aber auch nur, weil es da kurz und knackig beschrieben ist, was jeder Studierte, ja, selbst die Abbrecher, gleich zu Beginn des ersten Semesters lernen müssen und auch später noch beherrschen sollten:

Eine These ist ein Gedanke oder Satz, dessen Wahrheitsinhalt eines Beweises bedarf. Der Verfasser einer These behauptet die Wahrheit. Ist die These nicht haltbar, muss sie verworfen werden.
(...)
Wenn eine These falsch ist, kann auch keine Art der Beweisführung sie begründen.
(http://de.wikipedia.org/wiki/These)

Dieses Wissen scheint Dir nicht innezuwohnen.

P.S. Schließe mich Keek an:

Entweder du hast keinerlei Ahnung, was und von wem du da eigentlich faselst? Na gut, das ist bei dir ja nicht zu übersehen.
(...)
Ich entscheide mich aber stattdessen dafür, dass du dich einfach als Diskussionsteilnehmer disqualifiziert hast und ich meine Zeit fortan mit deinem "unprofissionelen" Geschmiere nicht mehr verschwende.
Noch habe ich nicht aufgegeben und versuche Dir vor Augen zu führen, was Du da "faselst" (Danke @ Keek), aber seine Reaktion ist nachvollziehbar und sollte Dir zu denken geben.
 

Radiotroll

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

@hinhörer

Sorry, ich sehe immer noch nicht den Skandal. Karkowsky kritisiert mit dieser Aussage doch nur die Jubelfeiern. Und was ist so schrecklich daneben, auch einen Topterroristen als Familienvater zu bezeichnen. Das war er ja nun mal auch. Das sind die beiden Seiten eines Menschen. Zuhause lieb, nett und fürsorglich,ansonsten brutal, über Leichen gehend und Menschenleben verachtend. Die in den letzten Monaten in Deutschland verhafteten Triebtäter wurden auch als Familienväter bezeichnet.War das dann auch ein Skandal?

LG,

Radiotroll
 
AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Dieser dämliche b/s-Fehler, auf den Zeitungen und auch der Herr Regierungssprecher hereinfallen, scheint in Momenten höchster Erregung zu passieren. Zumal die Buchstaben auf der Tastatur unmittelbar nebeneinander liegen, nicht wahr?

Tippfehler... Zufall.... :wall: als ob heute noch irgendjemand glauben würde, Osama und Obama hätten nur zufällig solch ähnliche Namen. Mir liegen Aussagen aus glaubwürdigsten Quellen höchster Prominenz vor, dass Obama identisch ist mit Osama. Unter anderem gibt es dokumentierte eidesstattliche Erklärungen des Gesichtschirurgs, der die geschickten Veränderungen im Aussehen herbeigeführt hat. Warum hat Alex Jones darüber in seiner Show noch nicht berichtet? Steckt auch er unter einer Decke mit dem Terrornetzwerk? Die Präsidentenschaft der USA war Osamas größter Coup. Ist Prof. Dr. Dr. S. Kramer vielleicht unglaubwürdig, der schon in den 70er Jahren nachweislich die wichtigsten europäischen Politiker in politischen und wirtschaftlichen Fragen beraten hat? Kramer war der erste, der auf die Unterwanderung der amerikanischen Regierung hingewiesen hatte. Möllemann war aufgrund seiner arabischen Kontakte eingeweiht - er wußte zuviel und mußte das mit seinem Leben bezahlen (nachzulesen in Dr. B. Kloppts ausgezeichnetem und vielfach prämiertem Essay über die Zahlenmystik des 11. Septembers. Dort erfährt man auch, warum Osama den Buchstaben "s" in seinem Namen durch ein "b" ersetzt hat. Es ist so einfach, man muß nur die Zahlen des Datums 11.9. betrachten. Die Differenz zwischen 11 und 9 ist 2, richtig? Und was ist der zweite Buchstabe des Alphabets? Bingo. Auch ein Sachverhalt, über den Alex Jones in seiner Sendung nicht berichtet hat. :rolleyes:
(Warnung: Wer Sarkasmus oder Ironie in meinem Posting zu entdecken glaubt, steckt mit den Verschwörern definitiv unter einer Decke und wird von mir eingehend observiert und analysiert werden)
 

AirwaveMHz

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

@Makeitso - Schön, dass du dich mal wieder in größerem Stil an einer Diskussion beteiligst. Ich habe deine pointierten und durchdachten Statements schon vermisst und bin damit nicht allein, wie ich hier merke. Ich stimme dir in deinen Antworten auf die großen Verschwörungstheoretiker voll zu und bin genau so genervt über die ganzen Halbwahrheiten, angeblichen Knallerbeweise und Chefchecker, die nie aus ihrer kleinen bunten Welt rausgekommen sind, aber meinen, alle Zusammenhänge der Weltpolitik, die komplette Geheimdiplomatie, alle Interessenlagen und Vorgehensweisen selbstverständlich zu durchschauen. Als Belege werden dann dubiose Blogs, US-amerikanische Fernsehmitschnitte (die sie selbst offenbar nicht mal richtig übersetzen können) oder im Notfall Qualitätsmedien wie die Bild-Zeitung oder N24 herangezogen. Gemein ist den Vertretern dieser Sorte von Allesdurchschauern allerdings, dass sie auf Gegenargumente nicht reagieren und ihre Thesen den Mitmenschen in einer Art Monolog aufdrängeln. Auf einer solchen Basis lässt sich keine vernünftige Diskussion führen. Den Weg, den du dafür wählst, finde ich gut. Die Diskussion wird nicht vorankommen aus den erwähnten Gründen, aber deine Statements tragen zumindest dazu bei, die abstrusen Wichtigtuereien einiger selbsternannter Weltverbesserer, Propheten und Politikdurchschauer zu entlarven.

Was mir hier in der Diskussion zu kurz kommt, sind drei Punkte, die mir im Zusammenhang mit der Bin-Laden-Geschichte sofort in den Sinn gekommen sind:

1) "Top-Terrorist": Kann man diesen unsäglichen Begriff bitte ENDLICH mal zu den Akten legen??? Mir rollen sich die Fußnägel, wenn ich das höre.
2) Wie kann man sich über einen Tod freuen??? Die zahlreichen Statements dazu fand ich einfach nur daneben. Wenn jemand getötet wurde, ist das aus meiner Sicht niemals eine Freudennachricht zum Jubeln. Die ersten, die das mal zur Sprache gebracht haben, waren die Kirchen. Auch hier hätte ich mir von manchen Medien etwas mehr Distanz gewünscht. Die fröhlichen Volksfestberichte aus den USA zum Beispiel fand ich - auch von der journalistischen Aufbereitung her - ganz extrem daneben.
3) Um den halbwissenden Verschwörungsfreunden gleich mal den Wind aus den Segeln zu nehmen, hätte ich mir von mehr Medien eine völkerrechtliche Einordnung gewünscht. Sehr gut gelungen ist das bei MDR Info. Die hatten sehr schnell einen Völkerrechtler dazu im Interview, der die Maßstäbe klar umrissen und auch eine (naturgemäß vorläufige) Einschätzung abgegeben hat. Viele Pseudo-Argumente von unserem USA-Chefkritiker hier wurden in diesem Interview klar und nachvollziehbar widerlegt. Nicht falsch verstehen: Ich selbst sehe auch vieles kritisch, was die USA in der Welt veranstalten. Und auch bei der Bin-Laden-Aktion gibt es für mich noch offene Fragen. Aber dass die Verschwörungen, Vorwürfe und bemühten Moralpredigten hier nich ernst zu nehmen sind, steht für mich außer Frage.
 

chapri

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Aus christlicher Sicht kann man sich dann eines Todes freuen, wenn ein Mensch dadurch erloest wurde von Schmerzen und Qualen. Aus nichtchristlicher Sicht kann man sich immer noch ueber die anderen Verheissungen freuen, die Religionen ihren Anhaengern fuer deren Ableben versprechen. Aber darum geht es hier ueberhaupt nicht! Anlass der Freude (schlimm gnig, dass sogar ein Regierungssprecher das erklaeren musste) war in diesem Fall, dass von einer gefaehrlichen Person keine Gefahr mehr ausgehen kann. Jede andere Definition ist Wortverdreherei, Stumpfsinn und Polemik!
 

Radiotroll

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Es geht doch nicht um Moral, es geht um Völkerrecht und das Recht auf einen fairen Prozess. Dieses Recht hat jeder Massenmörder und Gewaltverbrecher, und ob er aus reiner Mordlust oder terroristischen Gründen mordet, spielt dabei keine Rolle.
Und die Aussage der Kanzlerin zeigte eindeutig Freude über den Tod des OBL. Sie hätte sich ja auch über die Ergreifung freuen können bzw. darauf hinweisen können, dass die Ergreifung ausreichend gewesen wäre.
Und das hat nix mit Polemik und Vedreherei und Stumpfsinn zu tun.

LG,

Radiotroll
 

chapri

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

In Zukunft wird Frau Merkel Dich sicher fragen, wie sie sich gerade fuehlt. Du hast zumindest soeben stumpfsinnig Deine polemischen Verdrehereien - genauso wie der Threadersteller - gepostet! Over and out!
 

mino

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Und was ist so schrecklich daneben, auch einen Topterroristen als Familienvater zu bezeichnen. Das war er ja nun mal auch.

Und nach Wikipedia war er sogar ein liebevoller Familienvater. Außerdem nahm er am Freiheitskampf Afghanistans gegen die Sowjetunion teil.

Merkel ist nach DLF in #80 eine „gebürtige ostdeutsche Bürgerin, die die Unfreiheit und Lebensbedrohung in der DDR kennen lernte“ und „unsensibel drauflos poltern“ tut. Nach Wikipedia ist sie kinderlos.

Da poltert also nun diese kinderlose Ossi Merkel über den Tod des liebevollen Familienvaters und ehemaligen Freiheitskämpfers, obwohl gerade sie doch was von Unfreiheit und Lebensbedrohung verstehen sollte. Stimmt doch! Und Makeitso regt sich auf... Komisch...
 
AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Man sollte in diesem Fall mehr Respekt anweden und damit etwas vorsichtiger umgehen, weil der Tod eines Menschen ist immer tragisch, egal was das für ein Mensch gewesen war. Jeder Mensch ist eine einzigartige Persönlichkeit die nur einmal lebt und dann diese Welt verlässt. Deswegen finde ich unverantwortungsvoll, von vielen Journalisten das der Mensch Bin Laden so ausgeschlatet wurde. Der Tod eines Menschen sollte mehr respektiert werden, weil Bin Laden auch eine hoche Autoritätsfigur für viele Araber war. Ich möchte keinen Maßenmörder verherrlichen oder als Idol darstellen, ich weiß auch nicht wirklich genau ob er das war oder nicht. Habe vor kurzem ein Interview von Charlie Sheen (Schauspieler von two Half Man) gesehen indem er behaubtet, dass Obama unschuldig ist. Das will ich nicht unbedingt behaubten aber wir sollten erstmal unabhängig und frei den Fall gründlich prüfen lassen. Warum übernehmen viele Medien die Informationspoltik der Amerikaner ziemlich unkritisch?
 
AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Aus christlicher Sicht kann man sich dann eines Todes freuen, wenn ein Mensch dadurch erloest wurde von Schmerzen und Qualen.

In diesem Fall sind Jubel und Freudenfeste aber auch eher selten anzutreffen. Es geht hier nicht um unangemessenes Mitleid für einen Terroristen und Mörder, sondern um den Respekt vor dem Leben und dem Tod, welcher aus meiner Sicht Siegestänze und knallende Champagnerkorken verbieten sollte.
Ich will nicht päpstlicher als der Papst sein und bin seit jeher für makaberes offen, auch für schwärzeste Scherze über den Tod, welche ja oft auch ein Ventil darstellen. Aber unverhohlene Freude und Triumphgeheul beim Tod eines Menschen finde ich befremdlich. Nachdenklichkeit wäre da angemessener.
 

Tweety

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Habe vor kurzem ein Interview von Charlie Sheen (Schauspieler von two Half Man) gesehen indem er behaubtet, dass Obama unschuldig ist.

Klar, Charlie Sheen muss es ja wissen. Und woran soll Obama überhaupt unschuldig sein? Vielleicht daran, dass er fast denselben Namen hat, wie ein seit kurzem toter Terroristenführer? Da könntest du Recht haben. ;)
 

Radiotroll

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

@chapri

Wo ist der Bezug zum Völkerrecht stumpfsinnig und verdreht oder gar polemisch? Und was haben meine Beiträge mit denen des Threaderstellers gemein? Ich beziehe mich immer noch auf Makeitso und seinen "Skandal". Und das es besser wäre, dass sich die Kanzlerin mehr über die Ergreifung eines Schwerverbrechers freut als über seine Ermordung, sollte in einem zivilisierten Land wie unserem normal sein.

Not over and out,

Radiotroll
 

dc

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Und die Aussage der Kanzlerin zeigte eindeutig Freude über den Tod des OBL. Sie hätte sich ja auch über die Ergreifung freuen können bzw. darauf hinweisen können, dass die Ergreifung ausreichend gewesen wäre.
Nur eine Randnotiz:
Trotz aller Kritik an Merkel, das "eindeutig" teile ich nicht, auch wenn es der verknappt wiedergegebene Satz suggeriert. Die Passage war eine frei formulierte etwas umfassendere und genervte Antwort auf eine Nachfrage - und da trifft Merkel ja gern nicht so genau den Punkt - vorsichtig gesagt. Was den Inhalt nicht besser macht, aber es ist doch ein anderer Schnack, hätte die Bundeskanzlerin ihre Freude vom Zettel abgelesen.
 

Radiotroll

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Na gut, ist die Kanzlerin aus dem Schneider. Die war für mich im Thema nur eine Randfigur, wenn dies gestattet sei. Übrigens, das geht in Richtung Threaderöffner und andere Verschwörung witternde, in der Aktuellen Stunde im WDR war ein Bericht über die aufkommenden Theorien und ihre Ursprünge. Solltet Ihr Euch mal ansehen.

LG,

Radiotroll
 

kk

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Warum tut hier eigentlich alle Welt so, als ob da ein friedlich schlafender älterer Herr im Bett überrascht wurde? soviel da mitzubekommen war, sind die da per Hubi angerauscht. Das dürfte selbst für den schwerhörigsten Opa nicht zu überhören sein, insbesondere wenn einer der Hubis dabei auch noch in den Vorgarten stürzt. Liquidation, hm? Na klar - Osama bin Laden ist in seinem ansonsten schwer bewachten Haus völlig unbewaffnet und hat sich gar nicht gewehrt. So ein friedlicher Familienvater. Und was die Geschichte mit dem Völkerrecht angeht - wessen Rechte wurden da mißachtet? Die Pakistanis waren doch offenbar informiert, haben sogar geholfen (und sind aus innenpolitischen Gründen offenbar auch sehr froh, daß sie den Job nicht selbst machen mußten!). Bin Laden ist eigentlich Saudi, aber selbst die wollten ihn nicht mehr, so war er staatenlos. Den Kampf gegen die Russen hat er gar nicht mitbekommen, da war er noch in Afrika unterwegs mit seiner Truppe. Und nun? Wurde er bei dem Versuch, ihn gefangenzunehmen, erschossen, weil er sich offenbar nicht kampflos ergeben hat. Hausfriedensbruch? Einbruch? Auch nach deutschem Recht ist bei Gefahr im Verzuge oder mit Staat(sanwalt)licher Genehmigung das Eindringen auf Privatgelände zum Zwecke einer Festnahme dringend Tatverdächtiger erlaubt. Und nun komm mir keiner, daß es keinen dringenden Tatverdacht gegeben hätte ...
 

Radiokult

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Ob Osama Bin Laden einem heldenhaften Kommandounternehmen der Navy Seals zum Opfer fiel, oder bereits seit Jahren tot ist, ist nicht der Kern der Story, die über die Nachrichtenticker lief. Amerika hat eine Botschaft an die Welt gesandt und die Botschaft selbst ist auch die Nachricht. Man mag darüber spekulieren, ob Präsident Obama seine schlechten Umfragewerte im Hinterkopf hatte, als er den Einsatzbefehl gab, oder ob Amerika eine Tür suchte, sich eines unliebsam gewordenen Krieges zu entledigen. Amerika gab ein Statement ab. Es präsentierte seinen Todfeind mit zwei Kugeln im Kopf und ließ dessen Leichnam im Indischen Ozean versenken.

Damit wurde auch dem letzten Verschwörungstheoretiker bewusst, diese Geschichte ist unwiederbringlich zu Ende und es wird keine Antworten geben. Amerika hat sich entschieden, dass all die Fragen um den Verbleib Osama Bin Ladens über fast zehn Jahre, seine etwaige Zusammenarbeit mit der amerikanischen Regierung und zu seiner Beteiligung an den Terror Anschlägen, nicht beantwortet werden. Amerika hat entschieden die Deutungshoheit zu übernehmen und somit, dass die Geschichte in ihrer heutigen Lesart, auch die zukünftige sein wird. Offensichtlich herrscht in der amerikanischen Regierung die Meinung vor, dass dieser Krieg nunmehr nicht auf Schlachtfeldern, sondern in den Köpfen der Menschen geführt wird und das sein Verbleib unter den Lebenden den zukünftigen Interessen der Vereinigten Staaten im Wege steht.

Quelle

Mehr gibt es zu diesem langsam aber sicher völlig sinnbefreiten Medienzirkus nicht zu sagen. Und das hat nichts, geschätzter Makeitso, aber auch gar nichts mit irgendwelchen Verschwörungstheorien zu tun oder mit der Frage ob der versehentlich herausgerutschte Begriff der Freude bei unser aller Kandesbunzlerin nun genehm ist oder nicht. Gerade weil dieser Bin Laden zweifellos ein Schwerbrecher allererster Güte war, hat die Weltöffentlichkeit ein Recht darauf zu erfahren, wie er zu Tode kam und ob er tatsächlich auch der Tote ist, für den wir ihn halten. Gerade weil es so viele Ungereimtheiten sowohl in der Vorgeschichte als auch bei der vermeintlichen Tötung gab, sollte den USA alles daran liegen, diese Geschichte so klar und deutlich wie möglich darzustellen. Aber genau das tut sie eben nicht. Und genau deshalb sollte es zumindest erlaubt sein Fragen zu stellen, auf die man dann mit Verlaub auch eine Antwort erwarten darf. Oder? Und ob im Zuge der Bereichterstattung dabei ein WDR-Sprecher den Begriff Familienvater gebraucht oder nicht, ist letztlich nichts weiter als ein langweiliger Nebenschauplatz!
 

Radiotroll

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@ kk

Dummerweise waren die Pakistani nicht informiert und die Militärführung hat auch bereits vergrätzt reagiert und sich eine ähnliche Aktion für die Zukunft verbeten. Somit ist also das Völkerrecht missachtet worden und das alles nur, um einen Schwerverbrecher und Mörder zu fassen. Provokant gefragt: Sind die Navy Seals etwa die Weltpolizei? Und wer hat, um bei Deinen rechtsstaatlichen Fragen zu bleiben, hat den Seals den rechtstaatlichen staatsanwaltlichen Auftrag erteilt, in Pakistan als ausserstaatliche Einheit aktiv zu werden? Niemand. Und wieso heißt es, das OBL in seiner Nähe eine Waffe hatte, sie aber nicht benutzt hat? Und wo war hier Gefahr im Verzug, die es rechtfertigt, einen Menschen einfach so zu ermorden. Hatte OBL die Hand am Auslöseknopf einer riesigen, die Welt zerstörenden Atombombe wie weiland in James Bond Filmen der Superbösewicht? Hatte er nicht und damit erübrigt sich die Ermordung, nicht aber seine Festnahme und Überstellung an ein Gericht, welches ihn für seine von ihm zu verantwortenden abscheulichen terroristischen Taten zur Rechenschaft zieht!

Radiotroll, absolut kein OBL Fan

und ich bin nicht alleine:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,760976,00.html
 

Tweety

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AW: Bin Laden und die nervige Berichterstattung im Radio

Gerade weil dieser Bin Laden zweifellos ein Schwerbrecher allererster Güte war, hat die Weltöffentlichkeit ein Recht darauf zu erfahren, wie er zu Tode kam und ob er tatsächlich auch der Tote ist, für den wir ihn halten. Gerade weil es so viele Ungereimtheiten sowohl in der Vorgeschichte als auch bei der vermeintlichen Tötung gab, sollte den USA alles daran liegen, diese Geschichte so klar und deutlich wie möglich darzustellen. Aber genau das tut sie eben nicht.

Das ist der springende Punkt. Die US-Regierung verstrickt sich immer mehr in Widersprüche. Es werden Meldungen verbreitet, die dann innerhalb kürzester Zeit wieder kleinlaut revidiert werden. Man könnte den Eindruck bekommen, dass man selbst nicht weiss was eigentlich passiert ist. Man hätte gut daran getan erstmal die Sachlage zu prüfen und erst ein Statement abzugeben, wenn eindeutig geklärt ist, was passiert ist. Sich aber jeden zweiten Tag selbst zu korrigieren trägt nun nicht gerade zur Klärung der Sachlage bei. Man kann keine Leiche mehr präsentieren und Fotos will man nicht veröffentliche. Dazu die ständigen widersprüchlichen Aussagen. Da braucht sich wirklich niemand wundern, wenn die VT ins Kraut schiessen.
 

Mannis Fan

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Wenn ich zu einem Anti-Terrorkommando gehörte und in die Bunkervilla des meistgesuchten Terrorpaten dieser Welt eindringen müsste - mit dem Befehl "tot oder lebendig" - und mir stünde dann dieser kinderliebende Familienvater im Halbdunkel gegenüber, vermutlich in der landesüblichen Umhangtracht, dann würde ich erst einmal von der Annahme ausgehen, dass da vielleicht ein Sprenggürtel um seine Hüfte hängt oder zumindest irgendwo in den Tiefen des Kaftans eine Schusswaffe. Und wenn dieser harmlose, bärtige Greis nicht sofort allen Anweisungen Folge leistet, z.B. "Hände hoch", "Hinlegen", "Weg vom Schrank" oder so ähnlich, dann würde ich schießen .... denn einem Mann, der es fertigbringt, Flugzeuge in Wolkenkratzer zu jagen und den Tod Tausender Unschuldiger in (frenetisch feiernd) in Kauf zu nehmen, dem traue ich auch zu, dass er meine leiseste Unachtsamkeit nutzt, mich auszupusten.
Deshalb: Ein menschliches Raubtier wurde erlegt, ein Killer und Massenmörder. Ich habe noch nie davon gehört, dass es zur erfolgreichen Terroristenjagd gehört, wenn man den Herrschaften vor der Festnahme erst ihre Rechte und Pflichten vorliest.
Aber solange wir hier aus unseren westdeutschen bequemen Sesseln unsere wohlfeilen Fürze zu diesen Dingen beitragen können, fühlen wir uns wohl - und vor allem immer auf der moralisch guten Seite.
 
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