Boykottieren Radiosender Sarah Connor?


Vincent lief heute Morgen auf MDR Thüringen 6.18 Uhr unzensiert mit einem kleinen Kommentar des Moderators danach, der auf die Diskussion um den Song hinwies und auch etwas erstaunt war wie dieser Song polarisiert das einige Sender ihn "verstümmeln" aber doch senden.
Punktgenau danach lief dann " Das Wort zum Tag" ( Kirche im Radio). :))) Also so ein Zufall...
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Auf Bayern 2 lief zwischen 13.00 Uhr und 14.00 eine sehr interessante Diskussion mit Studiogästen und Hörern, die anrufen konnten , genau zu diesem Thema also den " Vincent" Song von Frau Connor.Kann man sicher auch noch Nachhören wer Interesse daran hat.
 
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Noch ein Nachtrag:
Connor ist auf Platz 1 in den Albumcharts gerutscht.Na sowas.
Also da ist zumindest ein rosa Blumenstrauß von Connors Management für die Antenne Bayern Chefin mehr als fällig, wenn nicht sogar ein kleiner Prosecco! :)
Schon aus Anstand.
 
Die Rotzgören haben die Handys voller Internetpornos, und die Radiosender machen einen auf jungfräuliches Familienprogramm, bei dem man sich überlegen muss, "wie man das den Kinder erklärt" (ganz einfach übrigens: als sog. "Sex")..
Aber da gibt es ja auch noch die Storchenfraktion, wo die Eltern ihren im paradiesischen Zustand der Unschuld belassenen Sprösslingen das Geschwisterchen als Luftfracht ankündigen und bei jedem Gedanken an die "ehelichen Pflichten" von qualvoller Sündenmarter geschüttelt werden. Ganz zu schweigen von den vielen sexuell dysfunktionalen Männern, die wirklich keinen mehr "hochbekommen" und von den schamlosen Versen peinlichst berührt werden. Auf sie muss ein seiner ethischen Unbeflecktheit sich rühmender Sender wie Antenne Bayern natürlich Bedacht nehmen, ihre Gefühle zu verletzen wäre ein abscheulicher Akt der Entwürdigung.

Andererseits fragt man sich welchen Anstoß ein unschuldiges Kind mit reinem Herzen an jenen berüchtigten Zeilen nehmen soll, deren Sinn sich seinem seligen Gemüte doch (noch) gar nicht erschließt. Kinder scheinen vielen verirrten Seelen noch immer als Projektionsfläche der eigenen Schuldgefühle zu dienen. Werdet bloß nie erwachsen...
 
Aber da gibt es ja auch noch die Storchenfraktion, wo die Eltern ihren im paradiesischen Zustand der Unschuld belassenen Sprösslingen das Geschwisterchen als Luftfracht ankündigen...
Gerade gestern noch hat im Bundestag eine Rednerin der AfD bei einer Diskussion über Kinderrechte verlangt, dass den Eltern die "Lufthoheit über dem Kinderbett" nicht genommen wird.
 
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Es sind genau diese Diskussionen, die ich in radioforen.de so unterhaltsam finde: Sachlich bis zur Wissenschaftlichkeit, konzentriert auf das Wesentliche, niemals vom Thema abschweifend, fair und kompetent, frei von Vorurteilen, voller sanfter Toleranz und selbstverständlich auch respektvoll die Haltung der Andersmeinenden respektierend. Da macht das Mitlesen Spaß und man befindet stets aufs Neue, sich in der richtigen Comunity zu bewegen.;)
 
Naja, ich denke mal bei Kindern und Jugendlichen ist das Alles so eine Sache mit der Reife. Bei meinem Sohn war ja jetzt Schulfest, da hat man das gut sehen können in was für unterschiedlichen Entwicklungsstadien die Kinder einer Klasse sind, wenn Jemand vielleicht auch mal sitzen geblieben oder erst später eingeschult worden ist, kann’s ja durchaus dass in der Vierten Klasse 11 oder 12 Jährige sind, dazu kommen dann auch einfach Frühreife, Spätentwickler und die „in der Mitte“. Manche sind mit 10-12 Jahren halt noch richtig Kind, Andere schon fast erwachsen. Und nicht Alle, die früh mit Sex anfangen sind gleich verhaltensgestört oder machen einen Fehler. Der Eine fängt halt mit 12 oder 13 an und der Nächste mit 17 oder 18 und das ist auch Alles ok so.

Man kann deshalb ganz schwierig eine allgemeine Regelung treffen, wie man mit Kindern und Sexualität in den Medien umgehen soll. Als mein Sohn mit 6 wissen wollte, wie Kinder entstehen, habe ich ihm die erste Folge von „Es war einmal das Leben“ gezeigt. Danach dachte er wirklich, dass im Körper kleine Männchen sind, die miteinander sprechen, obwohl er sonst sehr aufgeweckt ist, hat er da die Metapher überhaupt nicht verstanden.

Ich denke aber grundsätzlich, dass man mit Aufklärung und schmutzigen Wörtern nicht so verkrampft umgehen sollte. Sexualität sollte auch mit Kindern offener diskutiert werden, denn auch die haben Eine. Die erleben sie untereinander und wissen vielleicht auch nicht immer wozu das gut ist, aber man sollte nicht vergessen, dass das zum Mensch sein dazu gehört.

Wenn Alles immer so tabuisiert wird, ist es kein Wunder, wenn eine Generation von sexuellen Krüppeln heranwächst, die ihre Aufklärung aus Internetpornos haben und sich für ganz normale Dinge schämen.

Ich habe irgendwo mal gehört, dass sie in Holland auch in der Schule viel offener darüber reden. Man sollte denken, dass 2019 Alle so weit sind, dass sie vernünftig damit umgehen können, ich habe aber eher das Gefühl, dass sich da was zurück entwickelt.

LGBT mäßig sind wir ja auch noch im Mittelalter. Transsexualität ist immer noch ein heikles Thema, Schwule Fußballspieler sind immer noch „mutig“, wenn sie sich outen, aber eigentlich sollte man über sowas reden können, wie über Alles Andere auch. Ich höre immer noch oft so Sätze wie „ich hab nix gegen Schwule, solang sie mich nicht anpacken.“ oder „Stell dir mal vor, du fliegst nach Thailand, verliebst dich da in Eine und dann baumelt der was zwischen den Beinen... ist das nicht eklig??“, es muss doch ne Möglichkeit geben, über sowas reden zu können, ohne herablassend zu sein.

Niemand hat sich selbst gemacht.
 
Ist doch eigentlich egal durch wen, solang es „in der Mitte der Gesellschaft“ ankommt. Mir muss das Lied ja nicht gefallen, aber ich denke mal die Meisten Kiddies spricht es an. Inhaltlich ist es ja wirklich ganz gut, vielleicht schafft das auch ein bisschen mehr Toleranz.
 
Wenn Alles immer so tabuisiert wird, ist es kein Wunder, wenn eine Generation von sexuellen Krüppeln heranwächst, die ihre Aufklärung aus Internetpornos haben und sich für ganz normale Dinge schämen.
In der analytischen und transpersonalen Psychologie gibt es den Begriff des Schattens, der alle Regungen und Bewusstseinsinhalte umfasst, die individuell oder kollektiv verdrängt werden. Der Schatten ist gleichzusetzen mit allen Wesensanteilen des Einzelnen oder der Gesellschaft, die mit Ängsten beladen sind, nicht bewusst verarbeitet werden und sich rationalen Erwägungen weitgehend entziehen.

Die Sexualität liegt als instinkthafte Anlage zwangsläufig im Schattenbereich der menschlichen Seele, da sie mit Emotionen und Reizen gekoppelt ist, die der Mensch nur schwer beherrschen kann und daher immer mit Schamgefühlen einhergehen. Als Symbol für die nicht öffentlich eingestandenen Triebbedürfnisse gilt in neuerer Zeit die Pornographie, deren Aufblühen, Abebben und Überhandnehmen im Internetzeitalter viel über die Verdrängungsmechanismen einer Gesellschaft aussagt.

Während es von den 70er-Jahren bis zum Anfang des neuen Jahrtausends durchaus noch möglich war, Sexualität unter kontrollierten Bedingungen in den kollektiven Massenmedien in Bild und Ton zu erörtern, zu diskutieren und zu kommentieren, ist sie nun vollends in den Schatten abgeglitten und fällt der totalen Verdrängung anheim.

Während auf Pornoseiten im Internet alle Spielarten der Sexualität auf exzessive und schrankenlose Weise ausgelebt werden, ist sie aus dem öffentlichen Diskurs fast völlig verschwunden. Die klassischen Medien geben sich "clean" und verweigern jenseits strafrechtlich relevanter Fälle eine Auseinandersetzung mit dem Thema, eine psychologische und soziologische Aufarbeitung und Einordnung findet nicht statt.

Was öffentlich tabuisiert wird, verdichtet sich aber unterhalb der Oberfläche zu einem explosiven Gemisch aus Ängsten, Verdrängungen und pervertierten Leitbildern. Nicht die Pornographie (die eine Ventilfunktion ausübt) ist dabei das Problem, sondern die permanente Verdrängung, die Süchte, Versagensängste, Minderwertigkeitsgefühle soziale Entfremdung nährt.
 
Sarah, Du hast für Dich alles richtig gemacht.
Und trotzdem halte ich es für peinlichen, billigen Industrieabfall. Es spricht für die psychologischen und marketingtechnischen Fähigkeiten des Managements von Frau Connor, den Müll noch zu beinahe gesamtgesellschaftlicher Bedeutung zu pushen (wir haben ja auch sonst keine wichtigen Themen), aber was ist daran in irgendeiner Weise künstlerisch wertvoll? Dieser Text ist zum Davonlaufen peinlich und klischeehaft, singen kann die Dame auch nicht.

Deutsche Pop-Texte mit wertvoller Aussage sind möglich, auch völlig unpeinlich. Weil ich weiter oben schon Silly einbrachte, hier einer ihrer für mich größten Songs. Mein Gefühl sagt mir: heute kaum noch bekannt:


...findet sich auf dem Album, dessen Titelsong ebenfalls völlig unpeinlich und zumindest für mich wertvoll ist:


Und - SKANDAL! - hier kommt "Titten" drin vor:



Auch "neuere" deutsche Künstler können unpeinlich und kaum jemand bemerkt es:



Und dann kommt so ein Stimmchen namens Sarah Connor, wimmert was von Hochkriegen und von Tinder und das Land steht Kopf. Wegen "Hochkriegen".

Komisches Volk.
 
Naja, ich liebe ja die alten Silly Sachen sehr, vor Allem das Mont Klamott Album und Februar sind super, hab auch alle Amiga Alben, aber das was die jetzt machen empfinde ich ebenfalls als ziemlich schlecht und kommt schon allein textlich nicht annähernd an die Werke bis 96 ran, obwohl Hurensöhne und Paradies auch gefüllt mit mit schon deutlich schlechteren Titeln sind, als die DDR Sachen, da hat man das Gefühl „Die CD muss voll werden, wir haben doch 74 Minuten!“, auch wenn natürlich einzelne Titel nach wie vor herausragend sind, wie z.B. Asyl im Paradies, das mir immer noch nasse Augen macht ist der Sound in dieser Zeit dann auch schon stehen geblieben, Februar deutet das schon an, gefällt mir musikalisch aber noch deutlich besser, als die Nachwende Alben.

Anna Loos empfinde ich durchaus als passende Sängerin für die Band, allerdings finde ich es traurig, dass sie dann auch ausgerechnet so Rosenstolz-artigen Radiopop singen muss in dem die Musiker nicht annähernd ihre künstlerischen Fähigkeiten von früher zeigen können.

Ich war vor einigen Jahren mal auf einem Silly Konzert und derart enttäuscht. In den ersten 5 Titeln ist rein gar nichts passiert, kein Solo, kein besonderer Zwischenpart, Alles so Radionummern ohne Höhepunkt, hat mich nicht berührt.

Dann kam SOS und wenigstens mal ein Solo, wo Hassbecker sich ein bisschen auslassen konnte. Alte Titel wurden kaum gespielt, es gab nur ein Medley, aber das Publikum kannte die auch eh nicht. Für die war Silly vor Anna Loos nicht existent.

Ich empfinde das aber bei ganz vielen Künstlern so, die in den 80ern mal gut waren... Wolf Maahn z.B. hat in den 80ern 2 gute Platten gemacht, dann kam die schon nicht mehr gute „WAS?“ und Third Language und dann die pure Langeweile.

Manchmal frage ich mich, ob gewisse Leute meinen, wenn ein gewisses Alter erreicht wäre, dürften sie nur noch belanglosen Soft Pop machen.

Phil Collins hat ja in den 80ern auch mal gerockt und wurde dann über die 90er immer belangloser und langweiliger.

Vielleicht liegt’s aber auch am Faden Sounddesign, dass sich seit über 20 Jahren nicht mehr maßgeblich verändert hat.

Man höre sich mal Alice Cooper 1989 an und dann sein dämliches neues Album. Einfach nur fad. Scheiss Melodien, Scheiss Sound, wohingegen House of Fire oder Poison sowohl melodisch, als auch soundtechnisch in einer ganz anderen Liga ist.

LG Tobi
 
Tja, auch im Jahr 2019 scheint bei den üblichen Dudelsendern das Thema Schwul sein ein Tabuthema zu bleiben. Peinlich. Aber Connor kann das letztlich egal sein. Sie hat bereits mehrere Leute mit Vincent erreicht, als so mancher Dudelfunk. Darauf hole ich mir einen runter. Einige Musikchefs schaffen das wohl nicht. Dessen Pimmel haben wohl zuviele moralische Bücher gelesen bzw. sind bekennende Kirchgänger.
 
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Deutsche Pop-Texte mit wertvoller Aussage sind möglich, auch völlig unpeinlich. Weil ich weiter oben schon Silly einbrachte, hier einer ihrer für mich größten Songs. Mein Gefühl sagt mir: heute kaum noch bekannt:
Einspruch, zumindest was "das Lied für die Menschen" angeht. Das wurde 1983 für "Rock für den Frieden" produziert und war vermutlich als systemkompatible Mitbrüll-Hymne angedacht. Glücklichweise ging der Plan aber nicht auf. Das Lied hat man heute zu Recht vergessen. Andererseits zeigt der Song aber recht gut den Spagat, den man damals als Musiker wohl oder übel machen mußte, wenn man nicht zwangsweise in der Versenkung verschwinden wollte. Zum Trost gibt es aber zahlreiche andere Silly-Titel, die zweifellos zeitlos schön sind, sowohl textlich als auch musikalisch.

Anna Loos empfinde ich durchaus als passende Sängerin für die Band, allerdings finde ich es traurig, dass sie dann auch ausgerechnet so Rosenstolz-artigen Radiopop singen muss in dem die Musiker nicht annähernd ihre künstlerischen Fähigkeiten von früher zeigen können.
Anna Loos ist nicht mehr die Sängerin von Silly. Begründungen für die Trennung gibt es mehrere. Am glaubwürdigsten halte ich die, dass sie mit den Texten von Werner Karma, der nach über 20 Jahren Pause wieder als Songschreiber für Silly aktiv ist, nicht viel anfangen kann. Sie selbst begründete das Ende damit, dass sie u.a. eigene Texte machen möchte.
Die aktuellen Sängerinnen von Silly sind Julia (Jule) Neigel und Anna R., einstige Frontfrau von Rosenstolz. Vor allem letztere finde ich schon der markanten Stimme wegen sehr interessant.


Phil Collins hat ja in den 80ern auch mal gerockt und wurde dann über die 90er immer belangloser und langweiliger... Man höre sich mal Alice Cooper 1989 an und dann sein dämliches neues Album. Einfach nur fad.
Schon mal dran gedacht, dass die Leute auch älter werden? Einen Alice Cooper nimmt heute keiner mehr den über die Bühne hetzenden Bad boy ab. Phil Collins absolviert seine Konzerte mittlerweile im Sitzen, weil er so vom Leben gezeichnet ist, dass es aus gesundheitlichen Gründen gar nicht anders geht.
 
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Einspruch, zumindest was "das Lied für die Menschen" angeht. Das wurde 1983 für "Rock für den Frieden" produziert und war vermutlich als systemkompatible Mitbrüll-Hymne angedacht. Glücklichweise ging der Plan aber nicht auf. Das Lied hat man heute zu Recht vergessen.
Naja, so gesehen... wenn ich mir anschaue, was in dem Landesteil, aus dem Silly kam, so abgeht, kann ich sogar verstehen, dass man das Lied vergessen hat. Ich behaupte: hätte man besser doch nicht. Für mich bleibt es wertvoll.
 
Naja Phil Collins hatte aber zwischen den 90ern und jetzt noch ne Menge Zeit bevor er so krank war, dass er nicht mehr fähig war Musik zu machen und muss man denn ein Bad Boy sein um Musik zu machen, die Höhepunkte hat?

Ich weiß nicht. Vielleicht ist es eine Sache des persönlichen Geschmacks, aber kommerzielle Nummern wirken auf mich alle so belanglos. Und auch wenn die Melodie gut ist, ist das Sounddesign zum Kotzen. Als z.B. The Rasmus mit in the Shadows kam hab ich mich immer gefragt, was daran alle so furchtbar rockig und fetzig finden, weil es so wahnsinnig öde war und so gehts mit halt mit so ziemlich allen neuen Rockproduktionen. Da fehlt mir der Drive im Mixing, weil es keine Dynamik mehr gibt, es ist alles so übertrocken und wenn dann noch Autotune drüber ist, hat das bei mir gar keine Chance mehr.

Wenn ich das dann mit so banalen Songs wie The Look von Roxette oder She Drives me Crazy von den Fine Young Cannibals vergleiche hat das für mich viel mehr Power und Drive. Obwohl das eigentlich nur „Pop“ ist rockt es total. Weil das Sounddesign gut ist, weil da was variiert und weil das tolle Melodien sind, die ich seit den 90ern meist vergebens suche. Der Rest der Welt feiert das aber total und meint, dass ich mit der Zeit gehen müsste, aber die feiern auch Alles, nur weil es neu ist.

Aber irgendwie ist das mit fast Allem so, was früher mal gut war, weil auch wenn die Musik an sich gut ist, stimmt da irgendwas mit dem Sounddesign nicht, oder die Leute werden im Alter irgendwie langweilig.

Billy Joel z.b. : Bis 1993 ist JEDES Album total anders, wobei River Of Dreams mir schon nicht mehr gefällt, bis auf die Single sind alle anderen Stücke total langweilig. Die Vorgänger Alben bis Stormfront sind allesamt fast komplett durchhörbar und auf jedem Album sind mehrere Titel, die absolute Knaller sind.

Ich frage mich dann immer: Sind die Künstler langweilig geworden weil sie im Alter meinen Alles etwas ruhiger angehen zu müssen oder passen sie sich dem Allgemeinen Sound der Zeit an um Platten zu verkaufen und machen halt nur belanglose mittelmäßige Songs, weil das bei der Radiomasse besser ankommt, oder verstehe ich die Musik einfach nicht? Bin ich zu blöd dazu zu merken, was ein guter Song ist und die Songs aus den 80s sind halt einfach Alle scheisse und überholt?

Das mit Jule Neigel und der Rosenstolz Frau hab ich tatsächlich nicht mitbekommen, auch das mit Karma nicht, ich glaube aber trotzdem nicht, dass die Songs dadurch wieder besser werden, denn das öde Sounddesign bleibt, Rosenstolz ist ja quasi eine Vorzeigeband dafür, wie man Radiokonforme Songs macht, die weder Höhepunkt, noch Gitarrensolo haben, da nützt auch eine markante Stimme nix.

Ein Lied für die Menschen finde ich auch schön. Der Hintergrund war mir bewusst, der textliche Inhalt ist losgelöst vom poltischen Stand aber trotzdem noch aktuell und einfach ein gutes Friedenslied. Tamara Danz hat ja auch mal bei Oktoberklub/Jahrgang 49 gesungen, das würde ich jetzt nicht überbewerten, war halt so, hab auch die 2 LPs von denen und finde sie musikalisch sehr speziell und schön, da mache ich mir über die Texte keine zu großen Gedanken, zumal die zweite Platte deutlich kritischer ist und ich mich dann schon frage, wie die das durften als staatlich geförderter Singeclub. Ich hab auch mal gehört, dass ein paar von Denen dann nach Bautzen mussten, weiß aber nicht ob das stimmt, wahrscheinlich gibt’s aber deshalb auch nur 2 Platten vom Jahrgang 49.

Trotzdem, es gibt genug Gruppen, die Systemkonform waren, da fällt mir direkt Berluc ein. Ich habe da keine Ambitionen, deren gute Titel zu ignorieren, nur weil das damals halt so war. Und wer weiß, wäre ich als Künstler in der DDR staatlich gefördert worden und hätte das machen können was ich wollte, nämlich schöne Musik, dann hätte ich mich vielleicht auch an bestimmte Regeln gehalten.

Aber es gibt ja auch heute immer wieder gute Sachen. Im August kommt die neue Platte der Höchsten Eisenbahn raus, habe schon vorbestellt. Ich freue mich sehr darauf. Die neue Single ist jetzt nicht der Burner, wie Lisbeth oder so tolle Sachen wie Pullover und Mira, aber das heißt ja nicht, dass da keine guten Stücke mehr auf dem Album sind.

LG Tobi
 
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