Bremen NEXT möglicherweise auch auf UKW


Was ja noch verständlich wäre, wenn beide Senderstandorte dichter beiander lägen. In diesem Fall handelt es sich um über 90 km.
Da wundere ich mich, dass dann FFH vom Krehberg und bigFM aus Langenbrand mit einem Abstand von 200 kHz senden. Und beide Sender sind 20 kW stark. Im Rhein-Neckar-Raum sind beide Frequenzen zu hören.
 
Grundsätzlich würde ich nach der nun erfolgten Aufschaltung auf UKW mal gerne die Gesichter derer sehen, die hier immer dieses “RB darf auf gar gar gar gar keinen Fall Next via UKW verbreiten....“
 
Grundsätzlich würde ich nach der nun erfolgten Aufschaltung auf UKW mal gerne die Gesichter derer sehen, die hier immer dieses “RB darf auf gar gar gar gar keinen Fall Next via UKW verbreiten....“
Der deutlich interessantere Blick wäre der in die Gesichter derjenigen, die ihren Höreindruck von Bremen Next mit dem, was hier teilweise an Lobeshymnen angestimmt werden, überhaupt nicht überein bekommen.

Mal was anderes, war die durchgehende Meinung.
"was anderes" - nun wie man's nimmt. Mein Eindruck von heute 20 Uhr bis 21:15 Uhr:
  • kein Wort, nur Musik, d.h.:
  • keine Moderation
  • zwischen den Songs lediglich das Bremen Next Jingle
  • keine redaktionellen Inhalte
  • keine Nachrichten
Zur Musikfarbe: Playlist siehe https://alltheplaylists.com/radio/bremen-next/

Extrem enger Ausschnitt aus aktuellem R´n´B und Mainstream-Hip-Hop, es scheinen höchstens 100 Songs/Interpreten in einer Hot-Rotation. Kaum Unterscheidung zu n-joy, halt nur unmoderiert.
Keine weiteren Jugend-/Musikkulturen (ja, die gibt es noch, und selbst das was man vorgibt exklusiv zu vertreten, ist wenn man mal zu einem "echten" Jugendkulturradio schauen würde, nur ein "ganz laues Lüftchen"...), keinerlei musikjournalistische Information.

Wenn man also einen mp3-Player oder eine digitale Playlist anstöpseln würde, wäre das dasselbe.

Bremen Next verletzt, zumindest in der von mir gehörten Zeit, jedes Verständnis öffentlich-rechtlichen Rundfunks, es hat überhaupt keine Relevanz, keine Ausstrahlung, da ist nichts, was irgendwie eine (Zwangs-)Gebühr rechtfertigen würde.
Es sei denn, Konsens (hier und in der Gesellschaft) wäre, dass eine via Äther-Verbreitung streng limitierter Musikangebote bereits die Funktion von Radio (Hörfunk) erfülle.

Ich spreche niemanden ab, genau das "gut" zu finden. Was ich aber höchst bedenklich und für ein Radioforum natürlich extrem schade finde, ist, dass offenbar diese Punkte niemanden (na ja, außer ein oder zwei, vielleicht auch drei Personen...) auch nur im Geringsten aufzufallen scheinen oder gar stören. Stattdessen werden lieber "Nebelkerzen" geworfen...

Aber vielleicht habe ich ja nur zu einem blöden Zeitpunkt reingeschaltet o_O:(

Diese Schutz-/Einspruchsrechte von +/- 400 kHz genießen (traditionell...) nur die ö.-r.-Sender, nicht die Privaten.
Ist das wirklich so? Quelle?

Mein Stand ist der, wie er z.B. hier (1.2 bzw. 1.2.1) beschrieben ist:
http://www.diru-beze.de/rundfunktechnik/skripte/UKW_Rundfunk_digital.pdf
Dass seit den 1990ern die Physik weitgehend verdrängt wurde (und insbesondere "low-power-Gurken" ihren Siegeszug antreten konnten), war bzw. ist nicht nur ein Privileg der privaten Anbieter...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass es bei NEXT aufgrund der finanziellen Ausstattung bislang nur moderiertes Programm zwischen 6 und 10 bzw. 14 und 18 Uhr (am Wochenende von 10 bis 18 Uhr) gibt, wird ja auch so kommuniziert. Insofern also kein Wunder, dass Du zwischen 20 und 21:15 Uhr nur Musik gehört hast. Moderierte Spezialsendungen (DJ-Shows) gibt es Mittwoch bis Samstag ab 20 Uhr.
 
Ist das wirklich so? Quelle?

Mein Stand ist der, wie er z.B. hier (1.2 bzw. 1.2.1) beschrieben ist:
http://www.diru-beze.de/rundfunktechnik/skripte/UKW_Rundfunk_digital.pdf
Dass seit den 1990ern die Physik weitgehend verdrängt wurde (und insbesondere "low-power-Gurken" ihren Siegeszug antreten konnten), war bzw. ist nicht nur ein Privileg der privaten Anbieter...
Quelle: ... das andere Forum, Direktlink bzw. die passenden Suchbegriffe finde ich partout nicht mehr wieder. Es ging in dem Thread darum, daß dieses Recht abgeschafft gehöre...
Denn es wird wohl auch weiterhin gezogen, z.B. vom HR und vom SWR.
In Deinem Skript geht's um die Technik (400 kHz sind nicht mehr nötig beim aktuellen Stand der Technik), hier geht es um alte Rechte aus früherer Zeit, die immer noch existieren und vermuteterweise nur noch zur Konkurrenzverhinderung angewandt werden. Soweit aus dem Kontext des (gesuchten) Threads hervorging, gelten diese bestehenden alten Rechte nur für öffentlich-rechtliche Grundnetzsender unterhalb 100 MHz.
 
Was ist das - ein Radiosender oder eine Wärmestube??? :thumbsdown:
Ein "Angebot" und kein Radiosender, da werden ja auch Videos etc. gemacht (die, nebenbei bemerkt, gar nicht mal so schlecht aussehen und sich manchmal sogar vergleichsweise ernsten Themen widmen). Und das Gesamtangebot ist denen wichtiger als das eigentliche Radioprogramm, daher wird man jetzt zum Start mit den paar Stunden Programm wohl auch zufrieden sein. Auch wenn sich das bestimmt noch ausdehnen dürfte.

Und zur Wärmestube: Wie in den verlinkten Beiträgen (ggf. in anderen Foren) gesagt wurde, ist es quasi ein "Pool" aus ca. 30 Leuten, nicht alle sind immer dort beschäftigt.

Bei so manchem Kommentator schwingt, bei aller berechtigter Kritik und Skepsis, irgendwie ziemlich viel Frust mit - worüber auch immer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht hier hier im Thread und dem gesamten Forum leider viel zu häufig um undifferenziertes Gemeckere und nicht um eine sachliche Auseinandersetzung.
 
Zuletzt bearbeitet:
35 Leute auf der Teamseite, aber die stemmen gerade mal acht Stunden moderiertes Programm am Tag?
Davon sind gerade einmal zwei MA festangestellt. Alle anderen haben neben NEXT noch einen bis 10 weitere Jobs, manche sind auch nur alle 3 Wochen mal für 2 Stunden on air.
Und wie bereits vorher bemerkt: es handelt sich bei NEXT nicht um einen Radiosender. Der Radiostream ist nur der "Soundtrack" zum Gesamtangebot.
 
noch mit dem Auftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalten, Rundfunk zu veranstalten
Rundfunk ist Ländersache. Daher gibt es einen solchen (allgemeinen) Auftrag nicht. Jedes Bundesland regelt für sich, was "sein" ö.r. für einen Auftrag hat.
In Bremen ist das gemäß Radio-Bremen-Gesetz folgender Auftrag:
§ 2
Auftrag
(1) Die Anstalt hat die Aufgabe, nach Maßgabe dieses Gesetzes sowie des ARD-Staatsvertrages und des Rundfunkstaatsvertrages im Land Bremen Rundfunk zu veranstalten und Telemedien anzubieten.
(2) (...) Ihrem Auftrag kommt die Anstalt durch zeitgemäße Angebote nach; sie soll zu diesem Zweck auch neue Medienformen, insbesondere soziale Netzwerke, nutzen und mitgestalten. (...)
 
Was dann automatisch die Frage aufwirft, inwiefern dieses "Angebot" noch mit dem Auftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalten, Rundfunk zu veranstalten, zu rechtfertigen ist.
Frag mal Kinder und Jugendliche: die wachsen mit Radio, Internet und gestreamten Bildinhalt auf.

Wahrscheinlich sollte man sich in diesem Forum ein wenig davon frei machen, dass "etwas mit Medien" auch mit Radio zu tun hat, da das eine vom anderen profitiert.

Übrigens: auf der Bremen Next schreiben die Leute, dass denen das Musikprogramm gefällt. Dann scheinen sie ja nicht so viel falsch zu machen!
 
Gefällt mir: iro
Die Musik gefällt mir, die Videos, die ich gesehen habe, waren auch OK. Mindestens zehnmal so interessant wie N-JOY. Langfristig höre ich aber nur Sender, die inhaltlich mehr zu bieten haben. Radio Bremen wird immer mehr zur Musikabspielanstalt, ist so mein Eindruck. So viele Sender, so wenig Inhalt. Die Anzahl der Videos pro Woche ist ja bisher auch sehr überschaubar.
 
Also wir sind wirklich von Next angetan (In der Firma)
Früher lief bei uns immer Fritz vom RBB. Seit Montag Next.
Die Musikauswahl ist wirklich für die Zielgruppe passend. Das einzige was wirklich noch schade ist, ist dass zu wenig Moderation ist. Aber das wird sicher noch.
Sender alla 1LIVE, N-Joy, DASDING können sich von der Musik wirklich eine Scheibe abschneiden.
Wer möchte denn zwischen 15 und 25 von Max Giesinger - 80 Millionen anhören?
Wir arbeiten im IT-Unternehmen und meine Kollegen sind eigentlich auch nicht älter aus 35.
 
Ich meine, es wird doch immer gemeckert wegen der einseitigen Musik etc. Jetzt macht es doch wirklich mal ein Sender besser und es wird dennoch nur das negative gesehen.
Es wird immer jemanden geben, dem es gefällt. Oder eben nicht.
Es soll ja auch Leute geben, denen z.B. "Energy" sehr gut gefällt, weil sie da ihren Lieblingssong gleich 20 x am Tag hören können und kein "Gelaber" mit anhören müssen. Und dann gibt es die anderen, die sagen, was für ein Schrott, da hört man 20 x am Tag den gleichen Song - und dann moderieren die noch nicht einmal. Wie langweilig!

Das einzige was wirklich noch schade ist, ist dass zu wenig Moderation ist.
Ich habe mir mal mehrere Portionen komprimiertes moderiertes Tagesprogramm angetan, insgesamt ist das wirklich sehr dürftig. Der Informationsgehalt ist sogar noch dürftiger, wenn man alle belanglosen smalltalk-Moderationen abzieht, bleibt so gut wie nichts mehr übrig. Aber darum geht es in dem Programm auch gar nicht. Und für die, die meinen, genau das fehlt mir aber, gibt es nocht genügend weitere Sender, auf die sie ausweichen können. Und die, die gar nichts vermissen und sich über die Musik und den spärlichen smalltalk freuen, haben längst andere Wege - auch abseits des Radios - gefunden, falls sie denn überhaupt ein Informationsbedürfnis haben.
Sollte dieses gar nicht vorhanden sein, sehe ich auch keinen Grund, diese Hörer damit zwangszubeglücken und ganz vom Radio zu vertreiben.
Immerhin lernen diese (jungen) Leute damit überhaupt mal in Grundzügen das Medium Radio kennen, wo man Musik und Wort aneinandereihen kann, und daß diese doch anders ist als spotify. In späteren Lebensjahren kommt vielleicht auch das Informationsinteresse hinzu und sie erinnern sich, daß es ja auch noch dieses "Radio" gibt. Vielleicht schalten sie das dann auch mal ein.
Führt man sie hingegen überhaupt nicht (vorsichtig) an dieses Medium heran, wird die Gattung "Radio" zukünftig mangels Hörernachwuchs aussterben.
 
@iro
Stibimmt.
Ich sehe und höre next als "Gesamtwerk".
Dieser Thread zeigt doch wunderbar auf, dass next polarisiert, es gibt also Ein- und Abschaltfaktoren.
Die Playlist ist eng gestrickt, da wird sich sicherlich noch was ändern.
Erfreulich ist, dass ein ÖR sich überhaupt traut, diesen Weg zu gehen.
Für mich ist das ein erster Schritt in der Radiolandschaft in Richtung "weg vom Dudelfunk", lass uns neue Wege gehen.

Für mich ganz klar:
alle Daumen hoch. :thumbsup:

2Stain
 
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