Brüssel reglementiert die ÖR


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Tom2000

Gesperrter Benutzer
#1
Bisher weiss der Spiegel Folgendes zu berichten:

"...Scharf habe Kroes indes auf mehr Transparenz im Sinne der gleichnamigen EU-Richtlinie gepocht, um Quersubventionen von Tochterfirmen mit Gebührengeldern auszuschließen...
Laut Staatsvertrag sind ARD und ZDF bislang "programmbegleitende" Internet-Dienste erlaubt. Die Kommission verlange hier eine präzisere Definition und wolle eine konkrete Ausschlussliste durchsetzen, etwa für den Bereich E-Commerce..."
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,342555,00.html

Ob das die Selbstkommerzialisierung von ARD und ZDF hinreichend stoppen kann?
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
#3
AW: Brüssel reglementiert die ÖR

Für das Radio hiesse das:
Können die Brüsseler Direktiven "Programme" wie NDR 2 zu mehr Inhalt bewegen?
Optimistisch stimmt zumindest die Sache mit dem E-Commerce. Nur dadurch verschwinden natürlich nicht irgendwelche schwachsinnigen "Elch-" Aktionen auf SWR 3 etwa...
 
#5
AW: Brüssel reglementiert die ÖR

Zitat von Tom2000:
Für das Radio hiesse das:
Können die Brüsseler Direktiven "Programme" wie NDR 2 zu mehr Inhalt bewegen?
Brüssel hat nicht eine Mindestqualität von Radioprogrammen zu bestimmen. Es geht lediglich um unlauteren Wettbewerb. Und um Internet.

Also:

1. die ÖRs sollen das Internet nicht als "drittes Rundfunkmedium" (sie nennen es üblicherweise "dritte Programmsäule") benutzen, weil es
a) kein Rundfunk ist (so wie auch Funk nicht nur Rundfunk ist sondern z.B. auch Polizeifunk, bei dessen Inhalte ARD & ZDF und auch die GEZ nix zu melden haben)
b) unfairen Wettbewerb gegenüber anderen Online-Seiten darstellt, die nicht gebührengesponsort sind

2. sie sollen dafür nicht die vorhandenen Gebühren zweckentfremden und schon gar nicht neue/andere einnehmen ("Internet-GEZ" ab 2007).

Wenn die ÖRs in Radio oder TV vermehrt den Dudelfunker bzw. Reality Soaper raushängen lassen, dann mag das durchaus auch unfairer Wettbewerb - noch dazu nicht nur zum Schaden der privaten Konkurrenz, sondern auch des Zuschauers/-hörers - sein, ist aber nicht Thema der momentanen Diskussionen. Da gehts wirklich nur um Internet.
 
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