Bundestagswahl 2017


Was haben denn sexuelle Vorlieben mit unsäglichen, ja beinahe rechtsradikalen Aussagen und undemokratischer Gesinnung zu tun? Niente, nada, nullo, absolut nix.
Muss denn jede(r), der in der Gesinnung stramm rechts ist, Deinem Empfinden nach immer hetero und monogam sein? Wie schauts denn dann in der politischen "Mitte" und linksaußen aus?
Allerdings hat Weidel der AfD damit ein faules Ei ins Nest gelegt.

2Stain
 
Kein(e) Homosexuelle(r) wird freiwillig Mitglied in einem schwulenfeindlichen Verein. Es sei denn er/sie ist wie die Anhängerschaft, denn nur die dümmsten Kälber gesellen sich zu ihrem Metzger selber...
 
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Vielleicht sollten wir der AFD vielleicht im nächsten Bundestag ne Chance geben und es genüsslich auskosten, wenn sie auf die Schnauze fallen! !
Vielleicht, vielleicht - die Sache ist VIEL zu ernst für derartige Gedankenspiele!
Wie dumm wäre es denn, wenn die AfD beim "aud die Schnauze Fallen" noch schnell ihre Wähler mitreisst.
Aber die wollen nicht schuld sein, wenn etwas Folgenschweres passiert ist - schließlich waren sie ja "NUR" Protestwähler. Ein gefährliches Spielchen, dieses "Protest wählen"!
 
Bis vor einigen Jahren waren die 10 Prozent, die die AfD repräsentiert, irgendwo in den "etablierten" Parteien verstecket, CDU, CSU, SPD, FDP, vielleicht auch Grüne. Da sind sie brav mitgelaufen und selten aus der Deckung gekommen.
Jetzt haben sie in der AfD eine Heimat gefunden. Selbst wenn es gelänge, diese Partei aus dem parlamentarischen Geschehen herauszuhalten, die besagten zehn Prozent währen damit nicht abgeschafft. Die wird es immer geben. Es ist Aufgabe der etablierten Parteien, deren Interessen mit abzudecken, sonst werden sie selbstständig und vielleicht sogar ansteckend. Dann können auch schnell 25 oder 30 Prozent daraus werden.
 
irgendwo in den "etablierten" Parteien versteckt, CDU, CSU, SPD, FDP, vielleicht auch Grüne
Die NPD erreichte bei der Bundestagswahl 2013 1,3 % (im Vergleich zur vorherigen Wahl -0,2 %). Die Partei kann sich noch so sehr wehren, sie muss sich mit der NPD in Verbindung bringen lassen, weil ein Teil ihres Personals direkt daher kommt und ein anderer Teil sich in gleicher Weise wie die NPD äußerst.
Daher ist es taktisch von der CSU klug, sich etwas radikaler zu geben, um die Abwanderung der Wähler zur AfD zu verhindern. Gleichzeitig schadet sie jedoch damit auch einer CDU-Kanzlerin in gewissem Sinn (vom absolut unfähigen Personal, das Seehofer in die Ministerien gesetzt hat mal ganz abgesehen).
 
Hauptschuld daran trägt für mich insbesondere Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik!
Schuldig machen sich Demagogen wie Gauland. Weil er seit Jahrzehnten in der
Politik tätig ist, unterstelle ich ihm ein Handeln wider besseren Wissens
und somit bewusste Wählertäuschung.
waren die 10 Prozent, die die AfD repräsentiert, irgendwo in den "etablierten" Parteien verstecket, CDU, CSU, SPD, FDP, vielleicht auch Grüne.
Und auch Linke-Wähler wechseln da mal schnell nach Rechts, wählen eine
Partei, die teilweise mit den größten Verbrechern der deutschen Geschichte
sympathisiert. Verrückt. Derzeit wird die AfD mit zwölf Prozent gehandelt.
 
Supi, jetzt hat man sich nach einem halben Jahr Verhandlungen endlich mehr als mühsam zusammengerauft hat, jetzt könnte es bald schon wieder vorbei sein. Nachdem die CSU jetzt offen in die Rebellion gegen Merkel gegangen ist, scheint eine Regierungskrise unausweichlich. Rauft man sich nochmal zusammen oder gibt es bald schon wieder Neuwahlen?
 
Neuwahlen dürften einem Desaster gleichkommen. Die SPD kommt aus verschiedenen Gründen nicht mehr raus aus ihrem Tief und Merkel hat ihre Zeit sichtlich hinter sich. Die Grünen werden mit ihrem eigenen Selbstbetrug nicht mehr fertig und die Linke zerfleischen sich gerade genüßlich selbst. Unter diesen Umständen kann die FDP alleine auch nichts mehr reißen. Der große Gewinner würde vermutlich die AfD sein. Da mit denen aber (zu Recht) keiner regieren will und die nach eigener Aussage auch gar keine Regierungsverantwortung übernehmen wollen, dürfte sich eine Regierungsbildung hinziehen wie Gummi. Und das dürfte wiederum alles andere als gut sein für dieses Land.
Ich persönlich halte diesen sehr nach inszeniert riechenden SuperGau zwischen CDU und CSU für höchst gefährlich. Die CSU hat zwar mit ihren Forderungen nicht so ganz Unrecht, nur eine Wählerstimme mehr wird es ihnen bei den Landtagswahlen in Bayern trotzdem nicht bringen. Das liegt aus meiner Sicht wiederum einzig und allein an Seehofer. Der hat in in den letzten Jahren so oft seine Meinung zu allen möglichen Themen gewechselt, das man es gar nicht mehr aufzählen kann. Die Bayern haben den nicht umsonst in die Bundesregierung "weggelobt". Der hätte in seine verdiente Rente gehen sollen.
 
es gibt zwei Möglichkeiten: entweder Frau Merkel lenkt ein und alle tun wieder so, als wäre alles Friede, Freude, Eierkuchen (was ich befürchte). Oder Frau Merkel schmeißt den Heimatminister raus, was leider nicht passieren wird, da der Zoff zur CSU nur noch größer werden würde.
 
Falls Seehofer wirklich den Innenminister-Alleingang gegen das Votum seiner Bundeskanzlerin (und Vorgesetzten) macht, muss sie ihn rausschmeißen, sonst ist sie erledigt.
Das Dilemma: Wenn sie ihn rausschmeißt, ist die CDU-CSU Blutsbrüderschaft erledigt und damit auch die Koalition. Das ist das unverschämte Pokerrisiko, das Horst Seehofer ganz bewusst eingeht.
Wenn die Koalition erledigt ist (was zunächst einmal verkraftbar wäre, denn sie ist ohnehin ein großes Missverständnis), dann kommt es zu Neuwahlen. Ungeachtet der (richtigen) Analyse von @Radiokult zum Zustand der anderen Parteien, würde dann eine rechnerische Mehrheit von CDU (ohne CSU ungefähr 28 Prozent), Grünen (8-10 Prozent) und FDP (8-10 Prozent) kaum zustande kommen.
Entweder gibt es dann wirklich mal die längst fällige Minderheitenregierung, oder es müsste auch hier als Mehrheitsbeschaffer die SPD hinzu (8-15 Prozent). Das wäre dann die neue Große Koalition, nur ohne die Linken und ohne die Rechten von der CSU und die ganz Rechten von der AFD.
Selbstverständlich könnte einer solchen bunten Mischung dann nicht mehr Frau Merkel vorstehen, die CDU müsste einen für alle anderen Koalitionspartner akzeptablen neuen Kanzlerkandidaten stellen. Das könnte schon mal nicht Herr Spahn sein, weil er die Verträglichkeitsprüfung nicht übersteht, aber mir fällt auch sonst niemand ein, der nicht mit dem Etikett "Mittelmaß" behaftet ist.
Diese Perspektive ist so deprimierend, - und sicher auch Frau Merkel klar, dass eher anzunehmen ist, dass sie klein beigeben (und das irgendwie verbrämen) wird. Dann hat Seehofer seinen Big Point für die Landtagswahl und Frau Merkel kann weiterregieren bis zur nächsten Kraftprobe, die so sicher kommen wird wie das Kreuz in den bayrischen Amtsstuben.
 
Diese Perspektive ist so deprimierend, - und sicher auch Frau Merkel klar, dass eher anzunehmen ist, dass sie klein beigeben (und das irgendwie verbrämen) wird. Dann hat Seehofer seinen Big Point für die Landtagswahl und Frau Merkel kann weiterregieren bis zur nächsten Kraftprobe, die so sicher kommen wird wie das Kreuz in den bayrischen Amtsstuben.
Wie man's nimmt. Im Augenblick sehe ich halt den Big Point nicht, für mich ist das in erster Linie ein Gerangel um Schlagworte ohne wirkliche Substanz, geschweige denn ohne Blick in die Zukunft. Kommt die Regelung nach dem Gusto Seehofers, hält sie uns vielleicht ein paar Probleme vom Hals - und das noch nicht mal in einem wesentlichen Maß -, löst aber keins davon. Ich könnt's auch "Aktionismus" nennen, aber vielleicht fehlen mir zur richtigen Einschätzung einfach nur ein paar Informationen. Garantiert fehlt mir aber eine sachliche Begründung, warum das Thema jetzt so dringend durchgepeitscht werden soll. Und ich schätze, genau die fehlt Frau Merkel auch.

Gruß
Skywise
 
Diese Koalitiion ist jetzt eigentlich schon am Ende. Mit Ultimaten und Erpressungsversuchen wird man sicherlich die nächsten Jahre keine stabile Regierung zustande bringen. Egal wie es ausgeht, das Vertrauenvserhältnis ist nachhaltig gestört. Ich kann mir nicht vorstellen wie man da noch was vernünftiges zustande bringen kann. Ansonsten muss ich Skywise zustimmen, der Vorschlag der CSU ist blinder Aktionismus bzw. Populismus und löst damit keine einziges Problem. Im Gegenteil es schafft neue. Vermutlich denkt man sich Italien/ Griechenland oder auch Spanien sollen dann sehen wie sie klarkommen. Hauptsache wir bekommen ein paar mehr STimmen vom rechten Rand und wenn Europa dann implodiert geht uns das am Ar... vorbei. Bravo.
 
Wenn ich es richtig mitbekommen habe, geht es Seehofer ja nur darum an einer Handvoll aller Grenzübergänge Kontrollen einzuführen, um bereits registrierte Asylsuchende zuurückzuschicken. Das wäre so inkonsequent, dass ich das nichtmal als Aktionismus ansehen würde, sondern als schlichten Erpressungsversuch. Und alles nur um bei Landtagswahlen ein paar Wählerstimmen abzugreifen... ein unfaßbar armseliges Spiel!
 
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Falls die CSU wirklich abspringt, sind Neuwahlen keineswegs ausgemacht. Es haben ja alle beschrieben, wie wenig Interesse CDU und SPD an Neuwahlen haben. Ich denke eher, dass die beiden dann die Grünen ins Boot holen. Ohne Neuwahlen.
 
Jetzt isses endlich raus. Mutti will bald nicht mehr. Kandidiert nicht mehr für den Pareivorsitz und spätestens 2021 hat es sich dann auch kanzlerisch ausgerautet. Ich gehe aber davon aus, dass die Groko nicht mehr solange durchhält. Von daher ist Merkel jetzt eine Lame Duck., die nur noch auf Abruf regiert. Die Frage ist ja auch, wer soll es dann machen? Krampf-Karrenbauer, Jens Spahn, Friedrich Merz, Guttenberg? Traue denen allen das nicht zu. Viel zu farblos und als Bundeskanzler kaum vorstellbar.
 
Sofort? Was für ein Quatsch. Der Mann treibt sich schon seit einigen Jahren wieder in verschiedenen CDU-Kommissionen rum und mischte aus zweiter Reihe auch im NRW-Wahlkampf 2012 mit. Von allen drei bisher gehandelten Namen halte ich ihn aber dennoch für den kompetentesten. Spahn polarisiert zu sehr und ist viel zu ich-bezogen, die Dame in der Runde ist für meine Begriffe viel zu farblos. Bleibt nach jetzigem Stand nur Merz übrig, der zudem eine ganze Portion Kompetenz mitbringt. Und, wichtigster Vorteil, er hat durch seine weitestgehende Abstinenz in der ersten Reihe nichts mit den Politikversagen der vergangenen Monate (und Jahre) in der GroKo zu tun. Das würde im Gegensatz zur SPD-Nahles für einen echten Aufbruch innerhalb der CDU stehen.
 
Für die Zukunft in der Nach-Merkel-Zeit muss die CDU aufpassen, Nachfolger zu küren, die neben Führungskompetenz auch Sympathien beim Volk genießen. Nicht das innerparteiliche Durchbeißen nach oben mit dem zwangsläufigen Erringen der Spitzenposition wird ein gewünschtes Erstarken beflügeln, sondern auch der Blick von außen auf die Kandidaten. Ein hochgehandelter, jetzt noch gesunder Minister, sollte da vorsichtig sein. Eine bisher nicht gehandelte hält sich klugerweise in ihrem beruflichen Schützengraben zurück.
 
Bleibt nach jetzigem Stand nur Merz übrig, der zudem eine ganze Portion Kompetenz mitbringt. Und, wichtigster Vorteil, er hat durch seine weitestgehende Abstinenz in der ersten Reihe nichts mit den Politikversagen der vergangenen Monate (und Jahre) in der GroKo zu tun. Das würde im Gegensatz zur SPD-Nahles für einen echten Aufbruch innerhalb der CDU stehen.
Mal als Selbstdiagnose: ich habe gegenüber Friedrich Merz enorme Vorurteile. Im Kern hab' ich niemals so richtig verstanden, was ihn überhaupt in die CDU verschlagen hat, so umtriebig, wie er sich mit seinen politischen Absichten immer bei der Wirtschaft angekuschelt hat, wäre er meines Erachtens in der FDP deutlich besser aufgehoben gewesen. Mich stört auch leider, daß er einige Positionen in der Vergangenheit vertreten hat, die mit Sozialpolitik so rein gar nichts zu tun haben; tatsächlich halte ich aber die Sozialpolitik exakt für den Punkt, mit dem man in Zukunft Wählerstimmen gewinnen kann. Mit Merz an der Spitze mag es vielleicht so etwas Ähnliches wie einen Aufbruch bei der CDU geben, aber ich befürchte, daß dieser Aufbruch in eine gelbe oder gar eine blaue Richtung führt, denn so tolle Ideen von der "deutschen Leitkultur" (Merz), Kürzung von Sozialleistungen, Deregulierung des Marktes, Befürwortung von Kernkraft, Steuersenkungen (gerade für Besserverdienende) oder die ... nennen wir's mal "Familienpolitik" hab' ich unlängst von der hessischen AfD in ihrem Wahlprogramm in einer ähnlichen Form serviert bekommen. Ich glaube, daß mit einem Herrn Merz als Wortführer die GroKo keine Zukunft mehr hat.
Aber klar - daß ich Friedrich Merz aufmerksam zugehört habe, ist mittlerweile auch schon wieder einige Jährchen her, mal von der "deutschen Leitkultur" abgesehen, insofern will ich nicht ausschließen, daß da ein Umdenken stattgefunden haben könnte, oder zumindest eine Glättung des Vokabulars, aber angesichts seiner beruflichen Karriere nach seinem unschönen politischen Abgang (den ich ihm wohlgemerkt nicht unbedingt anlasten möchte) will ich nicht ausschließen, daß sich da nicht wirklich viel getan hat ...

Gruß
Skywise
 
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Eine bisher nicht gehandelte hält sich klugerweise in ihrem beruflichen Schützengraben zurück.
Ich sags mal so, gerade weil in ihrem Schützengraben aktuell jede Menge schief läuft, glaube ich eher nicht das es klug wäre für das Amt zu kandidieren. Für besonders geeignet halte ich sie davon ab auch nicht.

@Skywise
Ja, natürlich ist da ein gewisses Risiko gegeben. Aber Merz würde auch das einstmals konservative Grundprofil der CDU wieder stärken, was ein Stück weit auch die aktuell verprellten Wähler zurückholen könnte. Warten wirs mal ab. Im Dezember sind wir alle klüger.
 
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