Bundesweiter Warntag am 10. September 2020


Und im Katastrophenfall kann man sich auf den DLF also auch nicht verlassen?
Naja, nur wenn man ihn über DAB+ nutzt. Da hat der DLF die alleinige Verantwortung über seine Zuführung, den Rest erledigt die MediaBroadcast.

Auf UKW allerdings hast du recht, dort gibt es ein löcheriges Sendernetz mit dem einen Betreiber hier, dem anderen, dort und ab und zu mal auch der zuständigen ARD LRA als Betreiber (in Baden-Württemberg zum Beispiel die Sender Hornisgrinde, Blauen und Witthoh vom SWR, in Bremen der Fernsehturm mit Antennen von Radio Bremen, in Bayern der Brotjacklriegel und Ochsenkopf, beide vom BR). Aber auf UKW hatte der DLF nie eine nennenswerte gute Versorgung, und eine Grundversorgung war das noch nie.
 
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Das Problem ist, dass der bundesweite Deutschlandfunk sich offenbar zu fein war, den bundesweiten Warntag für einen lokalen Zimmerbrand mit niederer Relevanz hielt und ihn somit gepflegt ignorierte.
Wie schon geschrieben: Es liefen genug Beiträge zu dem Ding. Ich verstehe nicht, was du noch erwartest. Der Warntag war ein Test für andere Warnungen. Ich glaube, die letzte bundesweite Warnung war... eh, vermutlich gab es nie eine und wenn es denn eine mal geben sollte, wird das eine der Marke Russe marschiert in zwei Minuten ein, Meteoriteneinschlag steht unmittelbar bevor & Co. sein, über die du im Deutschlandfunk hören wirst. Das Alltagswarngeschäft der Sirenen sind aber lokale Brände, Hochwasser & Co. Davor wird dich der Deutschlandfunk nicht warnen.

Was ist dann noch bundeseinheitlicher denn ein vom Bund auszulösender Probealarm?
Kurz mitdenken:
1. Weißt du vor einem Nicht-Probe-Alarm, wer ihn ausgelöst hat? Heult die bei dir im Dorf anders, wenn der Knopf vom Innenministerium und nicht vom Landrat gedrückt wurde?
2. Wird der bundesweite Deutschlandfunk sein Programm deutschlandweit für eine überflutete Wiese bei Hinterkleckersdorf oder eine brennende Schreinerei in Unteroberammergau unterbrechen?
3. Welche Programme würden das eher tun? Vielleicht lokale Sender?
4. Was ist der Sinn eine Übung allgemein? Vielleicht Abläufe einzuüben, die man bei vielen weiteren ähnlichen Fällen nutzen kann?

Hätten wir gewusst, dass da erst der Russe auf nem CSU-Meteoriten einreiten muss, bis beim DLF mal einer ans Mikro geht, hätten wir gar nicht erst eingeschaltet und uns gewundert, wie professionell man dort ignorieren kann.
Erstmal: guter Rant!
Dann: jetzt weißt du, dass du bei nem Sirenenalarm beim DLF an der falschen Adresse bist. Übungsziel erfüllt.

Abseits davon: ich denke, der "Warntag" wird jede Menge Erkenntnisse gebrahct haben. Und eine davon könnte sein, dass man den Leuten klar macht, welche Programme sie bevorzugt einschalten sollen.
 
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Warntext ist etwas missverständlich ausgedrückt.

Es lief wohl ein normaler Infotext (DLS - ähnlich wie RadioText) im DAB durch, den man aber nur sieht, wenn man in genau dem Moment für die Dauer des Lauftextes auch aufs Display seines DAB-Empfängers schaut. Je länger der Text ist, also je mehr Buchstaben er hat, umso länger muss man natürlich hinschauen. Dieser hat meist zwei Zeilen, im oberen steht der Sendername (Long oder short) und darunter wahlweise Pegel, Bitrate, Ensemblename usw. usw. oder eben auch DLS.
Da läuft beim DLF normalerweise der Sendungsname oder wer zu Gast ist.
In Autoradios steht meist das DLS von selbst drin. Viele Sender haben da nur Titel- Interpret drin stehen. Beim Heimradios ist das aber eben nicht automatisch so, ebenso nicht bei tragbaren Empfängern und Anlagen. Das muss man entweder selber übers Menü auswählen oder ein paar Mal einen Knopf der mit "Funktion" oder "Display" beschriftet ist, durchklicken, bis DLS drinsteht.

Ein Alarmflag war jedenfalls nicht gesetzt, denn das sorgt dafür dass Radios im Standby-Betrieb anspringen (auf den DLF) oder die z.B. auf DLR Kultur oder SunshineLive laufen, zum DLF wechseln. War nicht der Fall.

Da nützt der durchlaufende Infotext wenig. Denn wer klebt schon ständig während der Fahrt mit den Augen in der untersten Zeile seiner Mittelkonsole um im Ernstfall den Einmarsch der Russen dort abzulesen???
 
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Zu den Beiträgen von @Meijer - findet ihr das Gelaber von "Staatsfunk" und "Propagandasender" in bezug auf den DLF korrekt?
Kann Dir Sendungsmitschnitte vom DLF vor der Wende liefern. Da stehen einem heute noch die Haare zu berge. Den Namen "Staatssender" und "Propagandatonverbreiter in Richtung Osteuropa" verdiente er zu Recht (nicht zuletzt dank Bodo Kirsch). Abgesehen davon waren diese auf ihre "political correctness" angezweifelten Formulierungen bereits von mir bewusst relativiert worden mit: "...man könnte polemisch formulieren..."Und wer hörte damals schon Deutschlandfunk. Er versuchte dann mit der DLF- Schlagerparade, die jüngere Generation zu ködern. Auf Mittelwelle! UKW war für DLF vor ca. 1980 ja ein Fremdwort, weil die Ausstrahlung auf Reichweite abzielte.
 
Können wir uns, bei aller Freiheit und Unterschiede in unseren persönlichen Meinungen, auf die Tatsache einigen, dass sich das aktuelle Programm und der Auftrag des DLF seit der Wiedervereinigung von jenem aus Zeiten der Deutschen Teilung geringfügig bis vollständig unterscheiden?
Die Absicht die damals™ hinter dem Deutschlandfunk stand, ist sicherlich so unstrittig wie sie seit 1990 obsolet ist.
 
Ein Alarmflag war jedenfalls nicht gesetzt, denn das sorgt dafür dass Radios im Standby-Betrieb anspringen (auf den DLF) oder die z.B. auf DLR Kultur oder SunshineLive laufen, zum DLF wechseln. War nicht der Fall.
Da habe ich gegenteilige Meldungen gelesen. Allerdings funktioniert das nur auf DAB+ Empfängern, die EWF unterstützen. Zur Zeit ist wohl lediglich ein passendes Modell (Noxon Dradio1) auf dem Markt.


Mein Kommentar:
Lieber auf nur zwei Pferde setzen, dafür aber richtig.
1. Flächendeckende Sirenenwarnung
wie in Östereich:
2. EU-Alert per CellBroadcast, wie in den USA, Japan oder Niederlande. In NL werden damit 90 % der Bevölkerung erreicht, während die dysfunktionale NINA App lediglich 3 % der Bevölkerung überhaupt nur installiert haben.
 
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Mein MW Radio ist empfangsbereit, DAB+ habe ich nicht, also wdr2?
WDR2 ist doch aber schon seit mindestens 4 Jahren runter von der Mittelwelle. Darauf wirst du dich also am aller wenigsten verlassen können, es sei denn du bist an Warnungen aus dem (benachbarten) EU-Ausland interessiert. Außerdem können Mittelwellenradios nicht mal eben von selbst anspringen, da sie so ziemlich das Analogeste vom Analogen sind. UKW kann ja mittels RDS Technik so einiges an automatischen (An)Schaltungen durchstellen (PTY31, TA, TP, NWS), welche man am Warntag ruhig auch hätte testen können, insbesondere PTY31.
 
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Der Chef des Bundesamtes für Katastrophenschutz soll von Merkel Regierung wahrscheinlich entlassen werden!

Nach Medienberichten, da der bundesweite Katastrophenwarntag ,nicht so funktioniert hat, wie die Repräsentanten es sich wünschten.
Er zeigte unglaubliche Schwachstellen auf....aber das ist ja auch gut so, weil daraus kann man jetzt Lehren ziehen und nachbessern..nein stattdessen kommt der Holzhammer weil eine Regierung sich wegen Inkompetenz entlarvt sieht??!?? hmmm Fragen über Fragen...

Zumindest hat Seehofer und die Merkel Regierung wahrscheinlich wieder einmal I H R Bauernopfer gefunden um selbst von völliger INKOMPENZ und DESINTERESSE am Thema, wie immer...abzulenken.

ttps://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/katastrophenschutz-entlassung-unger-100.html
 
Unger bekommt alles, Schimpf und Schande und die weiche Landung. :D

Seit 2004 ist der Mann Chef eines Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Wer die Effizienz der "Notfall-Informations- und Nachrichten-App" (NINA) als Endverbraucher auch nur ein bißchen verfolgt hat, der konnte wissen, das die, seit 5 Jahren, nicht so hinhaut.
Und vermutlich muss Unger sich auch den Schuh anziehen, nach Jahren ein Kommunikationssystem (mit?)zuverantworten, dass bei 30 Meldungen so überlastet ist, dass es in die Knie geht:
https://www.rbb24.de/politik/beitra...lkerungsschutz-christoph-unger-abgesetzt.html

Ab 2022 muss Deutschland sowieso auf EU-Alert, mit Warnungen per Cellbroadcast, umstellen. Diese Technologie hat sich in Ländern mit häufigen Warnungen (Japan, USA, Niederlande) bewährt.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob das Amt dies schon weiß. o_O

Ich unterstelle, dass die zuständigen Stellen davon ausgehen, dass eine App viel besser und moderner ist. :rolleyes:
Mit einer App die Anforderungen der Richtlinie zu erfüllen wird schwer, sehr schwer.
 
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Mal völlig dahingesponnen....und gehofft das es NIE eintritt..

Sollte in Deutschland einmal plötzlich und unerwartet für 3 oder mehr Tage der Strom/Internet ausfallen, angenommen, was würde dann noch funktionieren,,auch in Bezug auf Warnungen für die Bevölkerung?

UKW und DAB Sender?
Handy und Telefonnetze?
Würden Geldautomaten noch funktionieren, wenn das bargeldlose Zahlen wegen Energieaufall oder fehlender Onlineverbindung wegbricht?

Das wäre ein Worst Case Szenario ..hat Deutschland darüber schonmal nachgedacht, für den Fall der Fälle?
Das meiste funktioniert ja heute über das Internet und bzw mit Strom.

Radios kann man zur Not mit Batterien/Solar/Kurbel betreiben sofern man so eines noch hat, ein Handy allerdings könnte schnell den Geist aufgeben oder hätte vllt kein Netz mehr dann nützt auch die beste APP nicht mehr viel.
 
Sollte in Deutschland einmal plötzlich und unerwartet für 3 oder mehr Tage der Strom/Internet ausfallen, angenommen, was würde dann noch funktionieren...
Immerhin hätten dann Wutbürger, Verschwörungstheoretiker, Covidioten, Merkelmusswecker und sonstige Wirrköpfe ihr Sprachrohr verloren und es wäre wieder mehr Raum für den gesunden Menschenverstand.
 
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