Coronavirus


#1
Wundert mich, dass es bisher noch keinen Thread dazu gibt. Nun gut, bisher war das auch ein Phänomen was erstmal weit weg war. Jetzt scheint die Lage aber ernster zu werden, da bereits mehr als 30 Länder weltweit betroffen sind. Auch in NRW, Bayern, Baden-Württemberg sind jetzt Fälle bekannt geworden. Dazu vermutlich tausende Erkrankte in Italien. Das macht einem schon Sorgen. Ich denke, eine Pandemie ist gar nicht mehr aufzuhalten, weil das Virus ja praktisch überall und jederzeit auftreten und sich rasend schnell verbreiten kann. Was kann man tun bzw. kann man überhaupt was tun? Wie gut ist Deutschland darauf vorbereitet? Ich denke ein paar Fälle wird man händeln können, aber was ist wenn die Zahl der Erkrankten auch hierzulande im vierstelligen Bereich liegt? Seltsam ist auch, dass man ausgerechnet jetzt davon erfährt, dass in Deutschland Fälle gibt, wo doch gerade jetzt Karneval vorbei ist. Hat man da vielleicht bewusst was verschwiegen um die Sache noch bis jetzt unter Verschluss zu halten um zumindest die Umzüge und Veranstaltungen nicht zu gefährden? Kann natürlich Zufall sein, merkwürdig ist es aber schon. Ebenso wird ja immer gesagt, dass das Virus eigentlich relativ harmlos sei. Ich frage mich aber, warum dann schon tausende, was ja nur die offizielle Zahl ist, daran gestorben sind und warum man Städte und ganze Landstriche unter Quarantäne stellt. Das alles trägt alles nicht gerade zur Beruhigung bei.
 
Zuletzt bearbeitet:
#2
"Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern"...
Ich glaub, ich kauf mir gleich mal einen Karton Spaghetti beim Theodor Albrecht. Ehe es keine mehr gibt... :D

Lage und Einschätzung ändern sich ja ständig, die Kunststoffmesse JEC in Paris wurde jetzt auch sehr kurzfristig verschoben auf Mai, da kaum noch einer kommen würde und manche auch gar nicht mehr kommen können (größter Markt für Verbundwerkstoffe ist Südasien...).

Die Profit-Geier von der Hannover Messe ficht das dagegen bis jetzt nicht an: https://www.ndr.de/nachrichten/nied...ver-misst-Fieber-bei-Besuchern,corona192.html
Als nächstes werden dann wohl auch die Aldis in Hannover leergekauft sein...

Und ja, an sich ist das Virus wohl harmlos, außer man ist vorbelastet durch Alter u/o Krankheit.
 
#3
Was für ein Schwachsinn. Glaubt man wirklich mit Fragebögen, dass Virus aufhalten zu können? Ist ja toll, wenn die Leute nicht in China waren. Was aber wenn die vorher in Italien oder Südkorea waren? Finde ich unverantwortlich da jetzt so eine Messe abzuhalten. Man sollte auf alle Massenveranstaltungen in den nächsten Woche vorsichtshalber mal verzichten. Erst die "business as usual" Haltung hat doch die Ausbreitung so enorm begünstigt. Offenbar reagiert man immer dann erst, wenn es bereits zu spät ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
#4
Bald kann man auch fragen, ob jemand zuletzt in Köln oder München war ;)

Es ist früher oder später überall, wenn es das aufgrund der teilweise völlig symptomfreien Verläufe oder der Verwechslungsgefahr mit der Grippe nicht eh schon längst ist.
Ein Virus lässt sich auch durch geschlossene Grenzen o.ä. nicht aufhalten, also kann es nur noch die Ziele geben, dieses Geschehen von der (scheinbar gerade abebbenden) Grippewelle zu trennen sowie die Risikogruppen zu schützen und Schwerkranke behandeln zu können.

Die Welt wird sich auch danach weiterdrehen (solang keiner den roten Knopf drückt).
 
Zuletzt bearbeitet:
#5
Ich denke schon, dass man die Einschleppung nach Europa durch geschlossene Grenzen hätte verhindern können, aber da traut sich ja keiner dran. Wirtschaftliche Interessen gehen ja immer vor Bevölkerungsschutz.
 
#7
@Tweety
https://www.hannovermesse.de/de/news/covid-19-hinweise
Von Fragebögen ist nur die Rede bei Flugreisenden aus China - die sollen damit sicherstellen, dass sie telefonisch erreichbar sind. Wenn Du auf Deine Lebensmittel aus den Niederlanden, Almdudler aus Österreich oder Material aus Asien verzichten müsstest, würdest Du auch nicht mehr davon reden, Grenzen zu schließen.

Die Globalisierung, die uns einerseits freien Warenhandel und Reisefreiheit beschert, fordert andererseits Opfer - aber in diesem Fall "nur" von denen, die zu einer Risikogruppe zählen und/oder Hygienemaßnahmen nicht einhalten.
 
#8
Ich denke schon, dass man die Einschleppung nach Europa durch geschlossene Grenzen hätte verhindern können, aber da traut sich ja keiner dran.
Das glaube ich nicht; derart kann sich Europa nicht einigeln, schon allein bei einer Inkubationszeit von ca. zwei Wochen nicht. Da gibt es viel zu viele Möglichkeiten, wie doch etwas über die Grenze schwappen kann, nicht nur aus wirtschaftlichem Interesse ... man kann ja schlecht einen italienischen Fernfahrer, der just beruflich in der Schweiz war, dazu verdonnen, die nächsten Wochen dort zu verbringen, weil er nicht mehr EU-Gelände betreten darf ...

Wirtschaftliche Interessen gehen ja immer vor Bevölkerungsschutz.
Auch ein Teil der Wirtschaft versucht wenigstens, seine Kundschaft vor unnötigem Schaden zu bewahren; sind ja nicht alles unmoralische Vertreter ihrer Zunft. Und nicht jedes Unternehmen findet es gut, wenn ihm Geschäfte nachgewiesen werden mit kritisch zu sehenden Ländern ... Mal aus den Katakomben der Newsletter für Einkäufer vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V.

Gruß
Skywise
 
#9
Ich habe die Entwicklung in Italien am Wochenende sehr genau verfolgt (RAI - Südtirol, SRF, ORF, Nachrichten.it, ...), denn ich war ja auch am letzten Freitag in Mailand. Und um es gleich zu sagen: Am Freitagnachmittag habe ich in Mailand (und nördlich davon) keine Anzeichen von "Hamsterkäufen" oder "Panik" gesehen. Alles normal, niemand mit Maske im Gesicht. Soweit ich das noch nachvollziehen kann, haben die meisten Leute dort wohl erst am späten Abend oder am Samstag davon erfahren.

Ich war heute in Bozen. An der Mautstelle Sterzing kontrollierte die Polizei - ohne Masken im Gesicht - stichprobenmäßig Fahrzeuge, aber das machen sie ja immer mal. Kein Grund zur Besorgnis. In Bozen angekommen, begrüßte ich die Kollegen erstmal mit: "Na, alles klar in der 'zona rossa'? Ich hörte, die Nudeln sind ausverkauft..." ;) Okay, kann man machen. "Ach, hör auf! Die Leute sind doch verrückt!" kam als Antwort. Und dann hörte ich Gerüchte und Wahrheiten. Ein Gerücht dürfte sein, daß die Leute in der Nähe des Krankenhauses in Bozen nur mit Schutzmaske auf der Straße unterwegs sind. Ich wollte später dort mal vorbeifahren, habe das Vorhaben aber abgebrochen. Warum? Weil ich auf den Straßen der Stadt (Richtung Zentrum) an keiner Haltestelle (auch Fernbusterminal) oder auf den Fußwegen Menschen mit Maske im Gesicht gesehen habe. Okay, es sind momentan weniger Menschen unterwegs. Das liegt an den empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen und an den Schulferien.

Wahr ist aber beispielsweise, daß ein "Bio-Laden" (Naturkost etc., also durchaus gehobenes Preissegment) am Wochenende fast den Umsatz vom Weihnachtsgeschäft "geknackt" hat, obwohl wegen der Ferien viel weniger Leute in BZ unterwegs sind.

Sind denn nun die Nudeln ausverkauft? ("Das ist ja schlimmer als nach dem Krieg!", wie ein alter Mann wohl im TV gesagt haben soll.)

Das kann ich natürlich nicht abschließend beurteilen, denn ich war nur im mal schnell im Großmarkt (BZ-Nord) einkaufen. Verhungern tut niemand - die Lebensmittelregale waren gefüllt. Also schauen wir mal auf Desinfektionsmittel. Okay, beim Mittelchen für den Haushalt war nur noch eine Flasche vorrätig. Von der teuren Variante (auch für die "innere Anwendung" geeignet), standen aber noch reichlich Flaschen rum.
 

Anhänge

#11
Alles normal, niemand mit Maske im Gesicht. Soweit ich das noch nachvollziehen kann, haben die meisten Leute dort wohl erst am späten Abend oder am Samstag davon erfahren.
Ich hoffe du bist so vernünftig und bleibst die nächsten Tage zuhause und machste freiwillige Quarantäne. Damit ist nicht zu spaßen und natürlich rennt niemand mit Maske rum. Einfach deshalb weil es keine mehr gibt. In Deutschland sie diese seit Wochen ausverkauft und in Italien wird es nicht anders sein. Zum anderen schützen die Masken ja auch nur sehr bedingt.

@Tweety
Wenn Du auf Deine Lebensmittel aus den Niederlanden, Almdudler aus Österreich oder Material aus Asien verzichten müsstest, würdest Du auch nicht mehr davon reden, Grenzen zu schließen.

Die Globalisierung, die uns einerseits freien Warenhandel und Reisefreiheit beschert, fordert andererseits Opfer - aber in diesem Fall "nur" von denen, die zu einer Risikogruppe zählen und/oder Hygienemaßnahmen nicht einhalten.
Aus Gründen des Gesundheitsschutzes würde ich sehr wohl gerne für ein paar Wochen darafu verzichten. Im übrigen ist es für Grenzschliessungen jetzt eh schon zu spät. Man hätte direkt die Flugverbindungen nach China einstellen sollen und zwar europaweit. Damit hätte man das Ganze sicherlich noch aufhalten können. Jetzt ist aber das Virus überall angekommen und von daher kann man eh nicht mehr viel machen. Stichwort Risikogruppe; ich glaube nicht, dass bei hunderttausenden Erkrankten die alle zu einer Risikogruppe zählen. Sogar Ärzte und Klinikpersonal hat sich angesteckt und sind teilweise schon gestorben. Erzählt mir bitte nicht, dass die alle die Hygienemaßnahmen nicht eingehalten haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
#13
Es geht doch gar nicht um die deutsch-holländische oder deutsch-französiche Grenze. Aber ein allgmeines abgesprochenes Vorgehen EU weit wäre da sicherlich hilfreich gewesen. Stattdessen versucht man es mit Info-Plakaten oder Flugblättern und Fragebögen an den Flughafen. Unser Gesundheitsminister stellt sich dann hin und erzählt mantramässig, dass die saisonale Grippe viel gefährlicher sei. Was erstens nicht den Tatsachen entspricht und zweitens die Leute wenig beruhigt, wenn zwei Minuten später die Bilder aus China und Italien über die Bildschirme flimmern.

@StabsstelleIV

Von einer allgemeinen Hysterie bemerke ich (noch) nichts. Die kann aber ganz schnell kommen, wenn die Krankheit sich weiter ausbreitet und das die Leute sich große Sorgen machen, kann man ja wohl auch niemandem verdenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
#17
Die meisten Infektionen sind wohl nicht über Gegenstände, sondern in direktem Kontakt, entstanden. Zumindest die Fälle in Bayern hätte man verhindern können.
Weil es praktisch ausgeschlossen ist, daß jemand vom Flughafen Frankfurt die nicht mal 100 km bis nach Aschaffenburg zurücklegt ...?

Ich bin der letzte, der sich dagegen wehrt, wenn sich Bayern einzäunen möchte. Ich halte das aber für saudumm, denn wenn es gegen eine Epidemie geht, dann ist eher Offenheit und Kooperation gefragt als Abriegelung.

Gruß
Skywise
 
#19
Weil es praktisch ausgeschlossen ist, daß jemand vom Flughafen Frankfurt die nicht mal 100 km bis nach Aschaffenburg zurücklegt ...?

Ich bin der letzte, der sich dagegen wehrt, wenn sich Bayern einzäunen möchte.
Es geht nicht um die Abriegelung von Bayern, aber bei der Firma Webasto hatte man ja wohl eine Kollegin aus China in der Firma die das Virus eingeschleppt hat. Somit wäre es sicherlich hilfreich gewesen, wenn man die Flüge von und nach China ausgesetzt hätte und zwar EU- oder besser noch europaweit. Ich kann auch mir auch gut vorstellen, dass in Italien das Virus auch durch chinesische Touristen eingeschleppt wurde und/ oder die ganzen Kreuzfahrtschiffe die ja täglich tausende Touristen nach Venedig, Rom oder Genua etc. bringen.

@iro

China muss ja nicht jetzt nicht mehr unbedingt als Herkunftsort vermutet werden, wo das Virus in über 40 Ländern verbreitet nachgewiesen ist. Da kannst dir eventl. auch beim Italiener an der Ecke holen, wenn der Kellner vorher seine Familie oder Freunde in Italien besucht hat. Gerade jetzt wo langsam die ersten Eidsdielen wieder aufmachen, könnte eine neue Welle von Fällen eingeschleppt werden.

Eine Meldung aus Japan lässt aufhorchen. Dort hat sich eine Person wohl zweimal angesteckt. Damit hätten wir es mit einem Worst-Case-Szenario zu tun. Bisher war wohl von einer Immunität nach einer Erkrankung ausgegangen. Wenn das nicht so sein sollte, dann haben wir alle ein noch größeres Problem.
 
Zuletzt bearbeitet:
#20
Es geht nicht um die Abriegelung von Bayern, aber bei der Firma Webasto hatte man ja wohl eine Kollegin aus China in der Firma die das Virus eingeschleppt hat.
... die sich bis zum 22. Januar in der Zentrale zu einem Meeting aufgehalten hat, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Sie zeigte bei ihrem Aufenthalt keine Symptome, sondern erst nach ihrer Rückkehr nach Shanghai.
Wuhan wurde als erste Stadt übrigens erst am 22. Januar abgeriegelt, erst danach richtete sich die große öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses Thema, weil sich jeder fragte "Was'n da los?".
Der WHO-Ausschuß, der noch von keiner "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausging, tagte übrigens auch am 22. Januar.

Gruß
Skywise
 
Zuletzt bearbeitet:
#23
Zumindest die Fälle in Bayern hätte man verhindern können.
Da frage ich mich sowieso was die da gemacht haben dass die Frau vermutich ein halbes Dutzend andere Angestellte infizieren konnte. War die Weihnachtsfeier so wild? Normalerweise hat man zu Kollegen keinen so engen Körperkontakt, dass eine ganze Abteilung befallen wird, zumindest nicht wenn man nur Heizungen baut oder konstruiert.

Es geht nicht um die Abriegelung von Bayern, aber bei der Firma Webasto hatte man ja wohl eine Kollegin aus China in der Firma die das Virus eingeschleppt hat.

... die sich bis zum 22. Januar in der Zentrale zu einem Meeting aufgehalten hat, wenn ich das richtig in Erinnerung habe
Ach Meeting nennt man das heutzutage soso. Das muss da ja ordentlich zur Sache gegangen sein (Alkohol?). Wenn man nur am Fließband steht mit 2 Meter Abstand zum nächsten Monteur (wie von der WHO empfohlen!) oder bei Vorträgen regelmäßig lüftet und sich in jeder Pause nach dem Essen die Hände wäscht sollte das eigentlich nicht passieren.

erste Infektion ohne herstellbare Verbindungen nach China, das Ehepaar hat ausgiebig Karneval beiderseits der D/NL-Grenze gefeiert, die Pandemie kommt.
Wenn du die Kindergärtnerin aus NRW meinst die waren laut verschiedenster Berichte beide vorher unabhängig voneinander in Italien, Großraum Mailand. Also ist die Quelle bekannt. Dass der Ausbruch in Italien (in einem chaotische Land mit marodem Gesundheitswesen und schlechter Infrastruktur) mit Rückkehrern aus China in Verbindung steht, war zuvor schon an verschiedenen Stellen zu lesen.

Die Krankheit ist seit Ende des Jahres bekannt (zunächst noch ohne Namen). Die WHO hat gepennt, man hätte spätestens Anfang Januar reagieren müssen. Also zu einer Zeit als Spahn noch beschwichtigt hat, man wäre gut gerüstet. Welchen Sinn hat es Flüge nach China zu stoppen und jeder Bundesbürger kann weiter munter nach Italien reisen und zurück? Für eine Reisewarnung in die betroffenen Provinzen Italiens sah das Auswärtige Amt zumindest gestern noch keine Notwendigkeit...

Die Urlaubssaison für deutsche Reisen nach Süd(ost)europa und für Mitbürger mit Verwandten in Italien und der Türkei steht uns ja erst noch bevor.
 
Zuletzt bearbeitet:
#24
Da frage ich mich sowieso was die da gemacht haben dass die Frau vermutich ein halbes Dutzend andere Angestellte infizieren konnte. War die Weihnachtsfeier so wild? Normalerweise hat man zu Kollegen keinen so engen Körperkontakt, dass eine ganze Abteilung befallen wird, zumindest nicht wenn man nur Heizungen baut oder konstruiert.
War ja auch nicht so.

- Die gute Frau bekommt in Shanghai Besuch von einer Verwandtschaft aus Wuhan.
- Sie reist infiziert zu einem Meeting nach Bayern.
- Sie kehrt nach Shanghai zurück und fühlt sich am nächsten Tag krank.
- (es gibt widersprüchliche Angaben darüber, ob noch ein weiterer chinesischer Mitarbeiter an dem Seminar teilgenommen hat)
- EIN Mitarbeiter, der ebenfalls an dem Seminar teilgenommen hat, spürt die ersten Symptome zwei Tage später, geht aber weiterhin zur Arbeit
- Die Kollegin aus Shanghai informiert nach Arztbesuch am 27. Januar ihre Kollegen in Stockdorf über die Diagnose, woraufhin auch bei diesem einen bewußten Mitarbeiter eine entsprechende Untersuchung vorgenommen wird.
- Es werden 139 (!) weitere Untersuchungen vorgenommen, DREI weitere Fälle sind ebenfalls beim Seminar erkrankt.
- die nächsten Erkrankungen treten an den Stellen auf, an denen Seminarteilneher das Virus an ihre Familienmitglieder weitergereicht haben.
Kein Grund also, von einer kompletten Abteilung zu sprechen.
Ohne das Virus verharmlosen zu wollen.

Ach Meeting nennt man das heutzutage soso. Das muss da ja ordentlich zur Sache gegangen sein (Alkohol?). Wenn man nur am Fließband steht mit 2 Meter Abstand zum nächsten Monteur (wie von der WHO empfohlen!) oder bei Vorträgen regelmäßig lüftet und sich in jeder Pause nach dem Essen die Hände wäscht sollte das eigentlich nicht passieren.
Wenn ich in einem Meeting sitze oder in einem Seminar, gehe ich mehr oder weniger zwangsläufig auf Tuchfühlung mit den Leuten links und rechts von mir, vielleicht noch einen weiteren Platz nach links oder rechts oder vor und hinter mir, darüber hinaus werden natürlich auch in einem klimatisierten Büro die Viren durch die Luft geblasen oder es kommt zu Körperkontakt, und sei's auch nur durch Händeschütteln oder aus Versehen.

Die Krankheit ist seit Ende des Jahres bekannt (zunächst noch ohne Namen). Die WHO hat gepennt, man hätte spätestens Anfang Januar reagieren müssen.
Wenn jedes Mal, wenn ein neuer Erreger die Runde macht, gleich Milliarden von Menschen die Köpfe einziehen, kämen wir gar nicht mehr zum aufrechten Gang.

Gruß
Skywise
 
#25
Tatsache ist, es sind (zu) viele Fehler gemacht worden. China hätte direkt offensiver damit umgehen müssen, anstatt die Sache zu verharmlosen oder unter den Teppich kehren zu wollen. Die WHO hätte erkennen müssen, da sich da was anbahnt, was das Potenzial einer Pandemie hat. Auch die EU hätte schneller handeln können und müssen. Erst diese Fehlerkette hat den Ausbruch erst zu so einer großen internationalen Krise werden lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben