Coronavirus


@lg74 Gute anschauliche Beispiele mit „ist wie beim Hochwasser“ und „ist wie bei höchster Waldbrandwarnstufe“. Leider ist es bei Menschen aber auch so, dass sie sich gern eine Erklärung zurechtlegen für Ereignisse, die totaler Zufall sind:
  • Ein Verkehrsunfall – warum hat es genau mich getroffen? Oder genau mich verschont?
  • Heute regnet es. Bestimmt, weil ich meinen Schirm nicht dabei habe!
  • Die Nachbarin guckt böse. Ich habe sie irgendwie verärgert. In Wirklichkeit hatte sie etwas im Auge.
Das erklären sie sich dann irgendwie mit Dingen, die mit dem Sachverhalt gar nichts zu tun haben. Weil sie eine Erklärung brauchen/suchen. Bis hin zu Religion und Glauben/eigene Existenz, weil sie sich nicht damit abfinden können, dass es Zufall ist. So geht das im Kleinen und Großen jeden Tag bei jedem Mensch.

Und so ist es bei dem Virus auch. Statt das Virus zu akzeptieren und ihm möglichst keine Chance einzuräumen, wird sich an bescheuerte Verschwörungserzählungen geklammert. So ist das. Nicht beruhigend, aber normal.
 
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Christian Streich wurde eigentlich nur gefragt wegen den nicht zugelassenen Fans bei Fußballspielen. Eine sehr ausführliche Antwort, die sollte man den ganzen Corona-Leugnern, Maskenverweigerern und Verschwörungstheoretikern um die Ohren pfeffern. Und einer bestimmte Person aus diesem Forum auch....

Christian Streich:

"Ich finde es richtig, weil es Leute gibt, die studiert haben und seit zehn, 20 oder 30 Jahren ihrem Beruf nachgehen, sich einer menschlichen Ethik verschrieben haben, mit einem Schwur verbunden - wem soll ich sonst vertrauen? Ich meine Mediziner und die Politiker werden beraten von Medizinern in unserem Land, das ist in anderen Ländern anders. Da gibt es Menschen, die so dermaßen unverantwortlich sind - man muss fast schon von geistig nicht mehr zurechnungsfähig sprechen - die sich anmaßen zu bestimmen, welche Maßnahmen ergriffen werden, ohne Ärzte hinzuzuziehen und dafür tausende und zehntausende Menschen sterben. Ich will jetzt nicht von Mördern reden, aber eigentlich sind es Mörder. Bei uns ist das zum Glück anders. Wem soll ich sonst vertrauen, als diesen Menschen? Sicherlich nicht mir, der keine Ahnung hat von Virologie, weil ich es gar nicht beurteilen kann, weil ich jeden Tag auf dem Kickplatz stehe. Das einzige, was wir machen können, ist, diesen ganzen unsäglichen Verschwörungsgeschichten, die natürlich für manche Menschen spannend sind, aber die seriöse Herangehensweise von Medizinern und Politikern torpedieren, eigene Geschichten entgegenzustellen und positive Sachen darzustellen. Zum Beispiel, wie geholfen wurde, welche Solidaritäten entstanden sind, wie positiv viele Menschen in der Krise miteinander umgehen."
Gehen Sie mal nach Como oder Bergamo, schauen Sie mal, unter welchem Schock die Menschen dort noch stehen. Ich war vor ein paar Wochen in der Nähe von Como, da gibt es nicht viele Familien, die nicht im engeren oder weiteren Kreis betroffen waren. Oder im Elsass. Das ist schrecklich, was da passiert ist. Da sind viele Leute gestorben, die keinen Arzt gesehen haben innerhalb von ein paar Tagen. Das weiß ich nicht aus der Zeitung, sondern habe es persönlich von Leuten erfahren, die Angehörige verloren haben. Weil wir gesehen haben, wie an anderen Orten das Virus eingeschlagen ist, haben wir in Deutschland Maßnahmen getroffen und gewisse Dinge relativ gut überstanden. Daher habe ich absolutes Vertrauen, dass bei uns verantwortungsvoll gehandelt wird."
 
Das mit dem "quer" haben die meisten der Protestierer drauf. Nur mit dem "denken" hapert es noch.
Ich befürchte, da liegst Du komplett falsch. Das, was wir derzeit erleben, ist komplett durch "Denken" verursacht. Denken ist nichts weiter als Selbstgespräch im Kopf: sich selbst Fragen stellen, sich selbst darauf Antworten geben und diese Antworten für bare Münze halten - ohne jede Anbindung an die Realität der Naturgesetze und die Gesetze der formalen Logik.

Psychiater nennen so etwas "Psychose".
 
Das kann auch andere Gründe haben.
Inzwischen steht ja nun fest, dass die meisten Infektionen auf Reiserückkehrer zurückgehen.
Und: Infiziert heißt nicht krank.
Hier wie die ARD-Sender einfach nur die täglichen Fallzahlen niederzuschreiben, hilft nicht, die Geschehnisse einzuordnen.

Wer einen etwas differenzierteren Blick bekommen möchte, sollte sich mal anhören was Jasper von Altenbocktum in der jüngsten HartAberFair-Sendung zu sagen hatte (https://www.faz.net/aktuell/feuille...diskussion-ueber-demo-in-berlin-16932203.html) oder was Burkhard Ewert in der Wochenendausgabe der Neue Osnabrücker Zeitung unter dem Kommentar "Grundrechte in Gefahr" schreibt (https://www.pressreader.com/germany/ems-zeitung/20200829/281509343573070).

Jasper von Altenbockum widerspricht Berlins Regierendem Bürgermeister umgehend, wobei der F.A.Z.-Innenpolitikchef gleich beide Teile der Müllerschen Argumentation indiskutabel findet. Würde man aufgrund von alten Erfahrungen entscheiden, müsste zukünftig noch Vieles mehr verboten werden als nur einige Demonstrationen in Berlin. Und inhaltlich habe man sich schon gar nicht einzumischen. Der Staat dürfe sich nicht zum Schulmeister der Demonstranten aufschwingen, mahnt Altenbockum. Bliebe noch zu erwähnen, dass dem F.A.Z.-Journalisten nichtsdestotrotz die Bilder der grölenden Menge auf den Stufen des Berliner Reichstags sehr weh getan hätten. Wie Frank Plasberg von einem Sturm auf den Reichstag will Altenbockum jedoch nicht sprechen, das ginge zu weit und würde lediglich helfen, an einem Mythos mitzuschreiben.

In Berlin korrigieren Richter einen tönenden Innensenator. SPD-Politiker Andreas Geisel hatte sein Demo-Verbot unter anderem damit begründet, er sei nicht bereit zuzusehen, wie seine Stadt als Bühne für Corona-Skeptiker diene. Die Entscheidung war nicht nur fachlich und rechtlich, sondern auch politisch daneben. Der rot-grüne Senat hat den Verdacht bestätigt, dass eine kritische Strömung in der Corona-Krise außer mit Fakten und Vorschriften, Abwägungen und Argumenten auch mit staatlicher Willkür und Unterdrückung klein gehalten werden soll. Und wie wenig Respekt vor einem Grundrecht schimmert hier durch? Kritisch muss ja auch stimmen, dass sich aus keiner einzigen bisherigen großen Freiluftveranstaltung in Berlin - Boot-Party auf der Spree, Demos gegen Rassismus und für Grundrechte - ein relevantes Infektionsgeschehen entwickelt hätte.
 
Das kann auch andere Gründe haben.
Inzwischen steht ja nun fest, dass die meisten Infektionen auf Reiserückkehrer zurückgehen.
Na ja, zumindest ist der Prozentsatz derjenigen, die sich Corona außerhalb der Bundesrepublik wahrscheinlich eingefangen haben, recht groß, laut RKI immerhin knapp 39 % der 3.000 Neuinfektionen einer Woche (laut Situationsbericht vom 18. August).
Nebenbei: ein meiner Meinung nach sehr Interessanter Satz lautet "Vermehrt infizieren sich Jüngere zwischen 15 und 34 Jahren."

Und: Infiziert heißt nicht krank.
Nö, aber "infiziert" heißt: erhöhtes Potential, Gefahrenquelle für andere zu werden.

Würde man aufgrund von alten Erfahrungen entscheiden, müsste zukünftig noch Vieles mehr verboten werden als nur einige Demonstrationen in Berlin.
Öhm ... das ist doch der Fall ...?

Kritisch muss ja auch stimmen, dass sich aus keiner einzigen bisherigen großen Freiluftveranstaltung in Berlin - Boot-Party auf der Spree, Demos gegen Rassismus und für Grundrechte - ein relevantes Infektionsgeschehen entwickelt hätte.
Wie schon an anderer Stelle ausgeführt: wer will's prüfen? Wenn zigtausend Leute bundesweit für ein paar Stunden anreisen und sich dann wieder in alle bundesweiten Winde zerstreuen, zerstreuen sich auch die möglichen Fallzahlen. Es ist schwer, eine zentrale Anti-Corona-Demo als Quelle für ein Corona-Geschehen festzumachen. Es ist leichter, mit dem Finger auf einen mehrtägigen Auslandsaufenthalt zu zeigen *schulterzuck*

Gruß
Skywise
 
Das Fazit von Friedrich Küppersbusch vorhin auf Radio1, fand ich da am ehesten zutreffend.
Echt? Er sagt doch, intellektuell verschwurbelt fuer die Zielgruppe des Senders und Insassen seiner eigenen Filterblase dasselbe: Das waren alles Spinner, die nur das Recht haben sollen, sich auch als solche zu outen. Von Kueppersbusch (den ich vor Jahren kannte) haette ich da mehr erwartet.
 
Von Kueppersbusch (den ich vor Jahren kannte) haette ich da mehr erwartet.
Ich hätte entweder mehr von ihm erwartet oder ein schlichtes Schweigen, stimmt. Ich glaube sogar, das "Mehr", das ich von ihm oder einem jüngeren Ihm erwartet hätte, umreißen zu können: es hätte in der Frage bestanden, warum man über die paar Idioten auf der Treppe mehr spricht als von den Inhalten der Demo. Die Antwort hätte wahrscheinlich gelautet: weil bei der Demo mehr Einigkeit und Geschlossenheit vorgetäuscht als tatsächlich vorhanden war, denn es liefen auf der Straße Interessengruppen miteinander, deren Absichten und Argumente - abgesehen von "Scheiß-Masken!" - eigentlich diametral entgegengesetzt waren. Das war kein homogener Haufen, und die Reaktionen danach zeigten auf, wie rasch sich einige Mitläufer (und ihr Umfeld ... und einige, die "von draußen" die Demo beworben haben) doch wieder von dieser Demo bzw. einigen Splittergruppen distanziert haben. Ich hätte von ihm ein sinngemäßes "Leute, wenn ihr keine bösen Überraschungen erleben wollt, dann überlegt euch doch bitte im Vorfeld, ob ihr mit wirklich alldem einverstanden seid, das die Leute sagen und tun (wollen), die sich am nächsten Tag in der Zeitung bewundern möchten, denn die Bühne wird ihnen gehören" erwartet. Scheinen nämlich noch nicht viele begriffen zu haben, wenn ich mir so durchlese, was einzelne Demo-Teilnehmer und einige daheim gebliebenen Chef-Relativierer so posten ... Aber andererseits - wie viele von denen hören Radio1?

Gruß
Skywise
 
Ich sags mal so: Da sich Küppersbusch nicht erst seit gestern durch eine ganze Reihe von Sendern und Zeitungen kommentiert, hat er im Grunde schon alles dazu gesagt, auch das was man im angesprochenen Radio1-Kommentar eventuell vermißt. Das dt. Radio ist halt auf 2:30 min getrimmt, auch Radio1. Und letztlich kennt man ja seinen Hang zur intelektuellen Wortspielerei auch nicht erst seit gestern.
https://www.deutschlandfunkkultur.d...se-comedy.2950.de.html?dram:article_id=481581
https://taz.de/Querdenker-Versager-und-Kuttenfrust/!5706419/
 

Gutmensch

Gesperrter Benutzer
Also ich war zufällig auf der Querdenker-Demo. :)

Ich halte die Anti-Corona-Maßnahmen im Großen und Ganzen für angemessen. Ich war aber an dem Abend zufällig am Bahnhof Zoo, sodaß ich mal rübergepilgert bin zum 17. Juni, um mir die Szenerie anzugucken. So ca. zwischen 20 und 21 Uhr.

Bin auch mit zwei Leuten ins Gespräch gekommen. Ganz normale Leute, die aber eben auch ein bißchen verschwörungsmäßig drauf waren. Einer erzählte, seine Freundin habe 10 oder 14 Abstriche abgegeben, die alle positiv getestet wurden.

Clou: Sie habe diese Dinger aber völlig unbenutzt abgegeben.

Mir ist das alles egal. Viel wichtiger ist, daß sich unser Land zum Deppen macht und sich wie im Kindergarten aufführt. Auch diese Demonstranten sind normale Menschen, mit denen man reden muß. Warum dämonisiert man diese Leute so? Warum hört man denen nicht zu, was sie persönlich erleben?

Warum stilisiert man diese Reichstagstreppensache zu Weimar 2.0?

Reichsflaggen sind auch keine "Nazisymbole". Sonst wären sie verboten.

Ich bin wie gesagt kein Fan dieser Leute, aber es ist überall in der Gesellschaft zu beobachten, daß sich vor allem die Linken in einem Bunker aus Pseudomoral verschanzen und jede Kritik abwehren, Kommunikation verweigern etc. Gleichzeitig feiern sie Antirassismusdemos, die die Corona-Auflagen noch weniger einhalten.

Die Konsequenz heißt Trump. Oder AfD. Und so weiter. Wir müssen wieder lernen, Menschen mit anderen Meinungen nicht auf "ignore" zu stellen. :)

Dialog ist die Essenz der Demokratie. Und da hapert es gewaltig bei den angeblichen "Demokratiebewahrern".
 
Bin auch mit zwei Leuten ins Gespräch gekommen. Ganz normale Leute, die aber eben auch ein bißchen verschwörungsmäßig drauf waren. Einer erzählte, seine Freundin habe 10 oder 14 Abstriche abgegeben, die alle positiv getestet wurden.

Clou: Sie habe diese Dinger aber völlig unbenutzt abgegeben.
In meinem beruflichen Umfeld gibt es bislang sieben Corona-Erkrankungen, die bekannt wurden. Ich gehe davon aus, daß die Kollegin, die vor ein paar Tagen gestorben ist, nicht simuliert. Ich gehe weiterhin davon aus, daß zwei der Kolleginnen, die die Krankheit überstanden haben, nicht freiwillig so scheiße aussehen, daß man Angst um sie haben muß, daß die Magen-Darm-Geschichte, die gerade durch einige Dienstgebäude zieht, sie dahinrafft.
Sind die Tests zuverlässig? Nein. Behauptet auch keiner.
Sind sie deshalb überflüssig? Meiner Meinung nach nicht. Ebenso wenig wie die Vorsichtsmaßnahmen, die zur Eindämmung der Ausbreitung beitragen.

Mir ist das alles egal. Viel wichtiger ist, daß sich unser Land zum Deppen macht und sich wie im Kindergarten aufführt.
Ich bin sicher, daß viele Italiener, Brasilianer, US-Amerikaner, Schweden etc., in denen Corona sich fleißig ausgetobt hat oder noch immer austobt, vergleichsweise neidisch auf unseren Kindergarten blicken.

Auch diese Demonstranten sind normale Menschen, mit denen man reden muß. Warum dämonisiert man diese Leute so?
Sind die Gründe gut genug, um sich deshalb hinter Bannern von Nationalsozialisten, Reichsbürgern, Verschwörungstheoretikern, etc. zu scharen und mit ihnen Parolen zu brüllen? Haben sie etwa exakt dieselben Abssichten und dieselben Argumentationen wie dieses Klientel?

Warum hört man denen nicht zu, was sie persönlich erleben?
Warum sollte man? Ich persönlich weiß von niemandem in meinem Umfeld, der HIV-positiv ist. Ich weiß sehr wohl von einigen verzerrten Testergebnissen bei der Diagnose, weil - Schwule kenn' ich und ich hab' so viele Jahre auf dem Buckel, daß ich mich an die Betroffenheit erinnern kann, die der Tod von Rock Hudson in der Öffentlichkeit hervorgerufen hat. Ich weiß, daß die AIDS-Forschung im Verlauf der letzten Jahrzehnte ein gutes Stück vorangekommen ist, so daß die Tests sicherer und die Therapien erfolgreicher geworden sind. Aber mir hat trotzdem noch niemals einer im Bekanntenkreis oder im beruflichen Umfeld etwas von seiner AIDS-Erkrankung erzählt. Soll ich mich also auf einer Demo, die die Existenz von AIDS bestreitet oder die die Schutzmaßnahmen in Zweifel zieht, deshalb lautstark zu Wort melden dürfen, in der Hoffnung, daß das irgendwas ändert?

Warum stilisiert man diese Reichstagstreppensache zu Weimar 2.0?
Jo. "Hey, warum kann ich mich nicht lautstark jubelnd und Heroin glorifizierend mit meinem Fixerbesteck vor der Polizeiwache auf und ab laufen, ohne deshalb Ärger zu bekommen?"

Reichsflaggen sind auch keine "Nazisymbole". Sonst wären sie verboten.
Zusammenhang rules. Die Reichsflagge kam auch noch an anderen Stellen zum Einsatz als nur zu Beginn der Nazi-Zeit. Aber wenn man dann noch demokratiefeindliche oder "rechte" Sprüche absondert, sollte man sich sicher sein, daß diese Ausreden in aller Regel dann nicht mehr greifen.

Ich bin wie gesagt kein Fan dieser Leute, aber es ist überall in der Gesellschaft zu beobachten, daß sich vor allem die Linken in einem Bunker aus Pseudomoral verschanzen und jede Kritik abwehren, Kommunikation verweigern etc. Gleichzeitig feiern sie Antirassismusdemos, die die Corona-Auflagen noch weniger einhalten.
Tun sie das ...? Wäre nicht bis zu mir duchgedrungen. Es wurden noch ganz andere Demonstrationen untersagt, weil dort nicht sichergestellt werden konnte, daß dort die Auflagen eingehalten werden, und es gab auch noch andere Demos, die stattgefunden haben, bei denen die Anwesenden ebenfalls mit ein paar Problemen konfrontiert wurden. Aber all diese fanden auch nicht in den Dimensionen statt, wie man sie in Berlin vorgefunden hat. Und auch eine Ansage der Marke "wir halten uns nicht an eure Maßnahmen!" wurde dort nicht im Vorfeld getätigt oder während der Demo in diese Richtung provoziert; in Berlin schon.

Die Konsequenz heißt Trump. Oder AfD. Und so weiter. Wir müssen wieder lernen, Menschen mit anderen Meinungen nicht auf "ignore" zu stellen. :)
Am Arsch geleckt. Trump oder die AfD sind keine konstruktiven Institutionen. Denen gehen die anderen Meinungen doch auch gepflegt am Arsch vorbei. Die sind nicht an irgendeinem Dialog interessiert, sondern eher destruktiv unterwegs. Viel Kritisieren, viel Geschimpfe, aber auf gar keinen Fall kontruktive Gegenvorschläge oder gar ein Dialog. Wer an einem Dialog interessiert ist, macht um Leute wie Trump oder um Parteien wie die AfD einen gigantischen Bogen. Die provozieren zu viel, wollen zu viel starker Mann sein, wollen mit Extrempositionen diejenigen abholen, die mit Kompromissen oder anderen Meinungen geistig nix anfangen können, so begründet und gut ausargumentiert diese auch sein mögen.

Dialog ist die Essenz der Demokratie. Und da hapert es gewaltig bei den angeblichen "Demokratiebewahrern".
Und die einzige Möglichkeit, dagegen vorzugehen, ist, sich mit denjenigen zu vereinen, die demokratiefeindliches Gedankengut äußern, die sich höchst demokratiefreundlich von der Gesellschaft abkapseln, um ihr eigenes Ding durchzuziehen oder denjenigen, die gerne auf Minderheiten herumtrampeln oder ihnen ihre Rechte absprechen? Ich darf hoffentlich anderer Meinung sein.

Gruß
Skywise
 
Einer erzählte, seine Freundin habe 10 oder 14 Abstriche abgegeben, die alle positiv getestet wurden.

Clou: Sie habe diese Dinger aber völlig unbenutzt abgegeben.
Bullshit. Keiner bekommt zehn bis 14 Trägerstäbchen nach Hause, leckt einmal drüber und schickt die dann irgendwo ein. Diese Abstriche werden ausschließlich in Arztpraxen oder extra dafür eingerichteten Anstrichzentren und nur von qualifiziertem Personal genommen. Ein tiefer Nasen- oder Rachenabstrich, der zum Nachweis einer Covid-19-Besiedlung notwendig ist, erfordert einen gewissen Sachverstand.

erzählen keine solchen gefährlichen, mitunter gesundheitsschädlichen, Märchen. :mad:
 
...und das ist vielleicht auch der Grund, warum viele gar keine Lust mehr auf Diskussionen mit solchen Leuten haben, wenn es da eh nur Märchenstunde zu hören gibt, oder alternative Fakten als Wahrheit verkauft werden.

Das schwierige ist ja auch: selbst wenn man solchen Leuten mit Argumenten oder Logik kommt, bewirkt das ja absolut nichts. Ich habe mehrere solcher Gespräche hinter mir und habe es einfach satt, all diesen Mist argumentativ zu widerlegen, nur um am Ende zu erkennen, dass alles umsonst war. Am schlimmsten ist dann noch, dass es oft noch nicht mal die sind, die beruflich oder privat unter den Maßnahmen leiden müssen (dann habe ich viel Verständnis für Unmut), sondern meist die, die in ihrem Leben vermutlich noch nie Rücksicht auf irgendwen anderes genommen haben und einfach nur zu phlegmatisch sind, sich für wenige Momente ihres Lebens einen Stofffetzen um den Rüssel zu binden oder wenn es leicht geht mal einen Schritt mehr zur Seite zu gehen.
 
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Gutmensch

Gesperrter Benutzer
Am Arsch geleckt. Trump oder die AfD sind keine konstruktiven Institutionen. Denen gehen die anderen Meinungen doch auch gepflegt am Arsch vorbei. Die sind nicht an irgendeinem Dialog interessiert, sondern eher destruktiv unterwegs. Viel Kritisieren, viel Geschimpfe, aber auf gar keinen Fall kontruktive Gegenvorschläge oder gar ein Dialog. Wer an einem Dialog interessiert ist, macht um Leute wie Trump oder um Parteien wie die AfD einen gigantischen Bogen. Die provozieren zu viel, wollen zu viel starker Mann sein, wollen mit Extrempositionen diejenigen abholen, die mit Kompromissen oder anderen Meinungen geistig nix anfangen können, so begründet und gut ausargumentiert diese auch sein mögen.
Dein Kommentar ist leider ein typisches Beispiel dafür, wie sich Menschen einbunkern und komplett auf Durchzug schalten, sich völlig weigern, den Sinn eines Beitrags zu verstehen.

Deine Rhetorik ist überheblich, besserwisserisch etc. Ein Dialog sieht anders aus.

Ich frage mich, wie man derartig gezielt am Inhalt eines Beitrags vorbeilesen kann. Ich sage nicht, daß AfD oder Trump konstruktiv wären oder sich wesentlich besser verhielten als linke Gutmenschen in ihrer Diskursverweigerung.

Ich habe lediglich gesagt, daß Trump und AfD eben die Konsequenz dieser Diskursverweigerung und moralischen Selbstüberhöhung sind.

Dein Beitrag ist ein gutes Beispiel für die Geisteshaltung der heutigen Linken bzw. des Mainstreams. Man muß wie gesagt schon sehr viel dafür tun, um derartig an dem Sinn meines Beitrags vorbeizulesen. :)

Das trifft auch auf viele andere Passagen zu.
 
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wer andere pauschal als
linke Gutmenschen in ihrer Diskursverweigerung
über einen Kamm schert (alleine schon, wer den Begriff Gutmenschen nutzt), hat wohl auch schon sein Weltbild irgendwo in der anderen Richtung der Skala, das sich vermutlich durch Argumente nicht mehr ändern lässt.
 
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Ich habe lediglich gesagt, daß Trump und AfD eben die Konsequenz dieser Diskursverweigerung und moralischen Selbstüberhöhung sind.
Und ich habe lediglich gesagt, daß Trump und die AfD keine Konsequenz dieser Diskursverweigerung sein KÖNNEN, weil genau diese Institutionen nämlich keine Lösungen oder Alternativen anzubieten haben, sondern auf einen Konfrontationskurs setzen, auf eine Verschärfung eines Konflikts. Trump und die AfD sind exakt (!) diejenigen, die die Meinung, die Gefühle oder die Menschenwürde anderer Leute oder Personengruppen auf "ignore" setzen.
Wenn jemand seine Meinung kundtun will, soll er das tun. Aber er soll das bitte auch ohne Scheuklappen tun und vorher bitte die "Was-passiert-dann"-Maschine bemühen. Ich diskutiere gern mit jedem über den Umgang mit und Rechte und Pflichten von Flüchtlingen, die in Deutschland aufgenommen werden. Ich rede aber nicht mit solchen Leuten, die im selben Atemzug der Überzeugung sind, den Sozialstaat zurückfahren zu müssen und daß die Alten und Kranken möglichst schnell in die Grube zu fahren haben, damit sie dem Staat nicht unnütz auf der Tasche liegen. Und Ähnliches erwarte ich von allen, die an ernsthaften Lösungen interessiert sind.

Dein Beitrag ist ein gutes Beispiel für die Geisteshaltung der heutigen Linken bzw. des Mainstreams. Man muß wie gesagt schon sehr viel dafür tun, um derartig an dem Sinn meines Beitrags vorbeizulesen. :)
Nun ja, ich könnte jetzt natürlich mit derselben Pauschalkeule ankommen und sagen: Deine Reaktion ist die typische Reaktion des rechten Gesocks: erst mal formulieren und anschließend rumflennen, daß Du falsch verstanden wurdest, aber gleichzeitig keine einzige Korrektur und kein einziges weiteres vertiefendes Argument.
Du hast die Chance, den Sinn Deines Beitrags noch einmal deutlicher herauszuarbeiten, damit ich angemessener darauf reagieren kann. Weil - so funktioniert das nämlich mit einem Dialog, falls Dir das nicht bewußt sein sollte. Wenn Du den Eindruck hast, daß ich etwas falsch verstanden habe oder mir ein Argument durch die Lappen gegangen ist, dann teile mir das gefälligst mit anstatt mich gleich mal in eine Schulade zu stecken. Meine Reaktion ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn ich merke, daß ich beim Verstehen oder Argumentieren falsch abgebogen bin, glaube ich jedenfalls von mir, die Größe zu haben, Fehler einzugestehen.

Das trifft auch auf viele andere Passagen zu.
Der Ball liegt in Deinem Teil des Feldes. Mach was draus.

Gruß
Skywise
 

Gutmensch

Gesperrter Benutzer
Ich glaube, es hat keinen Sinn, noch mit dir zu diskutieren. Wer glaubt, Trump und die AfD seien nicht auch das Produkt von politischer Korrektheit, linker Diskursverweigerung und Bunkermoral und dann auch noch so neunmalklug und uneinsichtig auftritt wie du, der ist wohl Teil der Diskursverweigerung und Bunkermoral.

Und wer nicht begriffen hat, daß die Politik die Black-lives-matter-Demonstrationen und die Querdenker-Demos mit zweierlei Maß bewertet, und wer nicht mitbekommen hat, daß auf den BLM-Demos die Corona-Auflagen weniger eingehalten wurden, der lebt wohl in einer ganz eigenen Realität und hat wenig Spaß am Denken.

PS: Es geht hier wie gesagt nicht darum, die Querdenker-Leute toll zu finden. Nur ist der Umgang mit diesen Leuten eben ziemlich infantil und einer Demokratie unwürdig.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wer andere pauschal als
über einen Kamm schert (alleine schon, wer den Begriff Gutmenschen nutzt), hat wohl auch schon sein Weltbild irgendwo in der anderen Richtung der Skala, das sich vermutlich durch Argumente nicht mehr ändern lässt.
Was ist denn an dem Begriff "Gutmensch" so schlimm?

Und wo schere ich andere pauschal über einen Kamm?

Mag sein, daß ich verkürzt formuliert habe, ist ja hier kein Schreibzirkel. Aber die politische Linke ist es nun mal, die von ihren Lebenslügen nicht lassen will (Feminismus, Gender, Buntheit, Sprachverkrüppelung, Diversity etc.).
 
Ich glaube, es hat keinen Sinn, noch mit dir zu diskutieren. Wer glaubt, Trump und die AfD seien nicht auch das Produkt von politischer Korrektheit, linker Diskursverweigerung und Bunkermoral und dann auch noch so neunmalklug und uneinsichtig auftritt wie du, der ist wohl Teil der Diskursverweigerung und Bunkermoral.
Also nochmal von Anfang an: DU behauptest, Trump und die AfD seien das Produkt von politischer Korrektheit, linker Diskursveweigerung und Bunkermoral. Ich habe kein einziges Argument von Dir gelesen, das diese These stützen würde. Wärst Du also so freundlich ...?

Und wer nicht begriffen hat, daß die Politik die Black-lives-matter-Demonstrationen und die Querdenker-Demos mit zweierlei Maß bewertet, und wer nicht mitbekommen hat, daß auf den BLM-Demos die Corona-Auflagen weniger eingehalten wurden, der lebt wohl in einer ganz eigenen Realität und hat wenig Spaß am Denken.
Woher die Überzeugung, daß ich das nicht mitbekommen hätte? Ich habe gesagt, daß entsprechende Demos abgesagt wurden und wo sie stattgefunden haben und sich die Leute nicht an Auflagen gehalten haben, gab es ebenfalls Konsequenzen. Was wirfst Du mir also vor?

PS: Es geht hier wie gesagt nicht darum, die Querdenker-Leute toll zu finden. Nur ist der Umgang mit diesen Leuten eben ziemlich infantil und einer Demokratie unwürdig.
Was ist daran infantil, die Leute kritisch zu hinterfragen, die mit Antisemiten gemeinsame Sache machen und eine eigene Verfassung aus der Taufe heben wollen?

Und wo schere ich andere pauschal über einen Kamm?

Mag sein, daß ich verkürzt formuliert habe, ist ja hier kein Schreibzirkel. Aber die politische Linke ist es nun mal, die von ihren Lebenslügen nicht lassen will (Feminismus, Gender, Buntheit, Sprachverkrüppelung, Diversity etc.).
Merkste hoffentlich selbst, oder?

Falls nicht: "differenziert" geht anders. Ganz (!) anders.

Gruß
Skywise
 

Gutmensch

Gesperrter Benutzer
Aus welchem Interesse sie geschwenkt werden, ist unerheblich. Es sind keine Nazisymbole, wie es diverse Politiker inbrünstig dumm verlautbarten. Ich hätte nichts dagegen, sie vor dem Berliner Schloß am 18. Januar zu schwenken, dem Jahrestag der Reichsgründung 1871.

Das ist nun mal unsere Geschichte. Und da gehört die Fahne dazu.

Mich ärgert diese dümmliche Nazifizierung von allem und jedem, was einem linksorthodoxen Weltbild nicht entspricht. Das ist Kindergarten.

Ich bin weder Reichsbürger noch konservativ. Aber man sollte schon genau sein. Was für Einstellungen diese Leute am Reichstag genau haben, sollte man sie persönlich fragen, statt sich als alleswissender "Antifaschist" zu inszenieren, der einen "Nazi" auf zehn Kilometer Entfernung erkennt..
 

Gutmensch

Gesperrter Benutzer
Mir geht es ja nur darum, daß diese Corona-Skeptiker überwiegend normale Leute sind und daß die Rechtsextremen, die sich da auch tummeln, nicht unbedingt repräsentativ sind. Das sind ja unzählige Gruppen, die da vor einer Woche agiert haben.

Politische Gegner werden in Deutschland nur allzu gerne nazifiziert. Die ganze Aufregung ist völlig übertrieben.
 
Aus welchem Interesse sie geschwenkt werden, ist unerheblich.
Ich finde das ganz und gar nicht unerheblich und schon bemerkenswert, dass du jegliche Reflexion darüber ablehnst. Denn...

Es sind keine Nazisymbole, wie es diverse Politiker inbrünstig dumm verlautbarten. Ich hätte nichts dagegen, sie vor dem Berliner Schloß am 18. Januar zu schwenken, dem Jahrestag der Reichsgründung 1871.
... Die Flagge wird eben nicht am 18. Januar geschwenkt sondern auf einer Demo, auf der es nicht um die Reichsgründung 1871 geht. Interessiert dich das gar nicht, was die Leute damit ausdrücken wollen? An die Reichsgründung wollen sie offensichtlich nicht erinnern.

Das ist nun mal unsere Geschichte. Und da gehört die Fahne dazu.
Damit macht man es sich schon sehr einfach.
 
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