Coronavirus


Maschi

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Dieser Artikel hat somit nichts an Aktualität und Richtigkeit verloren:


Im Prinzip sind wir jetzt an diesem Punkt:
(...)

Die schnellste Variante: Infektionsausbreitung in Wellen​

tagesschau.de: Was wäre die Alternative?

Eichner: Um schneller eine hohe Immunisierung der Gesellschaft zu erreichen, müsste man die Kontakte wieder zulassen und zwar so lange, bis die Infektionszahlen wieder so stark ansteigen, dass es gesellschaftlich und für das Gesundheitssystem fast untragbar wird. Dann, wenn die Infektionswelle in vollem Gange ist, müsste man noch einmal intervenieren und die Kontakte unterbrechen, vielleicht sogar noch stärker als jetzt.

Diese Welle wird sich dann nicht mehr ganz aufhalten lassen. Sie würde aber deutlich flacher und länger verlaufen, weil bis dahin durch die zusätzliche Zahl an Infektionen schon eine größere Immunität aufgebaut wäre. Die erneute Intervention müsste man wieder so lange aufrechterhalten, bis die Situation gesellschaftlich wieder erträglich ist.

Wenn die Immunität in der Bevölkerung dann aber noch nicht ausreicht, werden die Fallzahlen wieder wachsen und es kommt eine neue Welle. Und immer so weiter bis bei geschätzt zwei Dritteln der Menschen die Immunität aufgebaut ist. (...)
 
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Grenzwelle

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Dieser Artikel hat somit nichts an Aktualität und Richtigkeit verloren:
Man hat aber nicht auf diesen Epidemiologen gehört, sondern recht einseitig auf den Virologen und PCR-Test-Erfinder Drosten.
Im Prinzip sind wir jetzt an diesem Punkt:

Ja jetzt. Schade eigentlich. Der ganze Sommer, in dem durch das Klima sowie Ferien und Urlaubszeiten alles milder abläuft, wurde in dieser Hinsicht komplett vertan. Nun kommt alles zusammen: Schulbeginn, zumindest theoretisch Herbstbelebung und hohes Arbeitsaufkommen in der Wirtschaft sowie die Hochzeit für Virusinfektionen generell.

Hier bin ich kein Besserwisser im Nachhinein, ich habe schon im Frühsommer gefragt, was denn nun das Ziel sei, nachdem der ersten Welle (mit den Bildern aus Bergamo im Bewusstsein) die Wucht genommen wurde. Das Virus geht nicht weg, auch nicht mit noch einem Lockdown. Eine bekannte Regierungschefin sagte im April "Wir müssen mit dem Virus leben" Was sie damit wohl gemeint hatte, ist zumindest mit meiner Vorstellung nicht mehr deckungsgleich.
 

lg74

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Kleiner Schönheitsfehler: wie man inzwischen genauer weiß, hält die Immunität in vielen Fällen offenbar nicht besonders lange an oder hilft nur, die schwersten Verläufe teils zu verhindern. Und neu-Infektionen mit mutierten Varianten des Virus sind auch schon dokumentiert.

Es hilft also möglicherweise deutlich weniger als im März von manchen erhofft, die Bevölkerung schnell "durchzuinfizieren". Es tötet halt "nur" 20-30% der Menschen über 80 Jahre und 5-7% der Menschen zwischen 60 und 80 Jahre sowie paar "bedauerliche Einzelfälle" jüngeren Alters, für die man gewiss, wenn man sonst nichts findet, eine neue Vorerkrankung kreieren würde: "nicht Covid19-resistent gewesen". Und die anderen, die "genesen" sind gemäß derzeitiger Formulierung, haben dann halt lebenslang keinen Geruchs- und Geschmackssinn mehr, sind wegen nicht mehr vorhandener körperlicher Leistungsfähigkeit erwerbsunfähig oder verrecken vielleicht auch massenhaft an Spätfolgen, die heute noch gar nicht absehbar sind. Herzlichen Glückwunsch.

Wer so etwas ernsthaft heute noch fordert, muss sich auch gefallen lassen, als Eugeniker oder als was noch schlimmeres bezeichnen zu lassen.

Wie man mit der Pandemie umgehen kann, zeigen mit China und Neuseeland zwei Staaten, die durchaus als recht unterschiedlich betrachtet werden können. Sie haben aber eine Gemeinsamkeit: eine Bevölkerung, die bei den Maßnahmen mitmacht (oder mitmachen muss in einem Fall), statt mutwillig und egoistisch die Maßnahmen zu torpedieren, wo es nur geht und dann auch noch stolz darauf zu seien. Möglicherweise befinden in diesen Ländern auch nicht Gerichte über die Naturgesetze hinter der Virus-Ausbreitung, so wie das in Deutschland, dem Land der nicht ganz dichten Denker, der Fall ist.

Ich sehe beim Impfen nur eine gedämpfte Hoffnung, wegen der offenbar nicht allzu langen Zeitdauer einer Immunität. Aus dem gleichen Grund und wegen der schwersten Folgen für die Betroffenen sehe ich in der "Durchinfizierung" auch keinen Weg. Was bleibt, sind radikale Kontrolle und schnelle Reaktion bei Ausbrüchen - etwas was in einem "freien" und föderalen land wie Deutschland nicht möglich scheint. Bleiben zu entwickelnde Schnelltests als Hoffnung - ideal wäre, gäbe es so etwas heimanwendungssicher und so billig sowie leicht produzierbar wie Zahnpasta. Wer infiziert ist, bleibt zu Hause und isoliert sich. Das könnte eine erhebliche Verbesserung bringen.
 
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Maschi

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Beim Thema Impfung bin ich weiterhin skeptisch, auch weil man ja nicht weiß, wieviel Schutz dadurch überhaupt erzeugt würde, sprich komplett vor der Infizierung oder "nur" einem schweren Verlauf?

Und natürlich muss man sich fragen, wenn all das, ein Impfstoff, Masken und generell die "AHA-Regeln" das Virus nicht zur Strecke bringen können sollten, wie man dann auf Dauer leben will...
 

lg74

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Beim Thema Impfung bin ich weiterhin skeptisch, auch weil man ja nicht weiß, wieviel Schutz dadurch überhaupt erzeugt würde, sprich komplett vor der Infizierung oder "nur" einem schweren Verlauf?
Eben. Das gleiche gilt für den angesichts de rindividuell möglichen Folgen irren Versuch des Erreichens der Herdenimmunität.

Und natürlich muss man sich fragen, wenn all das, ein Impfstoff, Masken und generell die "AHA-Regeln" das Virus nicht zur Strecke bringen können sollten, wie man dann auf Dauer leben will...
Präzise, leicht anwendbare und verfügbare Schnelltests könnten eine gute Waffe gegen das Virus sein. Alles weitere wird die Entwicklung zeigen. Und nochmal: schau nach China, wie man damit umgehen kann und wie relativ entspannt man dann auch wieder Alltag machen kann.
 

Grenzwelle

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Und natürlich muss man sich fragen, wenn all das, ein Impfstoff, Masken und generell die "AHA-Regeln" das Virus nicht zur Strecke bringen können sollten, wie man dann auf Dauer leben will...
Es wird sich vermutlich eine Immunität aufbauen, wie schon bei der Spanischen Grippe. Mutation mag auch eine Rolle spielen. Wir und unsere Vorfahren leben schon seit tausenden von Jahren mit Coronaviren zusammen. Wir sind immer noch da, die Viren allerdings auch. Zusätzlich (!) sind wir in der glücklichen Lage, medizinisches Wissen zu besitzen und auch simple Hygieneregeln im Alltag befolgen zu können. Ich sehe da keinen Grund zum generellen Pessimismus.
 

Grenzwelle

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Wie man mit der Pandemie umgehen kann, zeigen mit China und Neuseeland zwei Staaten
Ja, sie zeigen es für China und Neuseeland. Wie schon weiter oben gesagt, Neuseeland ist eine kleine Nation auf einer Insel mitten im Pazifik. Was die machen, trägt für Deutschland, Europa oder auch die USA überhaupt nicht. Davon abgesehen lebten die zum guten Teil vom Tourismus. Bin gespannt, wie sie aus der Falle wieder rauskommen.

China geht sehr rigide mit seinen Menschen um und kann sich auch viel besser abschotten als etwa Deutschland. Davon abgesehen bestimmt dort nicht das RKI die Infektionszahlen, sondern die kommunistische Partei. Ich bin bei allen Themen immer sehr dafür zu gucken, was andere Länder eventuell besser machen. Aber im konkreten Fall sehe ich da keine Anhaltspunkte aufgrund der völlig verschiedenen Randbedingunen.
 

Maschi

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Ich wäre übrigens dafür, die Positivenrate mal nur für die Tests anzugeben die bei symptomatischen Patienten (und meinetwegen noch wirklich engen Kontakten bestätigter Fälle) gemacht werden, genauso wie es bei der Influenza passiert, aber solange da jeder Urlauber der sich "freitesten" will oder Routinetests drin vorkommen, suggerieren die aktuell 2% vielleicht auch eine Scheinsicherheit, zum Vergleich, auf dem Höhepunkt einer Grippewelle liegt die Positivrate für Influenza oft weit über 50%!
Es wird sich vermutlich eine Immunität aufbauen, wie schon bei der Spanischen Grippe. Mutation mag auch eine Rolle spielen. Wir und unsere Vorfahren leben schon seit tausenden von Jahren mit Coronaviren zusammen. Wir sind immer noch da, die Viren allerdings auch. Zusätzlich (!) sind wir in der glücklichen Lage, medizinisches Wissen zu besitzen und auch simple Hygieneregeln im Alltag befolgen zu können. Ich sehe da keinen Grund zum generellen Pessimismus.
Pessimismus sollte das nicht sein, nur eine zum Nachdenken anregende Frage.

An die spanische Grippe denkt man in diesem Zusammenhang immer wieder, manches an Maßnahmen gab es auch damals schon, anderes hingegen nicht (siehe Wikipedia).
Damals gab es weder eine Impfung noch einen Herdenschutz und trotzdem lief es dann nach der 2. Welle (der "Namensgeberin" für das aktuelle Geschehen) allmählich harmloser ab und auch aus, auch die alljährliche Grippewelle ebbt ohne strikte Maßnahmen früher oder später ab.

Irgendwas in der Richtung wäre vielleicht eine realistische Hoffnung und gleichzeitig eine positive Überraschung vor allem für diejenigen die uns vor noch vielen Jahren mit dem Virus warnen.
Die werden es auch sein, aber mit etwas Glück werden sie nicht so hart wie dieses Jahr...
 
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grün

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Mit dem Impfstoff ist ja vielleicht ne gute Sache, man kann froh sein, wenn er kommt.

Das Virus selbst wird aber niemals "ganz weg sein", das gibts bei Viren selten, Viren mutieren immer. Deswegen werden ja auch jedes Jahr neue Impfstoffe gegen sämtliche Krankheiten entwickelt.

Es geht schlichtweg darum, die Epidemie jetzt einzudämmen, damit wir auf Dauer so damit leben können, dass wir es unter Kontrolle haben und es nicht für alle bedrohlich ist. Und nur dann können wir in ein normales Leben, so wie wir es kennen, zurückkehren. Und das wird wieder kommen, aber dazu braucht es Geduld und Disziplin! Von allen!

Und nur dann können wir auch die Beschränkungen wieder aufheben, zwar ist das Virus dann immer noch da, aber es ist nicht für alle eine Gefahr! Nur darum geht es momentan!

Und an alle "Kritiker" der "Maskenpflicht"! Auch die wirds nicht auf Dauer geben, sobald die Krankheit "beherrschbar" ist.

Die Beschränkungen sind auch gar nicht das Schwierige, auch wenn manche immer so tun. Ich glaube, das Schwierige ist eher, einfach mal Geduld zu haben und ein gewisses Durchhaltevermögen an den Tag zu legen!
 
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s.matze

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Und an alle "Kritiker" der "Maskenpflicht"! Auch die wirds nicht auf Dauer geben, sobald die Krankheit "beherrschbar" ist.

Dein Wort in Gottes Ohr!

Klammert euch nicht an den Wirkstoff. Selbst wenn der da ist, muss der erst verteilt werden.Der wird auch nicht sofort für alle zur Verfügung stehen, sondern für ausgewählte Personengruppen.
Tierarzt Wieler hat schon gesagt, als erstes werden Heime und Pflegeeinrichtungen durchgeimpft.
Die Maskerade wird uns auf Jahre begleiten, soviel ist sicher. Die geht nie wieder weg, jedenfalls nicht dauerhaft.
Wenn Tierarzt Wieler das sagt, dann wird das auch so gemacht. Ich gehe erstmal davon aus, bis Frühjahr 2023 erstmal durchgängig.
Man wird das schon so hindrehen, dass es auch für andere Erkältungen gut passt: Die gewonnenen Erkenntnisse wird man sich künftig auch bei der jährlichen Wintergrippe zu Nutze machen.
Selbst wenn der Sommer 2023 maskenfrei wird, spätestens im Oktober/November sind die Dinger dann gleich wieder da.
Dafür muss man auch kein Experte oder Endzeitverschwörer sein, um diese Entwicklung vorauszusehen. Es steht in den entsprechenden Dokumenten. Und die sind öffentlich zugänglich. Stand letzte Woche alles prominent im Videotext vom Ersten und sämtlichen Dritten.

Es geht den "Maskengegnern" / "Kritikern der Maskenpflicht" auch nicht um die Maskierung als solche, sondern um die Art und Weise wie regiert wird (per MP-Erlass, ohne Abstimmung im Parlament) und wie sich die oft schwammige und unklar formulierte Rechtslage innerhalb weniger Kilometer ändert. Beispiel: Einführung Maskerade in SH (29.4.) und MV (27.4.) an unterschiedlichen Tagen, bei täglich Tausenden Pendlern zwischen beiden Bundesländern und offenem, innerdeutschen Grenzverkehr und durchgehenden Buslinien!

Das RKI dämpft Hoffnungen, dass die Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffs in Deutschland eine schnelle Rückkehr zur Normalität bringen wird. Maskentragen und Abstandhalten seien auch dann weiterhin nötig, heißt es in einem Papier.

Und das ist ein Punkt, den ich ganz massiv kritisiere. Nicht die Maskierung an sich, deren Nutzen man jeden Tag mehr in Frage stellen kann, wenn gleichzeitig andere Dinge ignoriert/missachtet oder nicht angewendet/genutzt oder auf die leichte Schulter genommen werden.

Was externe Experten sagen, spielt für die Politik in Deutschland keine Rolle. Man nimmt es zur Kenntnis, ja. Aber befolgt man deren Rat? Wendet man es an? Nein.
Allein das RKI, das seine Meinung (auch dank Wissensgewinn während des Sommers) in vielen Dingen um 180 Grad gedreht hat (z.B. Alltagsmasken in Innenräumen, Alltagsmasken in Außenbereichen, Herdenimmunität, dauerhafte Immunität nach einer Infektion) und dessen Experten werden als einzige verlässliche Wahrheit dargestellt, auf deren Rat zu hören ist.

Im Grunde entscheiden Wieler, Drosten und Merkel seit Monaten zu Dritt wie es weitergeht. Die setzen die Suppe an.
Die 16 Regierungs-Chefs der Länder verfeinern das Gericht dann nur mit ihren Zutaten, versalzen es (Laschet, Schwesig, Günther, Weil) oder verwässern es (Sachsen-Anhalt).
Parlamentsbeschluss? Fehlanzeige. Bundestag und Bundesrat? Ihrer Tätigkeit entbunden. Opposition? Machtlos.
Wofür brauchen wir da noch eine Volksvertretung mit aktuell rund 700 demokratisch gewählten Abgeordneten, wenn jeder Provinzfürst wie ein Zar in Gutsherrenmanier regieren kann wie die Bürgermeister von Heide, Büsum, Pinneberg, Neumünster?
Das ist eine Form von Autokratie, die aus meiner Sicht auf Dauer nicht mit unserer Verfassung und unseren Freiheitsrechten vereinbar ist.
Und dieser Regierungsstil, nicht nach links und rechts zu hören, dazu mit den Floskeln und teilweise unmöglichem Jargon, stört mich.
Auch deshalb wurde "die Maske" für viele ein Symbol staatlicher Willkür. Wenn die Regierung weiterhin Vertrauen und Respekt für die getroffenen Maßnahmen einfordert, sollte sie auch die Art und Weise überdenken, wie sie mit den Menschen spricht und welche Meinungen sie sich einholt. Es gibt auch Experten, die mit dem Tierarzt Wieler und dem Virologen Drosten nicht mitgehen, warum nicht auch deren Ansätze befolgen?

Dass der dauerhafte Abstand vor allem Jugendliche und ganz besonderes ältere Menschen psychisch krank machen wird, steht wohl außer Frage. Bei den älteren Mitbürgern ist das besonders pervers, weil man diese ja zur schutzbedürftigen Risikogruppe erklärt hat, mit der wochen- und monatelangen Isolation der Heime aber einen Zustand seelischer und sozialer Verwahrlosung geschafft hat. Hier sollte man ruhig auch einmal einräumen, dass das Folgeschäden haben wird.

Viele Bürger halten das staatliche RKI immer noch für eine unabhängige Forschungseinrichtung.
Die Hygienemaßnahmen wie Händewaschen nach jedem Kontakt sollten eigentlich durch Erziehung von Kindheitstagen selbstverständlich sein.
Das stellt niemand in Frage. Traurig, dass offenbar erwachsene Menschen, die sich anmaßen, ein Kfz führen zu wollen und politisch mitbestimmen zu können, im Frühjahr erstmals den Nutzen von Seife und Einweghandtüchern entdeckt haben.
Was man aber durchaus kritisieren kann, sollte und muss, ist dass die RKI-Aussagen als alleingültig und allwissend hingestellt werden und es offensichtlich daneben keinen Platz für Alternativen kommt, die man auch dann tatsächlich umsetzt (und nicht nur in Talkshows stundenlang herunterbeten lässt) und dass die Politik höchst selten einen Fehler einräumt, auch nicht bei zu Jahresbeginn eiligst eingeführten Maßnahmen, die man inzwischen gekippt hat. Es ist ja nicht so, dass die Doppelspitze Drosten und Wieler sich nicht auch schon geirrt hätten.

Ich wünsche mir etwas mehr Weitsicht, Demut und Selbstkritik von den beiden Herren der Schöpfung. Auch vermisse ich in diesem Zusammenhang die "weibliche Sicht" auf die Dinge. Es gibt sicherlich auch anerkannte Frauen, die auf diesem Gebiet forschen. Warum wird deren Expertise nicht gehört? Ich könnte mir da neue Impulse vorstellen, gerade in Hinblick darauf, wie man sich die Zukunft für Neugeborene und heutige Kleinkinder vorstellt, die auf Körperkontakt, Nähe, Wärme, Mimik und Gestik angewiesen sind, damit sie nicht in ihrer Entwicklung nachhaltig geschädigt werden. Ungeachtet irgendwelcher Frauenquoten sollte man auch auf das Wissen weiblicher Virologen und Epidemiologen vertrauen und diese in den Diskurs miteinbeziehen. Immerhin ist die Hälfte der Bevölkerung weiblich.

können wir in ein normales Leben, so wie wir es kennen, zurückkehren. Und das wird wieder kommen, aber dazu braucht es Geduld und Disziplin! Von allen!
Wenn das "normale Leben" nach Corona so aussieht wie der "normale Urlaub" in diesem Sommer, dann können wir uns auf eine lange, entbehrliche Zeit einstellen. Dann reden wir nicht von Jahren, sondern von Dekaden!
Ich selbst glaube nicht mehr daran, dass es jemals wieder eine Rückkehr zum unbeschwerten Alltag, zur "Normalität" geben wird. Dafür haben viele Medien mit ihrer permanenten Panikmache gesorgt.
Ich hoffe, ich irre mich. Wir werden sehen wer am Ende Recht behält.

Im Moment sehe ich mich durch das RKI-Papier (siehe oben) bestätigt!
 
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Radiokult

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Bundestag und Bundesrat? Ihrer Tätigkeit entbunden. Opposition? Machtlos.
Wofür brauchen wir da noch eine Volksvertretung mit aktuell rund 700 demokratisch gewählten Abgeordneten, wenn jeder Provinzfürst wie ein Zar in Gutsherrenmanier regieren kann wie die Bürgermeister von Heide, Büsum, Pinneberg, Neumünster?
Weil so nunmal die förderalen Strukturen in dieser Republik funktionieren. Je nach Infektionslage im jeweiligen Bundesland, werden diese oder jene Maßnahmen beschlossen und umgesetzt oder eben nicht. Du hast dich doch selbst schon darüber echauffiert, dass im eher dünn besiedelten Meck-Pom manche Maßnahme eher übertrieben scheint.

Das ist eine Form von Autokratie, die aus meiner Sicht auf Dauer nicht mit unserer Verfassung und unseren Freiheitsrechten vereinbar ist.
Quatsch. Grundlage ist das sogenannte Pandemiegesetz ("Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epiedemischen Lage von nationaler Tragweite"), welches im Mai vom Bundestag beschlossen wurde.

Viele Bürger halten das staatliche RKI immer noch für eine unabhängige Forschungseinrichtung.
Was daran liegen dürfte, dass sie das auch tatsächlich ist. Welche Forschungseinrichtung in dieser Republik wird denn nicht durch staatliche Mittel zumindest subventioniert? Mir würde auf Anhieb keine Einfallen.

dass die Politik höchst selten einen Fehler einräumt,
Das ist nun wiederum nichts ungewöhnliches, völlig unabhängig von Corona.


Es ist ja nicht so, dass die Doppelspitze Drosten und Wieler sich nicht auch schon geirrt hätten.
Drosten hat kein Problem zuzugeben, dass Sichtweisen vom Beginn der Pandemie heute hinfällig sind. Um das zu bemerken müßte man ihm aber auch zuhören. Für meine Begriffe ist der Mann extrem uneitel im Gegensatz zu so manch anderen Gestalten, die sich in den letzten Wochen und Monaten selbst zu Experten ernannt haben.
 

grün

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@s.matze:

Nur ein Punkt zum Thema Autokratie:

Nein, da leben wir nicht drin. Wir leben immer noch in einer Demokratie! Die Opposition hat nach wie vor alle Rechte und kann natürllich auch Gesetze einbringen oder versuchen, sie zu verhindern ! Nur können die durch Mehrheitsbeschluss abgelehnt werden! Das war schon immer so, auch schon vor Corona!

Überdies finden Bundestagssitzungen nach wie vor völlig regulär statt, auch in Zeiten von Corona!

Befassse Dich doch mal damit, wie der Bundestag funktioniert, bevor Du so einen Schwachsinn postest! Dazu musst Du allerdings auch ein bisschen googeln und Dich informieren! Frag das Internet, ich erklärs Dir nicht weiter, bin nicht Dein Lehrer! Oh Mann!
 
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chapri

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Das Schlimme ist ja, dass eine Minderheit das gleiche rausbrüllt. Sie profitiert von den Minderheiten-Rechten, wie sie nur eine Demokratie aufweist - andererseits schreit diese Minderheit so laut, dass die Demokraten nur noch zurückschrecken!
Dieselbe Minderheit verkennt, dass auch der Staat eine Fürsorgepflicht hat - und seine Politiker Wählerstimmen brauchen.
 

Radiokid71

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Es wird sich vermutlich eine Immunität aufbauen, wie schon bei der Spanischen Grippe. Mutation mag auch eine Rolle spielen. Wir und unsere Vorfahren leben schon seit tausenden von Jahren mit Coronaviren zusammen. Wir sind immer noch da, die Viren allerdings auch. Zusätzlich (!) sind wir in der glücklichen Lage, medizinisches Wissen zu besitzen und auch simple Hygieneregeln im Alltag befolgen zu können. Ich sehe da keinen Grund zum generellen Pessimismus.
Aber nur, wenn auch alle mitspielen. Was nützt es, wenn wir "Vernünftigen" brav die AHA-Regeln einhalten, gleichzeitig aber die Kids in den Szenevierteln ohne jeden Schutz und Abstand bechern geht (bestes Beispiel bei uns: Schanze und Kiez) und große Feiern die Zahlen explodieren lassen?
Und wenn die Honks in Bus und Bahn die Masken nur über den Mund tragen, statt auch über der Nase (die akustischen und sichtbaren Hinweise werden schön ignoriert), oder gar nicht, dann rumpöbeln und dann auch noch frei husten und niesen, helfen die besten Maßnahmen nichts. Kontrolliert auch keiner, zumindest hier in Hamburg sehe ich kaum welche.
Es ist der Egoismus, der alles kaputt macht. Und dann schreien alle nach dem Staat, der daraufhin auch nur schulterzuckend sagen kann: "Hättet ihr mal auf uns gehört."

Wobei: es gibt Impfstoffe, in HH wird auch getestet. Hoffen wir mal, daß die Soße positiv anschlägt und das dann fix ausgegeben wird, und zwar an alle. Hier müssen Merkel und ihre 16 Landeslakaien dafür sorgen, daß die 83 Mio. Bundesbürger ihren Schutz bekommen, und zwar pronto.

Vom RKI kann man halten was man will. Für mich würfeln die ihre Zahlen. Ich hatte mal auf verschiedenen Seiten RKI-Ergebnisse aufgerufen, alle zur selben Zeit - und alle Seiten zeigten verschiedene Werte. Soll das Irreführung sein?

Gerade sah ich in der City einen "Trauerzug der Demokratie", wonach das GG 2020 zu Grabe getragen wurde. Nunja, dachte ich zu Corona-Beginn genauso, hatte ich fix umgedacht. Welche Rechte wurden denn weggenommen? Freizügigkeit? Quatsch. Ab Mai konnte jeder wieder überall hin. Meinungsfreiheit? Ist doch da. Daß einige mit Gegenargumenten gleich ausfallend werden, wie auch hier, ist legitim.
Freie Entfaltung? Klar, aber nur soweit sie nicht andere gefährdet. Und da liegt der Hase im Pfeffer.
Ich bin auch sauer, weil ich als Konzertfreak keine Livemusik besuchen kann. Meine 2020er Konzerte sind alle auf 2021 und 2022 verschoben worden. Geht halt nicht anders. 5000 oder 10000 Leute an einem Ort geht eben jetzt nicht. Große Feiern? Bin ich eh kein Fan von, und Alkohol, Drogen, Ziggas etc. nehme ich nicht. Also stecke ich mal eben zurück, ist ja kein Beinbruch.
Und was die Masken betrifft: siehe es positiv. Jetzt ist sie sogar ein Kälteschutz fürs Gesicht. Wenn man wie ich um 6 Uhr früh aus dem Haus geht, ist es schon angenehm, das Ding gleich aufzusetzen ;).

C'est la vie, hoffen wir auf eine Besserung 2021 - wir haben es in der Hand, alleine wir.
 

Skywise

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Es geht den "Maskengegnern" / "Kritikern der Maskenpflicht" auch nicht um die Maskierung als solche, sondern um die Art und Weise wie regiert wird [...]
Och ... ich habe da bestimmte Personen aus dem Kreis der Protestierenden im Ohr, die sagen, Maskenpflicht bringe nix, weil das Virus so klein sei, daß es die Masken mühelos durchdringen könne. Ich habe da auch bestimmte Personen aus dem Kreis der Protestierenden im Ohr, die sich gerade darüber echauffieren, daß die Masken und die damit einhergehende Verknappung des Sauerstoffs bereits eine zweistellige Anzahl von Kindern in Deutschland das Leben gekostet hätte (nebenbei: was nachweislich so nicht der Fall ist).
Wie das funktionieren soll, daß Luft nicht durchkommt, ein Virus allerdings ungehindert, weiß ich nicht, aber da so ziemlich dieselbe Personengruppe unter beiden Thesen sinngemäß "Jawoll, so isses!" schreibt, wird es da wohl irgendeine Logik geben, die sich mir nur nicht erschließt.
Es gibt natürlich auch noch weitere Thesen, die im Zusammenhang mit der Maskenpflicht verbreitet werden. Natürlich gibt es auch Vertreter, darunter durchaus seriöse, die die Art und Weise kritisieren, mit der die Maskenpflicht eingeführt wurde, oder auch solche, die sich von den Regierungen Konzepte wünschen, kann ich ja auch verstehen, aber - ich bin mir gar nicht so sicher, ob diese unter den "Maskengegnern" überhaupt die Mehrheit bilden.

Was externe Experten sagen, spielt für die Politik in Deutschland keine Rolle. Man nimmt es zur Kenntnis, ja. Aber befolgt man deren Rat? Wendet man es an? Nein.
Allein das RKI, das seine Meinung (auch dank Wissensgewinn während des Sommers) in vielen Dingen um 180 Grad gedreht hat (z.B. Alltagsmasken in Innenräumen, Alltagsmasken in Außenbereichen, Herdenimmunität, dauerhafte Immunität nach einer Infektion) und dessen Experten werden als einzige verlässliche Wahrheit dargestellt, auf deren Rat zu hören ist.
Daß das RKI seine Meinung dreht, ist doch völlig normal. Wenn bestimmte Thesen das Klo runtergehen, dann kann man auf bestimmte Maßnahmen verzichten, wenn sich andere Thesen bestätigen, dann sollte man daran arbeiten, andere Maßnahmen zu erarbeiten. So funktioniert Wissenschaft.
Darüber hinaus kann man davon ausgehen, daß die Bewertung anderer Thesen auch durch das RKI erfolgt. Dort sitzen die Experten, dort werden die Informationen zusammengetragen und bewertet, nicht in der Politik. Entsprechend hört man in der Politik natürlich auch auf deren Rat.

Im Grunde entscheiden Wieler, Drosten und Merkel seit Monaten zu Dritt wie es weitergeht. Die setzen die Suppe an.
Das RKI besteht nicht nur aus zwei Personen, und tatsächlich hängt am RKI ein globales Netzwerk, über das Informationen ausgestauscht werden. Wieler, Drosten & Co. sind nur die Gesichter, die sich in die Presse stellen und kommentieren, nicht automatisch diejenigen, die letztendlich die Entscheidung treffen. Und Frau Merkel gehört da schon gar nicht dazu, wie wir ja festgestellt haben, nachdem einzelne Landesmütter und -väter und auch einige kommunale Köpfe eigene Konzepte vorgestellt haben.

Die 16 Regierungs-Chefs der Länder verfeinern das Gericht dann nur mit ihren Zutaten, versalzen es (Laschet, Schwesig, Günther, Weil) oder verwässern es (Sachsen-Anhalt).
Parlamentsbeschluss? Fehlanzeige. Bundestag und Bundesrat? Ihrer Tätigkeit entbunden. Opposition? Machtlos.
Ich glaube, Du würdest Dich mächtig wundern, was in einigen Gremien bzw. Landesparlamenten oder Stadträten so los ist, wenn es um Corona-Maßnahmen geht. Nur so: Einigkeit herrscht da keinesfalls, auch nicht unter den zugehörigen Regierungs-Koalitionen. Und was ich so mitbekomme, sind die Oppositionsparteien keineswegs machtlos - auch diese dürfen konstruktive Vorschläge unterbreiten und mit abstimmen. Gerade über die Gremien und Ausschüsse sind da schon einige gute Ideen geflossen. Klar - in dem Augenblick, da die Ampel auf Rot springt, ist keine Zeit, irgendwas über Gremien und Parlamente laufen zu lassen, aber hier habe ich den Eindruck, daß man in den letzten Monaten die Zeit recht gut genutzt hat, um bestimmte Maßnahmen abzuklären. Auf politischer Ebene, mein' ich. Daß trotzdem Konzepte für die einzelnen kommunalen Einrichtungen fehlen und viele Verantwortliche mit der Verantwortung mehr oder weniger allein gelassen wurden und werden, ist ein anderes Thema.

Wofür brauchen wir da noch eine Volksvertretung mit aktuell rund 700 demokratisch gewählten Abgeordneten, wenn jeder Provinzfürst wie ein Zar in Gutsherrenmanier regieren kann wie die Bürgermeister von Heide, Büsum, Pinneberg, Neumünster?
Das ist Deutschland. Wir haben die kommunale Ebene, wir haben die Landesebene, wir haben die Bundesebene. Überall gibt es verschiedene Zuständigkeiten. Was auch gut so ist. Wenn in meiner schnuckeligen Kommune eine neue Schule eröffnet wird und daraufhin einige Eltern Sturm laufen, weil sie gerne an dieser Stelle eine Ampel sehen würden, ist es von Vorteil, wenn darüber nicht die aktuell rund 700 demokratisch gewählten Abgeordneten auf Bundesebene entscheiden müssen, sondern der Stadtrat respektive das dazugehörige Gremium, beispielsweise der Bau- oder Vergabeausschuß. Wenn in dieser Schule plötzlich das Corona-Virus tobt, ist es auch von Vorteil, wenn lokal darüber entschieden wird, wie man weiter vorgehen möchte, und daß man vor Ort analysiert, wie es dazu kommen konnte, damit man vielleicht aus der Geschichte lernt und eine Wiederholung aus denselben Gründen an anderer Stelle verhindern kann. Und wenn man merkt, daß das Problem wahrscheinlich morgens durch vollgestopfte Schulbusse verstärkt wurde, dann kann man da als Kommune auch was dagegen unternehmen, auch ohne daß der Bund gleich irgendwas beschließen muß von wegen "Mehr Schulbusse für alle". Das macht vor Ort die Entscheidungen meistens etwas harmonischer ... und auch realistischer, da man normalerweise in den Gremien genau weiß, was die dazugehörige Kommune leisten kann und was nicht.

Auch deshalb wurde "die Maske" für viele ein Symbol staatlicher Willkür. Wenn die Regierung weiterhin Vertrauen und Respekt für die getroffenen Maßnahmen einfordert, sollte sie auch die Art und Weise überdenken, wie sie mit den Menschen spricht und welche Meinungen sie sich einholt. Es gibt auch Experten, die mit dem Tierarzt Wieler und dem Virologen Drosten nicht mitgehen, warum nicht auch deren Ansätze befolgen?
Weil es nicht ratsam ist.
Ich bin kein Virologe, ich bin Kaufmann. Wenn mir in Sachen Corona-Virus irgendein selbsternannter Experte was vom Pferd erzählt, bin ich kraft meiner Ausbildung und meines Alltags nicht in der Lage zu entscheiden, ob sich hinter den Worten Wunschdenken befindet oder Substanz. Ich habe gerade zu Beginn von Corona eine ganze Reihe von Thesen gelesen, die meisten davon klangen erst mal schlüssig für mich, aber die meisten davon haben sich mittlerweile als falsch herauskristallisiert, weil bestimmte Faktoren noch nicht bekannt waren oder weil manch Rattenschwanz bei der Formulierung der These nicht bedacht wurde. Und das weiß ich nur deshalb, weil ich mich diesbezüglich auf dem Laufenden gehalten habe bzw. mitunter halten mußte, im Alltag begegnen mir viele der Thesen nicht. Hätte ich mich also an diesen Thesen orientiert, hätte ich wahrscheinlich wochenlang unwirksame oder sogar gesundheitsgefährdende Maßnahmen ergriffen, vielleicht sogar bis heute, wenn ich mich nicht auf dem Laufenden gehalten hätte
Es gibt Bereiche, in denen man mit verschiedenen Maßnahmen experimentieren kann, um Erfahrungen zu sammeln. Es gibt aber auch bestimmte Maßnahmen, die man einfach vorgeben muß; ein Wunschkonzert der Maßnahmen ist genau das, was am allerwenigsten hilft.

Dass der dauerhafte Abstand vor allem Jugendliche und ganz besonderes ältere Menschen psychisch krank machen wird, steht wohl außer Frage. Bei den älteren Mitbürgern ist das besonders pervers, weil man diese ja zur schutzbedürftigen Risikogruppe erklärt hat, mit der wochen- und monatelangen Isolation der Heime aber einen Zustand seelischer und sozialer Verwahrlosung geschafft hat. Hier sollte man ruhig auch einmal einräumen, dass das Folgeschäden haben wird.
Richtig, aber ein Besuch eines Corona-Kranken im Altersheim kann ebenso Folgeschäden haben. Bis hin zum Tod von unbeteiligten Bewohnern und helfenden Händen. Wenn alle Beteiligten bereit sind, dieses Risiko zu tragen - okay. Ich glaube aber nicht, daß es wirklich möglich ist, sämtliche Beteiligten zu dem Thema zu befragen. Mir ist auch schon der Fall zu Ohren gekommen, wo ein Lieferant quasi bei der Belieferung der Küche eines Altersheims ein kleines Corona-Souvenir mitgebracht hat, das weitreichende Folgen hatte. Ob das in dieser Form korrekt ist, hab' ich allerdings nicht überprüft, insofern ist die Auskunft mit Vorsicht zu genießen


Die Hygienemaßnahmen wie Händewaschen nach jedem Kontakt sollten eigentlich durch Erziehung von Kindheitstagen selbstverständlich sein.
Könnte ich mich in dieser Form nicht dran erinnern. Vorm Essen vielleicht, aber da kann ich mich auch noch an einige Schraubereien an verschiedenen Gerätschaften erinnern, meist im Freien, bei denen es ziemlich egal war, ob an der mitgenommenen Stulle irgendwelche Ölspuren zu finden waren ...

Ich könnte mir da neue Impulse vorstellen, gerade in Hinblick darauf, wie man sich die Zukunft für Neugeborene und heutige Kleinkinder vorstellt, die auf Körperkontakt, Nähe, Wärme, Mimik und Gestik angewiesen sind, damit sie nicht in ihrer Entwicklung nachhaltig geschädigt werden. Ungeachtet irgendwelcher Frauenquoten sollte man auch auf das Wissen weiblicher Virologen und Epidemiologen vertrauen und diese in den Diskurs miteinbeziehen. Immerhin ist die Hälfte der Bevölkerung weiblich.
Covid-19 ist nicht mal ein Jahr alt, die Maßnahmen mit Masken sind hierzulande nicht mal ein halbes Jahr in Kraft. Im Augenblick ist man noch damit beschäftigt, überhaupt erst mal zu erforschen, was diese Form von Corona überhaupt ist, was sie mit den Menschen anstellt, durchaus auch langfristig, und wie man dagegen vorgehen könnte. Nennt man "Grundlagenforschung". Solange die Grundlagen nicht ausreichend erforscht sind, dringt man nur sehr wenig in die Spezialgebiete vor, weil - wenn sich die Erkenntnisse der Grundlagenforschung ändern, kann es sein, daß man gebündelt seine Theorien im Bereich der Spezialgebiete auf den Müll schmeißen kann. Sind Neugeborene und Kleinkinder ein heikles Thema? Ja, klar. Aber ich glaube nicht, daß die Erkenntnisse, die wir heute haben, bereits dazu ausreichen, einen wissenschaftlich fundierten Diskurs über den Umgang mit ihnen anzustoßen. Ich kriege ja auch durch Sonderwünsche mit, wie sich die Interessen von Eltern und Erzieherinnen aneinander reiben und im Laufe der letzten Monate immer mehr verändert haben, je mehr Informationen zu Corona vorlagen. Für eine wissenschaftliche Aussage dürften - auch Forscherinnen - bislang zu wenig Zeit gehabt haben, und auf globaler Ebene dürften die Neugeborenen und Kleinkinder bei der Corona-Forschung aktuell noch nicht im Fokus stehen.

Ich selbst glaube nicht mehr daran, dass es jemals wieder eine Rückkehr zum unbeschwerten Alltag, zur "Normalität" geben wird. Dafür haben viele Medien mit ihrer permanenten Panikmache gesorgt.
Wenn man nur die Regenbogenpresse gewohnt ist - möglich. Ich denke allerdings nicht, daß Medien pauschal Panikmache betreiben.

Gruß
Skywise
 

Radiokult

Benutzer
Mir ist auch schon der Fall zu Ohren gekommen, wo ein Lieferant quasi bei der Belieferung der Küche eines Altersheims ein kleines Corona-Souvenir mitgebracht hat, das weitreichende Folgen hatte. Ob das in dieser Form korrekt ist, hab' ich allerdings nicht überprüft, insofern ist die Auskunft mit Vorsicht zu genießen
Sie ist in mindestens einem Fall zutreffend und vermutlich war das nicht nur dort so. Da vor allem die Seniorenheime teils komplett abgeschottet waren in den letzten Wochen, bleiben im Grunde auch nur Zulieferer und/oder Personal übrig, die unwissentlich als Überträger in Frage kommen.
 

2Stain

Benutzer
Diese Hoffnung halte ich für verfrüht.
Die bisher offene Frage ist doch, wird der Mensch durch die Impfung überhaupt immun?
Was passiert, wenn das Virus mutiert?

2Stain
 

Maschi

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Immunität durch eine Impfung erreicht man doch sowieso nur in den wenigsten Fällen (Ausnahme z.B. Masern), auch die Grippeschutzimpfung wirkt nie zu 100% und (lebenslange) Immunität nach durchmachter Infektion ist auch eher die Ausnahme (z.B. Windpocken) als die Regel.

Eine Mutation wiederum muss nicht immer in Richtung bösartiger gehen, momentan befällt das Virus ja fast alle Zellen, wenn es sich zu einem "normalen" Schnupfenvirus verändern würde wäre auch schon viel gewonnen, ebenso wie wenn man ein wirksames Medikament entwickeln könnte.

Verschwinden wird das Virus also nicht, es kann nur darum gehen, die Schäden die es direkt durch die Infektion, aber auch die indirekten Folgen (z.B. der Kontaktbeschänkungen) anrichten kann zu mindern.
 
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Mannis Fan

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Ich selbst glaube nicht mehr daran, dass es jemals wieder eine Rückkehr zum unbeschwerten Alltag, zur "Normalität" geben wird.
Was war denn der "unbeschwerte Alltag"? War das nicht eher ein Tanz auf der Titanic, die jetzt halt nicht mehr so funktioniert, wie es nötig wäre, um weiterzutanzen. Kreuzfahrtschiffe, so groß wie eine mittlere Kleinstadt? Flugreisen in europäische Hauptstädte für 29,90 Euro? Kommerz, Masse, Wachstum, Dividende. Das ist die wahre Krankheit und keineswegs "normal".
 

lg74

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Das ist die wahre Krankheit und keineswegs "normal".
Und selbst wenn es wieder einmal eine 100% "Corona-freie" Zeit gäbe, ist da noch dieses und bittet dringend um Beachtung:


Corona ist da nur die Preview. Eine sehr gute durchaus, denn Ursache und Wirkung liegen nur wenige Tage auseinander und nicht Jahrzehnte. Der Anstieg der Wirkung erfolgt binnen weniger Wochen und nicht binnen 150 Jahren. Die Auswirkung der Ignoranz von Naturgesetzen ist so recht unmittelbar zu studieren. Ich hoffe, dass bei allem Leid durch die Pandemie wenigstens auch diese Lehre hängen bleiben wird: Naturgesetze verlieren durch Ignoranz oder Leugnung ihre Wirkung nicht. Und wir leben nur in untergeordneter Ebene in einer Demokratie. Obendrüber steht eine Diktatur: die der Naturgesetze.
 

Maschi

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"Toll" sind ja momentan immer die Meldungen mit den Zahlen, sonntags und montags sind diese wegen der verzögerten Meldungen ja meist niedriger, was man auch nicht müde wird zu betonen, trotzdem platziert man diese Zahl immer ganz prominent überall.

Nicht anders jetzt mit den (vorerst zwangsläufigen) neuen täglichen Rekorden, da ist es sogar noch extremer, erst dramatisiert man mit eben jenem Wort "Rekord" oder "Höchststand", ehe man dann im Text korrekterweise anmerkt und relativiert, dass diese Zahlen mit denen aus dem Frühjahr wegen der stark erhöhten Zahl der Tests nicht vergleichbar sind.

Interessant auch, dass man gar nichts mehr aus China hört, die Zahlen dort offenbar konstant niedrig, hat es im Winter vielleicht schon so stark gewütet, dass nichts großes mehr nachkommt?
 
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s.matze

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rockon schrieb:
Spätestens dann, wenn jeder Bürger die Möglichkeit hatte sich impfen zu lassen, muss es vorbei sein mit der Maskenpflicht.
Ich gehe davon aus, dass eben das (beides) nicht passieren wird. Schon allein weil es Menschen gibt die sich nicht impfen lassen werden (wollen). Dann müsste es schon einen Impf-Zwang geben.
Und der wird vor deutschen Gerichten keine 2 Tage Bestand haben.
Die Gesichtsverhüllung wird hier genauso Alltag werden wie sie es in den südostasiatischen und Pazifikianrainer-Staaten schon seit 25 Jahren ist. Verlass dich drauf.
Das ist das, was wir uns unter "neue Normalität" vorstellen können.

Gern gebe ich hinterher zu, fass ich mich geirrt habe. Bei den Maßnahmen habe ich mich auch geirrt. Die waren rückwirkend betrachtet noch äußerst sozialverträglich verglichen mit dem, was uns in den nächsten Wochen und Monaten bevorsteht. Also erstmal bis mind. 2023 abwarten, solange bleiben uns die Dinger zu 100% erhalten und es ist noch ausbaufähig.
Im Gegenteil: Es kommen ja sogar täglich mehr Bereiche dazu (u.a. jetzt auch Berufsschulen und sogar öffentliche Plätze unter freiem Himmel)

Wenn ich mir die derzeitige Auslastung vieler privater PKW und Handwerker-/Kleinunternehmens-Transporter so ansehe, wird das wohl der nächste Bereich sein, bei dem eine fehlende Maske im Falle einer Polizeikontrolle genauso geahndet wird wie ein fehlender Verbandskasten oder ein fehlendes Warndreieck! Das wird eine Goldgrube für Bußgelder.


Radiokid71 schrieb:
Meine 2020er Konzerte sind alle auf 2021 und 2022 verschoben worden.
Die werden auch dann nicht stattfinden, sei dir dessen bewusst.
Frühestens im Sommer 2023. Und danach steigen die Zahlen wieder.
Vielleicht gibt es auch bis dahin schon eine mutierte Covid 21-Form.

Ich hasse es, den Miesmacher spielen zu müssen. Aber bleibt doch mal realistisch.
Wie kann man denn allen Ernstes glauben, dass in weniger als 6 Monaten wieder Großveranstaltungen mit mehreren Tausend, überwiegend jungen und sorglosen Besuchern durchgeführt werden, möglicherweise noch bei Alkoholausschank? Auch kann ich mir Wacken oder Airbeat one beim besten Willen nicht mit Abstandsregeln vorstellen.
 

Radiokult

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Dann müsste es schon einen Impf-Zwang geben.
Und der wird vor deutschen Gerichten keine 2 Tage Bestand haben.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Das Bundesverwaltungsgericht hat schon 1959 entschieden, das die Impfpflicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. In etlichen Bundesländern galt sie in Bezug auf Pocken bis 1983.
Die ersten waren übrigens die Bayern. Die haben schon 1807 eine allgemeine Impfpflicht eingeführt. Das Deutsche Reich beschloss sie 1874. In der DDR kam auch niemand drum herum. Lediglich in der Weimarer Republik und der Nazizeit gab es geringfügige Lockerungen in Bezug auf die Impfpflicht. Insofern ist das ganze heutige Gekeifer um die Impfpflicht meistens nur Geschwätz. Verstärkt diskutiert wird sie hierzulande seit ein paar Jahren vor allem wegen das Wiederauftretens von Masern.
 
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