Coronavirus


Radiokult

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Wenn das Virus niedergerungen ist, kommt es darauf an, auch den Corona-Superstaat zurückzudrängen und die in der Pandemie verrutschte Balance zwischen Eigenverantwortung und Staatsmacht zu reparieren.
Das steht glaube ich komplett ausser Frage und ist bis jetzt noch von niemanden in Abrede gestellt worden. Ich persönlich betrachte das als Selbstverständlichkeit, über die man nicht groß diskutieren braucht. Ich bin mir davon abgesehen ziemlich sicher, das man das auch im Bundeskanzleramt weiß und auch genau so sieht. Schließlich wollen die ja alle mal wiedergewählt werden. So dumm und inkompetent wie die manchmal tun bzw. von manchen hingestellt werden, sind die dann auch wieder nicht.... naja, von Scheuer vielleicht mal abgesehen.
 
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CosmicKaizer

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"Nur die medizinische Fußpflege ist in einigen Bundesländern erlaubt geblieben."

Lieber @s.matze , bitte entschuldige, das ich das Wort "medizinisch" vergaß. Selbstverständlich halten sowohl ich als auch meine Fußpflegerin sich an alle geltenden Regeln, weil NUR so diese vermaledeite Pandemie irgendwann wieder auf einem handhabbaren Level ist - und meine Fußpflegerin eventuell irgendwann einen benötigtes Krankenhaus-Bett bekommt, die es wegen Corona und überlastetem Pflegepersonal im Moment NICHT GIBT! Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst - es gibt im Moment für diese Erkrankungen keine Möglichkeit, die Ursachen gesichert abzuklären, weil auch im relativ verschonten Land Brandenburg die Kliniken an ihre Grenzen kommen. Ich habe über 20 Jahre in der Pflege gearbeitet und weiß, das die Arbeitsmarktsituation im Gesundheits-Bereich schon vor Corona eine Vollkatastrophe war. Ich hatte mit 2/3 aller Pflegeeinrichtungen in Berlin und Brandenburg zu tun, kenne auch die Nöte vieler Apotheken (von der kleinen Dorf-Apotheke bis zur Ketten-Fiale in Berlin-Mitte), bin mit Haus-und Fachärzten in Stadt und Land zusammengekommen - der Tenor war auch vor 2020 überall der Gleiche. Jetzt kommt die Pandemie noch on Top.

Mich kotzt es an, das unsolidarische Idioten mit Ihrem Feuerwerk in dieser Situation die Krankenhäuser noch weiter in die Bredouille treiben werden. Und ja, selbstverständlich sollte auch das Reisen in dieser Situation wieder auf ein absolutes Mindestmaß beschränkt werden.
 

lg74

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Hildburghausen, next Level: Morddrohung gegen den Landrat.


Der verzweifelte Kampf der Psychoten gegen Realität und Naturgesetze. Das macht echt "Hoffnung" auf das, was wir in den kommenden Jahren hinsichtlich Änderungen unserer Lebensweise wegen klima- und ressourcenbedingter Lebensraumzerstörung zu erwarten haben. Corona erweist sich auch unter diesem Aspekt als "Preview".
 
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Maschi

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Tja, ich würd mal sagen, bei den nächsten Beratungen fließen dann die Auswirkungen des heutigen "Black Friday" ein :rolleyes:
Andererseits, wenn man dieses Geschäft nur amazon und Co. überlassen hätte, wäre das ein weiterer schwerer Schlag für den stationären Einzelhandel gewesen, momentan kann man es wohl nur falsch machen...
 
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Hinhörer

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Na ja, das ist eben so eines der großen Probleme: wo legt man den Maßstab an?
Nehmen wir erst mal Restaurants und Theater: gibt es dort Einrichtungen mit gutem Hygienekonzept? Ja. Eindeutig. Gibt's dort auch Gammeleinrichtungen? Oh ja. Das dazwischen nennt man "Bandbreite", und hier gibt es halt niemanden, der erstens einen vernünftigen Strich ziehen möchte, ab wann ein Restaurant gerade nochmal Glück gehabt hat, und ab wann ein Theater den bewußten einen Besucher zuviel hat. Und zweitens liegen in den Ordnungsämtern der Kommunen und Landkreise auch gar nicht die Kapazitäten und höchstwahrscheinlich auch nicht das Know-How und die technische Ausstattung vor, um im Zweifelsfall wirklich jede elende Einrichtung in dieser Hinsicht abzuklopfen und mit den Barkeepern zu diskutieren, ob es nicht vielleicht doch okay wäre, wenn man einen zusätzlichen Ventilator in die obere Ecke klatscht ...
Ich wollte es schon lange tun, und jetzt mache ich es: großen Dank an Skywise dafür, wie geduldig, sachlich und informativ Du hier auf diverse Ansichten eingehst. Denn wenn man die Diskussion den Trollen überläßt, füttert man sie zwar nicht, aber es bleibt dann leider ein Vader Beigeschmack durch unwidersprochene Behauptungen zurück. Also nochmal danke: Dein Einsatz ist absolut nötig und wird bemerkt und geschätzt!

Ich habe anderswo auch noch eine treffende Bemerkung gefunden, die ich leider unterschreiben muß (Hervorhebung von mir):
Theodor Ickler schrieb:
Es hängt alles davon ab, ob wir die Verbreitungsketten unterbrechen können. Immer mehr Regierungen sehen das ein, aber viele Querdenker, Richter und Politiker anscheinend nicht.
Der einfache Grundgedanke ist: Wenn wir die Schulen offen lassen, müssen wir anderswo um so strenger auf Kontakte verzichten. Dabei kann es nicht gerecht zugehen. Aber was haben Fitneß-Zenten davon, wenn Gaststätten ebenfalls schließen?
Es ist bedrückend zu sehen, wie ein mühsam erreichter Konsens von allen Seiten sofort wieder zerredet, angenagt und in Frage gestellt wird. Die Deutschen zeigen sich hierin besonders talentiert.
 

rockon

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"Ausnahmsweise mal Naturgesetze beachten"
Naturgesetz wäre auch, dem Virus widerstandslos den Menschen
als Wirt und Lebensraum zu überlassen. Wer´s nicht übersteht, war zu
schwach für diese Welt, nur die Harten kommen in den Garten.
So sehen das vielleicht sogar manche Querdenker.
Mir wäre das zu viel Naturgesetz.
 

Grasdackel

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Manche Thüringer wollen doch offensichtlich gerade wissen, wie das wohl so ist, wenn es ihnen richtig dreckig geht und sie wegen Überfüllung nicht mehr in die Krankenhäuser rein dürfen.
Man muss sie einfach mal die Erfahrung an der eigenen Haut machen lassen.
 

lg74

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Wer´s nicht übersteht, war zu
schwach für diese Welt, nur die Harten kommen in den Garten.
So sehen das vielleicht sogar manche Querdenker.
Und offenbar zumindest die öffentlich aktiven Vertreter einer bestimmten Partei, immer wieder. Auch, wenn sie Medizin studiert haben und sich "Arzt" nennen dürfen. Mir liegt dann immer das Wort "Eugenik" so nahe. Passt irgendwie. Einen solchen Arzt habe ich bereits lange vor Corona verlassen. Geht gar nicht, sowas. Ich kann zu solchen Menschen einfach kein Vertrauen aufbauen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, das die Grünen ("vorrangig jung", sagt mein Klischee, ihre Wähler sind aber in den vergangenen 20 Jahren auch massiv gealtert und haben im Durchschnitt fast zu den anderen Parteien aufgeschlossen) hinsichtlich Corona-Vorsicht am konsequentesten sind (bzw. zumindest die halbgaren und kaum wirksamen Maßnahmen, die derzeit gelten, am wenigsten bekämpfen): https://de.statista.com/statistik/d...age-zu-protesten-gegen-staatliche-massnahmen/ .

Man muss sie einfach mal die Erfahrung an der eigenen Haut machen lassen.
Ich hätte damit keinerlei Probleme damit, wenn es auf diesen Personenkreis beschränkt bliebe. Bleibt es aber leider nicht. Es trifft dann auch genug Menschen, die sich nach besten Möglichkeiten geschützt haben, aber z.B. doch einen Pflegedienst benötigen, der Corona ins Haus bringt (so verstarb im Frühjahr die Großmutter eines ex-Mitschülers) oder zu einem Arzt müssen und es dort im Wartezimmer bekommen oder vor einer Schulklasse stehen, in der es Kinder aus Corona-Leugner-Haushalten eingeschleppt haben oder...
 
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Radiokid71

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... Es trifft dann auch genug Menschen, die sich nach besten Möglichkeiten geschützt haben, aber z.B. doch einen Pflegedienst benötigen, der Corona ins Haus bringt ...

So muß es bei meiner Mutter gewesen sein, die Ende der Woche ins Krankenhaus kam. Dort wurde auch gleich ein Corona-Test gemacht: positiv! Ich, der ich in den letzten Tagen und Wochen stets bei ihr war, befürchtete das schlimmste: ebenfalls Corona zu haben. Gott sei Dank habe ich es nicht. Ein Test war negativ.
Nun rätseln mein Bruder, eine Nachbarin, eine Verwandte und ich, wie meine Mutter das kriegen konnte. Wohl auch durch eine Pflegedienst-Tante, die überall rumkam. Na danke. Wir überlegen eine Klage gegen die AWO.
Jedenfalls: hier sieht man, wie fix man sich das Ding einfangen kann. Deshalb kapier ich nicht, wie man immer noch gegen die einfachtste Maßnahme meckern kann: einfach mal eine Maske tragen. Wenn man sie eben länger trägt, weil man unter viele Leute gerät (oder eine Horde Jogger, die wie geile Hunde hecheln, einen in 2 mm Abstand überholen und sich zu einem drehen, damit man auch alle Aerosole tanken kann.) *
Sobald man aus der Meute raus ist, nimmt man sie wieder ab.

*) keine Erfindung! Geht mal an einem Sonntagvormittag durch einen Park oder an ein Flußufer. Kennt Ihr sicher selber.

Was ich mich und andere frage: dieser eine Impfstoff, der bei -80°C gekühlt werden muss. Wie ist es denn, wenn der geimpft wird? Wird das Serum noch temperiert, oder wie reagiert denn der Körper, wenn die Soße mit "Originaltemperatur" gesprizt wird? Das sollte noch genau überlegt werden, bevor man uns das Zeug überreicht. Und wenn alles geklärt ist, bin ich einer der ersten in der Reihe.

Bleibt gesund.
 
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lg74

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Erstmal: alles Gute für Deine Mutter!

Wir überlegen eine Klage gegen die AWO.
Da werden in den kommenden Jahren wohl noch genug Prozesse, Musterprozesse und juristische Abhandlungen zu erwarten sein. Ist so etwas fahrlässige Körperverletzung? Genügt "nicht den anerkannten Regeln des wissenschaftlichen Standes entsprechend Selbstschutz betrieben" für "vorsätzliche Körperverletzung"?

oder eine Horde Jogger, die wie geile Hunde hecheln, einen in 2 mm Abstand überholen und sich zu einem drehen, damit man auch alle Aerosole tanken kann
Super, sowas. Hatte ich vor paar Wochen. Bin eine Runde wandern durch den Wald, musste mal raus. War in einem engen Kerbtal, rechts gings steil hoch, links gings steil runter, Weg war ca. 1,5 m Breit. Genau dort überholte mich eine Horde joggende Frauen, laut keuchend. Kannste nirgendwo hin.

Alternativ auch: Radfahrer aufgereiht an der Ampel. Abstand halten ist da nicht möglich, wenn du nicht der letzte in der Gruppe bist. Nun ist das Risiko draußen niedriger, vor allem bei seitlichem Wind, aber wenn man Pech hat...

Impfstoff, der bei -80°C gekühlt werden muss. Wie ist es denn, wenn der geimpft wird? Wird das Serum noch temperiert, oder wie reagiert denn der Körper, wenn die Soße mit "Originaltemperatur" gesprizt wird?
Du kannst das nicht "spritzen", wenn auf die Temperatur von flüssigem Stickstoff gekühlt ist. Da dürfte das Zeugs fest sein, vermute ich. Würde man eine Flüssigkeit (!) dieser Temperatur verabreichen, käme es zu lokalen Erfrierungen schon an der Einstichstelle - Erfrierungen, die wie Verbrennungen anmuten, also degeneriertes (zerstörtes) Gewebe mit geplatzten Zellen. Das brächte eine Entzündungsreaktion. Sollte es zu kleinen Klümpchen im Blut kommen, bestünde bis zu deren Auflösung (biologisch "kaputt" wäre das dort gefrorene Zeugs dann auch) akute Gefahr von Embolien oder Schlaganfällen. Nee, so geht das gewiss nicht.
 

Skywise

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Was ich mich und andere frage: dieser eine Impfstoff, der bei -80°C gekühlt werden muss. Wie ist es denn, wenn der geimpft wird? Wird das Serum noch temperiert, oder wie reagiert denn der Körper, wenn die Soße mit "Originaltemperatur" gesprizt wird? Das sollte noch genau überlegt werden, bevor man uns das Zeug überreicht.
Das von BionTech muß bei -70°C transportiert und später bei diesen Temperaturen gelagert werden, da ansonsten beim Impfzentrum nur eine zerfallene, unwirksame Sauce ankommt. Das Stöffchen bleibt allerdings mindestens einen Tag auch bei "normalen" Kühlschranktemperaturen wirksam, auch wenn Teile davon dann bereits wieder zerfallen. Gemäß einem Wisch von Herrn Şahin (BionTech) ist von einem Mindestwert die Rede. Es ist also durchaus möglich, daß der Stoff auch über mehrere Tage bei Kühlschranktemperaturen stabil genug bleibt, aber um das zu erforschen, fehlte bislang schlicht die Zeit. Und gemäß einigen anderen Informationen ist schon einmal sichergestellt, daß die Kühlkette nicht unterbrochen wird, indem der Stoff in speziellen Ampullen transportiert wird, die die Temperatur besonders lange halten.

Gruß
Skywise
 

Maschi

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Oder den harten Pflegejob selbst zu übernehmen, das können aber die meisten aus verschiedenen Gründen auch nicht.

Und irgendein Konzept muss man sich langsam mal überlegen für die geschlossenen Branchen, aus dem Interview der Woche des DLF mit Armin Laschet:
(...)
Küpper: Aber braucht es nicht Licht am Ende eines Tunnels?

Laschet: Ja, aber das Licht muss sein, sobald irgend möglich, müssen Eingriffe zurückgenommen werden. Das galt schon im Frühjahr so und im Frühjahr hat es sich bewährt. Als Infektionszahlen gesunken sind, konnten wir Öffnungen vornehmen. Und wir werden Anfang des Monats Januar genau sehen, was können wir tun. Ich kann mir schwer vorstellen, dass wir jetzt noch monatelang alles schließen und Milliarden Monat für Monat aus der Bundeskasse beisteuern. Das wird auch unseren Staat überfordern.

Küpper: Wie lange kann das denn noch gutgehen? Die Kanzlerin hat jetzt schon gewarnt, ‚das geht nicht ewig‘, Ihr bayerischer Amtskollege, Markus Söder, hat sich zwar offensiv dafür bedankt, aber bei Ralph Brinkhaus damit etwas ausgelöst, der gesagt hat: ‚Die Länder müssen sich daran irgendwie beteiligen‘. Können Sie ihm Hoffnung machen?

Laschet: Also, erstens hat die Kanzlerin Recht, das geht nicht ewig, das ist in der Tat logisch. Ein Staat kann nicht 15 bis 20 Milliarden Euro jeden Monat neue Schulden aufnehmen, nur um Restaurants und Gastronomie die Schäden zu ersetzen.

Küpper: Geht das noch im Januar?

Laschet: Das müssen wir dann erörtern. Ich glaube, dass wir für das neue Jahr auch da zu neuen Modellen kommen müssen. Aber was Ralph Brinkhaus gesagt hat, teilen viele nicht. Nordrhein-Westfalen alleine hat 25 Milliarden Euro aufgenommen, wir haben bei der Gewerbesteuer den Ausfall bei den Kommunen zur Hälfte mit erstattet. Also, die Länder haben Milliarden ausgegeben und da ist es nicht ganz fair zu sagen, die Länder tun gar nichts. (...)

Und auch die Länder könnten ja nicht ewig was reinschießen, zumal das mit den aktuellen Hilfen ja auch so eine Sache ist:
 
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s.matze

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Naturgesetz = natürliche Auslese? :rolleyes:

Im Nordosten ist die Wahrscheinlichkeit, an Corona zu versterben, jedenfalls weiterhin geringer als Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls zu werden. Hoffentlich bleibt das so.

Bleibt gesund. Bleibt umsichtig. Bleibt menschlich.
Aber bleibt vor allem auch wachsam.
 

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Beyme

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Im Nordosten ist die Wahrscheinlichkeit, an Corona zu versterben, jedenfalls weiterhin geringer als Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls zu werden.
Das Autofahren ist ja nicht wegen eines ansteckendenden Kolbenfressers monatelang reglementiert worden.

Es funktioniert nicht, mit einer vermeintlich niedrigen Zahl von Sterbefällen eine relative Ungefährlichkeit von Corona zu suggerieren. Für einen realistischen Vergleich müsstest Du die Todesfälle wissen, die es bei ungebremster Ausbreitung des Virus gäbe. Und nicht die Todesfälle, die auftreten, OBWOHL weltweit in unterschiedlicher Ausprägung viele Masken tragen, Geschäfte wochenlang geschlossen, Kontakte beschränkt, Flüge gestoppt werden usw.

@s.matze Seit dem Zeitungsartikel ist die Zahl der Toten in Zusammenhang mit Corona in Mecklenburg-Vorpommern übrigens um ca. 50 Prozent gestiegen.
 

s.matze

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Es ist richtig, dass die Zahl der Corona-Toten seitdem gestiegen ist und aktuell meines Wissens bei etwas über 50 Personen liegt. (Durchschnittsalter 80 Jahre).
Die der Todesopfer im Straßenverkehr jedoch auch.
Ich habe aber Vergleichszahlen, die tagesaktuell auf dem selben Stand sind, zuletzt nur am 18.11. gesehen.
Die Unfallstatistik wird nicht täglich aktualisiert und die nächste Tageszeitung mit den neuen Corona-Werten erscheint erst in rund 5 Stunde.

Niemand will Corona verniedlichen oder in seiner Gefährlichkeit herunterspielen.
Aber: Konsequenterweise müsste man angesichts der o.g. Zahlen auch sämtliche KFZ verbieten und sofort alle Autowerkstätten und Reifenservices schließen!

die Todesfälle, die auftreten, OBWOHL weltweit in unterschiedlicher Ausprägung viele Masken tragen, Geschäfte wochenlang geschlossen

Das ist genau der Punkt: Warum hält man weiter krampfhaft an diesen sinnfreien, wirkungslosen Maßnahmen ohne nachgewiesenen positiven Effekt fest?
Die letzten 6 bis 8 Wochen haben doch überdeutlich gezeigt, dass der Ansatz der Bundesregierung falsch war.
Warum will sich dort niemand eingestehen, dass die bisherigen Auflagen komplett in die falsche Richtung gehen und einen Anstieg der Neu-Infektionen keineswegs verhindern?

Das Bundesgesundheitsministerium wirbt in den Wochenendzeitungen mit dem Spruch "Weil ich will, dass mein Lieblingsrestaurant wieder öffnen kann" und suggeriert damit, dass es in unserer Hand liegen täte. Es ist eine unterschwellige Drohung: Solange ihr euch nicht an die Maßnahmen haltet, bleibt die Kneipe zu. Wir sperren euren Italiener oder Griechen erst wieder auf, wenn ihr das mit dem Lüften verstanden habt.

Zynischer geht es nicht mehr! Als ob es die Verantwortung/ Schuld der Bürger wäre, wann und ob die Gastronomie wieder öffnet. Tatsache ist: Das "Lieblingsrestaurant" hatte auch mal zu Beginn des Sommers ein gültiges Hygienekonzept vorgelegt, welches von den selben Politikern abgenickt wurde. Wieviele Menschen haben sich seitdem nachweislich in Restaurants mit dem Virus angesteckt?
Oder in einem Fitness-Center?

Die ersten Bundesländer haben angekündigt, ihre Hotels zwischen Weihnachten und Neujahr für "Familienmitglieder" von Anwohnern zu öffnen. Das bringt uns für die zweite und dritte Januarwoche bis zu 30.000 oder 35.000 positive Neutestungen täglich!

Es wäre an der Zeit, offen zuzugeben, dass man weder ein langfristiges Konzept für die nächsten 6 bis 18 Monate, noch eine Ahnung hat, woher die Ansteckungen eigentlich wirklich stammen.

Die Politik schleppt sich so durch mit einer Hoffnung auf einen Impfstoff, bei dem fraglich ist, wann er kommt und ob er überhaupt in ausreichender Menge verfügbar sein wird.

Einen Plan B für das Jahr 2021, falls die Impfgeschichte scheitert, hat man nicht. Man muss 70 Prozent durchimpfen, um eine Wirksamkeit zu erreichen. Wenn nur 60 Prozent der Leute da mitmachen, fällt das Kartenhaus mit der Impfung schneller zusammen, als der Politik recht ist. Da helfen auch irgendwelche Umfragen nicht, wieviele Menschen sich aktuell impfen lassen würden. Der Impfstoff ist noch zu unbekannt.
 
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Skywise

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Niemand will Corona verniedlichen oder in seiner Gefährlichkeit herunterspielen.
Aber: Konsequenterweise müsste man angesichts der o.g. Zahlen auch sämtliche KFZ verbieten und sofort alle Autowerkstätten und Reifenservices schließen!
Warum sollte man ...?
Das ist genau der Punkt: Warum hält man weiter krampfhaft an diesen sinnfreien, wirkungslosen Maßnahmen ohne nachgewiesenen positiven Effekt fest?
Es gibt durchaus einen positiven Effekt. Er sorgt halt eben nur (noch) nicht dafür, daß die Zahlen sinken.

Die letzten 6 bis 8 Wochen haben doch überdeutlich gezeigt, dass der Ansatz der Bundesregierung falsch war.
Warum will sich dort niemand eingestehen, dass die bisherigen Auflagen komplett in die falsche Richtung gehen und einen Anstieg der Neu-Infektionen keineswegs verhindern?
Es ging vor allem darum, die Entwicklungen abzubremsen und mittelfristig die Zahlen zu senken. Das hat nicht geklappt, okay, aber es war auf jeden Fall ein Versuch, um nicht gleich wieder mit der dicken Auflagenkeule anzukommen.
Das Bundesgesundheitsministerium wirbt in den Wochenendzeitungen mit dem Spruch "Weil ich will, dass mein Lieblingsrestaurant wieder öffnen kann" und suggeriert damit, dass es in unserer Hand liegen täte. Es ist eine unterschwellige Drohung: Solange ihr euch nicht an die Maßnahmen haltet, bleibt die Kneipe zu. Wir sperren euren Italiener oder Griechen erst wieder auf, wenn ihr das mit dem Lüften verstanden habt.
Das ist keine Drohung, das ist schlicht und ergreifend Fakt. Ist aber schön, daß das mittlerweile auch bei Dir durchsickert.
Wenn genügend Leute da draußen sich denken "Och, die Regierung kann mich mal" oder "Die Jungs von meinem Darts-Club sind doch bestimmt alle sauber", sprich: wenn sich keiner an die Maßnahmen hält, dann kann die Regierung machen, was sie will. Sie kann auch einen harten Lockdown beschließen - wenn genügend Leute trotzdem meinen, daß der Begrüßungsschmatzer oder die Kellerparty im Partykeller einfach sein müssen, dann sinken auch die Zahlen nicht.

Zynischer geht es nicht mehr! Als ob es die Verantwortung/ Schuld der Bürger wäre, wann und ob die Gastronomie wieder öffnet.
Ach, vergiß das mit dem "Durchsickern" ...
Natürlich ist das die Verantwortung der Bürger. Wessen Verhalten trägt denn dazu bei, daß sich das Virus vermehrt?

Tatsache ist: Das "Lieblingsrestaurant" hatte auch mal zu Beginn des Sommers ein gültiges Hygienekonzept vorgelegt, welches von den selben Politikern abgenickt wurde. Wieviele Menschen haben sich seitdem nachweislich in Restaurants mit dem Virus angesteckt?
Oder in einem Fitness-Center?
Vielleicht hilft's, wenn Du mal nach "Fallstudien" suchst. Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR 2020; 69: 1258–1264). Daß sich in Restaurants und Fitness-Centern Abstandsregeln nur schlecht durchsetzen lassen und daß man im Regelfall ohne Mund-Nasen-Schutz Nahrung aufnimmt, steht in diesem Bericht ebenfalls, daß man oft genug Sport ebenfalls ohne Mund-Nasen-Schutz treibt, ist auch unstrittig.

Die ersten Bundesländer haben angekündigt, ihre Hotels zwischen Weihnachten und Neujahr für "Familienmitglieder" von Anwohnern zu öffnen. Das bringt uns für die zweite und dritte Januarwoche bis zu 30.000 oder 35.000 positive Neutestungen täglich!

Es wäre an der Zeit, offen zuzugeben, dass man weder ein langfristiges Konzept für die nächsten 6 bis 18 Monate, noch eine Ahnung hat, woher die Ansteckungen eigentlich wirklich stammen.
Langfristiges Konzept - nein, hat man nicht. Wozu auch? Ändert sich das Verhalten der Bürger, mußst Du das Konzept ändern, mutiert das Virus, mußt Du das Konzept ändern, kommt der Faktor "Impfstoff" ins Spiel, mußt Du das Konzept ändern ... Du mußt praktisch NUR das Konzept ändern, weil Du auf aktuelle Entwicklungen reagieren mußt. Aus diesem Grund bist Du weit eher mit Taktik-Papieren unterwegs als mit Strategien und Konzepten.
Woher die Ansteckungen stammen - och, da gibt's einige Möglichkeiten. Und so, wie ich die Bürgerschaft einschätze, kommen die wahrscheinlich alle auf die eine oder andere Weise zum Tragen.
Die Politik schleppt sich so durch mit einer Hoffnung auf einen Impfstoff, bei dem fraglich ist, wann er kommt und ob er überhaupt in ausreichender Menge verfügbar sein wird.
Wann er kommt - die Zulassung ist beantragt.
Ob er in ausreichender Menge verfügbar sein wird - nicht am Tag 1.
Im Augenblick machen sich eher die Leute im Hintergrund Gedanken darüber, was der Impfstoff eventuell noch alles mit anrichten kann, denn er ist nach wie vorin der Test-Phase.

Einen Plan B für das Jahr 2021, falls die Impfgeschichte scheitert, hat man nicht.
Wie lautete eigentlich der Plan B im November 2019 in Sachen Corona, könntest Du mir den bitte nochmal erläutern? Vielleicht kann man daraus Sachen für 2021 ableiten ...

Gruß
Skywise
 

Radiokult

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und die nächste Tageszeitung mit den neuen Corona-Werten erscheint erst in rund 5 Stunde.
Zeitungen, sprich gedrucktes Papier kann nie aktuelle Zahlen haben. Die sind immer mindestens einen Tag alt. Aktuelle Zahlen aufgeschlüsselt nach Landkreisen gibts auf dem Dashboard des RKI. Aktualisiert wird in der Regel morgens gegen 08:30 Uhr und dann nochmal am späten Abend.

Warum hält man weiter krampfhaft an diesen sinnfreien, wirkungslosen Maßnahmen ohne nachgewiesenen positiven Effekt fest?
Ohne nachgewiesenen positiven Effekt? Dass das schlicht Bullshit ist, kannst du dir am Beispiel Schweden anschauen. Die haben lange einen Sonderweg beschritten und stehen mittlerweile wortwörtlich vor dem Scherbenhaufen ihrer Mixtur aus Eigenverantwortung und Vernunft. Die Nummer hat (leider) nicht funktioniert. Mittlerweile ist man in dem vergleichsweise kleinen und recht dünn besiedelten Land bei 6700 Toten angekommen. Und Schweden hat nur gut 10 Mio Einwohner. In D sind es mehr als doppelt soviele Tote bei gut 83 Mio Einwohnern. Ich möchte mir gar nicht erst vorstellen wie groß hier die Zahl der ernsthaft Erkrankten bzw. die Todeszahlen aussehen würden, wenn wir nicht mit Maske rumlaufen und uns wenigstens halbwegs an diverse Abstandsregeln halten würden.

Die letzten 6 bis 8 Wochen haben doch überdeutlich gezeigt, dass der Ansatz der Bundesregierung falsch war.
Er ist nicht falsch. Da man aber vielerorts mittlerweile der Vorgaben (manchmal auch verständlicherweise) etwas überdrüssig ist, nimmt man es halt oft nicht mehr ganz so genau. Die Nummer ist ähnlich wie bei Rauchern und einer Krebserkrankung. Man weiß um das Risiko, redet sich aber selbst ein das einem schon nichts passieren wird und qualmt fleißig weiter. Bei Corona ist das ähnlich. Und gerade in eher dünn besiedelten Gebieten wie beispielsweise Meck-Pom ist diese manchmal durchaus berechtigte Kritik am ehesten verständlich. Was man euch aber offenbar immer wieder in den Kopf hämmern muß ist, das ihr nur deshalb so wenige Fälle habt, weil ihr eben so dünn besiedelt seid und die täglichen Kontakte überschaubar sind. Das ist im Ruhrpott oder in Berlin anders. Und davon abgesehen steigt ja nun auch bei euch die Zahl der ernsthaft Erkrankten und der Todesfälle. Woran das wohl liegen wird...


Das Bundesgesundheitsministerium wirbt in den Wochenendzeitungen mit dem Spruch "Weil ich will, dass mein Lieblingsrestaurant wieder öffnen kann" und suggeriert damit, dass es in unserer Hand liegen täte. Es ist eine unterschwellige Drohung: Solange ihr euch nicht an die Maßnahmen haltet, bleibt die Kneipe zu. Wir sperren euren Italiener oder Griechen erst wieder auf, wenn ihr das mit dem Lüften verstanden habt.
1. Natürlich liegt es in unserer Hand. In wessen sonst? Gehen die Zahlen runter, gehen die Kneipen wieder auf. Das ist ganz einfache Mathematik.
2. Unterschwellige Drohung? Zuviel KenFM geschaut? 2021 stehen 9 Wahlen an. Von Kommunalwahl über diverse Landtage bis zur Bundestagswahl ist da alles dabei. Und die wollen alle wiedergewählt werden. Glaubst du ernsthaft die Bundes- bzw. Landesregierungen haben Spaß daran, ihre "Untertanen" so zu gängeln? Was sollten sie davon haben? Alleine die Steuermindereinnahmen von Bund und Ländern reißen ein riesiges Loch in die Kassen, aus denen auch Politiker bezahlt werden. Das funktioniert nicht ewig so.

Tatsache ist: Das "Lieblingsrestaurant" hatte auch mal zu Beginn des Sommers ein gültiges Hygienekonzept vorgelegt, welches von den selben Politikern abgenickt wurde. Wieviele Menschen haben sich seitdem nachweislich in Restaurants mit dem Virus angesteckt?
Oder in einem Fitness-Center?
Kein Mensch braucht Fitness-Center. Geh raus in den Wald und treibe dort Sport. Das ist erstens billiger und zweitens gesünder, weil dort die wesentlich bessere Luft ist.
Was die Hygienekonzepte angeht, ist das erstmal richtig. Aber das liegt nun wiederum an den Landesregierungen. Die können die gemeinsamen Beschlüße von Kanzlerin und MPs durchaus kippen. In Schleswig-Holstein sind ja zum Beispiel Lockerungen vorgesehen, die so nicht angedacht waren. Selbst Landkreise könnten per Verfügung des Landrates bzw. der Landrätin Sondergenehmigungen für Veranstaltungen ausstellen. Man muss halt nur wollen. Das Bundesgesundheitsministerium hat mit all dem absolut nichts zu tun.
 
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Skywise

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Die Politik schleppt sich so durch mit einer Hoffnung auf einen Impfstoff, bei dem fraglich ist, wann er kommt und ob er überhaupt in ausreichender Menge verfügbar sein wird.
Weil ich gerade in einer Online-Konferenz zum einzurichtenden Impfzentrum stecke: im Augenblick geht man davon aus, daß bei Eröffnung der Impfzentren je 200 Personen täglich "durchgeimpft" werden sollen, im weiteren Verlauf soll eine Erhöhung auf 400 Personen täglich stattfinden (Zweitimpfung).
Wann der Impfstoff kommt - keine Information, weil noch keine Freigabe erfolgt ist.
Ob er in ausreichender Menge vorhanden sein wird - noch keine Information, weil das naturgemäß unternehmensabhängig sein wird. Wenn man nicht weiß, welches Unternehmen eine Freigabe bekommt, weiß man auch nicht, wie das mit der Fertigung laufen wird. Allerdings ist klar, daß aktuell alle Unternehmen, die einen Impfstoff am Start haben, entsprechende Geschichten koordinieren.
Aktuell macht man sich ganz dezente Gedanken darüber, wie lange diese Impfzentren betrieben werden sollen. Man möchte die ganze Geschichte natürlich über kurz oder lang in die Hände der regulären medizinischen Versorger, sprich: Krankenhäuser und Ärzte, abgeben, aber in der ersten Welle wäre das wahrscheinlich nicht ratsam.
Und wenn ich mir anhören muß, wie intensiv man sich über das Thema "Security" unterhält, weil man sich unterhalten muß, könnt' mir grad' schon wieder der Bruch raustreten. Nicht (nur) weil das Extra-Arbeit ist, die ich gerade so gar nicht brauchen kann, sondern weil mir Grün-Weiß just etwas von der Bandbreite der Drohungen erzählt. Der fest versprochene Brandanschlag war da nicht das Schlimmste.

Ich hätt' besser was Anständiges gelernt ...

Gruß
Skywise
 

Tweety

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200 wären schon arg wenig. Wenn jedes Impfzentrum so wenig schaffen würde, dann würde das ja Jahre dauern bis überhaupt nur mal ein kleiner Teil der Bevölkerung geimpft wäre. In den Großstädten muss es mind. die 10 fache Menge täglich geben, wenn man überhaupt einen Effekt merken will.

Kann man eigentlich nach einer Impfung trotzdem noch ansteckend sein?
 

Skywise

Benutzer
200 wären schon arg wenig.
Wie man's nimmt.
Erstens ist es nach wie vor eine medizinische Behandlung und keine Rallye. Zweitens braucht man auch genügend medizinisches Fachpersonal, das mit eine Spritze umgehen kann. Ich würd' mir aktuell weniger Gedanken um die Durchlaufzahlen machen als um die Kapazitäten des hiesigen bzw. der umliegenden Arbeitsmärkte ...
Wenn jedes Impfzentrum so wenig schaffen würde, dann würde das ja Jahre dauern bis überhaupt nur mal ein kleiner Teil der Bevölkerung geimpft wäre. In den Großstädten muss es mind. die 10 fache Menge täglich geben, wenn man überhaupt einen Effekt merken will.
Berlin baut z. B. sechs Impfzentren.

Kann man eigentlich nach einer Impfung trotzdem noch ansteckend sein?
Gute Frage. Da bin ich im Augenblick raus. Die Zeit, mich nach der Wirkung der angedachten Impfstoffe zu erkundigen, hatte ich noch nicht. Wird wahrscheinlich von der Frage abhängig sein, ob der Impfstoff eine Ansteckung verhindert oder den Ausbruch der Krankheit ...

Gruß
Skywise
 

Maschi

Benutzer
Man weiß auch noch gar nicht was die Impfung bei Menschen "anrichtet" die möglicherweise schon (womöglich ohne es zu wissen) Antikörper im Blut haben, da kann noch viel passieren...
 

chapri

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Viel wird da nicht passieren. Antworten auf die 2 letzten Fragen hat evtl. dieser Artikel der Pharmazeutischen Zeitung. Laien sollten es besser unterlassen, daran neue Theorien festzumachen...
 
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