Coronavirus


count down

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Es ist völlig unverständlich, dass wir es in unserem Lande fertigbekommen, in sechs Wochen Impfzentren wie in Köln-Messehallen einzurichten, in denen noch niemand geimpft wurde, weil (ich weiß es nicht) kein Impfstoff vorrätig ist oder keine Einladungen an Prio-Bürger erfolgt sind?

Hat denn Politik in Bund, Ländern und Kommunen andere Probleme?
 
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chapri

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Die Politik hat reichlich andere Probleme,
aber in diesem Fall kamen unvorhergesehene Lieferschwierigkeiten und Produktionsengpässe hinzu.
 

Radiokult

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unvorhergesehene Lieferschwierigkeiten
Was war da unvorhergesehen? Das Gesunsdheitsministerium hat hier in Abstimmung mit den anderen Ressorts schlicht und ergreifend versagt und es mal wieder auf gut deutsch verkackt. Da braucht man man nichts dran schön reden.
Alternativ hat Spahn jetzt offenbar ein paar Dosen von dem Medikamenten-Cocktail beschafft, der auch schon Trump nach seiner Infektion geholfen haben soll.
 

count down

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Für Deutschland, eines der technologisch höchstentwickelten Länder der Welt ist dies mehr als blamabel. Für Einrichtung, Planung, Organisation, Herstellung und Durchführung ist doch Geld und Knowhow vorhanden. Wer versagt gerade: Zaghafte und schlafende Politik oder bequeme Beamten? Oder beide zusammen?
 

Skywise

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Es ist völlig unverständlich, dass wir es in unserem Lande fertigbekommen, in sechs Wochen Impfzentren wie in Köln-Messehallen einzurichten, in denen noch niemand geimpft wurde
Och, einige sind ja schon am Laufen.

, weil (ich weiß es nicht) kein Impfstoff vorrätig ist oder keine Einladungen an Prio-Bürger erfolgt sind?
Die obersten Prioritäten lagen und liegen teilweise immer noch bei den Alten, insbesondere den pflegebedürftigen, weshalb die ersten Dosen in die Alten- und Pflegeheime gingen und dort verabreicht wurden, nicht zuletzt deshalb weil die Alten und Pflegebedürftigen oft genug gar nicht in ein Impfzentrum kommen können.

Für Deutschland, eines der technologisch höchstentwickelten Länder der Welt ist dies mehr als blamabel. Für Einrichtung, Planung, Organisation, Herstellung und Durchführung ist doch Geld und Knowhow vorhanden.
Jein. Erst mal bitte ich um Berücksichtigung des Umstands, daß der Startschuß zum Einrichten von Impfzentren im Kern geschlossen in der letzten November-Woche 2020 gegeben wurde. Danach hatte man mehr oder weniger drei bis dreieinhalb Wochen Zeit, um am 18 Dezember das Impfzentrum in Betrieb nehmen zu können. Tacheles: Ende November/Anfang Dezember ist ohnehin schon eine ekelhafte Zeit für Sonderaktionen, weil praktisch alle Unternehmen und die Kommunen ohnehin im Dezemberfieber weilen, weil dringend alle Leute noch ihr Jahresbudget aus dem Fenster kriegen müssen, also kommen zu dem ohnehin schon zusätzlichen Aufwand Ende des Jahres nochmal ein heftiger Klöpper. Und zwar bundesweit. Widerlich
wurde es dann dadurch, daß ohnehin einige Produkte eine deutlich längere Lieferzeit haben als drei Wochen, gerade was Büroausstattung angeht. So richtig elende Scheiße kam schließlich durch den Umstand auf, daß in den meisten Unternehmen, die was liefern könnten, auch noch Kurzarbeit oder Homeoffice angesagt war, heißt: die Leuts haben weniger zum Funktionieren gebracht, weil die Abläufe nicht ihrem Namen gerecht wurden. Das Geld war ausnahmsweise nicht das Problem, aber der Krempel in Sachen Ausstattung kam nicht so wie gewünscht bei.
Organisation - es war Geld da, aber letzten Endes greifen viele Impfzentren auf örtliche Ärzte zurück. Diese sind durchaus hilfsbereit, aber es ist unglaublich schwer, irgendwelche Dienstpläne zu erstellen, denn natürlich wollen die niedergelassenen Ärzte nicht noch ihre eigenen Praxen wesentlich vernachlässigen, und über die Krankenhaus-Ärzte sprechen wir an der Stelle besser gar nicht. Also - ja, es gibt auch viele hilfsbereite Krankenhaus-Ärzte, aber die sind ja ohnehin im Augenblick ausgelastet bis zum Limit, teils auch darüber hinaus. Know-How herbeizutrommeln in den Zeiten, in denen dieses Know-How auch an anderen Stellen gebraucht wird, ist nicht so einfach.
Die Herstellung des Impfstoffs ist gar nicht so einfach, mitunter auch zeitintensiv. Klar - kommt auf den eingesetzten Impfstoff an, aber eine Herausforderung ist es bislang in allen Fällen. Ich hab' zumindest noch keinen Bericht darüber gelesen, daß eine Dosis Impfstoff binnen weniger Minuten hergestellt werden könnte (abgefüllt - ja, aber die Brühe muß ja auch erst mal gemischt werden).

Wer versagt gerade: Zaghafte und schlafende Politik oder bequeme Beamten? Oder beide zusammen?
Für die Bestellung der Impfstoffe zeichnen vor allem die Länder verantwortlich. Keine Ahnung, wie heftig und mit welchen Mitteln der Bund in der Geschichte mitmischt, das ist nicht "meine" Ebene. Ich weiß auch nicht, wer wann wieviel Stoff bestellt hat, ich weiß nur, daß es mehrere Bestellungen (hoffentlich unter Vorbehalt) bei mehreren potentiellen Lieferanten gab, die bereits früh bis halbdurch im Jahr irgendwas in Aussicht gestellt haben von wegen "Wir werden bis zum X. Y. ein zugelassenes Produkt haben und lieferfähig sein", was aber nicht bei allen geklappt hat. Ich stelle mich ungern auf die Seite von Politikern, aber in diesem Fall kann ich verstehen, daß man nicht blind bei unzähligen Lieferanten schon mal im Vorfeld ein Heidengeld parken wollte, vielleicht auch erst mal die weitere Entwicklung abwarten wollte, bevor man BionTech oder anderen Unternehmen einen Auftrag rübergeschoben hat. Wenn man aber erst im vierten Quartal 2020 bestellt hat (noch vor der Freigabe des Medikaments), mußte man sich bereits hinten einreihen. Natürlich (und hier stehe ich schon nicht mehr hinter den Politikern und den Kollegen auf Landesebene) kann man ein bißchen Muskeln spielen lassen und damit bewirken, daß einzelne Praxen oder Krankenhäuser, die vielleicht rechtzeitig bestellt haben, ihren Impfstoff erst später bekommen, und es würde mich wundern, wenn das nicht passiert wäre, wenn ich mir manche Meldung so durchlese (und dem Flur- und Netzfunk so lausche, der gar manch' Anekdote von nicht allzu fernen Ländern zu erzählen weiß). Bequeme Beamte - sagen wir: die gibt's natürlich. Und selbstverständlich halte ich es für möglich, daß da an der einen oder anderen Stelle sehr tief geschlafen wurde oder daß da irgendein Quer-bis-Nichtdenker gemeint hat, er müsse bestimmte Nachrichten oder Anweisungen nach seinem Gusto auslegen. Aber bestimmt nicht komplett über sämtliche Bundesländer verteilt.

Gruß
Skywise
 

count down

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Vielen Dank, @Skywise, für Deinen ausführlichen Beitrag. Was den Einbau und die Errichtung von Impfzentren angeht, sage ich ja, scheint vieles rechtzeitig gestemmt worden sein – trotz Feiertagspausen bei Messebaufirmen, die ansonsten derzeit wenig Aufträge haben. Jetzt fehlt es an sowohl genügend Impfstoff als auch an ausreichend Personal, um durchzuimpfen. Wäre es nicht an der Zeit, Impfpersonal zu rekrutieren, zu schulen, zu bezahlen und endlich die digitale Kompatibilität von Einwohnermelde-, Finanz- und Gesundsheitsämtern in Hinblick auf die zu Impfenden herzustellen, selbst wenn der Datenschutz dergleichen nicht zulässt? Angeblich soll da noch gefaxt werden. Ich schweife ab.

Verstehen kann ich in anbetracht der Situation nicht, dass ich nichts über eine rigorose Bekämpfung der Pandemie höre.
 
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Radiokult

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Für die Bestellung der Impfstoffe zeichnen vor allem die Länder verantwortlich.
Die Landkreise schieben es aufs Land. Soweit so gut. Die Länder schieben es auf den Bund. Als Nichtwissender betreffs der konkreten Abläufe, nachvollziehbar. Nun schiebt es der Bund aber wieder auf die Länder? Ja was denn nun? 😳 Und wenn dann tatsächlich die Länder zuständig sind, warum kauft dann Spahn den Medikamenten-Cocktail? Und warum kauft er ihn erst jetzt? In den USA ist das Zeug seit immerhin rund 2 Monaten zugelassen.
Wenn man sich übrigens alleine die Summe anschaut, die Spahn da jetzt für das Zeug ausgibt, 2000 Euro pro Dose, fragt man sich wer das am Ende alles wie finanzieren soll? Die Kohle muss ja schließlich auch irgendwo herkommen bzw. fehlt sie dann am Ende irgend woanders. Auch wenns ein Stück weit populistisch klingt, aber ich rieche förmlich schon die Wiederholung der Einheitslüge von 1989/90, dass es nach den Wahlen auf gar keinen Fall zur Finanzierung eine Steuererhebung geben würde...
Was Biontech angeht, ist es einfach mal nur schwer vermittelbar was da gerade passiert. 750 Millionen hat der Bund in die Entwicklung mit reingesteckt. 375 Mio. davon gingen an Biontech. Warum hat man das nicht bei entsprechender erfolgreicher Entwicklung an die unverzügliche Lieferung einer bestimmten Menge X gekoppelt? Der deutsche Staat ist doch sonst immer sehr gut dabei seine Bürger mit entsprechenden "Gegenleistungen" zu gängeln, wenn er ihnen mal was "schenkt". Hier wurde wieder nur rausgehauen und die Nutznießer davon sind erstmal die anderen. Mich wundert bei soviel Missmanagement inzwischen nicht mehr, dass da soviele gerne mit denen liebäugeln, die eigentlich keiner haben will. Nach einem Jahr Corona muss man doch nun langsam mal eine längerfristige Strategie haben. Oder wäre das wirklich zuviel verlangt?
 

Maschi

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Absurd wird das Ganze auch, wenn ich das als Sportfan noch einbringen darf, wenn es Hallen gibt in denen sonst Hand-oder Basketball gespielt wird, man diese jetzt eiligst (ohne zugelassenes Publikum immerhin lösbar) ersetzen musste und nun wird dort weder gespielt noch geimpft...
 
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Skywise

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Jetzt fehlt es an sowohl genügend Impfstoff als auch an ausreichend Personal, um durchzuimpfen. Wäre es nicht an der Zeit, Impfpersonal zu rekrutieren, zu schulen, zu bezahlen
Da haben wie bereits gesagt ziemlich viele Leute bereits ihr Patschehändchen gehoben, vor allem Ärzte, Gesundheits-/Krankenpfleger, medizinisches Fachpersonal, einige davon befinden sich bereits im Ruhestand oder sind Teilzeitkräfte, daher könnte das von denen gestemmt werden, ohne daß da eine größere Schulung vonstatten gehen muß. Die Bezahlung - keine Ahnung, wie das läuft ... Sache des Landes. Könnte mich ja mal umhören.

und endlich die digitale Kompatibilität von Einwohnermelde-, Finanz- und Gesundsheitsämtern in Hinblick auf die zu Impfenden herzustellen, selbst wenn der Datenschutz dergleichen nicht zulässt? Angeblich soll da noch gefaxt werden. Ich schweife ab.
Ach, digitale Kompatibilität *abwink*
Ich glaube, ich hatte das was gehört, daß da über die Krankenkassen noch was geregelt werden soll, da hier die Informationen über die Gesundheit der Mitglieder bedeutend aktueller und schneller verfügbar sind als in vielen Gesundheitsämtern.

Verstehen kann ich in anbetracht der Situation nicht, dass ich nichts über eine rigorose Bekämpfung der Pandemie höre.
Wenn Du bislang noch nichts gehört hast, dann würde ich noch eine Woche abwarten. Übernächste Woche erhalten die ersten Leute ihre zweite Impfdosis, ich glaube, dann kann man schon wieder bedeutend besser auf dicke Hose machen.

Die Landkreise schieben es aufs Land. Soweit so gut. Die Länder schieben es auf den Bund. Als Nichtwissender betreffs der konkreten Abläufe, nachvollziehbar. Nun schiebt es der Bund aber wieder auf die Länder? Ja was denn nun? 😳 Und wenn dann tatsächlich die Länder zuständig sind, warum kauft dann Spahn den Medikamenten-Cocktail?
Stimmt, ich sollte deutlicher werden:
- Der Bund (d. i. Spahn & Untermenschen) finanziert den Impfstoff und unterschreibt die Kaufverträge mit den Herstellern. Darüber hinaus verteilen sie den Impfstoff auf die Impfzentren.
- Die Länder sind für die Unterhaltung und in Teilen für die personelle Bestückung der Impfzentren verantwortlich. "Unterhaltung" beinhaltet auch die Lagerung. Darüber hinaus sind die Länder hauptsächlich verantwortlich für das Einrichten von mobilen Teams, die auch mal nach draußen fahren. Heißt: das Land ist verantwortlich dafür, den Impfstoff vom Impfzentrum aus an die betreffenden Personen zu koordinieren. Das Land steht damit aber logischerweise auch in der Verantwortung, genügend Impfdosen beim Bund zu ordern, denn der Bund hat ja keinen Überblick über das, was sich auf Landesebene so tut. Das Land sagt aber auch, welchen Impfstoff es gerne in welcher Menge haben möchte. Das bekommt es vom medizinischen Personal hoffentlich richtig eingeflüstert.

Und warum kauft er ihn erst jetzt? In den USA ist das Zeug seit immerhin rund 2 Monaten zugelassen.
Das, was er jetzt kauft, wird erst in einigen Wochen geliefert. Er hat sogar schon gekauft, bevor der Impfstoff überhaupt zugelassen war.

Wenn man sich übrigens alleine die Summe anschaut, die Spahn da jetzt für das Zeug ausgibt, 2000 Euro pro Dose, fragt man sich wer das am Ende alles wie finanzieren soll? Die Kohle muss ja schließlich auch irgendwo herkommen bzw. fehlt sie dann am Ende irgend woanders. Auch wenns ein Stück weit populistisch klingt, aber ich rieche förmlich schon die Wiederholung der Einheitslüge von 1989/90, dass es nach den Wahlen auf gar keinen Fall zur Finanzierung eine Steuererhebung geben würde...
Och, ich hab' da interessante Ideen gelesen, muß ich zugeben. Im Augenblick finde ich es zumindest für Deutschland spannend, daß bemerkenswert viele deutsche Firmen irgendwo in dieser ganzen Abwicklung drinhängen, und ich gehe im Augenblick davon aus, daß wir hier von einem Geschäftsfeld reden, das uns zumindest mittelfristig erhalten bleiben wird.

Was Biontech angeht, ist es einfach mal nur schwer vermittelbar was da gerade passiert. 750 Millionen hat der Bund in die Entwicklung mit reingesteckt. 375 Mio. davon gingen an Biontech. Warum hat man das nicht bei entsprechender erfolgreicher Entwicklung an die unverzügliche Lieferung einer bestimmten Menge X gekoppelt?
Ich saß nicht am Verhandlungstisch. Aber ganz ehrlich weiß ich nicht, ob a) BionTech sich auf so einen Deal eingelassen hätte, und b) dann nicht an irgendeinem Richtertisch die Kacke am Dampfen gewesen wäre, denn hier wären wir nicht mehr in dem Bereich, wo man über Fördermittel/Subventionen etc. redet, sondern wir wären sehr wahrscheinlich (ich müßte mal schauen, was ich an Informationen zusammenkratzen kann, um das zu prüfen ...) im Sektor des Vergaberechts, und da sollte man sich schon an bestimmte Regeln halten, um es sich nicht mit einigen Mitbewerbern gründlichst zu versauen. Mal zum Nachrechnen: wenn wir hier über "Schadenersatz" sprechen und der Richter an dem Tag schlecht gefrühstückt hat, dann kann er den Bund maximal dazu verdonnern, das Doppelte des investierten Betrags an den jeweiligen Mitbewerber zahlen zu müssen. Dann hätten wir vermutlich schnell unseren nächsten Freund Dobrindt in der Presse stehen.

Nach einem Jahr Corona muss man doch nun langsam mal eine längerfristige Strategie haben. Oder wäre das wirklich zuviel verlangt?
Nun - ja. Weil ja ständig auch was Neues passiert. Mutationen hier, weitere Vermutungen über mögliche Langzeitfolgen von Corona dort, weitere Impfstoffe an anderer Stelle ...
Es geschieht noch zuviel Ungeplantes/Unplanbares, auf das man reagieren muß. Das macht die Entwicklung einer langfristigen Strategie wirklich schwer. Hätt' ich zwar auch gerne, aber ich glaube, für solche Sachen ist es noch zu früh. Auch wenn ich wirklich gerne wenigstens eine Strategie hätte, wie wir wieder in den Alltag kommen.

Gruß
Skywise
 

chapri

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Was war da unvorhergesehen? Das Gesunsdheitsministerium hat hier in Abstimmung mit den anderen Ressorts schlicht und ergreifend versagt
Ja ja, die ach so pööösen Politiker müssens wieder ausbaden - gehts noch?
Wenn in BELGIEN (mindestens) eine Chemische Fabrik Produktionsprobleme hat,
ist natürlich Spahn schuld?!?
Informiert euch doch BITTE erst einmal darüber, wie und wo Impfstoff HERGESTELLT wird -
nicht nur bei ZDF, Netdoktor oder vfa!
 
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Radiokult

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Ja ja, die ach so pööösen Politiker müssens wieder ausbaden - gehts noch?
Ja es geht noch, denn für die Beschaffung von Impfstoff kannst du nunmal nicht den Durchschnittsbürger verantwortlich machen. So einfach ist das. In Gb wird bereits die zweite Gruppe geimpft, während man hier in so manchem Impfzentrum mittlerweile ziemlich tatenlos rumsitzt. Da hat beim Bestellen des Impfstoffs jemand gepennt. Mehr isses nicht. Das es Engpässe bei der Herstellung gibt, ist nur einer von vielen Faktoren.
 

chapri

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GB hat für SICH bestellt, die EU für -zig Länder. Da ist sehr viel Bürokratie im Spiel!
Bei Deinem letzten Satz muss ich dir recht geben...
 

Skywise

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Halte ich für ausgesprochen lesens-/hörenswert. Da kann man durchaus mal drüber nachdenken.

Gruß
Skywise
 

Radiokid71

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Hihi, für Mütterchen und seine Mitläufer: nun können sie wieder die "Die nehmen doch Drogen"-Keule rausholen und drauflospesten....

Eine Frechheit ist das mit der Astrazeneca-Sache. Da wird ja wohl gelogen und geschlampt, daß die Heide wackelt. Und wer leidet darunter? Das deutsche Volk, das händeringend auf den Impfstoff wartet, um bald wieder ein normales Leben führen zu können.

Wie war das noch vor 12 Monaten? Noch gab es Konzerte, noch konnte man zum Friseur, noch konnte man ins Schwimmbad, noch konnte man seine Clique treffen. Und was ist seitdem? Gewurschtel und Wischiwaschikram 🤮.

Da der Astrazeneca-Stoff angeblich nicht für Ü65-Leute geeignet sein soll, kann der doch stattdessen genommen werden, um die Jüngeren zu impfen. Meine beste Freundin z.B. ist 43, hat Übergewicht und leichte Diabetis. Sie gehört also zur Risikogruppe. Darf sie was kriegen? Nein, wird abgewimmelt :wall::thumbsdown::mad:.

@ Chapri: tja, die Briten sind nicht von Brüssel abhängig. Die können es einfach tun. Danke an die EU...
 

chapri

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Ein Problem (von vielen) hat der "Impfgipfel" heute klar gemacht:
Die verschiedenen Lipide der Imstoffe (Link: Bsp. BioNTech-Pfizer) müssen, wenn sie von einem neu hinzugekommenen Hersteller kommen, extra von der EMA abgenommen werden.
Das verzögert die Produktion!
 

chapri

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Quantas hat für internationale Flüge vor, Impfpflicht einzuführen, wenn massenhaft Impfstoff verfügbar ist.
Diese Aussage existiert ausschließlich mündlich und ist "Zukunftsmusik".
Zudem entspricht sie in etwa Eventims Wahrsagerei.
 
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Thomas Wollert

Administrator
Mitarbeiter
Ein letztes Mal, @s.matze:
Ich werde es nicht dulden, dass du hier wiederholt Falschinformationen verbreitest und Tatsachen aus wissenschaftlichen Studien verdrehst. Ich habe dir deshalb die Schreibrechte für diesen Thread entzogen. Bitte unterlasse auf radioforen.de zukünftig sämtliche Aussagen im Zusammenhang mit Corona.

Dein neu erstellter Thread über die Konzert- und Veranstaltungsindustrie ist eine Fortführung der Corona-Diskussion, obwohl du zu diesem Thema keine Schreibrechte mehr hast (#1.193 und folgende habe ich hierher verschoben). Bitte unterlasse dies nun endgültig oder ich muss dich komplett sperren!
 
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Skywise

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Was wenn das im Ticketshop nicht steht, aber wenn dann die bezahlte PDF per Mail kommt und man auf dem Ausdruck klein liest in den AGB auf der Rückseite: "Zutritt nur mit dies und jenes" - was dann?
Wenn Du im Vorfeld die Chance hattest, diesen Passus zur Kenntnis zu nehmen, dann ist der Vertrag gültig. Persönliches Pech. Wenn nirgendwo beim Bestellen auf diesen Umstand aufmerksam gemacht wird, dann ist der Vertrag rein rechtlich gesehen ungültig.

AGB-Punkte kann der Kunde übrigens jederzeit streichen oder manche sind auch einfach hinfällig, obwohl jeder Shop sie drin stehen hat. Die haben dann einfach im Zweifelsfall keine rechtl. Bindung.
Manche sind hinfällig, sei es wegen Widersprüchlichkeiten oder wegen Einzelfallregelungen, das sollte dann aber auch im Vorfeld bekannt gemacht werden. AGB-Punkte kann man als Kunde streichen, ehe man seinen Kaiser Wilhelm unter den Vertrag setzt, aber nicht im Nachgang. Sind Vertragsbedingungen, kein Wunschkonzert.

Völlig richtig, der Vertrag kommt erst dann zustande, wenn beide Seiten diesen schließen.
Mit dem Klick in den Warenkorb bekunde ich erst einmal nur mein Interesse.
Die Gegenseite kann den Vertrag jederzeit widerrufen, das passiert gerade in der Branche ja auch nicht selten, z.B: bei Absagen, Erkältung des Leadsängers, zu geringer Anzahl verkaufter Karten, anderer terminlicher Vergflichtungen für wichtigere Aufzeichnungen oder TV-Termine, Verschiebungen, wetterbedingt usw.
Das ist kein Widerruf des Vertrags, sondern eine konsequente Folge daraus. Die Konzertkarten werden verkauft, gleichzeitig wird auch gesagt, was passiert, wenn das Konzert nicht stattfinden kann; oft genug wird dann der gezahlte Preis rückerstattet; das ist aber ein Anspruch, der sich aus dem Vertrag ergibt.

Das könnte aber auch für Eventeam nach hinten losgehen. Ich gebe zu bedenken, dass Eventim m.W. keine eigenen Hallen betreibt sondern diese nur anmietet oder für einen bzw. mehrere Abende bucht.
Wenn sie als Veranstalter auftreten, ja. Aber sie übernehmen ja auch den Ticketverkauf für andere Veranstalter.

Generell gilt für diese Arenen das Hausrecht des Betreibers. So wie man gewissen politischen Parteien die Nutzung verwehren kann (mehrfach von Gerichten bestätigt) oder ein Türsteher einen Discobesucher mit Messer in der Hand und aggressivem Tonfall, der nach Alkohol stinkt diesen nicht hineinlässt aus Gründen der Gefährdung - so könnte nun auch ein Besitzer einer solchen Halle kurzerhand diese für Eventim-Veranstaltungen sperren, weil er mit dieser Geschäftspraktik nichts zu tun haben will!
Schon, aber auch die Betreiber werden ein gewisses Interesse haben, daß nicht durch die Presse geistert "Corona-Hotspot dank Großveranstaltung in Messehalle", weil - das fällt auf den Veranstaltungsort eher zurück als auf den Veranstalter der Party. Insofern rechne ich damit, daß die Betreiber grundsätzlich mit den Ideen der Veranstalter in dieser Hinsicht konform gehen.

Aber:
Das Hausrecht gilt selbstverständlich nicht dann, wenn es missbräuchlich angewendet wird. Pauschal allen, die keinen Impfpass "dabei haben" (obwohl gültiges Ticket und obwohl z.B. Nachweis über Genesung / amtsärztliches Attest) den Zutritt zu verwehren.
Wird wahrscheinlich auch nicht passieren. Wenn sich Eventim hinstellt und sagt "Wir können das meistern", dann meinen sie damit meiner Ansicht nach die Abwicklung bei Kauf des Tickets, nicht bei Eintritt. An der Stelle reden wir vermutlich über personalisierte Eintrittskarten, sprich: da muß der lustige Junge am Eingang nur kontrollieren, ob der Perso zum Ticket paßt.

Das wäre dann so als wenn der Türsteher alle mit einer anderen Hautfarbe draußen stehen lässt oder rein männliche Paare, alle mit Glatze, alle mit grauen Haaren, alle mit Akzent sprechenden Gäste etc.
Nein, ein Ticketverkauf nach Vorlegen des Impfpasses halte ich immer noch nicht für eine Diskriminierung.

Vor einer solchen missbräuchlichen Anwendung des Hausrechtes schützt das AGG.
Auf die Prozesse um Schmerzensgeld in 5stelliger Höhe kann man sich dann freuen.
Ist das das Argument "Wenn die Besucher nach einer Großveranstaltung gebündelt an Corona und Folgen verenden, können sie wenigstens kein Schmerzensgeld und keinen Schadenersatz mehr fordern"?
Ich gehe davon aus, daß den Veranstaltungsbesuchern wichtig ist, daß sie selbst oder Angehörige nicht zu Schaden kommen. Wenn man auf Konzert geht, anderthalb Wochen später Symptome zeigt und vier Wochen später liegt Oma im Sterben, ist das ein viel zu hoher Preis für 1 x Spaß gehabt. Und ich bin mir ziemlich sicher, daß das eine Reihe von Gerichten ähnlich sehen wird. Ich glaube auch nicht, daß auf dieser Grundlage eine wirkliche Diskussion stattfinden wird, denn hier reden wir davon, daß Veranstalter sich freiwillig in die Pflicht begeben möchten, um zum einen - klar - wieder Geld zu verdienen, aber zum anderen sich für die Gesundheit ihrer Besucher einsetzen. Halte ich für mich persönlich zwar erst mal für schade, weil es bei mir garantiert noch einige Monate dauern wird, ehe ich die Spritzen gesetzt kriege, sprich: ich muß leider draußen bleiben, aber grundsätzlich begrüße ich diese Idee. Ich brauch' nicht nochmal so was wie die letzte Loveparade.

Gruß
Skywise
 

Radiokult

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Von all dem abgesehen ist bis heute nicht endgültig geklärt, ob Geimpfte auch weiterhin Überträger des Virus sein können oder nicht. Daher ist diese Diskussion ohnehin erstmal nur Zukunftsmusik. Sollten nämlich tatsächlich auch Geimpfte weiterhin das Virus übertragen können, wird man um eine Impfung ausnahmsloser Aller wohl nicht herumkommen. Der Ethikrat hat jedenfalls wie auch immer geartete Sonderregelungen für Geimpfte heute vorerst abgelehnt.
 

Skywise

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Der Ethikrat hat jedenfalls wie auch immer geartete Sonderregelungen für Geimpfte heute vorerst abgelehnt.
Ja, aber mit folgender Einschränkung:
"Bei der Frage, inwieweit es privaten Anbietern verwehrt sein sollte bzw. verwehrt werden kann, den Zugang zu von ihnen angebotenen Waren und Dienstleistungen auf geimpfte Personen zu beschränken, ist die Vertragsfreiheit zu berücksichtigen. Sie stellt es Privatpersonen und privaten Unternehmen grundsätzlich frei zu entscheiden, mit wem diese einen Vertrag schließen. Einschränkungen dieser Freiheit können gerechtfertigt sein bei Angeboten, die für eine prinzipiell gleichberechtigte, basale Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unerlässlich sind."
Zitat nach "Besondere Regeln für Geimpfte?", ethikrat.org

Gruß
Skywise
 
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Radiokult

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"Bei der Frage, inwieweit es privaten Anbietern verwehrt sein sollte bzw. verwehrt werden kann, den Zugang zu von ihnen angebotenen Waren und Dienstleistungen auf geimpfte Personen zu beschränken, ist die Vertragsfreiheit zu berücksichtigen. Sie stellt es Privatpersonen und privaten Unternehmen grundsätzlich frei zu entscheiden, mit wem diese einen Vertrag schließen. Einschränkungen dieser Freiheit können gerechtfertigt sein bei Angeboten, die für eine prinzipiell gleichberechtigte, basale Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unerlässlich sind."

Da würde ich aus meinem Verständnis heraus kulturelle Angebote einschließen, sprich auch Konzerte jeder Art.
 
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